Am besten ist, dass sich Erwerbslose zusammenschliessen

Interview: Schwarze Katze, 19.05.14
schwarze katze schwarze katze

Schwarze Katze: Ich spreche jetzt mit…
Marcel Kallwass:
…Marcel Kallwass.
Schwarze Katze: …und du hast einiges erlebt.

Marcel Kallwass: Ja, das ist absolut richtig. Ich war Student in der Bundesagentur für Arbeit und hab gesehen, wie dort die Praxis in den Arbeitsagenturen und Jobcentern abläuft. Deswegen habe ich den Blog gemacht und Flugblattaktionen an der Hochschule gemacht und bin deswegen gekündigt worden.

Schwarze Katze: Deine Kritik ging auch um Sanktionen.

Marcel Kallwass: Vollkommen richtig. Die Sanktionen sind im Endeffekt der Kern von den ganzen Hartz Gesetzen. Das bekannteste ist Hartz IV. Das ist ziemlich krass, denn mit den Sanktionen werden die Leute von oben nach unten behandelt. Über sie wird verfügt und man glaubt, dass man sie erziehen müsse, dass sie unbedingt jede mögliche schlechte Arbeit annehmen müssen. Das krasse an den Sanktionen ist auch, dass Hartz IV schon ziemlich wenig Geld ist und davon soll dann noch was weggenommen werden. Das kann einfach nicht angehen.

Schwarze Katze: Was können Arbeitslose denn tun, wenn sie sanktioniert werden?

Marcel Kallwass: Sie können Widerspruch einlegen. Das geht innerhalb der Behörde, dem Jobcenter, dass man da hingeht und bei der Rechtsstelle sagt „Ich widerspreche dem.“ Dann wird es bearbeitet. Es kann schon eine Weile dauern. Wenn dieser Widerspruch abgelehnt wird, kann man vor das Sozialgericht gehen und eine Klage einreichen und hoffen, dass die Sanktion aufgehoben wird und für Unrecht erklärt wird. In ganz vielen Fällen ist es erfolgreich. Deswegen ist der Weg schon zu empfehlen. In 60 oder 70 Prozent der Fälle wird vor Gericht für den Betroffenen erfolgreich entschieden, dass die Sanktion dann ungültig wird.

zusammenschließen statt vereinzeln

zusammenschließen statt vereinzeln

Schwarze Katze: Was würdest du Arbeitslosen sonst noch empfehlen?
Marcel Kallwass: Am besten ist, dass sich Erwerbslose zusammenschliessen, nicht alleine zum Jobcenter oder zur Arbeitsagentur gehen, sondern mit einem Beistand oder mit mehreren. Wichtig ist, dass man sich nicht vereinzeln lässt. Selbst wenn man denkt, ich bin so stark und lass mir von denen nichts gefallen ist es trotzdem immer besser, wenn man noch jemand dabei hat. Einfach indem man ihnen zeigt ich lass mich von euch nicht kaputtmachen und mich nicht vereinzeln. Solidarität ist eine Waffe.
Schwarze Katze: Es gibt einige Menschen, die ein Grundeinkommen befürworten. Dieses ist etwas umstritten.

Marcel Kallwass: Ja, durchaus. Ich sehe da auch einige Probleme. Ersteinmal ist die Frage, welches Modell möchte man eigentlich haben. Ganz prinzipiell: Es ist erstmal nur eine Reform. Eine Reform ändert nichts an den Grundursachen, dass es Armut und Reichtum gibt. Die Grundursachen liegen im kapitalistischen System und den autoritären Strukturen, die es gibt. Wenn man nur eine Reform möchte, sollte man sich trotzdem überlegen, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen sinnvoll ist und welches Modell man eigentlich möchte. Es gibt Unternehmer, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen sind, beispielsweise Götz Werner, der bei der Drogeriemarkt-Kette dm der Chef ist. Der würde davon profitieren, weil er das so finanzieren würde, dass die Mehrwertsteuer erhöht würde. Dadurch würden die unteren Schichten noch mehr belastet und die Unternehmen stärker entlastet, weil sie dann keine Sozialabgaben mehr leisten müssten. Daher ist es schon sehr bedenklich. Man muss sagen, welches Modell man möchte. Prinzipiell finde ich es nicht richtig eine Reform zu machen. Der Fehler liegt im System und das System sollte umgestürzt werden.

Schwarze Katze: Heute, am Montag, den 19. Mai 2014 warst du in Iserlohn und hast von einem LKW Fragen der Bevölkerung beantwortet. Welche denn?
Marcel Kallwass: Es gab ganz unterschiedliche Fragen. Sachen, die erlebt worden sind mit dem Jobcenter, wo es Repressionen gab. Es gab einen Fall, wo sogar von Jobcenter Mitarbeitern Fotos von Erwerbslosen gemacht worden sind, was die absolute Höhe ist, dass die Daten von den Leuten nicht mehr ausreichen, sondern sogar noch Fotos von den Leuten und den Beiständen, die da mitkommen, gemacht werden. Die Behörde lässt keine Möglichkeit aus, Repression gegen die Leute auszuüben und sagt teilweise noch nicht mal „Hallo“, dass die Menschen spüren, dass sie Macht über sie haben. Es gab auch viele Fragen über die Sanktionen und wie man dagegen vorgehen kann. Was ist bei Stromsperren? Es waren ganz unterschiedliche Fragen. Dann kam die Frage auf, wieso die Polizei den Widerstand bei der Blockupy-Demonstration letztes Jahr in Frankfurt so massiv behindert. Oder auch in diesem Jahr. Generell warum geht die Polizei da so vor.

Schwarze Katze: Heute abend gibt es eine Veranstaltung mit dir. Worum wird es da gehen?
Marcel Kallwass: Das Thema wird weiterhin Hartz IV sein und wie die Betroffenen sich dagegen wehren können. Wo genau der Schwerpunkt liegen wird, da bin ich überfragt. Das hängt davon ab, was die Leute, die kommen werden, für Fragen mitbringen.

Schwarze Katze: Vielen Dank für das Gespräch.

Marcel Kallwass: Dankeschön auch.

Quelle: http://schwarze.katze.dk/#post258

und http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchistische_Symbolik (Bild: „schwarze Katze“)

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36 responses to “Am besten ist, dass sich Erwerbslose zusammenschliessen”

  1. Humanist says :

    Schön, mal wieder etwas neues lesen zu können.

    Gut fände ich noch den Hinweis, daß man einen Widerspruch auf jeden Fall auf eine nachweisbare Art einreichen sollte. Anderenfalls hat man nichts in der Hand, wenn sich das Jobcenter – nett formuliert – später an keinen Widerspruch erinnern können sollte.

    Ich finde es auch ganz wichtig, daß sich Erwerbslose zusammenschließen – natürlich gegenüber dem Jobcenter aber auch auf politischer Ebene.

    Leider gibt es inzwischen einen relativ hohen Anteil von Individualisten und Egoisten in unserer Gesellschaft, so daß es nicht ganz einfach ist, Solidarität zu finden bzw. aufzubauen. (Das ist meines Erachtens auch einer der Gründe dafür, warum Hartz IV so gut funktioniert – jedenfalls im Sinne seiner Erfinder.)

    Zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen: Meiner Meinung nach könnte man auch schon innerhalb des Hartz-IV-Systems ein paar Stellschrauben dahingehend verändern, daß das Hartz IV nicht mehr diesen asozialen Touch in seiner gegenwärtigen Ausprägung hat. Notwendig dafür wäre „nur“ ein entsprechender politischer Wille.

    Humanist

    • Mabuse says :

      In welcher Art sollten denn die „Stellschrauben des Hartz-IV-Systems“ verändert werden? Welche Veränderungen konkret sollten getroffen werden?

      Mabuse

      • Humanist says :

        @ Mabuse:

        Ich denke dabei vor allem an die Zumutbarkeitskriterien und an die Sanktionen. Der Gesetzgeber muß nicht nahezu jeden Job für zumutbar erklären, ebenso könnte man Sanktionen (sofern man an diesen festhalten möchte) auch so ausgestalten, daß diese nicht mehr solch verheerende Wirkung haben wie derzeit.

        Humanist

      • Mabuse says :

        @Humanist

        An „Sanktionen festhalten“, aber diese keine „verheerende Wirkung haben“?

        Wie soll das gehen? Sanktionen haben qua Definition eine Wirkung, die dem Betroffenen weh tut, weh tuen soll. Schon wenn man das Jobcenter mit der geringstmögliche Sanktion, die 10-%-Kürzung des Existenzminimums, straft, hat das sehr schmerzhafte, „verheerende“ Wirkungen …

        Also, beschreibe doch mal beispielhaft eine konkrete Sanktion, die du für „nicht so verheerend“ hältst.

        Und auf welche Weise sollen die Zumutbarkeitskriterien geändert werden? Was hältst du da konkret für vertretbar, „nicht so verheerend“?

        Mabuse

      • Mabuse says :

        Abseits davon, dass es meiner Meinung nach keine Sanktion des Existenzminimums gibt, die keine „verheerende“ Wirkung hat, frage ich mich, wie du die Tatsache, dass Menschen, die lediglich des Verbrechens der Arbeitslosigkeit + Armut (die Arbeitslosigkeit allein ist es nicht!) schuldig sind und deshalb Zwang ausgesetzt werden, der zu Bestrafungen – was sind Sanktionen anderes? – beim Aufbegehren gegen diesen Zwang führt, wie also du das mit Humanismus vereinbarst?

        Ich gehe davon aus, dass du deinen Nicknamen nicht zufällig gewählt hast. Oder ist dein Nickname doch zufällig gewählt oder gar als Ironie gemeint und du lehnst Humanismus ab?

    • Markus says :

      „Notwendig dafür wäre “nur” ein entsprechender politischer Wille.“

      Du erwartest, dass die herrschende Klasse doch bitteschön nun endlich einmal „ein(en) entsprechende(n) politische(n) WIlle(n)“ aufzubringen hat.
      Glaubst du allen Ernstes, dass die Politik dich aus irgendeiner mißlichen Lebenssituation befreien wird, indem man sie nur dazu auffordern müsse?

      Dann willst du offenbar beherrscht werden. Mit dieser Einstellung ist aber keine emanzipative Gesellschaft zu machen. Vermutlich gehst du auch wählen in der Hoffnung, damit könntest du eine Veränderung bewirken?
      Das einzige was du durch „wählen gehen“ erreichst, ist, der herrschenden Klasse den Beweis zu liefern, dass du die Verantwortung für dein Leben abgeben möchtest.

      Der Humanismus (in Anlehnung deines Nicknamens hier) wäre im Übrigen auch einmal zu kritisieren.

      • Humanist says :

        @ Markus:

        Ich bin überzeugt davon, daß man durch Wahlen etwas beeinflussen kann. Oder meinst Du nicht, daß es eine Wirkung hätte, wenn beispielsweise alle Erwerbslosen geschlossen die Linken wählen würden? Das wäre ein klares Signal an die Politik, das sicher auch die anderen Parteien verstehen würden.

        Stattdessen gehen aber viele Erwerbslose nicht einmal mehr zu Wahlen hin. Dann braucht man sich allerdings nicht zu wundern, wenn alles den Bach runtergeht bzw. die Politik macht, was sie will.

        Natürlich bedeutet Wählen auch das Abgeben von Verantwortung, was ich aber nicht sonderlich schlimm finde, solange die gewählten Personen ihren Job gewissenhaft warnehmen.

      • Markus says :

        „Oder meinst Du nicht, daß es eine Wirkung hätte, wenn beispielsweise alle Erwerbslosen geschlossen die Linken wählen würden?“

        Nein, das meine ich nicht. Im Gegenteil wird die Linke selbstverständlich – wie alle anderen Parteien vor ihr, wenn sie in „Regierungsverantwortung“ wollten – die Staatsräson vertreten. Und mit dieser geht nun einmal, zumindest in unserem Land, der Kapitalismus einher. Man kann diese Wandlung wie gesagt sehr schön bei den Grünen oder auch z.B. Sahra Wagenknecht beobachten. Mag sogar sein, dass bei dem einen oder anderen gute Absichten dahinter stecken und nicht nur das Verlangen nach Macht. Aber um „regierungsfähig“ zu werden, muß eine Partei zwingend die Staatsräson vertreten.

        Wenn du sagst, man schaffe bitte den Kapitalismus ab und mit ihr seinen Staat, dann sag ich dir, wird sich etwas ändern.

        „Natürlich bedeutet Wählen auch das Abgeben von Verantwortung, was ich aber nicht sonderlich schlimm finde, solange die gewählten Personen ihren Job gewissenhaft warnehmen.“

        Du bist also der Meinung, dass die gewählten Personen ihren Job gut machen? Dann wundere ich mich, warum du die Zustände im Jobcenter akreidest?

        Das Besondere an Wahlen in einer Demokratie ist doch einzig, dass sie dich, den Wähler, mit einem scheinbaren Recht ausstatten, etwas zu bewirken. Und eigentlich weißt du doch wie so viele andere auch, dass du damit gar nichts bewirkst. Außer dass du „denen da oben“ wieder einmal bestätigst „ja, macht weiter so, egal wie!“. Hauptsache Demoratie und „wählen dürfen“.
        Du wurdest mit diesem Recht ausgestattet, damit du ja nicht auf die Idee kommst, dich über bestehende Herrrschaftsverhältnisse zu beschweren.

        Warum wählen verkehrt ist: http://youtu.be/eG9-rWmkV7s

  2. Markus says :

    „Die Grundursachen liegen im kapitalistischen System und den autoritären Strukturen, die es gibt.“

    Marcel Kallwas ist einer der wenigen, die das verstanden haben und auch aussprechen. Ohja, es ist leider traurige Tatsache, dass selbst in der heutigen Zeit viele sich noch immer nicht einmal trauen das Wort Kapitalismus auch nur in den Mund zu nehmen. Da wird dann lieber von Grundeinkommen und gierigen Bankern schwadroniert, als einmal über die wahren Ursachen der Probleme nachzudenken. Dann käme man nämlich zum gefürchteten Schluß: „Ohje, der Staat hilft mir ja gar nicht!!?“

    Ich spreche hier gar nicht nur von den armen Schweinen, die auf den Jobcentern fertig gemacht werden und mit den Nerven eh schon am Ende sind, sondern von der bürgerlichen Klasse, die sich allemal lieber in Nationalismus flüchtet (z.B. gerade aktuell Fußball WM, da nennt man es dann „guten Patriotismus“) und den Staat anruft, wenn irgendwo der Schuh drückt oder gar das Eigentum bedroht ist.

    Meine Meinung: Der größte Feind der Emanzipation ist die Demokratie des Bürgertums.

  3. Alfred says :

    @ Humanist

    „Leider gibt es inzwischen einen relativ hohen Anteil von Individualisten und Egoisten in unserer Gesellschaft, so daß es nicht ganz einfach ist, Solidarität zu finden bzw. aufzubauen. (Das ist meines Erachtens auch einer der Gründe dafür, warum Hartz IV so gut funktioniert – jedenfalls im Sinne seiner Erfinder“

    Das Verrückte dabei ist, dass man häufig nur allzu gerne die Arbeitslosen selbst als indirekte Begründer ihrer menschenunwürdigen Situation haben möchte und ihnen zum Vorwurf macht, sich duckmäuserisch in ihr Loch zu verkriechen.
    Das kann kaum anders sein. Ihr Selbstbewusstsein wird derart massiv gedrückt, dass es aus dieser Falle kaum ein Entrinnen gibt und wenn, dann in den seltenen Fällen charakterlich extrem starker Persönlichkeiten mit ensprechendem Background.
    Wenn schon den Führungspersönlichkeiten unserer Gesellschaft zu wahrhafter Führung jegliches Aufrechtsein, jegliche Auf-richtigkeit abgeht, was kann man dann von Leuten mit niedrigem gesellschaftlichem Status verlangen?

    Und @ Markus

    Die bürgerliche Klasse im Durchschnitt „flüchtet“ sich nicht in den Nationalismus. Traurigerweise ist sie noch niemals darüber hinausgekommen bis zu dem Punkt, von wo aus sie hätte flüchten können. Ihre Bewusstseinsstruktur trägt einfach noch nicht mehr – und wer weiß? – möglicherweise wird sie das bis zu ihrem möglichen Untergang nicht mehr (was ich uns allen nicht wünsche!)
    Man merkt das übrigens insbesondere als Kind ansonsten liebenswerter Eltern, wenn Sie sich als das Beste für ihren Sohn oder ihre Tochter vorstellen, zu noch so erbärmlichen Bedingungen schuften zu dürfen. Hauptsache Arbeit eben, oder besser gesagt, Hauptsache JOBS!

    • Humanist says :

      @ Alfred:

      Die Erwerbslosen haben Hartz IV nicht erschaffen, aber sie könnten (und sollten sich meines Erachtens auch) dagegen wehren.

      Aktuell sieht es leider so aus, daß eine Demo gegen Hartz IV direkt vor dem Jobcenter stattfinden könnte und ein Großteil der Betroffenen würde daran vorbeilaufen, als ob sie diese Demo gar nichts anginge.

      Bei vielen fehlt es einfach auch an einem kritischen Bewußtsein und sie schlucken alles, was ihnen von oben vorgesetzt wird.

  4. Christel T. says :

    Cool, das baut mich wieder auf. Sehr kraftvoll geschrieben (oder vielleicht auch so gesprochen), das Interview!

    Viele Grüße Chris

  5. Alfred says :

    Vermehrt bedient man sich auch der Parole: „Nun, unter den Arbeitslosen befinden sich schon ganz vorwiegend kranke Menschen.“ und will damit unterschwellig ausdrücken: „Lauter Verrückte, lauter Spinner das!“
    Danach das Sich Vorlegen der müßigen Frage, ob zuerst die Henne da war oder das Ei.

    Erleichtern wir uns doch die Arbeit und halten fest, dass aus einer kranken Gesellschaft kranke Menschen herausgezogen sind, die von Kranken behandelt werden. Es sind schließlich nicht die Personen und Werkzeuge da (jedenfalls praktisch nicht), um sich eingehender mit dem größeren Rest zu befassen!!!

    Ist noch niemandem aufgefallen, dass gerade Leute mit einem psychologischen Abschluss sich zu den verhängnisvollen, desaströsen Umständen merkwürdig verschlossen halten oder im Gegenteil, in dieselbe Kerbe schlagen? Man mag argumentieren: „Es sägt sich doch niemand den Ast ab, auf dem er sitzt.“ -Doch genau das tun sie. -Und deshalb steht es auch mit den allermeisten „hochqualifizierten“ Menschen in der Bewusstseinsentwicklung nicht zum Besten, nein, nicht zum Besten.

    Ein Mensch mit einer entsprechenden Bildung, einer entsprechenden ECHTEN Bildung, wäre oder ist selbst wenn er wollte unfähig, ein krankes System aktiv mitzutragen, in dem Menschen lauter Ellenbogen zu spüren bekommen, bis sie ganz am Boden liegen. Er wäre dazu komplett außerstande gesetzt, weil er einen starken Sinn dafür ausgebildet hat bzw. hätte. Dank dieses Sinns ist es ihm unmöglich gemacht, sich in großem Stil selbst zu belügen. Und das Gemeinwohl geht ihm, wie manche fälschlicherweise glauben würden, noch „vor die eigene Familie“, denn niemand weiss so gut wie er, dass die Schieflage, die Kluft in der eigenen Familie, schon entstanden, nur durch entgegensteuerndes Verhalten einigermaßen zu begradigen und ansonsten der Verfall auch in der engeren Gemeinschaft der uns besonders Nahestehenden eine unumstößliche Gewißheit ist. Für ihn ganz besonders gilt: der Weg ist das Ziel! Und darin liegt eine unschätzbare Weisheit.

    Um das zu verstehen muss man sich vorstellen, wie es ist, wenn man einen ständigen unnachgiebigen Schmerz REGISTRIERT, der sich zudem auch noch immer weiter auswächst. Irgendwann hält man es nicht mehr aus und schreit und heult los und wird gezwungen, sich darum zu kümmern. Eine Zunahme an Bildung bewirkt eben auch ein größeres, ausgebildeteres „Herz“. Man kann sich betäuben, ja, doch auch das funktioniert nur sehr kurzfristig. Und wen ich einen bewussten Menschen nenne, der lebt in der Regel auch überaus gesundheitsbewusst.

    Man kommt irgendwann an einen Punkt, an dem man keine Wahl mehr hat, als definitiv Stellung zu beziehen. Und das gilt für so ziemlich alle Lebensbereiche.

  6. Alfred says :

    Übrigens: die 0-Euro-Jobs werden in bestem Neudeutsch „Reichsarbeitsdienst“ genannt. Bitte um Weiterverbreitung des Wortes.

    • Markus says :

      Ne, das Deutsche Reich gibts aber nicht mehr. Warum nicht einfach „Zwangsarbeit“? Ist doch ein ausreichend bezeichnendes Wort für die 1 Euro Jobs. Und entspricht halt auch der Realität.

  7. Alfred says :

    … in diesem Kontext.

  8. Alfred says :

    Na, weil Reichsarbeitsdienst bei vielen – hoffentlich – die Assoziationen weckt, die es wecken sollte. Und wenn es das Deutsche Reich auch (Gott sei Dank) nicht mehr gibt, könnte es bald wiederkehren, in gewissem Sinne.

    Es geht um Schlagwörter – auch darum klarzumachen, dass die Reise wieder in die Vergangenheit geht. Zur Zwangsarbeit gehören sämtliche Jobs, die das Jobcenter sich das Recht herausnimmt anderen aufzudrücken (also fast alle), die geplanten 0-Euro-Jobs sind noch einmal eine andere Kategorie.

    Aber selbstverständlich war das letzten Endes nur ein Vorschlag. Alleine die Verbreitung von Begriffen und deren Dauergebrauch wirken stark aufs Denken zurück. Sollten wir es schaffen, uns auf einige die Realität richtiger erfassenden Begriff zu verständigen, sie mündlich wie schriftlich mitzuführen, erfolgreich auf deren Verbreitung hinauszuarbeiten, wären erste Ansätze zu einem Zusammenschluss gegeben.

    Man mag die Idee finden wie man will, ich hielte sie des Versuches für wert. Wir könnten eigentlich nur gewinnen statt wirklich etwas verlieren. Jahr um Jahr wurde uns jeweils etwas mehr von den Menschenrechten aberkannt, und was ist nun davon übriggeblieben?

  9. Ash-Li says :

    NICHTS!
    Man stelle sich vor, es wird zwischen „menschenwürdigem Existenzminimum“ und „absolutem Existenzminimum“ unterschieden. Das „menschenwürdige“ liegt bei 100 %, das „absolute“ bei 70 %…

    Auf diese Weise bleibt auch das Recht auf Menschenwürde völlig auf dem Weg.

  10. Alfred says :

    @ Ah-Li

    Wie Sie Recht haben! Und sollte das neuste Werk unserer Erzgauner eingeführt werden und solche Zuordnung irgendwann nichts mehr fruchten, wird man verständigerweise die Unterteilung noch weiter aufspalten in:

    gering menschenunwürdiges Existenzminimum
    schwach menschenunwürdiges Existenzminimum
    und c) stark menschenunwürdiges Existenzminimum

    bzw. dementsprechend zuletzt:
    Mininum vom Minimum.. Minimum vom Minimum vom Minimum…
    Minimum vom Minimum vom Minimum vom Minimum….usw. usf.

    Sind derartige Geisteskrankheiten, für die ich gerade keinen Namen finde, eigentlich noch heilbar?

    • Markus says :

      Alfred, du ziehst wieder einen falschen Schluß! Es sind eben KEINE Geisteskrankheiten, sondern diese Beschlüsse und Verordnungen haben sehr gesunde Menschen ganz bewußt gefasst. Mit der Aussage, dass die Politiker doch an einer Geisteskrankheit leide, entschuldigt man sie zugleich und zieht nicht nur die Politiker, sondern auch sich selbst aus der Verantwortung. Denn was kann man schon effektives gegen eine Geisteskrankheit tun?
      Verrennt euch doch bitte nicht!

  11. Alfred says :

    Markus: Nein, sie haben die Beschlüsse allenfalls willkürlich,
    nicht BEWUSST gefasst.

    Man muss schon eine ganze Menge an „Schattenmaterial“ mitbringen, um derart Geist und Seele vergewaltigen zu können – seine sowohl als auch die Seele/den Geist der Menschen, die es vor allem betrifft.

    Deswegen habe ich nicht behauptet, diese Leuten seien schwachsinnig im Sinne von intellektuell schwach. Ich behaupte jedoch sehr wohl, daß sie mit ihrer ständigen Verdrängung/Unterdrückung ein so zersplittertes Weltbild offenbaren, dass es einfach pathologisch ist. Wer äussere Brüche hat, kommt ins Krankenhaus oder von dort (etwa mit Gipsbein).

    Wenn das heute in der medizinisch-öffentlichen Wahrnehmung nicht als krank gilt, hat das überhaupt nichts zu bedeuten, es sei denn, dass auch die Forschung unterdrückt wird. Und dafür gibt es gleich haufenweise Indizien.

    Führende Psychologen, die es sich leisten können, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wie Ken Wilber oder Jürgen Habermas, würden einen ähnlichen Standpunkt vertreten. Selbstverständlich weiß die Bevölkerung so gut wie nichts von ihnen.

    Und wieso sollte ich die Politiker deshalb entschuldigen? Vor wem? Ausserdem könnte ich selbiges gar nicht, selbst wenn ich wollte.
    Würde ich mich selbst aus der Verantwortung ziehen wollen, würde ich hier wohl kaum MEINE Vorschläge zur allgemeinen Besserung der Lage einbringen. Im Übrigen behalte ich auch die eigene Entwicklung im Blick.
    Wir sind in der Tat, wie ich sagte, eine kranke Gesellschaft, und es ist alles andere als gesagt, dass wir wieder heil davonkommen (die Kriege stehen quasi fast vor der eigenen Haustür.) Aber manche sind noch nicht soweit, dass sie dem nicht klar ins Auge sehen könnten. Und deswegen müssen wir die geringe Chance ergreifen, so gut es geht miteinander zusammenzuarbeiten, eben weil es auf Leben und Tod geht.

    • Markus says :

      Im Sinne der kapitalistischen Staatsräson machen die Hartz IV Gesetze durchaus sehr viel SInn. Und anstatt eine „kranke Gesellschaft“ zu beklagen, wäre es in meinen Augen hilfreicher sich über die Ursache dieser kranken Gesellschaft zu beklagen.
      Und das ist – meiner Meinung nach – eher das kapitalistische Konkurrenzsystem, als dass es irgendeine pathologische Verdrängung.
      Nun gut, wenn du psychoanalytische Ursachenforschung betreiben willst, schön.
      Ich halte das aber für weniger sinnvoll. Da sind wir dann eben unterschiedlicher Meinung.

      Im Übrigen finde ich es bemerkenswert, Jürgen Habermas zu den führenden Psychologen zu zählen. Dazu zähle ich eher einen Arno Gruen oder Erich Fromm. Jürgen Habermas hat doch längst jede Kritikfähigkeit verloren. Zumal er sich ja eh schon früh von der marxistisch geprägten Frankfurter Schule distanziert hat.

      • Ash-Li says :

        Ich denke, hier ist es ein Sowohl-als-auch. Diese Ursachen spielen sich gegenseitig in die Hand. Trotzdem alles von Menschen gegen Menschen „gemacht“… So traurig!

        Na denn! Heute Abend gehen Andy und ich wieder zur Mahnwache. Diese Leute sind ganz nach meinem „Geschmack“.
        Je mehr wir sind, um so größer ist die Chance, dass sich auf friedliche Weise mal was ändert. Denn: „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.“ *zwinker*

        Schönen Tag, Euch allen! 🙂

      • Markus says :

        „Heute Abend gehen Andy und ich wieder zur Mahnwache. Diese Leute sind ganz nach meinem “Geschmack”.“

        Wer sind denn „diese Leute“ auf den Mahnwachen?

      • andyherzlogik says :

        @Markus

        Normale Menschen wie Du und ich, Menschen, die aufgewacht sind und nichts weniger als Frieden wollen.
        Die Mahnwachen finden bundesweit in mehr als 100 Städten jeden Montag statt.

  12. Ash-Li says :

    Es sind vor allem junge Leute, die das Herz am rechten Fleck haben. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und versuchen durch ihr „Anmahnen“, indem sie sich immer wieder versammeln, Politiker und andere Menschen zum Umdenken und anders Handeln zu bewegen. (Wie oben schon geschrieben: „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.“)

    Gib mal auf youtube „Mahnwachen“ ein, da findest Du einiges. 🙂

  13. Alfred says :

    „Im Sinne der kapitalistischen Staatsräson machen die Hartz IV Gesetze durchaus sehr viel SInn. Und anstatt eine “kranke Gesellschaft” zu beklagen, wäre es in meinen Augen hilfreicher sich über die Ursache dieser kranken Gesellschaft zu beklagen.
    Und das ist – meiner Meinung nach – eher das kapitalistische Konkurrenzsystem, als dass es irgendeine pathologische Verdrängung“.

    Hat das kapitalistische Konkurrenzsystem zuerst ein Bewusstsein? Nein, sondern Du verlagerst „die Ursache“ nach aussen, die doch innen, in unseren (und ich rede gesamtgesellschaftlich) antiquierten Denkstrukturen zu suchen sind.
    Die Tatsache, dass uns die kapitalistischen Strukturen erheblich beeinflussen, ist nicht gleichbedeutend damit, dass sie der wahre und einzige Übeltäter wären, den es zu bekämpfen gilt. Das hiesse, gegen Windmühlen ankämpfen.

    Die Hartz-4-Gesetze machen insofern Sinn, als dass sie einen Evolutionskonflikt widerspiegeln, der zugleich eine Chance bedeutet. Nutzen wir unsere letzten verbliebenen Möglichkeiten nicht, wäre es geradezu absurd, derlei Gesetze als sinngebend zu betrachten. Wieder sind es WIR, die wir daraus etwas machen müssten. (einmal ganz davon abgesehen, dass selbst die Hartz-Gesetze eine völlige Trockenlegung der Mittel wohl nicht „nötig“ haben – Kürzung der Mittel auf 0.)
    In anderen Ländern gibt es andere Regierungsformen – teilweise noch Monarchien. Und nahezu überall – o Wunder! – stecken die Völker in tiefen Krisen, die uns also viel eher auf den Geist (als exklusive Systeme davor) führen, der uns alle vereint oder vereinen sollte.

    Und ja, auch wenn Du Dir vielleicht die Ohren verstopfen möchtest, wir sind eine kranke (globale) Gesellschaft. Was wir machen, ist Selbstmord auf Raten – was könnte irrsinniger sein? Wir sollten vielleicht einmal damit beginnen, uns dies einzugestehen, bevor wir weiterschreiten. Jeder Heilungsprozess beginnt immer damit. Und von dieser Einsicht sind wir meilenweit entfernt.

    Wenn Du also Ursachenforschung betreibst, wäre das etwa so, als ob man sagen wollte: Es liegt an DIR oder an DIR oder DIR oder an DEM genau. Tatsächlich mangelt es an dem WIR. Und hier, wie schon gesagt, fasse ich mich auch an die eigene Nase, weshalb ich offen sprechen darf.
    Wir müssen deshalb interSUBJEKTIV zu objektiv verwertbaren Ergebnissen gelangen. Dies ist keine rein empirische Wissenschaft oder dergleichen. Diese Gegenwart ist eben diese, und wir können nicht durchweg von Vergangenem ausgehend unsere Schlüsse ableiten.
    Mag ja sein, dass wir dafür noch längst nicht reif sind, weshalb ich oder sonstwer hier niemand etwas erzwingen kann oder will. Allerdings stehen die Zeichen der Zeit sehr auf Sturm: es bleibt nicht mehr viel!

  14. Alfred says :

    „Denkstrukturen“ ersetzen wir besser durch „Bewusstseinsstrukturen“. So, nun habe ich wirklich genug geredet.

  15. Mabuse says :

    Dem Befund „am besten wäre es, dass sich Erwerbslose zusammenschlössen“ kann man nur zustimmen. Mehr noch, es ist der einzige (!) Weg, wie Erwerbslose ihre Lage aus eigener Kraft – wenn überhaupt – verbessern können. Denn als Einzelner ist jeder Erwerbslose das machtloseste Subjekt in unserer Gesellschaft. Nur als zusammen auftretende, sich einheitlich artikulierende Masse hat er Macht. Nur dann kann er Forderungen stellen und (!) hoffen sie durchzusetzen. Schließlich ist nicht jeder beispielsweise Friede Springer und kann über die ihm gehörende Medienmacht sozusagen im Alleingang Kampagnen starten, um für ihn angenehme Verhältnisse herbeizuführen. Friede Springer – ironischerweise höchstwahrscheinlich auch „erwerbslos“ (sie lässt ihr Geld, ihren Besitz für sich arbeiten) – kann im Alleingang die gesellschaftlichen Verhältnisse in ihrem Sinne beeinflussen, ändern.

    Das aber nun die Erwerbslosen sich zusammenschlössen und (!) als sich einheitlich artikulierende (!) Masse auftreten, sehe ich ganz und gar nicht. Obwohl sie alle im Großen und Ganzen den gleichen Schwierigkeiten gegenüberstehen (Armut, Perspektivlosigkeit, unwürdige und drangsalierende Behandlung seitens der Jobcenter), schließen sich die Wenigsten zusammen und werden gemeinsam aktiv. Die große überwiegende Masse der Erwerbslosen verhält sich ruhig, zieht sich fatalistisch in die privaten vier Wände zurück. Ihr einziges Bestreben ist es, so wenig wie möglich mit dem Jobcenter, mit der für sie trostlosen Wirklichkeit zu tun zu haben. Sie ergehen sich weitest möglich im Für-sich-sein, seine-Ruhe-haben-wollen. Statt aktiv zu werden, ist Flucht aus der Wirklichkeit, ist Ablenkung (Fußball, BAMS, Glotze) angesagt. Bei einigen Bedauernswerten reicht selbst das nicht, muß es sogar bis zum Rausch gehen. Es ist, als ob sie glaubten, dass durch dieses Vogel-Strauß-Gebaren der Kelch an ihnen vorüber ginge.

    Oftmals wird noch nicht einmal Solidarität mit Leidensgenossen geübt. So holen sich diese Leute zwar gerne Rat und Hilfe (z.B. Behördenbegleitung), wenn sie sie brauchen. Aber selbst sind sie nicht bereit, sie im umgekehrten Fall zu geben. Es sind dieselben Leute, die Unterschiede zwischen den Erwerbslosen – also ihren Leidensgenossen – machen. Ich sage als Stichworte nur: „Ausländer“ (zumeist in Wirklichkeit auch Deutsche) oder „junge Leute“ (Zusatz oftmals: „nie gearbeitet“). Es gibt Erwerbslose, die sogar die Sanktionen in gewisser Weise – natürlich nicht bei sich selber! – für notwendig und im gewissen Grade für vertretbar erachten. Das haut mich jedes Mal aus den Socken…

    Kurzum, ich bin sehr pessimistisch, was den „Zusammenschluß“ von Erwerbslosen betrifft. Und ohne diesen Zusammenschluß – und er muß ja zielgerichtet sein – wird es keine Änderung des Hartz-IV-Regimes, geschweige denn Abschaffung, geben.

    MfG

  16. Alfred says :

    @ Mabuse

    Darf ich einen Vorschlag machen? Machen Sie aus „Arbeitslose einmal „Leute aus der Gesellschaft!“ Sogleich werden Sie feststellen, dass das Verhalten sich in den verschiedensten Situationen, den verschiedensten Kontexten, unter den verschiedensten Ausgangslagen und mit einer gewissen Varianz der Qualifikationen des Betreffenden sich so ziemlich gleich bleibt.

    Deshalb erfasst es meines Erachtens wenig Substanzielles der Gesellschaft, wenn man lediglich die Arbeitslosen auffordert, sich zusammenzuschliessen. Von heute auf morgen kann jemand zu dieser Gruppe dazustossen, andererseits können welche den Absprung schaffen (so unglaublich das auch ist) und danach ihrerseits nach unten treten (was Sie in ihrem Beitrag ja auch ensprechend „gewürdigt“ haben). Die Grenzen zwischen „arbeitslos“ und „nicht arbeitslos“ verlaufen fliessender denn je, und solche Differenzierungen ergeben überhaupt lediglich mit einer veralteten politischen Denke ihren Sinn, das Problem philosophisch, also mehr gesamtheitlich aufgefasst, dagegen kaum.

    Wir sind auf eine so unendliche, so vielfache Weise miteinander verkettet und es hängt alles so untrennbar miteinander zusammen, dass selbst ein breiter, zielgerichteter Zusammenschluss der Arbeitslosen (den es so wenig geben kann wie es den Menschen „Arbeitsloser“ gibt) wenig nachhaltige Impulse verspräche, sondern die künstlich herbeigeführte Trennung in ihren Grenzen nur noch schärfer umreissen würde. -Wenn es andererseits diesen Aufstand gäbe, dann innerhalb und jenseits von Hartz 4 zugleich.

    An sich ist natürlich Verständigung immer gut, jedoch muss die letzten Endes ganzheitlich geschehen – so schwer es mir auch fällt dies einzugestehen. Man müsste auch an die „anderen“ heran (nicht nur die H4-Empfänger, Politiker oder Richter). -Ein Ralph Boes etwa macht seine Sache schon ganz ordentlich.

  17. taspie says :

    „Solidarität ist eine Waffe“

    Danke!

  18. Humankapitalsättigung says :

    Ihre Sichtweise betreffs Götz Werner, ist eine falsche. bin schon etwas irritiert das Sie die Richtigkeit der Finanzierung nach GW nicht erkennen.

    Ich als Unternehmer habe zu keiner Zeit Sozialabgaben gezahlt. Steuern, Abgaben, LadenMieten, Bruttolöhne usw. hat immer und ausschließlich der Kunde bezahlt.

    Die MWST wird die wichtigste Säule in der Finanzierung des BGE sein, zusätzlich halte ich eine richtige Erbschaftssteuer, Kapitalertragssteuer und Immobilienleerstandssteuer für richtig.

    Leider wird die einfachste Finanzierung aller Gesellschaftlichen Aufgaben über die Einzige einfachste der einfachen Steuern (APT Tax) kaum Gesellschaftliche Resonanz finden. Mehr denn diese Steuer wird NICHT gebraucht

    • kritischerkommilitone says :

      Für dich als Unternehmer ist das Modell vom Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) nach Götz Werner ideal. Als Unternehmer sparst du dir mit dem Modell die Sozialabgaben und kannst noch mehr Profit erwirtschaften. Am Ende werden die Preise teurer und die Ärmeren sind die Verlierer des Ganzen.
      Dann wird die festgelegte Höhe des BGE auch nicht mal mehr zum existenzwürdigen Lebensunterhalt reichen. Und dann?
      Nach Werner zufolge sollten am besten alle Selbständig werden! Da wird es wieder einen großen Teil der Gesellschaft geben, die ausgeschlossen sind.
      Also zusammmenfassend: Das Modell von Götz Werner ist eins für Unternehmen, aber keines für eine emanzipative Gesellschaft!

      • Humankapitalsättigung says :

        Sorry nach GEPLAPPERTER Unsinn von einem der studiert hat, ist keine Grundlage für eine Diskussion.

  19. Humankapitalsättigung says :

    Zu Deiner freundlichen Kenntnisnahme:

    http://www.grundeinkommen-hamburg.de/journal/impulse/upload/%202011-5-18%20Einkommens%20Vs_%20%20Konsumsteuer%20Endg%C3%BCltige%20Fassung%20Textversion-1.pdf

    Für mein eigenes Gewerbe hatte ich eine Preisreduzierung von bis zu 10% errechnet, bei Einführung der Konsumsteuer zur Finanzierung des GE.

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