Kontakt

kritischerkommilitone

Marcel Kallwass

Ich freue mich über alle Kommentare und geb zusätzlich noch die Möglichkeit mich direkt zu kontaktieren:

marcelkallwass@t-online.de

Bitte um Geduld, falls manche Antworten auch mal länger dauern!

27 responses to “Kontakt”

  1. Mario Trutschel says :

    Es erstaunt mich immer wieder, wie wenig wir uns in der Regel des schreienden Widerspruchs bewußt sind, der unsern Alltag prägt. Nämlich, wir erleben uns als politisch reife Demokraten und wehren uns aus guten Gründen gegen jeden Abbau unserer demokratischen Rechte. Wir gestehen unsern Politikern keine noch so kleine Selbstherrlichkeit zu. Wehe, sie fragen uns nicht, ob sie das Dach des Kunstmuseums flicken dürfen. Gleichzeitig begeben wir uns jeden Tag in eine Arbeitswelt, in der nichts, aber auch gar nichts demokratisch geregelt ist. Alles läuft streng hierarchisch ab. Der Chef hat recht, auch wenn er unrecht hat, und zuweilen sind wir dieser Chef. Wie halten wir das eigentlich aus, ohne irre zu werden, tagsüber Weisungen zu empfangen und Weisungen weiterzugeben, genau nach Funktionsdefinition, und am Abend ein reifer Bürger zu sein, gleichmäßig am Wohle aller interessiert? Die Wirtschaft hat ein nur schwach entwickeltes demokratisches Selbstverständnis. Sie war und ist am Mehrwert interessiert und am demokratischen Staat nur soweit, als dieser Bedingungen zu schaffen vermag, die das Geldverdienen möglichst reibungslos erlauben.

    (Urs Widmer – Das Geld, die Arbeit, die Angst, das Glück)

  2. Publicviewer says :

    Endlich mal wieder jemand der von innen heraus „Widerstand“ betreibt…:-)

    Weiter so…

    Der Viewer

  3. buktombloch says :

    Guten Tag -und Hallo Marcel!
    Alles gut?
    Höre gar nichts mehr von Dir.
    MfG
    Burkhard Tomm-Bub

    • kritischerkommilitone says :

      Hey Burkhard,

      alles gut bei mir, danke der Nachfrage.

      Gerade nur etwas im Stress, weil ich am Dienstag noch

      ein Referat in der Hochschule halten muss.

      Aber das habe ich jetzt so gut wie fertig.

      Bei dir auch alles klar?

      Schon ein erstes Feedback auf den Aufruf erhalten?

      lg

      Marcel

  4. Heidelberger says :

    Hallo aus Heidelberg!

    Bestünde evtl. Interesse zu einem Treffen zwecks Erfahrungsaustausch?

    Wenn ja, einfach über meinen Blog melden.

    Viele Grüße

  5. Chris says :

    Hallo Marcel,

    wegen der Abmahnung: Lass Dich nicht unterkriegen, den meisten deiner Behauptungen stimmen ich und viele andere zu. Und wenn man dich feuern sollte, dann nutze dies um noch mehr Dampf zu machen.

    VG

  6. Angstpeter says :

    Hallo Marcel,

    ich finde dein Engagement einfach spitzenklasse !!!
    Ich selbst bin Hartz IV Empfänger und fühle mich seit Jahren politisch verfolgt, gedemütigt und um meine Menschenrechte beraubt.

    Wenn wir nicht aufpassen wir das Lied der Beatles – Hey Jude sprichwörtlich seine volle Bedeutung entfalten.

    gruß Angstpeter (Anonym)

  7. Nicole Grahlow says :

    Hallo Marcel,
    da ich nicht weiß wo ich meinen Erfahrungsbericht hinpacken soll, schreibe ich ihn Dir einfach mal hier unter die Rubrik Kontakt. Über meine Mutter und ihren Lebensgefährten (Andreas Abels) habe ich bereits viel von Dir gehört und finde es stark, wie Du dich für die Bürger_Innen und gegen ein mittlerweile recht unmenschliches System einsetzt.
    Ich selbst bin langjährige Hartz IV Empfängerin und hab schon Höhen und Tiefen damit erlebt, doch heute ist auch mir das Maß übergelaufen und ich möchte berichten, was mir widerfahren ist.

    Ich lebe momentan in Stuttgart. Nach einem Auslandsaufenthalt in Amerika stand ich vor Problem, eine Wohnung zu finden. In Stuttgart. Mit-Stuttgarter wissen, was das heißt.
    Also habe ich mich, wie es sich gehört, erstmal in der Sonderdienststelle des Jobcenters für wohnungslose Menschen gemeldet und brav meinen Antrag ausgefüllt (nachdem ich zunächst mal von der ersten Sachbearbeiterin, mit der ich zu tun hatte, verbal sehr unfreundlich angegangen worden war, was mir denn einfalle mich in Stuttgart arbeitslos zu melden, da ich vor dem Auslandsaufenthalt in Leipzig gelebt habe) und habe dann mit Hilfe des Frauenberatungszentrums erstmal eine Bleibe gefunden, die mir vom Jobcenter für ca. vier Monate genehmigt wurde.
    Innerhalb dieser vier Monate war es mir möglich zum einen einen Platz in einem betreuten Frauenwohnheim zu finden und zum anderen das Angebot eines 1-Euro Jobs anzunnehmen.
    Mitte Januar zog ich dann in das Wohnheim ein und meine dortige Betreuerin versprach mir, mit meiner Sachbearbeiterin der Leistungsabteilung des Jobcenters alles Weitere in Sachen Mietvertrag und Kaution zu klären.
    Da ich zusätzlich noch einmal in der Woche Zeitungen austrage, habe ich einen Zuverdienst von weniger als 100 Euro, die bekanntlich nicht angerechnet werden. Ich gab diesen natürlich dennoch an, und ich wurde trotzdem auf 400 Euro angerechnet. Zumindest laut Bescheid. Ich solle eben immer meine Lohnabrechnungen vorlegen, so würde dann der Rest berechnet werden und ich mein volles Geld bekommen.
    Dank Umzug und neuem Job war ich jedoch im Januar sehr eingespannt, so dass ich meine Lohnabrechnung erst in der letzten Januarwoche per Email an das Jobcenter SDS geschickt habe, mit der Bitte um Bestätigung des Erhalts und Info, ob es zeitlich noch ausreichend war, oder wann ich dann meine Nachzahlung holen könne.
    Es kam keine Antwort, auf Telefonanrufe meinerseits wurde nicht reagiert, und es kam wie es kommen musste: Am Freitag, den 31. Januar befand sich kein Geld auf dem Konto!
    Ich erwähne nur nebenbei, dass ich fast das komplette Wochenende mit Depressionen verbracht habe (ich habe eine psychische Erkrankung), da es ja auch nicht das erste Mal war, dass mir das Geld einfach nicht überwiesen wurde. Und am Wochenende kann man nun auch wirklich nicht viel bzw. gar nichts tun, um den Sachverhalt zu klären.
    So ging ich heute, Montag, der 3. Februar morgens vor meinem Arbeitsbeginn zum Jobcenter. Ich war die erste, die ins Zimmer reindurfte, und das erste was ich zu hören bekam war, warum ich denn den Mietvertrag nicht vorbeigebracht habe. Ich antwortete, ich habe den Mietvertrag noch nicht, der liegt noch in der Verwaltung des Betreuten Wohnens und außerdem habe mir meine Betreuerin gesagt, das sie sich darum kümmere. Es ginge schließlich auch noch um die Kaution für das Zimmer. Dann bekam ich zu hören, dass die Kaution zu hoch sei, diese entspräche nicht der Regel für Kautionen, und meine Sachbearbeiterin rief dann umgehend meine Betreuerin und klärte die Sache. Ein Darlehensvertrag für die Kaution wurde aufgesetzt und abgeschlossen. Bis hier hin war noch alles okay, außer dass ich eben angemault wurde, warum ich nicht den Mietvertrag vorbeigebracht habe, obwohl für mich Stand der Dinge war, dass meine Betreuerin sich darum kümmere.
    Dann jedoch fragte ich, warum denn mein Geld nicht überwiesen worden sei. Das könne doch nicht mit dem fehlenden Mietvertrag zusammenhängen?
    Doch, doch war die Antwort. Meine Sachbearbeiterin erklärte mir, dass sie das so handhaben: das Geld nicht zu überweisen, um die Leute dazu zu bringen, persönlich vorzusprechen!
    Und das obwohl man meine Handynummer und Emailadresse hatte, und ich in meiner Email von der Woche zuvor definitiv um Rückmeldung gebeten habe!
    Ich kann die Taktik zwar auf der einen Seite verstehen: sind doch bei der Sonderdienststelle des Jobcenters für Menschen in Wohnungsnot durchaus Kanidaten dabei, die man teilweise nur so zu Vorsprachen bringen kann, aber ich lasse mich doch nicht mit denen in einen Topf werfen! Ich habe von Anfang mitgearbeitet, bin zu meinen Terminen erschienen, habe Kontaktmöglichkeiten angegeben und war sofort mit dem 1-Euro-Job einverstanden (hätte mein PAP nicht als erstes damit angefangen bei unserem Termin, hätte ich ihn danach gefragt. Er war einfach schneller)
    Auf jeden Fall wird es von meiner Seite definitv eine Dienstaufsichtsbeschwerde ob dieser Aussage und Handhabe geben, und ich werde ggf. auch an die Öffentlichkeit/Presse gehen.
    Damit bist Du mein erster Ansprechpartner, bei dem ich dieses Erlebnis veröffentliche.
    Und Du hast meine volle Erlaubnis diesen Bericht zu veröffentlichen, zu verlinken, weiterzugeben oder was auch immer Du so damit machst 😉

    Ich hoffe, Du kannst etwas damit anfangen – allen die ich bisher davon erzählt habe (Kollegen, meiner Betreuerin, meine Mutter und ihr Lebensgefährte haben auch nur noch den Kopf geschüttelt) und ich werde, wenn gewünscht, auch gerne weiter berichten. Ich werde vorraussichtlich noch eine Weile Hartz IV Empfängerin bleiben, da ich ja eine Ausbildung im geschützen Rahmen anstrebe.

    Viele liebe Grüße und viel Kraft für Deine Arbeit
    Nicole

    • Andreas Abels says :

      Hi Nicole,

      habe Deine Story eben in dem Blog von Inge Hannemann verlinkt (EX-Fallmanagerin aus Hamburg, die meisten kennen ihren Blog), mein Kommentar muss aber noch freigeschalten werden.

      Hier schon mal der Link zu den Kommentaren: http://altonabloggt.wordpress.com/2014/01/30/bundesagentur-fur-arbeit-schasst-kritischen-studenten-der-hochschule/#comments

      Den Blog lesen auch sehr viele Menschen, und wir alle brauchen noch viel mehr Menschen, die ihre persönliche Geschichte erzählen mögen, damit immer mehr und immer wieder deutlich wird, wie pervers und menschenunwürdig dieses System ist.
      Viele Jobcentermitarbeiter sehen sich offensichtlich eher als (Zwangs-)Erzieher und weniger als Sachbearbeiter bzw. Fallmanager.

      Zwangserziehung ist immer ein beliebtes Instrument einer Diktatur!

    • afa says :

      Hast du nun Geld bekommen? Geht aus deinem Bericht nicht hervor.

      Ansonsten sind deine Erlebnisse ziemlich normaler Alltag in Jobcentern, nichts Besonderes, so klar muss man das sagen.

      Problem ist immer wieder, dass sich zu viele Leute so ein Verhalten widerspruchslos gefallen lassen und dann die Nächsten auch wieder drunter zu leiden haben. Du selbst hälst es ja scheinbar auch für gerechtfertigt, das sofort alles eingestellt wird, obwohl das völlig illegal ist. Dabei ist zudem völlig unerheblich, mit was für Leuten die da sonst noch zu tun haben.

      Im Grunde sind das Straftaten, Unterschlagung, Nötigung, Erpressung, versuchte schwere Körperverletzung, such dir was aus und reiche das nächstes Mal sofort bei der Staatsanwaltschaft ein, und lasse die ermitteln, welcher Straftatbestand zutrifft, Das JC verstößt außerdem gegen den verwaltungsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz, wenn die sowas mit „schwieriger Kundschaft“ begründen sollten, und jede Behörde hat im Zweifel erst mal immer das mildeste Mittel zu wählen. Hier wären es Kontaktaufnahme oder Vorladung gewesen, und nicht die Leute mit Hunger und Obdachlosigkeit zu bedrohen.

      Beschwerde? Ja, versuchen kann man das erst mal, aber jeder Anwalt sagt dazu: Formlos, fristlos, fruchtlos, weil die darauf nicht mal antworten brauchen, aber du wirst ja sehen, was dabei heraus kommt.

      Du weißt jetzt was dich dort erwartet und du solltest nur noch mit Begleitung, Beistand dort aufschlagen. Tel-Nr. aus der Akte entfernen lassen und nicht mehr mit denen telefonieren, sollte eigentlich längst überall bekannt sein.

      • Nicole Grahlow says :

        Hallo, afa,
        mein Geld habe ich letztlich bekommen, doch dies stand hier nicht zur Debatte. Mir ging es eher darum, die Taktik aufzuzeigen, einfach mal kein Geld zu überweisen um die Leute zur Vorsprache zu zwingen, obwohl Kontaktmöglichkeiten vorhanden sind.
        Dass mein Erlebnis Alltag in Jobcentern ist, ist mir völlig klar, leider ist dies Realität. Darf ich deswegen dann nicht mein Erlebnis schildern? (Diese Frage ist nicht böse gemeint).
        Ob dies schwere Körperverletzung ist, wage ich zu bezweifeln, denn körperlich bin ich durchaus unversehrt aus dieser Sache herausgekommen. Selbst wenn ich mir etwas angetan hätte, würde es meines Wissens nach nicht unter Körperverletzung laufen, da ich mir ja selbst die Verletzung zugefügt hätte. Allerdings hätte man in so einem Fall vielleicht das Jobcenter auf Arztkosten bzw. die Kosten für eine Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt verklagen können, sollte nachgewiesen werden, dass die Selbstverletzung auf diesen Fall/Behandlung zurückzuführen ist. Dies ist ja Gott sei Dank nicht passiert, obwohl ich gestehen muss, dass es nah dran war.
        Zu den anderen Punkten stimme ich dir definitiv zu.
        Allerdings frage ich mich, ob die Konsultation der Staatsanwaltschaft nicht schon wieder zu eine zu übertriebene Maßnahme ist.
        Man muss ja bedenken, dass man als Hartz IV Empfänger letztlich doch auf diese Sicherung des Lebensunterhalts angewiesen ist. Würde ich mir da nicht den Ast, auf dem ich sitze, absägen, würde ich gleich mit so schwerem Geschütz auffahren?
        Ich denke, ein gesundes Mittelmaß zwischen Anpassung und Widerstand sollte der Weg sein, die notwendige Reform zu erreichen.
        Schweigend diese Behandlungen über sich zu ergehen lassen auf jeden Fall keine Lösung, denn so ist sich das Jobcenter und alle ähnlichen Behörden sicher, dass man es mit den Menschen, die ihnen anvertraut sind, treiben kann wie man will.
        Genau aus diesem Grund werde ich die Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen.
        Ich erwarte nicht, dass nur weil ich jetzt den Mund aufmache, sich alles ändern wird und wir ein besseres Leben haben. Aber ich wünsche mir, dass ich mich in die Gruppe der Menschen einreihen kann, die für eine menschenwürcige Behandlung bei Behörden einstehen und zu allererst auf Missstände aufmerksam machen.
        Was ich auch nicht verstehe ist dein Ratschlag, meine Telefonnummer aus der Akte entfernen zu lassen. Warum? Gerade die Bereitstellung meiner Kontaktdaten sollte es dem Amt im Normalfall eben zu kontaktieren, dass man nicht zu solchen drastischen Mitteln greifen muss.
        Nur hat das Amt hier absichtlich versagt, indem man nicht die Möglichkeit nutzte, mich zu kontaktieren und mich vorzuladen. Das ist der Punkt, den ich ankreide.
        Und außerdem kann ich gar nicht mit ihnen telefonieren: Wenn ich nämlich anrufe und niemand abnimmt, ist das ein sehr einseitiges Gespräch 😉

        Und eine Sache möchte ich noch loswerden: Nichts von dem, was ich hier geschrieben habe, soll irgendwie böse oder provozierend gemeint sein. Wenn ich Fragen gestellt habe, dann wirklich rein informativ bzw. weil ich meine Gedanken zu Aussagen mitteile.
        Ich sag das nur lieber dazu, da ich beispielsweise an mir selbst merke, dass ich grad ein recht dünnes Fell habe, und viele Sachen bei mir im Moment auch gerne mal falsch ankommen. Ich möchte mich auch im Internet ungern im Ton vergreifen – passiert mir leider im Reallife oft genug 😦

        Liebe Grüße
        die Nicole 🙂

    • Anette Schloupt says :

      Hallo Nicole,

      nein man muss beim JC nicht streiten, an dem Ast sägen auf dem man sitzt, sondern Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, was nichts anderes heisst, als für seine Rechte einzustehen.
      Das beginnt schon damit, dass man NIE allein zum Sachberater geht, gibt Tel.Nr. e-Mail Adresse nicht raus, weil nur Schriftliches zählt.Wer mit dem JC telefonische Abmachungen trifft, der hat dem jeweiligen SB ein gutes Mittel in die Hand gegeben, welches schnell dazu führen kann, dass man sanktioniert wird.
      Briefe, so machen wir es mitlerweile, werden direkt beim JC in den Briefkasten geworfen und zwar von Leuten die den Inhalt kennen, welche dann auf der Rückseite de sBriefumschlages ihren Namen, sowie das jeweilige Datum hinterlassen, denn Einschreiben sagen nichts über den Inhalt aus, sondern nur das ein Brief an das JC gesandt wurde….usw usf.
      Mir scheint Sie sind noch ein bisschen leichtgläubig und Reinfälle sollte man so gut es geht vermeiden!
      Viel Glück!

      • afa says :

        ..

        @Anette, es ist immer wieder das Selbe mit den Leuten, die irgendwo im Netz ihr Leid mit den JCern klagen.
        Gibt man ihnen daraufhin Tipps und Infos, wie sie sich eigentlich verhalten müssten, wird aus Wut und Verzweiflung sofort wieder die Unterwürfigkeit und Angst, die sie erst in diese Situation gebracht hat, und sofort wird befürchtet, ob man seine Position eventuell gegenüber den SB nicht noch verschlechtert, wenn man sich anders verhält.
        Die Leute begreifen einfach nicht (und es spricht sich auch nicht rum), das genau ihr ahnungsloses und unterwürfiges Verhalten dazu führt, das die JC machen was sie wollen. Die SB sind auf würdelose Behandlung geschult und vorbereitet. Die sind darauf getrimmt, schnell heraus zu finden, mit wem sie es übel Treiben können bzw. mit wem nicht. Wer auf Menschlichkeit und Nettigkeiten bei solchen Verwaltungsrobotern hofft und das auch noch in aller Öffentlichkeit verbreitet, leistet diesem System obendrein einen guten Dienst.

        Sicherlich passiert es wohl fast Jedem das er zu Anfang im JC rechts- und menschenrechtswidrig veräppelt wird, aber wer dann zusätzlich den Fehler macht, Entschuldigungen für derart dreiste Rechtsbrüche zu finden und auch noch Tipps und Infos hinterfragt und in Abrede stellt ohne sein Verhalten umzustellen, dem kann man leider nicht helfen, und auch kommt man damit nicht weiter, im Kampf gegen diese Ungerechtigkeiten.

        @Nicole. Das sind allgemeine Feststellungen und nicht unbedingt alle nur auf dich gemünzt, aber wie du dich an dem von mir genutzten Begriff „Körperverletzung“ fest beißt, ist wieder mal exemplarisch für dieses Verhalten. Ich hatte lediglich „UNTER ANDEREM“ von „versuchter“ Körperverletzung geschrieben (lies bitte genau, was dir geschrieben wurde), nicht von „vollendeter“, wie du es jetzt auslegst.
        Außerdem: Da du ja letztlich Geld bekommen hast, besteht gar keine Voraussetzung für eine Strafanzeige. So dumm oder hinterhältig bin ich nicht, dass ich die Leute in offene Messer schicke,

        Eine Beschwerde allein wird dein Standing gegenüber dem JC nicht verbessern, das erreichst du nur, wenn du dein Verhalten grundlegend änderst, lass dir das wenigstens gesagt sein. Ich kenne genügend Berichte wo nach einer Beschwerde alles noch schlimmer wurde. Das muss nicht so sein, aber nur beschweren und dann weiter versuchen, nett und freundlich zu sein, wird ziemlich sicher jetzt nicht mehr helfen, zumal du, um Ärger zu vermeiden, auch gleich einen 1€-Job angenommen hast.

        Mache dir klar, dass du es mit einem perfekt inszenierten Unterdrückungssystem zu tun hast, und selbst wenn du auf einen vordergründig netten SB triffst, musst du erst recht besonders vorsichtig und wachsam sein, weil das alles Leute sind, die ihren Job damit verteidigen, indem sie uns schlecht behandeln. Es gibt dort solche und solche Sachbearbeiter, aber hinter allen steht das System. Ihr oder ein „netter“ SB könnt das nicht verändern, das kann man nur noch im Ganzen abschaffen und sich bis dahin entschieden und mit allen Mitteln dagegen wehren, ganz egal wer einem gegenüber sitzt. Verwaltung per se war schon immer seelenlos. Durch „Hartz IV“ wurde das noch weiter verschlimmert.

        Nicole Grahlow sagt : Februar 4:
        >>>Ich erwarte nicht, dass nur weil ich jetzt den Mund aufmache, sich alles ändern wird und wir ein besseres Leben haben.<<<

        Mit dieser Vermutung bist du auf dem Holzweg! Mund aufmachen und klar und deutlich auf deinen Rechten bestehen ist das Einzige, was dir weiter hilft! Zusätzlich alles schriftlich behandeln, rechtlich überprüfen und sofort Sozialgericht oder auch die StA einschalten, wenn die sich stur stellen oder illegal handeln.

      • Andreas Abels says :

        @afa

        Ich möchte nicht auf alles eingehen (bis auf einen Punkt, siehe unten), aber ihre Antworten auf Nicole Grahlow haben einen unangenehmen respektlosen Unterton, den ich nicht in Ordnung finde.
        Sie behaupten quasi, sie würde ja keine Tipps annehmen. Das ist doch alles Quatsch, sie kennen Nicole doch gar nicht, und wissen kaum was von ihr.

        Und Folgendes muss ich gleich mal korrigieren:

        Zitat: „Das muss nicht so sein, aber nur beschweren und dann weiter versuchen, nett und freundlich zu sein, wird ziemlich sicher jetzt nicht mehr helfen, zumal du, um Ärger zu vermeiden, auch gleich einen 1€-Job angenommen hast.“

        Sie selbst lesen auch nicht richtig, lesen sie ihren ersten Beitrag, in dem von dem 1€-Job die Rede ist. Von „um Ärger zu vermeiden“ kann keine Rede sein, in diesem Fall jedenfalls nicht.

        Sie wollte einen 1€-Job, zudem sieht es so aus, als könne sie bei der gleichen Einrichtung auch die Ausbildung nächstes Jahr machen.

        Also bitte nicht immer so voreilig sein mit den Urteilen, und auch genauer lesen, was geschrieben steht, oder zumindest nachfragen, falls etwas unklar ist.

  8. Jeanne says :

    Hallo,

    ich würde gern die Artikel deines Blogs in chronologischer Reihenfolge lesen, aber ich finde leider keine Übersicht, sondern nur die Kategorien.

    Könntest du eventuell sowas einrichten? Das wäre wirklich nett.
    Danke im Voraus.

    Ansonsten wünsche ich dir viel Glück bei deinem weiteren Lebensweg und bedanke mich für deine Arbeit. Ich hoffe, du findest bald einen Beruf, in dem du glücklich wirst, und kämpfst weiterhin gegen das System.

  9. Ash-Li says :

    @afa
    Ich denke, Sie erweisen Frau Grahlow mit Ihrer kaltschnäuzigen und herzlosen Art einen schlechten Dienst. Wenn Sie Ihren Beitrag genau gelesen hätten, würden Sie auch nicht anscheinend ÜBERlesen haben, dass sie eh schon psychisch krank ist. Es ist natürlich immer einfach, auf jemanden, der eh schon am Boden liegt, auch noch einzutreten. Damit helfen Sie in der Sache an und für sich nicht. Und ebensowenig Frau Grahlow.

    • Unbequem says :

      Entschuldigung Leute, bei allem Verständnis für die Lage der – Euch offenbar persönlich bekannten Nicole – aber dies hier liest sich für mich nicht gerade unvoreingenommen gegenüber seinen Mitmenschen.

      Ich kann die Taktik zwar auf der einen Seite verstehen: sind doch bei der Sonderdienststelle des Jobcenters für Menschen in Wohnungsnot durchaus Kanidaten dabei, die man teilweise nur so zu Vorsprachen bringen kann, aber ich lasse mich doch nicht mit denen in einen Topf werfen!

      Eine Spaltung innerhalb der Bedürftigen in Gute und Schlechte, oder wie darf ich das interpretieren? So lösen wir natürlich die Probleme am allerwenigsten.

      Ich habe von Anfang mitgearbeitet, bin zu meinen Terminen erschienen, habe Kontaktmöglichkeiten angegeben und war sofort mit dem 1-Euro-Job einverstanden (hätte mein PAP nicht als erstes damit angefangen bei unserem Termin, hätte ich ihn danach gefragt. Er war einfach schneller)

      So so… man scheint etwas erbost darüber zu sein, dass die Linientreue (ich nenne es Demutshaltung) nicht genügend honoriert wurde.

      Man sollte sich als Hartz IV Empfänger ganz schnell von seinen Illusionen befreien, dass dem „guten Staatsbürger“ irgendeine Vorzugsbehandlung zukommt.

      Das System Hartz IV mag faschistoid- rassistische Züge tragen, bei der Anwendung aber werden alle gleich behandelt und das könnte man schon wieder gut finden… wohlbemerkt – könnte.

      • afa says :

        Nachtrag zu @Unbequem:

        Ich gehe so weit, das die JC gerade bei den Unterwürfigen/Demütigen ihre besten Chancen zum Terrorisieren sehen, aber wie man mal wieder sieht, fühlen sich sofort diverse Leute angepisst, weil unbequeme (Achtung: Wortspiel 🙂 ) Tatsachen angesprochen werden.

        Man geht jetzt schon so weit, das man damit „der Sache“ nicht hilft, welch große Worte, HÖRT, HÖRT! Es wird sogar vorgeworfen, man würde auf „auf dem Boden Liegende eintreten“. Solche Beiträge können doch eigentlich nur direkt aus der Höhle des Löwen von echt psychisch Kranken kommen, wenn ihr mich fragt.

        Ebenso absurd, überflüssig und fern jeder Kenntnis der Gegebenheiten der Beitrag von A.Abels, Dem sind die anderen Hartzies wohl auch alle unangenehm und respektlos, da kann man dann drauf rumtreten und die Texte verdrehen, merkt ja keiner vom Rest der Bande.

        @Unbequem, die von dir zitierten Passagen sind mir auch sehr unangenehm aufgestoßen, ich wollte aber nicht so „kaltschnäuzig und herzlos“ sein, und darin weiter rumbohren.

        Darf ich mich jetzt besser fühlen als @Unbequem? Soll ich auch anfangen mit nach Unten treten und nach Oben buckeln, weil ich ja nicht in einen Topf geworfen werden will?

        Ach egal @Unbequem, es kapiert sowieso wieder fast keiner, was wirklich abgeht…..

  10. Nicole Grahlow says :

    Also, ich muss schon sagen, ich bin maßlos enttäuscht. Was ich hier wollte, war mein Erlebnis mittzuteilen und Kontakt zu anderen Hartz IV Opfern aufnehmen.
    Aber was hier passiert, schlägt dem Fass den Boden aus. Hier wird man von oben herab angemault, Sachen werden falsch verstanden und vor Beleidigungen wird auch nicht zurückgeschreckt.
    So kann meiner Meinung nach kein Widerstand gegen Hartz IV funktionieren, wenn man sich gegenseitig so dermaßen runtermacht. Und ich glaube nicht, dass dies die richtige Plattform für interne Machtspielchen und Egoaufbesserung ist.
    Da ich scheinbar der Auslöser des Ganzen war, sehe ich es als logische Konsequenz mich von diesem Blog zurückzuziehen. Denn ich kriegs grad von mehr als genug Seiten richtig dicke drauf, da muss ich mir das auch nicht geben.

    Ich wollte wirklich nicht, dass sowas passiert, aber es sollte wohl nicht sein.

    Ich für meinen Teil möchte letzlich nur eines: Überleben. Und das hat meiner Meinung nach mit Demutshaltung und buckeln zu tun. Doch die Meinungen scheinen ja auseinander zu gehen.

    Macht es gut, ich bin weg.

    Enttäuschte Grüße,
    Nicole Grahlow

    • Unbequem says :

      Überleben möchten wir alle Nicole. Manche in Würde, manche Ohne.

      Solange Du dich lediglich als Opfer begreifst, dass obwohl es vermeintlich alles richtig gemacht hat, dennoch drangsaliert wird, wirst Du immer in der Opferrolle bleiben.

      Viele Menschen scheitern gerade an ihrer eigenen Hilflosigkeit, nicht zuletzt deswegen, weil sie annehmen, man muss nur immer das ( von Oben vorgegebene) richtige tun und alles ist gut.

      Erst wenn Sie dann – wie Du – in Sitautionen kommen, wo es dem Gegenüber sch….egal ist, ob Du dich immer an die Regeln gehalten hast, bricht die kleine (Schein)Welt zusammen.

      Mach dich Frei, nimm Dich wichtig, nicht was andere von Dir erwarten…

  11. Unbequem says :

    Solche Beiträge können doch eigentlich nur direkt aus der Höhle des Löwen von echt psychisch Kranken kommen, wenn ihr mich fragt.

    Solche abwertenden Diffamierungen solltest Du dir ersparen, afa. Mit solchen Äußerungen disqualifizierst Du dich als ernstzunehmender Gesprächspartner!

    • Andreas Abels says :

      @afa

      Zitat: „Ach egal @Unbequem, es kapiert sowieso wieder fast keiner, was wirklich abgeht…..“

      Ich denke, ich habe in dem Blog seit Monaten immer wieder angesprochen, was ich von diesem ganzen perversen System halte, HartzIV ist Teil eines absolut faschistoiden Systems.

      Für mich persönlich ist auch klar, dass jeder Mensch gleich-wertig ist, und somit ist für mich auch klar, dass man Menschen in den Jobcentern niemals unterschiedlich behandeln sollte, in Bezug auf Auszahlungen ihrer lebensnotwendigen ALGII-Gelder schon mal gar nicht.
      Jobcenter haben nicht das Recht, Menschen zu „erziehen“.

      Menschen sollten auch dann ihre Gelder bekommen, wenn sie sich nicht an irgendwelche von den Jobcentern vorgegebenen Regeln halten, denn schließlich geht um die nackte Existenz dieser Menschen, und das Bundesverfassungsgericht -das weißt Du ja sicherlich auch- hat im Februar 2010 schon festgestellt, dass dieses Existenzminimum niemals unterschritten werden darf, allein schon wegen Art 1, GG.
      Viele Jobcenter halten sich nicht daran, das ist systembedingt und natürlich menschenverachtend.

      An Deinen Beiträgen, afa, stört mich lediglich das „Oberlehrerhafte“ und ich bitte Dich lediglich, ein wenig den Ton zu mäßigen, denn wir alle werden nur dann etwas ändern können, wenn wir uns zumindest gegenseitig respektvoll behandeln.
      Das global existierende System mittels unterdrückender Instrumente behandelt die Erdenmenschen schon respektlos genug.

      • afa says :

        respektlos ist es auch, Beiträge nicht richtig zu lesen und wie du bestimmte Aussagen aus dem Zusammenhang zu reißen, Was hier noch respektloser ist, verkneife ich mir jetzt, weil es alles gar nichts bringt und jedes weitere Wort nach hinten los geht

        und was dich persönlich an mir oder meinem Stil stört, darfst du auch gerne mal für dich behalten, wenn du schon für dich Respekt forderst. Bisher hast du mich jedenfalls nur mit dummen Titulierungen angegriffen, falls dir das nicht auffällt

        Ich oberlehrerhaft, weil ihr alles wisst und ich keine Ahnung habe, oder was? Mäßige du dich erst mal selbst und lasse mich mit deiner einseitigen Vorstellung von „Respekt“ bis dahin in Ruhe

    • afa says :

      Gespräche finden hier nicht statt, auch keine offene Diskussion, es wird nur alles verdreht, aus dem Zusammenhang gerissen, falsch verstanden, und sehr exemplarisch ernst zu nehmen ist leider wieder nur, dass vielen Betroffenen nicht zu helfen ist, weil sie nur ihre Nöte klagen wollen um dann möglichst in ihrer Sichtweise bestätigt zu werden. Erfüllt man diese Funktion nicht, ist plötzlich der Überbringer der gezwungenermaßen schlechten Botschaft der Schuldige, nicht mehr die Jobcenter, nicht die Politik und schon gar nicht sie selbst.

      Was die Disqualifikation betrifft haben sich hier 2 Andere mit ihren unsachlichen bis bösartigen Beiträgen bisher disqualifiziert, und ich weiß nur zu gut, woher solche hohlen Phrasen meistens kommen, da scheinst du wohl noch etwas „leichtgewichtig“ im Net unterwegs zu sein, aber das kann ja noch werden….

  12. teilzeitanarchistin says :

    Hallo!
    Ich habe deinen Blog für den Liebster Blog Award nominiert, weil ich ihn sehr gern lese. Hier:
    https://teilzeitanarchistin.wordpress.com/2015/04/26/liebster-blog-award/
    Wenn du mitmachen möchtest, beantworte einfach die Fragen. Alles weitere findest du im verlinkten Post. Falls du bereits nominiert bist oder weit mehr als 1000 Follower hast, ignorier die Nominierung einfach oder freu dich im Stillen darüber 🙂
    Liebe Grüße, Kim

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: