Strukturelle Gewalt

Liebe Frauen, liebe AktivistInnen,

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter und eines davon finden wir täglich in Deutschen Jobcentern.

Das Gesicht auf den Fluren der Jobcenter ist häufig sehr jung und alleinerziehend, oder sehr alt und alleinstehend, die Gesichter dort sind häufig weiblich!

Stellen Sie sich vor, dass eine Mutter weinend gesteht, sich zu freuen, dass ihr Kind krank geworden ist. Aufgrund der Krankheit konnte das Kind nicht auf Klassenfahrt gehen. Die Mutter war erleichtert – Sie hatte das Geld nicht für die Klassenfahrt.

Unter dem Gefühl erleichtert über die Krankheit ihres Kindes zu sein, litt die Frau ab diesem Zeitpunkt täglich!

Stellen sie sich vor, dass in Deutschland schwangere Frauen sanktioniert werden. Das bedeutet, dass diese noch weniger als den Elendssatz von 384 Euro monatlich zur Verfügung haben! Und das in einem Zustand, wo Körper und Geist auf jede zusätzliche Ernährung angewiesen sind.

Interessant ist jedoch, dass das Jobcenter Mecklenburg Vorpommern, an anderer Stelle sehr großzügig gegenüber Frauen die von Hartz IV leben müssen ist. Seit 01. November muss die „Pille“ nicht mehr vom kargen Regelsatz bezahlt werden. Um Geburten armer Kinder zu verhindern, dafür hat dieser repressive Staat Mittel! Ein leben in Würde für arme Kinder, dafür reicht es dann aber nicht! 500.000 Euro werden bereitgestellt durch das Land, um Geburten von „armen Kindern“ zu verhindern!

Wie kann es sein, dass alleinerziehende Frauen die Hartz IV beziehen in Deutschland Mangelerscheinung in ihrer Ernährung aufweisen? In einer Studie stellte sich heraus, dass viele Frauen zugunsten ihrer Kinder auf gute Ernährung für sich selbst verzichteten.

Der psychische Druck, der auf Frauen in solch prekären Lebenssituationen ausgeübt wird, ist enorm. In dieser bunten, glitzernden Konsumwelt ein Kind zu erziehen, dass einzig und alleine das Wort „nein“ auf Wünsche und Bedürfnisse zur Antwort bekommt, ist deprimierend.

Und diese Dauerdepressionen und Repressionen machen Frauen krank! Jede dritte Frau, die von Hartz IV Betroffenen ist, ist nach neuesten Untersuchungen von psychischen Krankheiten betroffen!
Wir müssen hier und heute feststellen, dass durch die Hartz IV Gesetze täglich strukturelle Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder ausgeübt wird und dies geschieht per Gesetz!

Jedoch – wenn wir meinen, dies sei das Ende der Schikanen, so kann ich hier ganz aktuell einbringen, dass wir das noch nicht erreicht haben. Eine sogenannte Arbeitsgruppe hat 124 Änderungsvorschläge erarbeitet. Hier finden sich die Wünsche der beteiligten politischen Akteure nach einer erheblichen Verschärfung der Hartz-IV-Gesetzgebung wieder. Und wieder trifft es Frauen, die alleinerziehend sind!

Die Umsetzung dieser Vorschläge bedeutet eine deutliche Schwächung bei der Gewährung von sogenannten Mehrbedarfen für Alleinerziehende. Zynisch wird verlangt, dass „Fehlanreize“ zu vermeiden seien. Nur alleinerziehende Mütter die einer Beschäftigung nachgehen, sollen zur Belohnung, dass sie aufstocken müssen, so genannte „Mehrbedarfe“ erhalten. Die Mütter, die bei Ihren kleinen Kindern zu Hause sind, gehen nach den kranken Ideen der so genannten Reformer leer aus.

Es kann in Deutschland nur einen Fehlanreiz geben, Kinder zu bekommen und diesem unmenschlichen Hartz System ausgeliefert zu sein!

Ich fordere die herrschenden Elite-Frauen in der deutschen Politik auf, sich nicht mit Flexi-Quoten in Führungspositionen für Frauen zu beschäftigen, sondern sofort die tägliche strukturelle Gewalt gegen Frauen unter ihrer Regierung zu beseitigen.

Annette Ludwig

Annette Ludwig

Die Rede wurde von Annette Ludwig am 25. November 2011 (Internationaler Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen) gehalten. Annette Ludwig ist linke Aktivistin in Frankfurt und dort u.a. in der Erwerbslosenbewegung aktiv. Die Rede darf hier als inhaltlicher Nachtrag zum internationalen Frauentag gesehen werden, der am 8. März stattgefunden hat.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , ,

57 responses to “Strukturelle Gewalt”

  1. Andreas Abels says :

    @M. Kienzle

    Sie gehen inzwischen wie Berthold Kogge vor: Sachliche Argumente kommen nicht mehr, es kommen nur noch persönliche Diffamierungen und Unterstellungen.

    • Andreas Abels says :

      Zitat M. Kienzle: “ Und mit Verlaub: Was am Sozialismus und ähnliche Varianten sachlich sein soll, frage ich Sie aller Ernstes, eine Gesellschafts- sowie Wirtschaftsform, die das Individuelle strikt verneint, indem es durch Gleichmacherei versucht, die Menschheit zu befrieden. “

      Reines Schubladendenken. Sie versuchen seit geraumer Zeit, Marcel und andere Kommentatoren in die Ecke „Sozialist“, Marxist, Kommunist oder ähnliches zu stecken.

      NIEMAND hat behauptet, dass es keinen Individualismus geben soll. Es geht NUR darum, ein Gleichgewicht zwischen Individualismus und Gesellschaft herzustellen.
      Bisher leben wir ein globales System, in dem der Individualismus im Vordergrund steht, es gibt kein echtes Gleichgewicht mehr. Natürlich darf der Umkehrschluss nicht sein, den Individualismus abzuschaffen, das will doch hier auch keiner! Im Kommunismus wurde die Individualität unterdrückt, auch das führt ins Ungleichgewicht.

      Ist es denn sooo schwer zu verstehen, dass es um Balance geht und nicht um Bevorteilung des Individuums (Kapitalismus) oder um Bevorteilung der Gemeinschaft (Sozialismus, Kommunismus)?

      Aus unserer Geschichte sollten wir eigentlich gelernt haben, dass derartige Bevorteilungen immer in Extreme führen, kein Wunder: Es geht in der Schöpfung IMMER ums Gleichgewicht. Gerät dieses aus den Fugen, gibt es Gewalt, Kriege, Missbrauch, Armut etc.

      Individualität und Gemeinschaft (Einheit) muss doch kein Widerspruch sein! Gemeinschaft lebt von der Individualität, aber die Individualität wird auch durch die Gemeinschaft belebt, denn der Mensch bekommt Anerkennung durch die Gemeinschaft.

    • kritischerkommilitone says :

      Vater, Mutter, Kind(er) wird hier von manchen als Norm dargestellt. Was ist mit anderen Lebensformen? Unnatürlich, abnormal? 1. Wer sagt, dass Menschen Kind(er) kriegen müssen? Das soll doch jedeR selbst bestimmen -> Individualität 2. Wer sagt, dass Kind(er) Vater und Mutter brauchen? Andere Lebensrealitäten sollen genauso von der Gesellschaft akzeptiert werden, es sollten schließlich nicht alle über einen Kamm geschert werden-> Individualität    

    • Andreas Abels says :

      @M. Kienzle

      Marcel hat lediglich begriffen, dass eine Familie, die ein Kind liebt und umsorgt, nicht zwangsläufig aus Vater und Mutter, also Mann und Frau bestehen muss, es können auch zwei Männer sein oder zwei Frauen oder oder…
      So hat er das gemeint.

      Die Liebe und Fürsorge zu einem Kind ist doch nicht vom Geschlecht der Eltern abhängig; die Zeugung ja, aber doch nicht die Erziehung…

      Sorry, Herr Kienzle, Sie leben offenbar nicht in der Realität des 21. Jahrhunderts…

    • Anette Schloupt says :

      Herr Abel,

      in einem Punkt haben Sie Recht, denn „Herr Kienzle „hat eines vergessen, die Karriere, weil, wie Frau Hannemann erklärte,ist ihr Ansinnen ,die Politiker- Karriere-Leiter möglichst höher zu erklimmen, weil sie dort mehr Einfluß nehmen kann(Video im Altonablog), welche Anmaßung..kopfschüttel, oder Naivität?
      Wer sich derartig blenden lässt, sogar glaubt sie würde ihre politische Laufbahn ohne Kompromisse gehen können, sich nicht der politischen Vorgaben an passen müssen, der kann nur als Nutzer von Leistungsempfängern angesehen werden.
      Denn auch das sagt Frau Hannemann damit:Wir werden die nächsten Jahre keinerlei Änderungen bei HartzIV erwarten können, weil, so sie:Dieser, ihrer Weg noch lange sein wird! Weshalb schreitet sie wohl ihren angeblichen Anti-HartzIv Weg öffentlich stets allein.Ein bisschen mehr auf Taten zu achten, statt den Worte zu viel Aufmerksamkeit zu widmen, wäre schon angebracht .
      Am Ende kommt ein gutes Gehalt dabei heraus , dass obwohl die Linke wieder ständig an Mitgliedern verliert.
      Der HartzIV Empfänger kraucht weiter unten rum, weil er selbst den Hintern nicht hoch bekommt.!
      Was schlimmer ist, zeichnet sich immer mehr ab, die Ja-Sager, egal was passiert, sind es , die eine Entwicklung torpedieren, denn nur durch sie wird es keinerlei Änderung geben können! Wer blind folgt, vergisst, dass er sich selbst am schlechtesten einschätzen kann, der kann sich getrost zu den Lemmingen zählen, womit ich niemanden hier pers. an sprechen, man erlebt diese Type überall!!

  2. Gesellschaftsbeobachter says :

    Ich habe vor Jahren zum Thema ‚Alleinerziehende‘ einmal einen interessanten Artikel gefunden den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

    Alleinerziehende: Die Hätschelkinder der Nation

    40 Prozent aller Alleinerziehenden erhalten Hartz IV – zu besseren Konditionen als andere Bedürftige. Arbeit lohnt sich da kaum. Alleinerziehende sind ein großes Geschäft – zumindest für die Wohltäterindustrie von Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitgebern oder ‚freien‘ Unternehmen.

    ie Regierung legt vor, Kerstin F. muss folgen. „Die Politik hat die Alleinerziehenden zu ihrem Lieblingsthema gemacht“, sagt sie. Kerstin F. ist Einkäuferin bei der Bundesanstalt für Arbeit. Fördermaßnahmen für Mutter und Kind kauft sie ein: Prävention, Coaching, Stabilisierung, Aktivierung – stets zum Nutzen der Alleinerziehenden. Und finanziert vom Steuerzahler.

    Frau und Technik, Frau und Organisation, Frau und Kommunikation: Angebote, die das Los der Alleinerziehenden (zu 95 Prozent Frauen) mildern sollen. 60 Millionen Euro hat die Regierung für solche Maßnahmen ausgelobt, ‚innovative Konzepte‘ in 79 Pilotprojekten. Alleinerziehende sind ein großes Geschäft – zumindest für die Wohltäterindustrie von Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitgebern oder ‚freien‘ Unternehmen.

    Eine Erfolgsstory

    „Alleinerziehend – alleingelassen.“ So tönt es quer durch alle politischen Parteien und Verbände. Dabei ist nichts so falsch wie dieser Satz. Alleinerziehende mögen arm oder traurig sein, von der Gesellschaft alleingelassen sind sie nicht. Im Gegenteil: Sie sind die Hätschelkinder des Wohlfahrtsstaates.

    Und das nicht erst seit gestern. Niemand belegt das besser als die Lobbyisten, die sich schon vor mehr als vierzig Jahren organisiert haben. „Alleinerziehend sein ist eine Erfolgsstory“, sagt Edith Schwab. Sie ist Chefin des „Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter“. Als man 1967 als „Verband lediger Mütter“ anfing, mussten sich die Frauen noch als ’sittenlose Weiber‘ beschimpfen lassen. Doch schon vier Jahre später wurden die Funktionärinnen vom damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann geladen und hoffähig gemacht.

    Gruppe der Alleinerziehenden wächst stetig

    Danach ging alles ganz schnell. Das altmodische Unehelichenrecht wurde reformiert, das Scheidungsrecht entmoralisiert und finanzielle Nachteile systematisch ausgemerzt. Betreuungskosten für Kinder von Alleinerziehenden zum Beispiel können schon seit 1986 steuerlich abgesetzt werden.

    Zugleich stehen die Alleinerziehenden seit Jahren unter verschärfter Beobachtung der Statistiker und Demoskopen. Deswegen wissen wir auch, dass es im Jahr 2007 in Deutschland 1,6 Millionen Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren gab, dass das 18 Prozent aller Familien mit Kindern sind, dass in den neuen Ländern ihr Anteil an den Familienhaushalten bei 26 Prozent liegt und dass die Gruppe hierzulande stetig wächst – vier Mal so schnell wie im Schnitt der OECD-Länder.

    Partner verheimlicht

    Als ‚alleinerziehend‘ gelten nach dem Gesetz Personen, die ohne Partner mit einem oder mehreren Kindern im Haushalt leben. Ob es in Wirklichkeit doch einen Partner gibt, der auf demselben Stockwerk in der Nachbarwohnung lebt oder drei Blocks weiter stadtauswärts gemeldet ist, spielt keine Rolle. Das ginge auch niemanden etwas an, lebten nicht mehr als 40 Prozent aller Alleinerziehenden von staatlichen Unterstützungsleistungen, mithin vom Steuergeld der Allgemeinheit. Selbst die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht darin eine Einladung zum Missbrauch und spricht von einer hohen Dunkelziffer nur scheinbar Alleinerziehender vor allem in Städten.

    „Da macht so mancher eine Rechnung auf“, berichtet eine BA-Angestellte. In den Jobcentern gehen reihenweise anonyme Hinweise ein, dass Alleinerziehende so allein nicht sind, der Partner den Behörden nur verheimlicht wird. „Für uns ist es jedoch schwierig, dies gerichtsfest nachzuweisen“, sagt eine Sprecherin der Bundesanstalt.

    Sozialrecht begünstigt Alleinerziehende

    Viele Alleinerziehende (81 Prozent) haben über ihre Ansprüche auf staatliche Unterstützung hinaus auch Unterhaltsansprüche für sich und ihre Kinder an frühere Partner. Im Durchschnitt sind das etwa 400 Euro (mit drei oder mehr Kindern 750 Euro). Das heißt allerdings nicht, dass diese Ansprüche auch bedient werden. Häufig ist der Erzeuger längst über alle Berge; das Arbeitsamt hat keine Handhabe, den Namen des Vaters zu erfahren: „Es ist nicht unser Auftrag, dies zu erforschen.“ Aber immerhin jede zweite Unterhaltsberechtigte erhält den Unterhalt regelmäßig in voller Höhe, hat Renate Köcher vom Institut für Demoskopie in Allensbach im Herbst 2008 herausgefunden.

    Tatsache ist: Das Sozialrecht begünstigt Alleinerziehende. „Hartz IV schafft nicht unbedingt Anreize, in eine Partnerschaft zurückzukehren“, bestätigt die Sprecherin der Bundesanstalt. Ökonomen drücken dies noch viel radikaler aus: „Die staatliche Unterstützung nimmt den Charakter einer Trennungsprämie an“, urteilt der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn. Dabei behauptet niemand, die Alleinerziehenden führten auf Staatskosten ein komfortables Leben: Eine Alleinerziehende mit zwei Kindern (3 und 7 Jahre alt) erhält zum Beispiel knapp 1000 Euro monatlich. Hinzu kommen die Kosten für die Unterkunft. Im Bundesschnitt kommt sie so auf ein Budget von 1354 Euro, mit vier oder mehr Kindern sind auch 2000 Euro drin.

    Schlechte Vermittlungschancen für Arbeitswillige

    Das läppert sich im Lebensverlauf. Für eine nie erwerbstätige Mutter mit einem Kind – eine nicht untypische Hartz-IV-Biographie – muss der Steuerzahler bis zu ihrem 50. Lebensjahr 445.000 Euro bezahlen, hat die Gießener Ökonomin Uta Meier-Gräwe errechnet. Eine vergleichbar qualifizierte, ebenfalls alleinerziehende, aber erwerbstätige Mutter zahlt im selben Zeitraum rund 215.000 Euro an Steuern. Das bedeutet: Um die erwerbslose Alleinerziehende zu alimentieren, braucht es zwei Arbeiterinnen gleichen Typs.

    Wer Kinder unter drei Jahren hat, den zwingt Hartz IV ohnehin nicht zur Arbeit. Sie oder er muss sich in dieser Zeit auch nicht um zumutbare Jobs kümmern. Dass es insgesamt noch nicht gut gelungen ist, alleinerziehende Mütter in Arbeit zu bringen, auch wenn sie das wollen, lastet Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fehlenden Krippenplätzen an und dem Ressentiment ihrer Betreuer im Jobcenter: „Ach, die hat ein Kind, da kann man eh nichts machen.“

    „Perverse Anreizstruktur“

    Ökonomen sehen die Sache nüchterner und sprechen von einer „perversen Anreizstruktur“. Zu Deutsch: Eine alleinerziehende Hartz-IV-Empfängerin wäre nicht nur dumm, sich offiziell wieder einen Partner zuzulegen. Es wäre auch unklug, wenn sie einen regulären Job annähme. Das ist das Ergebnis einer noch unveröffentlichten Studie am Kieler Institut für Weltwirtschaft. Klaus Schrader, einer der Verfasser, rechnet vor: Eine Mutter mit zwei Kindern erhält 1500 Euro staatlicher Unterstützung. Im Dienstleistungssektor könnte sie entsprechend ihrer Qualifikation nur ein Einkommen von 1493 Euro erzielen. „Warum sollte sie sich der Strapaze unterziehen?“, fragt Schrader.

    Besser ist es, sie geht auf 400-Euro-Basis ein paar Stunden arbeiten. Dann erhöht sich ihr Transfereinkommen auf 1660 Euro. In Ostdeutschland, wo die meisten Alleinerziehenden leben, sind die finanziellen Vorteile von Hartz IV noch erheblich größer. „Da wäre es verantwortungslos, eine sozialversicherungspflichtige Arbeit anzunehmen“, bilanziert Schrader.

    Hinter der Intransparenz steckt Methode

    Kein Wunder, dass die Gesellschaft immer mehr Geld für Alleinerziehende ausgibt, ohne dass sich dies positiv in der Arbeitslosenstatistik bemerkbar macht. Allein für Babyausstattung, Hilfen für Klassenfahrten oder für Kommunion respektive Konfirmation stieg der Aufwand zwischen 2005 und 2007 von 42 auf 62 Millionen Euro.

    Was die staatliche Förderung der Alleinerziehenden aber insgesamt den Steuerzahler kostet, hat bislang noch niemand errechnet. Hinter der Intransparenz steckt Methode. Denn verschleiert wird, wie weit der Wohlfahrtsstaat sich unterdessen von seinem Gründungsgedanken entfernt hat. Zu Bismarcks Zeiten Ende des 19. Jahrhunderts ging es darum, die von der Industriegesellschaft geschaffenen Risiken (Arbeitslosigkeit, Unsicherheit im Alter) von der Allgemeinheit sozial abzufedern. Heute versichert der Staat existentielle Risiken: Eine Trennung von einem Partner, so schlimm sie oft ist, ist eine private Entscheidung eines Paares, für die weder der Kapitalismus noch die Industriegesellschaft etwas kann.

    Eiskaltes politisches Kalkül

    „Der Sozialstaat gleicht immer mehr einem totalitären Regime, das die Familien zerschlägt“, sagt der Kieler Sozialphilosoph Wolfgang Kersting. Kersting ist kein Konservativer von gestern, der bestreitet, dass der soziale Wandel die Familienwelt individualisiert hat. „Aber warum muss der Staat dies auch noch mit finanziellen Anreizen unterstützen?“, fragt er: „Damit beschleunigt der Wohlfahrtsstaat die Zerstörung der Familien.“ Und lässt sich das auch noch von den Steuerzahlern teuer bezahlen.

    Eines ist für den Philosophen klar. Der Staat macht das nicht aus moralischen Motiven der Gerechtigkeit, sondern aus eiskaltem politischen Kalkül. Er macht sich seine Bürger zu abhängigen Untertanen und erwartet dafür Dankbarkeit in Form von Wählerstimmen.

    Zu diesem Artikel noch einen Leserkommentar:

    445.000 Euro?? Ein Witz !

    Die 445.000 Euro ist nur die Summe der Hartz-IV-Kosten für eine alleinstehende Person für ca. 30 Jahre.
    Ob das der Welfare-Queen reicht? Unsinn!
    Zu den 445.000 Euro kommen die Zuwendungen durch Frauenförderwerk, Arge (‚Qualifizierungs’maßnahmen), Diakonie, Caritas, AWO, Tafel, Kleiderkammer, Kommunen, Kolpingwerk und sonstigen Obskurantenorganisationen.
    Hinzu die Kosten für Kinder- und Jugendpsychiatrie, betreutes Wohnen und für die Prozesse vor den Familienzerstörungs- und Sozialgerichten.
    Dies zusammen bedeutet, dass die zurückgebliebenen Reaktionäre für die Verkörperung der progressiven Moderne so um die 1.000.000 Euro aufzubringen haben.
    .
    Bis dahin schon eine Katastrophe. Aber es kommt noch schlimmer:
    Die Kosten für die Sozialhilfekarriere des bildungsunfähigen Nachwuchses. Denn mehr als die Gemeinschaft ordentlich abzuzocken hat die Heldin des Alltag ihren Kindern ja nicht beigebracht.
    Schöne neue Welt.

    Dazu die Kosten für die parasitären Strukturen (‚wissenschaftliche Begleitforschung‘ usw.)

    So schaffen wir einen circulus vitiosus:
    Je mehr Umverteilung, umso lauter das Geschrei vom Versagen der Gemeinschaft.
    Je besser die Alleinnichterziehenden alimentiert werden, umso mehr gibt es davon – und umso lauter tönt deren Gejammer.

    • Christel T. says :

      Als wären diese ganzen Maßnahmen plötzlich ganz doll sinnvoll und überhaupt gar nicht mehr schikanös, sobald sich eine Gruppe identifizieren läßt, die man um die Schikanen noch beneiden kann.
      Das ist doch wieder irgendeine Maskulistenkacke.

  3. Unbequem says :

    Gestern brachte WISO einen Beitrag zum Thema:

    Benachteiligte Alleinerziehende

    Ausgerechnet eine Studie der Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass Alleinerziehende (90 Prozent Frauen) im Familien-, Steuer- und Sozialrecht systematisch benachteiligt werden.

  4. Ash-Li says :

    Hallo, Herr Kienzle!

    Zitat: „Nein, Dir und all den anderen geht es gar nicht um eine Besserung der gesellschaftlichen Lage, sondern um Aufwieglung der Gesellschaft statt sie befrieden zu wollen –“

    „Befrieden“ kann man nur etwas, was man selbst förmlich gespürt hat. Haben Sie jemals ein Kind allein großgezogen? Haben Sie jemals mit dem Kind auf den Fluren des Sozialamtes gestanden und nach Geld betteln müssen, weil eine Überweisung falsch gelaufen ist???

    Daher finde ich es gut, dass auch Marcel hier diese Dinge postet. Ob es Ihnen oder anderen hier wirklich vermitteln kann, was es bedeutet, wie es sich anfühlt, in so einer Lage zu sein, wage ich zu bezweifeln.

    Wie können Sie nur so egoistisch sein und sagen, dass es „all den anderen gar nicht um eine Besserung der gesellschaftlichen Lage geht“? Es ist eine sehr einseitige Sicht, die Sie haben!

  5. Ash-Li says :

    Muss „echte“ Gewalt immer nur körperlich sein??? Was für ein Schwachsinn! Psychische Gewalt ist ebenso schlimm. Davon kann ich ein Lied singen. – Von beiden Arten!

    • Ash-Li says :

      @M. Kienzle
      Was erhoffen SIE sich denn für Ihre Art von sozialer Einstellung?
      Ich erhoffe mir eigentlich nichts dafür, denn ich WEISS, dass ich das, was ich säe, auch ernten werde. – Egal, woher diese „Ernte“ dann auch kommen mag. Das ist Vertrauen.

      Mir ist kein Mensch „fremd“, weil ich davon ausgehe, dass ein wenig von mir auch in jedem anderen steckt und umgekehrt. Dazu brauche ich diese nicht von Angesicht zu Angesicht kennen. Ich liebe mich – daher kann ich auch alle anderen lieben und brauche diese Liebe nicht auf Familie und enge Freunde zu beschränken. – Das ist der große Unterschied zwischen uns…

      • Andreas Abels says :

        Dem schließe ich mich an und sehe es genau so.

        Dann bin ich eben ein „Sozialromantiker“, einfach schon deshalb, damit andere Menschen das Bild von mir auch weiterhin in einer Schublade aufbewahren können. 😉

      • Ash-Li says :

        Ist das jetzt so schlimm, Herr Kienzle? Ich finde nicht. Ich gehe halt meinen Weg, den ich FÜR MICH als den richtigen erachte. Bin damit bisher vortrefflich gefahren. Aber wer bestimmt denn, wer hier ein „adäquater Diskussionspartner“ ist oder nicht? Sie etwa?
        Ich habe nur eine andere Ansicht über die Dinge als Sie. Warum wollen Sie (und Herr Kogge) nur allen, die nicht Ihrer Ansicht sind, dass sie „falsch“ liegen? Wenn Sie die Dinge so sehen, wie Sie sie sehen und damit glücklich sind – ist doch okay! Sie brauchen nicht zu glauben, dass ich deshalb auch nur einen Deut von meiner Ansicht abrücke. Ihre Ansichten habe ich alle längst „durch“ und bin zu der Feststellung gekommen, dass sie für mich nicht taugen.

        Was „Esoterik“ betrifft: Ich lasse mich nicht damit „berieseln“. Auch hier fand ich meinen EIGENEN Weg, der sich durchaus von anderen unterscheidet.

      • Ash-Li says :

        *lach* Ich habe nicht gesagt, dass wir „verwandt“ sind in dem Sinn, wie Sie es meinen. Aber letztendlich kommen wir alle aus dem gleichen Ursprung. DAS ist es, was uns „verwandt“ macht, aber eben auf eine andere Art.

        Dieser „gnadenlose Blödsinn“, wie Sie es wieder so toll beschreiben, ist meine Art der Logik.

        Aber in den Gerichtssendungen im Fernsehen wird auch meist auf Anfrage des Richters, ob ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Zeugen und dem Angeklagten vom Zeugen so erschrocken und ablehnend getan…

        Es ist allerdings eine bodenlose Unterstellung, dass ich „fremde Menschen einer übelsten Gehirnwäsche unterziehen“ würde. Wenn Sie das glauben, dann lesen Sie meine Kommentare nur so, wie SIE es wollen und interpretieren dadurch etwas hinein, was nicht d’rin steht.
        Ach ja… Ebenso geschehen wie bei Andreas Abels.
        Diese Art und Weise nenne ich einfach gedanken- und herzlos.

      • Unbequem says :

        Aber in den Gerichtssendungen im Fernsehen wird auch meist auf Anfrage des Richters, ob ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Zeugen und dem Angeklagten vom Zeugen so erschrocken und ablehnend getan…

        Wundert Dich das Ash-Li? Wir sind doch alle Gute Christen. Da ist eine Verwandtschaft zum Teufel schon von Haus aus unmöglich. 😉

      • Ash-Li says :

        *lach* So wie Du das siehst (augenzwinkern), muss ich bekennen, dass ich eben KEIN „guter Christ“ bin. Diese „guten Christen“ gehören meist einer Kirche an. Derer habe ich mich bereits 1985 entledigt, da ich es leid war, dieses „gute Christsein“ als eine der ihren tolerieren zu müssen…

  6. Ash-Li says :

    @M. Kienzle

    Nein, nicht die Familie ist die kleinste Einheit, sondern man selbst! Ich werde immer das anziehen, was ich selbst ausstrahle. Also gilt es, mich selbst ins Gleichgewicht zu bringen, so dass ich für mich selbst „stimmig“ bin. Authenzität einfach! Alles andere sind verworrene Energien. Kein Wunder dann, wenn in einer Familie – und eben dann im letzten auch weltweit – soviel Chaos herrscht.

    Und wenn für einen Marcel zum eigenen Ausgleich ein Marx wichtig ist, dann ist es eben so. Das Ergebnis ist es, was zählt. – Jeder hat seinen eigenen Weg zu finden.

    • Andreas Abels says :

      Und was ist mit Familien, die nicht „klassisch“ sind? Die vielleicht aus zwei homosexuellen Partnern (evtl. plus Kinder oder eben auch nicht) bestehen?

      Die sind keine „Keimzelle“? Eine gesunde Gesellschaft lebt von Toleranz, nicht von klassischen Werte-Normen.

    • Ash-Li says :

      @M. Kienzle
      Ich verstehe nicht, dass man alles, was sich auf einen selbst bezieht, immer nur negativ sehen kann. Ich befürchte, da gehen Sie – wie so viele andere Menschen auch – von sich selbst aus.
      „Vor seiner eigenen Tür kehren“ bedeutet eben etwas ganz anderes als egoistisch im negativen Sinn zu sein! – Wann wird das mal begriffen???

      Ich kann nur etwas für andere tun, wenn ich ZUERST an mir gut gehandelt habe. – Aber da sind wir ja schon wieder beim „Fühlen“. Das geht gar nicht. Das tut man nicht als „harter Mann/Frau“, nicht wahr?

      Es ist ganz einfach das Gebot der Nächstenliebe: Liebe Deinen Nächsten WIE DICH SELBST! Wie kann ich meinen Nächsten lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe?

    • Andreas Abels says :

      @M. Kienzle

      Wissen Sie, was Sie mal dringend lernen müssen? Nicht ständig etwas in die Aussagen anderer hinzuinterpretieren.

      Niemand hat behauptet, dass die klassische Familie (Mann/Frau/Kind) ein „Auslaufmodell“ ist, das interpretieren Sie bloss wieder in Aussagen hinein.

      Ich sage bloss: Seien wir doch als Menschheit tolerant und erkennen einfach an, dass es alle möglichen Lebensformen gibt, und dass sie ALLE nebeneinander bestehen können, dürfen und sollten! Ist das so schwer zu aktzeptieren?

      Verdrängt ein homosexuelles Pärchen irgendein heterosexuelles Pärchen? Geht die klassische Familie kaputt, wenn anders geartete Familien in der Gesellschaft die gleichen Rechte haben?

      Gibt es durch Toleranz und Akzeptanz verschiedenster Lebensformen weniger Kinder auf der Erde?

      Wohl kaum, denn nie gab es soviele Erdenmenschen wie derzeit, und die Zahl steigt seit Jahrzehnten exponentiell weiter.

      Wenn wir Menschen uns endlich wieder gesamtgesellschaftlich als EINE Einheit, als EINE Familie sehen würden (wohlgemerkt: OHNE die wichtige Individualität dabei zu verlieren), dann wäre die Gesellschaft auch gesund, und damit auch die klassischen UND unklassischen Familien in ihr.

    • Anette Schloupt says :

      Ash-Li,

      bei dieser Einstellung wundert mich unsere Gesellschaft absolut nicht mehr, Erst einmal das „ICH“ und was kommt dann, wenn man es nie findet, oder nur sein erdachtes, eingebildetes „ICH lebt? Erschreckend wo das noch hin führen soll, Richtung Amerkia, denn ich haben mein „Ich“ nicht gefunden, also steige ich über Kranke die auf der Straße liegen?

      • Ash-Li says :

        Mein „Mich-finden“ hat nichts mit Amiland zu tun – nur mit mir selbst. Ausserdem denke ich nicht, dass Sie wissen, wie ich das empfinde, da Sie genauso wenig mein Leben lebe wie ich das Ihre!
        Oftmals habe ich bereits beschrieben, wie ich meinen „Eogismus“ fühle und lebe. Dieser hat aber auch schon gar nichts damit zu tun, dass es nur mich gibt. – Das ist es, was leider nicht richtig verstanden wird. Wahrscheinlich, weil man es gar nicht verstehen will.

  7. Unbequem says :

    Gleiche Logik wäre es, einem Menschen im Winter die Kleidung vom Körper zu reißen und die Schuld des Todes durch Erfrierung dem Wetter zuzuschreiben.

    Das ist Dein Verständnis von Logik Martin. Richtigerweise müsste der Vergleich heißen:

    … erst einem Menschen die nötige Winterkleidung vorenthalten und die Schuld seines Todes durch erfrieren, dem Wetter zuschreiben.

    Du bist einer von der Sorte Mensch, die nachts ihren Müll über den Zaun des Nachbarn wirft und ihn dann am nächsten Tag wegen Umweltverschmutzung anzeigt.

    Kausalität kommt in Deiner begrenzten Gedankenwelt offenbar nicht vor. Mittlerweile ist dein Geschwafel (das klassische Familienbild… Keimzelle menschlichen Lebens, etc.) nicht einmal mehr unterhaltsam.

  8. Ash-Li says :

    @M. Kienzle
    Zitat: „ja lediglich eine Verbindung zwischen Mann/Frau das Leben weitergibt und Ausgangspunkt von Identität ist, d.h. das Kind kennt seine Wurzeln, die für die persönliche Identitätsbildung essentiell sind!“

    Und was ist mit heterosexuellen Paaren, die sich entschieden haben, sich NICHT fortzupflanzen? Ist das dann auch nicht „normal“?

    Meine Güte! Was für ein Schubladendenken! Da hat Herr Abels schon recht. Es kann doch alles friedlich nebeneinander seine sexuelle Ausrichtung leben, ohne, dass das Erzeugen von Nachkommen aufhört. Wir haben doch eh eine Überbevölkerung.

    • Ash-Li says :

      Ehrlich gesagt, ich bleibe lieber bei meiner – wie Sie es so plakativ nennen – „Sozialromantik“. Da weiß ich wenigstens, dass ich mich noch jeden Tag im Spiegel ansehen kann.
      Lesen Sie doch nochmal mit einem offenen Herzen, was Sie da oben geschrieben haben. Das zeugt eben NICHT von Toleranz!

      Und mal ganz klar: Meine Ansichten haben nichts, aber auch GAR NICHTS mit irgendwelchen Sekten zu tun. Sie sind, was sie sind: das, was ich aus mir selbst heraus fühle.

  9. Christel T. says :

    Was für ein Blödsinn.
    Erwerbslose, die sich gegeneinander und gegen Leute wie Marcel Kallwass ausspielen lassen, haben nichts besseres verdient als HartzIV. Leider trifft es nicht Sie allein, sondern alle.

  10. kritischerkommilitone says :

    @All:
    Aufgrund der sexistischen, nationalistischen und homophoben Kommentaren von manchen hier werden Kommentare erst nach manuellem freischalten
    gepostet.
    Durch beleidigende Ausdrucksweisen führen manche Diskutanten einen
    unsachlichen Dialog und schrecken dadurch engagierte Menschen zurück,
    sinnvolle Beiträge zu bringen.

    • Anette Schloupt says :

      Marcel,

      engagiert, wird da eine Richtung vor gegeben, man kann auch engangiert gegenteiliger Meinung sein, selbstverständlich ohne pers Beleidigung!

  11. Ingo says :

    „Seit 01. November muss die „Pille“ nicht mehr vom kargen Regelsatz bezahlt werden. Um Geburten armer Kinder zu verhindern, dafür hat dieser repressive Staat Mittel! Ein leben in Würde für arme Kinder, dafür reicht es dann aber nicht! 500.000 Euro werden bereitgestellt durch das Land, um Geburten von „armen Kindern“ zu verhindern!“

    Damit das mit den „Sozialschmarotzern“ nicht überhand nimmt, möchte der Staat jetzt also schon eine Geburtenregelung für arme und überflüssige Fresser.

    Wäre es aber nicht noch sicherer, wenn der Staat, anstatt die Pille zu zahlen, in das Sozialgesetzbuch hineinschreiben lässt, dass sich Frauen aus den unteren Schichten, die auch noch frecherweise Hartz-IV beziehen, die Eileiter abbinden lassen müssen?

    Wohin das alles führt, sieht wohl jeder der als Kind nicht zu oft vom Dreirad gefallen ist.

  12. Alfred says :

    Herr Martin Kienzle, Sie haben sich vor nicht allzu langer Zeit auf dem begrenzten Raum dieses Blogs vier- oder fünfmal für Ihre unmoegliche Art die Menschen anzugehen, entschuldigt!
    Jetzt fallen sie sie wieder an, ohne mit dem Entschuldigen hinterherkommen zu koennen und nennen, ganz beiläufig natürlich, diese auch noch egoistisch!
    Mein kleiner Rat an dieser Stelle: Lernen SIE erst einmal die allereinfachsten grundlegendsten Dinge in der Kommunikation mit ihren Mitmenschen, das wäre doch ganz prächtig, wenn Ihnen das gelänge!

    Ist IHNEN eigentlich noch zu helfen?

  13. Unbequem says :

    Ihr Gerede von einer sogenannten “besseren Gesellschaft” ist auch nicht unterhaltsam, weil Sie jenes nicht einmal konkret benennen können, weil es jene nicht gibt, das Sie selbst in einem Ihrer Kommentare zugeben haben…

    Martin, zeig mir einen Beitrag von mir, in dem ich für eine bessere Gesellschaft propagiere. Ich vertrete nur die Ansicht, dass jeder Mensch seine idividualen Fähigkeiten nutzen sollte… ja sogar muss, um in einer Gemeinschaft (auch das ist jedem selbst überlassen) ein vollwertiges Mitglied zu sein.

    Allerdings gehört es auch zu einer Gemeinschaft (wir reden lieber von Staat, das ist so schön abstrakt und enthebt den einzelnen von seiner Verantwortung) dass sie für die Schwachen aufkommt. Das heißt konkret für die Bundesrepublik Deutschland, wenn sie ihren Bürgern keine Arbeit zur Verfügung stellen kann, hat sie die Pflicht und Schuldigkeit diesen Bürgern trotzdem ein auskömmliches Leben zu ermöglichen. Das ist die Aufgabe eines Staates. Wie er das dazu nötige Geld beschafft, darüber muss ich mir, der nur seiner Hände Arbeit anbieten kann, keine weiterführenden Gedanken machen. Wenn ein Staat diese Grundfunktionen nicht erfüllen kann, sollte er sich auflösen, aber nicht noch seine Staats-Bürger drangsalieren!

    Was wir heute haben ist keine Gemeinschaft sondern ein Verbund, der ständig von irgendwelchen machtpolitischen Interessen beeinflusst, an den menschlichen Bedürfnissen der Mehrheit vorbei, einem ständigem Wandel der Werte unterliegt. Eine oktroyierte Weltanschauung, die das einzelne stromlinien-geformte Individuum gerne teilt – solange es seinen Nutzen daraus ziehen kann – übrigends auch Deine vielgepriesene klassische Familie.

    Schon alleine aus diesem Grunde ist Dein Phatos von der klassischen Familie rein illusorischer Natur. Was bitte sehr, sollten die einzelnen Protagonisten, die selbst in einem unmenschlichen System großerzogen worden sind, an ihre Nachkommen weitergeben?
    Eine Rückbesinnung auf Ethik und Werte, ist von einer Familie ebenso wenig zu erwarten, wie von dem einzelnen Individuum, wenn sich alles ständig nur noch um Anpassung dreht, so wie es der Mainstream vorgibt.
    Gerade die Familie die der Anpassung an die Gesellschaft willens, ihren Kindern jeglichen Individualismus aberzieht (meist einhergehend mit Liebesentzug), ist eher ein Ort des Grauens, denn ein Hort der Geborgenheit.

    In einem Punkt kann ich mich Dir (wenn auch nur bedingt) anschliessen. Ja, die Familie ist die kleinste Einheit Aber diese Einheit wurde bewußt zerstört, jedoch nicht von Marx, Engels oder Lenin, sondern von dem System dem Du vehement das Wort redest. Dieses ganze Gender-Mainstreaming Gequatsche wirst selbst Du keinem linken Spektrum zuordnen können. Wenn die linken darauf reinfallen… mein Gott, auch unter denen gibt es mehr oder weniger intelligente Zeitgenossen – repräsentativer Querschnitt der Gesellschaft, wenn du so wilst.

    Ich persönlich sehe diese Gleichmacherei als ein weiteres Indiz dafür an, dass einzelne Individuum auszuhölen, seiner Identität zu berauben, zu end-solidarisieren, am Ende steht ein willenloses Etwas.

  14. Wolke7 says :

    Bei allem Respekt aber kann es sein das Herr Kogge und Herr Kienzle ein und dieselbe Person sind?

    Bezahlte Trolle treiben sich in letzter Zeit immer häufiger im Netz rum und verwenden verschiedene Synonyme.

    Zumal die Schreibeigenschaften bei deren Kommentaren irgendwie das gleiche System haben.

  15. Unbequem says :

    Ich habe auch vor kurzem so gedacht wie Sie: Die skrupellosen Verbrecher, die uns Menschen ausbeuten; nein tun sie nicht, sie sind auf der Suche nach dem richtigen Weg,…

    Wer oder was hat dich denn auf diesen neuen Pfad gebracht, Martin? Wenn man Dir versprochen hat mit auf die Suche zu gehen, kann ich Dir nur sagen: Du wurdest verarscht.

    …und dass jene ihre Macht behalten wollen versteht sich von selbst (wenn sie nicht die Macht in den Händen halten würden, würden es andere haben:…

    Aua, aua… Martin, ist das Dein Verständnis von (wissenschaftlicher) Realität? Was hat denn Machterhalt mit der Suche nach richtigen Wegen (für die Menschheit, vermute ich doch einmal, wenn ich obigen zitierten Satz von Dir richtig interpretiere) zu tun.
    Laut Deiner vertretenen Thesen vom Zufall und Geschick, darf man annehmen, dass es nicht unbedingt immer die geistig-reife Elite ganz nach oben spült. Offenbar hast Du (neuerdings?) kein Problem damit, dass es unter denen, die auf der Suche nach dem richtigen Weg für uns alle sind, mehr faule Äpfel gibt, als Du uns hier weißmachen möchtest.

    …Es ist wie auf einem Schiff: Die globale Finanzelite ist der Kapitän und wir sind die Passagiere, die sich auf einem Ozean befinden, der durch Windstille ruhig vor uns liegt, durch leichte Winde flache Wellen aufbaut oder durch einem Orkansturm meterhohe Wellen schlägt – und auf die Ursache jener Wetterkapriolen besitzen weder der Kapitän noch wir als Passagiere Einfluss wie auch auf das Leben an sich…

    Bravo Martin, nun hast Du entgültig den (leider falschen) Vogel abgeschossen.

    Du darfst gerne auf dieser Sklavengaleere als Smutje dienen (liest man deine letzten Beiträge, auch noch den Pausenclown geben) passt zu Dir und Deiner Haltung.
    Darfst Dich dann allerings auch nicht wundern, wenn Du als einer der ersten über Bord gehst, sollte es zur Meuterei kommen. Und… nein Martin, dich auszuwählen war kein Zufall und erfordert nicht einmal Geschick, ein Fingerschnippen des neuen Kapitän auf der Suche nach dem richtigen Weg genügt…

    • Andreas Abels says :

      @M. Kienzle

      Sie sind weder in der Lage noch im Recht, mir „Einhalt zu gebieten“, da ich -wie Sie auch- meine Meinungen kundtue.

      Hören Sie auf, den Menschen im Blog ständig zu drohen, nur weil Sie deren Ansichten nicht teilen.

      Gefährlich ist höchstens ihre Intoleranz gegenüber Menschen mit anderen Ansichten und Menschen in nicht „klassischen“ Lebensgemeinschaften.
      Sie unterstellen diesen alles Mögliche, sogar Kriminelles und sprechen von Mißbrauch, echt unfassbar und einfach nur VÖLLIG an der Realität vorbei.

    • Andreas Abels says :

      @M. Kienzle

      Wovor haben Sie Angst? Gehirnwäsche? Das ist schon längst passiert, durch das herrschende Gesellschaftssystem.

  16. Andreas Abels says :

    Alles klar, Herr Kienzle, das nehme ich einfach als Kompliment. 🙂

  17. oheck says :

    @M. Kienzle

    Willkommen im familiären Biedermeier (1815-1845)

    Was soll das heute sein, die „klassische Familie“? Vermute, damit sind die christlich-konservativen bürgerlichen Geschlechterrollen gemeint: Frau = Natur = unbezahlte Reproduktionsarbeit / Mann = Kultur = Erwerbsarbeit?

    Wenn man bedenkt, dass Frauen in der BRD erst seit 1977 offiziell ohne Erlaubnis ihres Ehemannes eine Erwerbsarbeit aufnehmen und ein eigenes Konto führen durften, versteht man radikalfeministisches Gedankengut besser.

    Die Frauen in der DDR waren bereits seit 1950 durch das „Gesetz über den Mutter- und Kinderschutz und die Rechte der Frau“ gleichberechtigt. Mussten sich auch nicht mit der christlich-konservativen „Rabenmutter-Propaganda“ herumschlagen. Im Gegenteil: Es gab eine Erwerbsarbeitspflicht für Frauen und Mütter. Auch Alleinstehende mit Kind wurden gegenüber Verheirateten ohne Kind nicht benachteiligt. Sie hatten seitdem auch das alleinige Sorgerecht, während im Westen automatisch ein staatlicher Vormund beigeordnet wurde. Uneheliche Kinder waren ehelich Geborenen rechtlich gleichgestellt. Durch diverse frauen- und familienpolitische Instrumente wurde über Jahrzehnte vorgemacht, dass Arbeit und Familie für Frauen vereinbar sind. Trotz aller berechtigten Kritik an der Doppelbelastung von Frauen. In der DDR hatten Akademiker/innen und anderweitig gut ausgebildete Frauen im Schnitt mehr Kinder als Ungelernte. Warum wohl? Es gab ausreichende Kinderkrippen-, Kindergarten- und Hortplätze an den Schulen, kostenlose Ferienbetreuung für Kinder, die nicht mit ihren Eltern in den Urlaub fahren konnten, günstige FDGB-Ferienreisen für Familien, Arbeitsplatzgarantie und bezahltes Babyjahr für Mütter, Weiterzahlung des vollen Gehaltes bei Krankheit des Kindes und Beibehaltung des Anspruchs auf vollen Jahresurlaub, viele Vergünstigungen für kinderreiche Familien im Alltag (kostenlose Beförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln, kostenlose Verpflegung in der Schule, kostenlose Ferienreisen, ermäßigte Bekleidungspreise) etc.

    Faktisch wurde dort vorgemacht, dass es auch ganz anders funktionieren kann, wenn es nur politisch gewollt ist. Was soll also die „klassische Familie“-Ideologie? Antiquiert und frauenverachtend.

  18. Aufgewachter says :

    Aber es gibt Grund zur Hoffnung

    Jean-Luc Picard nach dem Auftritt von Inge Hannemann beim Petitionsausschuss

    Zitat Anfang

    „… In Wahrheit kenne ich im 21. Jahrhundert für die Durchsetzung der wichtigsten und ureigensten Interessen der Menschheit – nämlich der Menschenwürde keine kompetentere, intelligentere und tapfere Frau, als Inge Hannemann und möchte in diesem Sinne Hamlet zitieren : „Welch ein Meisterwerk ist der Mensch. Wie edel durch Vernunft, wie unbegrenzt an Fähigkeiten in Gestalt und Bewegung – bedeutend und würdig im Handeln ähnlich einem Engel im Begreifen ähnlich einem Gott …“ Lange lebe Inge Hannemann! Ich wünsche Ihnen liebe Inge für die Zukunft alles erdenklich Gute. Es wird eine spannende Zeit vor Ihnen liegen. Au revoir, Inge“

    Zitat Ende

    ganze Persiflage lesen?

    StarTrek-Persiflage / Ansprache von Q und Jean-Luc Picard über die Verleihung des Clara-Zetkin-Frauenpreises an Inge Hannemann und ihre LIVE-Performance im Petitionsausschuss
    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/03/19/startrek-persiflage-ansprache-von-q-und-jean-luc-picard-uber-die-verleihung-des-clara-zetkin-frauenpreises-an-inge-hannemann-und-ihre-live-performance-im-petitionsausschuss/

  19. Alfred says :

    „Studiert man die Geschichte, dann ist man angewidert, aber nicht von den Verbrechen, die die Kleinen begangen, sondern den Strafen, die die Großen verhängt haben.“

    (Oscar Wilde)

    Wird dies geistige Niveau jemals im großen Kollektiv erreicht werden? Die Jahrhunderte vergehen und vergehen…

  20. Henrik Leiner says :

    Es sind zumeist Frauen welche dort den Job als Sanktionsvermittlerinnen ausüben. Es werden übrigens doppelt so viele Männer wie Frauen sanktioniert.

  21. Silke says :

    Herr Gott! Da werden Menschen unter H4 kaputt gemacht, in den Tod geschickt und die Herrschaften haben hier nix besseres zu tun als Trash Talk zu betreiben. Armselig!

    UND

    Ich (weiblich) bin zwar nicht alleinerziehend, jedoch seit über 21 Jahre krank, in dieser Zeit hab ich von diesem Staat nicht einmal Hilfe bekommen.

    Unter H4 wurde ich regelrecht psychisch terrorisiert! Trotz Krankheit konnte ich gut leben und hab gut verdient, bis zu dem Zeitpunkt als mein Körper nicht mehr mitmachte und ich auf eine Umschulung (körperlich nicht anstrengend) angewiesen war. Ich bin seit 13 Jahren arbeitslos, in dieser Zeit habe ich nicht einmal Hilfe vom Amt bekommen! Ich habe Jahrelang förmlich nach einer Umschulung oder Weiterbildung gebettelt, jedoch wurde mir jede Hilfe verweigert, statt dessen hat man versucht mich vom ersten Tag an in einen Sklavenlohn-Sektor zu drängen! ABER OHNE MICH! ICH HAB MICH GEWEIGERT!

    Es ist für mich unbegreiflich wie man aus einem lebenslustigen, arbeitswilligen und arbeitsfähigen Menschen ein Körperliches und Seelisches Frack machen kann!?!??? Ich bin 42 und MUSS Rente beantragen….

    DANKE Hartz IV, danke für alle Verantwortlichen die über Leichen gehen!

    Deutschland ist ein asoziales und korruptes Land und die Gesellschaft will nichts davon wissen….da kann einem wirklich das große Kotzen kommen!!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: