Bunt, widerspenstig und ungehorsam: die dezentralen Blockupy-Aktionstage vor der Europawahl

Europaweite Aktionstage! Blockupy 2014

Europaweite Aktionstage! Blockupy 2014

Vom 15. bis zum 25. Mai wird es in vielen Städten Europas Widerstandsaktionen gegen die Politik der EU und der Troika (Europäische Zentralbank, Europäische Kommission und IWF) geben.

Hauptkritikpunkt der Aktivist*innen ist das Spardikatat der Troika gegenüber den südeuropäischen Ländern. Die Regierungen in Spanien, Griechenland, Portugal und Italien sollten ihre Sozialausgaben massiv kürzen, um weiterhin Kredite von der Troika zu bekommen. Interessanterweise sollten die Militärausgaben nicht angetastet werden.

Das Ergebnis dieser Politik ist verheerend. Die Verarumung der Bevölkerungen ist weit vorangeschritten. Die Arbeitslosenquoten liegen in den genannten Ländern bei ca. 25%, noch erschreckender ist die Jugendarbeitslosigkeit mit bis zu 60% in Spanien. Für immer mehr Menschen geht es immer mehr um den Überlebenskampf, während die Reichen nicht genug kriegen können.

Auch in Deutschland ist die politische Richtung klar: weitere Umverteilung zugunsten der oberen 1%. Aggressive (Militär-)Politik nach außen, repressive Politik nach innen. Soziale Leistungen werden weiter gekürzt und Rechte weiter ausgehölt, u.a. gegenüber Erwerbslosen und Flüchtlingen. Das treiben der faschistischen Schlägertrupps (Rechter Sektor) in der Ukraine werden von der deutschen Regierung billigend hingenommen und indirekt unterstützt!

Ein weiterer Schwerpunkt der Proteste ist der Kampf gegen Nationalismus und Rassismus. Zurzeit sind rechte Kräfte in Europa im Aufwind. Ob die Front National in Frankreich, die faschistische Swoboda in der Ukraine oder die AFD in Deutschland:
Nationalismus und Rassismus ist keine Alternative! Vielmehr ist dies eine reaktionäre Antwort auf die Krise. Es wird nicht über die Ursachen aufgeklärt, sondern die Menschen werden gegenseitig aueinandergehetzt. Wegen ihrer geografischen Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer sozialen Schicht.

Die fortschrittliche Antwort heißt: grenzenüberschreitende Solidarität! Nur durch Demokratie von unten kann Europa (und darüber hinaus) gestaltet werden!

In Deutschland werden am 17. Mai dezentrale Aktionen in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart stattfinden. Das Bündnis wird durch verschiedene emanzipatorische Gruppen getragen, darunter die INterventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften, Jugend- und Studierendenverbände, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei Die Linke, das Netzwerk Friedenskooperative und das Bündnis „Ums Ganze“. Weitere Info´s unter: http://blockupy.org/

Wir sehen uns… auf der Straße!

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10 responses to “Bunt, widerspenstig und ungehorsam: die dezentralen Blockupy-Aktionstage vor der Europawahl”

  1. Alfred says :

    Soviel zur Gewalt auch bei uns: Gestern vermeldeten unsere Mainstream-Nachrichtensender, wie eine Bande von Mädchen ein anderes, wehrloses Mädchen niedergeschlagen und in einer endlose Abfolge immer erneut auf das zuckende Bündel eingetreten habe.
    Nur wenige Beiträge darauf, wohl um das Ganze möglichst zu überspielen, das Statement, dass laut Umfrage der Zusammenhalt in Deutschland erfreulicherweise GRÖSSER geworden sei. Wie gut das miteinander zusammenpasst. Als ob zuvor das öffentliche Weichprügeln beliebiger Opfer mit Schlägen und Fußtritten ein überaus populärer Volkssport gewesen sei.
    Aber was soll das? Zum Beweis für die Thesen der Tagesschau haben wir ja die Offenbarung der Conchita Wurst in Glanz und Glorie.
    Nicht nur, dass sich unsere schwerstkranke Zeit einfach nicht mehr schönfärben lässt, der noch nicht einmal angestrengte Versuch einer Konfrontation damit insbesondere der meisten sogenannten heutigen Psychologen, die mucksmäuschenstill dazu schweigen, ist eines der sichersten Indizien für diese Massenpathologie. (Sie wollen Geld verdienen? Sicherlich – aber unter Bedingungen, unter denen ein ganz Gesunder sich andere Wege erschliessen MÜSSTE).
    In Wahrheit haben wir alle nur eine Heimat, eine Erde, sind die „Grenzen“ unsere Begrenzungen im Geiste. Es wird sich immer wieder immer stärker zeigen; je mehr wir das auszublenden versuchen, desto mehr und schlimmere Rückschläge werden wir erleiden!

    • Unbequem says :

      Nicht nur, dass sich unsere schwerstkranke Zeit einfach nicht mehr schönfärben lässt, der noch nicht einmal angestrengte Versuch einer Konfrontation damit insbesondere der meisten sogenannten heutigen Psychologen, die mucksmäuschenstill dazu schweigen, ist eines der sichersten Indizien für diese Massenpathologie.

      Da sagst Du was Alfred. Ich vertrete ja auch die Ansicht, jeder Mensch muss bei sich selbst beginnen, muss sich in sich selbst finden. Allerdings, wie Du schon oben ausgeführt hast, läuft uns rasend schnell die Zeit davon. Ich fürchte nur, mit innerer Einkehr, Meditation, religiösen Hilfsmitteln, u.ä. werden wir diese Entwicklung nicht aufhalten können.

      Also gerade was meine eigene Entwicklung angeht, die alles andere als kontinuierlich verlaufen ist, durch Höhen und Tiefen und durch Selbstzweifel geprägt, zig verschiedene Sachen ausprobierend: Zen-Buddhismus, Meditation, Atemtechniken, etc. in jungen, sportlich aktiven, Jahren. Mich in Erich von Däniken verloren und fasziniert von den Großen Sci-Fi-Autoren. Weltliteratur und den Koran und die Bibel gelesen… und bin mit 58 Jahren noch immer nicht angekommen.

      Das einzige was ich noch einigermaßen beherrsche, sind die erlernten Techniken und Übungen und die daraus resultierende Gewissheit, dass sich mein Unverständnis gegenüber meiner eigenen Spezies über all die Jahre nur noch verstärkt hat.

      Ich begreife es nicht, warum die Menschheit offenbar nicht die Kurve kriegt. Begreife ich es nicht, weil meine „Selbstfindung“ noch nicht abgeschlossen ist, oder begreife ich es nicht, weil ich mich weiter wähne als die anderen?

      Wie dem auch sei, Alfred. Wie Du siehst, bringt die Fähigkeit des einzelnen sich geistig und physisch in die Isolation zu begeben nicht viel, die Welt aussenrum dreht sich weiter. Und die Zeit bis jeder einzelne zur „Reife“ gelangt, haben wir nicht.

      Das Übel ist, wie immer… schneller und die nachfolgenden Generationen degenerierter.

  2. monopoli says :

    Hat dies auf monopoli rebloggt.

  3. Unbequem says :

    Begründen? Du würdest es doch gar nicht kapieren. Da wo sich bei anderen das Hirn befindet, scheint bei Dir (und das ist sicher nicht klimatisch bedingt) Dürre zu herrschen.

    Ich hab Euch Dummschwätzer sowas von satt. Geh troll Dich und nimm den Aufgewachten auch gleich mit. Das ist ja hier nicht mehr zum Aushalten.

  4. Alfred says :

    Aufgeschnappt:
    “Deutschland ist der Puff Europas, sagen die Experten. Unser Land zählt in puncto Prostitution zu den liberalsten Ländern der Welt. Seit 2002 ist sie bei uns legal.”

    Nun, das enthält einen Kern – äh – Wahrheit. Man beachte auch die Jahreszahl im besonderen Hinblick auf Hartz 4.

    • Unbequem says :

      Gab es nicht einmal Ansatzweise Vermittlungsangebote in diese „soziallversicherungspflichtige Tätigkeit“?

      • Alfred says :

        @Unbequem

        „Gab es nicht einmal Ansatzweise Vermittlungsangebote in diese “soziallversicherungspflichtige Tätigkeit”?“

        Man hörte so etwas, ja. Und ehrlich: Alles andere wäre ein Wunder (gewesen)?

  5. Alfred says :

    Der Geschäftsführer der Jobcenter im Landkreis Böblingen, Clemens Woerner wird zitiert:

    „Wenn es in unserer Gesellschaft Armut gibt, dann liegt es sicher nicht an den Mitarbeitern der Jobcenter, durch uns ist die Armut möglicherweise aber offensichtlicher geworden.“

    Hand drauf. Diese Geistesarmut ist unübersehbar.

    Und weiter:

    „Die Regelsätze sind zwar gering, aber armutsresistent. Man kommet ja auch nicht auf die Idee, die Erfindung des Fieberthermometers für die Ausbreitung des Schüttelfrosts verantwortlich zu machen“

    Legt dies Fieberthermometer auch die Definition für Fieber fest oder hat man derartige gesundheitliche Zusammenhänge zuvor gründlich erforscht? Und nach welcher Skala misst man, wie transparent kann sie sein, worauf hat man sich geeinigt? Das ist das typische Flachlanddenken der heutigen Zeit. Neuerdings kennt man keine Hemmungen mehr, sogar die Weltseele vermessen zu wollen.
    Was sich allerdings sehr wohl dahinter verbirgt, ist das perfide Denken in Kategorien der geschönten Statistik, Zahlenspielereien und Taschenspielertricks. Wie selbststverständlich auch der geringste aller Ansprüche, eine kranke Welt mit sehr eigenen bizarren Heilmethoden und bitteren Arzneien ihrer Heilung zuzuführen. Um die ärztliche Autorität sicherzustellen, schafft man sich seine Kranken selbst – und dies ist DIE Krankheit.
    Was misst man? Materielles Wachstum oder weniger materielles Wachstum. Man liest Zahlen ohne Tiefe, ohne Wert und sieht darin schon die Interpretation eingeschlossen. Man gibt seine Verantwortung an Geräte, Apparate, an Maschinen ab. Vorzugsweise den immer tüchtigen Staatsapparat. Und wenn ich mal eben an der statistischen Schraube drehe, haben eben die unfehlbaren elektronischen Rechner dieses Ergebnis und kein anderes ausgespuckt.

    Es gibt da ein geniales Lied der Rockgruppe Queen aus den frühen 1980er Jahren, was gerade auch beweist, wie visionär die Gruppe war. Ich empfehle jedem, der es noch nicht kennt, sich wenigstens einmal den Songtext vorzunehmen. Der Titel heisst:

    „Machines – back to humans“.

  6. Alfred says :

    „Living in a new world
    Thinking in the past
    Living in a new world
    How you gonna last
    Machine world… It’s a Machine world…“

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