Essay von Chris T. über das geplante Programm vom Arbeitsamt zur Überwachung der sozialen Medien

avantgarde kunst

Heute ist Frauenkampftag, der 8. März. Ein Zeitpunkt um einmal mehr feministische Personen in den Fokus der Aufmerksamkeit zu stellen. Und das, was sie geleistet haben.

Chris T., eine engagierte Aktivistin, die gegen die Repressionsbehörde Jobcenter kämpft. Und nun hat sie sich sechs Wochen (!) die Mühe und die (unbezahlte) Arbeit gemacht zu recherchieren. Denn die Bundesagentur für Arbeit hat vor ein Computerprogramm zur Überwachung der sozialen Medien anzuschaffen („Social Monitoring Tool“). Als ob die alltägliche Repression und der amtierende Überwachungswahn der Behörden das Leben der Erwerbslosen nicht schon schwer genug machen würde! Zumal hinter dieser institutionalisierten Unterdrückung auch ein Teil der Bevölkerung steht, der sogar noch härtere Strafen gegenüber Menschen fordert, die keinen Arbeitsplatz haben bzw. nicht einmal das Existenzminimum in Form von Lohn bekommen und deswegen beim Amt aufstocken müssen.

Der Essay von Chris T. heißt: „Kampf der Gigantinnen: Die Bundesagentur für Arbeit gegen die Meinungsfreiheit“-> Hier geht es zum Essay: https://jobcenteraktivistin.wordpress.com/2015/03/04/kampf-der-gigantinnen-die-bundesagentur-fur-arbeit-gegen-die-meinungsfreiheit-essay/

Ehrlich gesagt habe ich ihn selber noch nicht gelesen, umso mehr bin ich auf eure Meinungen zu der Recherche gespannt… Bis ich den Text dann auch lese, bin schon gespannt drauf.

Solidarische Grüße an Chris!

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2 responses to “Essay von Chris T. über das geplante Programm vom Arbeitsamt zur Überwachung der sozialen Medien”

  1. Anonym says :

    Mal ehrlich, was wollen die den Überwachen,,…Sie können nur überwachen was man ohnehin preisgibt…da seh ich nicht wirklich ein Problem, wer ohnehin einen Socialmedia Seelenstrip hinlegt soll bitte auch die Konsequenz dazu aushalten müssen, es gibt so viele Alg2 Empfänger die sich nicht mal Internet leisten können , geschweige eine iphone mit Whatsapp oder was weiss ich , da find ich das voll ok wenn junge Prinziparbeitslose auf Facebook posten das sie grad aufm Mc Donalds in der Mannheimer Innenstadt beim Shoppen aufm Klo sitzen und vom Sachbearbeiter mal zurecht gestutz werden, weil bitte eine Sache soll man bitte mal nicht vergessen, unverschuldet oder nicht, aber man muss es nicht raushängen lassen das man Arbeitslos ist und irgendwie gezwungenermassen Zeit hat , ich kämpfe immer wieder mit der Behörde aber wenn ich manchmal sehe was so auch im Wartegang sitzt bekomme ich das kotzen, wegen solchen Idioten haben ehrliche Leute das Leben schwer, und das kann mal keiner von der Hand weisen. ANders ist es wenn es um Datenschutz und Privatsphäre geht da seh ich auch ein Problem aber wer Datenschutz und Intimität möchte benutzt keine Social Media!!!!!

  2. ingo29 says :

    Die Bundesagentur für Arbeit will die sozialen Medien mit einem speziellen Computerprogramm auswerten, wie Anfang Januar bekannt wurde. Erwerbslosen war eine Ausschreibung für ein Monitoring Tool aufgefallen.
    Man wolle »Diskussionen von Bürgern zu bestimmten Themen verfolgen und verstehen, welche Fragen relevant sind« so BA-Sprecherin Frauke Wille.
    Zudem wolle die BA herausfinden, welche Themen Bürger und »Kunden« beschäftigen, »die in der BA bisher wenig bekannt sind«. Dem »Kundenreaktionsmanagement« könnten sich so etwa Missstände offenbaren.

    Jetzt fragt man sich natürlich, weshalb in unserem demokratischen Rechtsstaat hier nicht sofort ein Riegel gegen solche Bespitzelung seitens einer „Behörde“ geschoben wird. Man fragt sich auch, weshalb unser „unabhängiger Journalismus“ bei so einer offensichtlichen Bespitzelung durch die BA nicht einmal hinterhakt und fragt, was hier wirklich über Alg 2 Empfänger herausgefunden werden soll?

    Unabhängiger Journalismus?
    Dazu fällt mir nur ein Tucholsky-Zitat ein: „Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen – und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch“.

    Was kann man aber auch von einem Staat erwarten, der einen Bundespräsidenten hat, der folgendes äußert: „Sie müssen wissen, dass etwa die Speicherung von Telekommunikationsdaten nicht der Beginn eines Spitzelstaates ist.“ – BP Gauck im Dezember 2010 auf einer Podiumsdiskussion im Wiener Burgtheater zu Hans-Christian Ströbele.

    Abschließend noch ein gutes Zitat von Dwight D. Eisenhower (34. Präsident der Vereinigten Staaten). “Wer in einer Demokratie einschläft, muß damit rechnen, in einer Diktatur aufzuwachen!“.

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