Erfolgreiche pluralistische linke Demo

Am Samstag, den 15. Februar gegen 14h begann in Ulm (Marktplatz) eine Demonstration gegen die Hartz-Gesetze. Anlass war die Kündigung des Studenten Marcel Kallwass.

Ca. 60 Menschen sind dem Protestaufruf eines breiten Bündnisses aus außerparlamentarischen und parlamentarischen linken Gruppen gefolgt (siehe „Aufruf zum Protest gegen Jobcenter und Arbeitsagenturen“).

Auftaktkundgebung am Ulmer Marktplatz

Auftaktkundgebung am Ulmer Marktplatz

Auftaktkundgebund, andere Perspektive

Auftaktkundgebung, andere Perspektive

Die Demo begann gegen 14 Uhr auf dem Ulmer Marktplatz mit einigen Redebeiträgen. Inhaltlich einig waren sich die Redner_innen in der Forderung nach der Abschaffung der Hartz-Gesetze. Über mögliche gesamtgesellschaftliche Alternativen gab es pluralistische Vorstellungen: Bedingungsloses Grundeinkommen, demokratischer Sozialismus, Kommunismus und Anarchie.

Demo in der Fußgängerzone

Demo in der Fußgängerzone

Nach den Redebeiträgen fing die Demo an. Die Route war optimal, sie verlief über den Münsterplatz und die Fußgängerzone. Viele Passant_innen konnten durch Parolen der Menge und inhaltliche Beiträge über das Megafon erreicht werden. Die Polizei blieb friedlich.

vorderer Teil der Demo

vorderer Teil der Demo

Die Demo ist daher als großer Erfolg zu werten. Ein deutliches Signal von einem breiten Bündnis, das auch in Zukunft auf eine widerständige Praxis hoffen lässt.

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6 responses to “Erfolgreiche pluralistische linke Demo”

  1. buktombloch says :

    Guten Tag.
    Ich stimme in etlichen Punkten zu.
    Und ich freue mich, dass auch ich anfangs einen kleinen Beitrag vor Ort leisten durfte.
    Pluralismus, Vielfalt, breite Bündnisse- das ist etwas sehr gutes.
    Leider war dies aber nur bis zu einem bestimmten Punkt gegeben – und das hat mir sehr weh getan.
    Ich bin für Offenheit, ich will die Wahrheit sagen, ich will konstruktive Kritik üben.
    Das tue ich. Die Rollen sind nun in gewisser Weise vertauscht. Aber ich bin der Hoffnung, dass diese Kritik zugelassen wird. Oder sogar konstruktiv diskutiert wird. Im allerbesten Falle lernt man sogar aus ihr.
    Zum kompletten Beitrag geht es hier:
    http://kopfmahlen.blogspot.de/2014/02/soli-demo-in-ulm-marcel-kallwass-kritik.html
    MfG
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.
    67063 Ludwigshafen
    Ex- Fallmanager

  2. Wingolf Ahrens says :

    Bisher nur 1 Kommentar, obwohl schon viele Millionen Menschen von der Hartz IV – Bürokratie entwürdigt, erniedrigt, gedemütigt und sogar in den Suizit getrieben wurden. Der ehemalige Bundeskanzler, Helmut Kohl, sagte einmal: „Die Karavane zieht weiter…“. Und in der Tat, die Menschen sind von den Medien derart manipuliert worden, dass vermutlich nur noch eine objektive Weltkathastrophe diesen „ungerechten Spuk“ ein gerechtes Ende setzen kann.
    Zitat aus Goethe’s FAUST:
    “Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles was entsteht; Ist wert, daß es zugrunde geht; Drum besser wärs wenn nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt, Mein eigentliches Element.”

    Gruß aus Sachsen-Anhalt von Wingolf Ahrens

  3. Ingo says :

    @ Wingolf Ahrens

    Mephistopheles:
    „Laß nur in Blend- und Zauberwerken
    Dich von dem Lügengeist bestärken,
    So hab ich dich schon unbedingt –
    Ihm hat das Schicksal einen Geist gegeben,
    Der ungebändigt immer vorwärts dringt,
    Und dessen übereiltes Streben
    Der Erde Freuden überspringt.
    Den schlepp ich durch das wilde Leben,
    Durch flache Unbedeutenheit, […]“.

    Der heutige Mephistopheles steckt in den Medien und manipuliert jeden Tag seine Leser und TV-Zuschauer mit den „Wahrheiten“, die der Bürger zu glauben hat. Das ist auch der Grund weshalb so viele Menschen alles mit sich machen lassen.

    Wenn ich mir den Bericht von Burkhard Tomm-Bub aber durchlese, dann war diese Demonstration wohl nicht so ganz durchdacht. Eine Demonstration wo sich Krakeeler, die wahrscheinlich gar nicht wussten worum es eigentlich geht, auf dümmliche Art produzieren ist immer schlecht, Da spielt man dem Feind nur Material in die Hände, so dass er dann sagen kann: „Schau mal, die dummen Proleten wollen gegen unser System demonstrieren und das kommt dann dabei heraus. Vor solchen Leuten müssen wir keine Angst haben und können beruhigt unsere Schweinereien weiter begehen und auch ausbauen“.

    Marcel Kallwass ist aber natürlich hoch anzurechnen, dass er solche Demonstration überhaupt ins Leben gerufen hat, nur hätte sie vielleicht etwas besser organisiert werden müssen. Ich weiß, vom Schreibtisch aus gute Ratschläge zu geben ist auch nicht konstruktiv, deshalb schweige ich jetzt und wünsche beim Kampf gegen die soziale Ungerechtigkeit (Soziale Ungerechtigkeit ist wohl nicht das richtige Wort. Soziale Sauerei trifft es eher) – „Viel Erfolg“.

  4. Anette Schloupt says :

    Und das Deutsche Volk, was tut es? Nichts!

    Es gibt keine Partei, die sich einig ist.

    Es gibt kein Volk das sich einig ist.

    Es gibt bald nichts mehr, wofür es sich lohnt zu kämpfen. Das deutsche Volk verdient seinen Untergang zu recht, wir müssen leider erkennen, dass wir im großen Irrtum waren, anzunehmen, es gäbe echten Seelen die einen Weg vorzeichnen, den aber aus Feigheit keiner vom Volk wirklich zu gehen wagt. Das Volk steht unter Dauerbeschuß durch den Dschungel, Falschmeldungen,und den sinnbefreiten Billigproduktionen der OR!
    Die Medien lügen dem Bürger die Hucke voll und seine Bequemlichkeit im Denke kommt dem nochh entgegen.
    Wenn man auf einer Demo nicht einmal die Passanten mit einbezieht, muss man sich ehrlich fragen, hat man das Hirn zu Hause gelassen?(Kritik, wer wagt gewinnt, wer nicht der lügt gern)
    Aber auch, reicht es zu schreiben,auf Tour zu sein, kommt man damit der europäischen Politik zuvor, oder rennt man mit lefzender Zunge nur den Gegebenheiten hinterher! Aber anscheinend meint mancher die Politiker bekehren zu können, was schon an Größenwahn grenzt.
    Wa bleibt ist Folgendes:entweder es setzen sich alle Aktiven Köpfe zusammen, erweitert seinen Kreis immer emhr, oder aber man frönt seinen Induvidualität weiter.

    • Anette Schloupt says :

      aber aus Feigheit keiner vom Volk wirklich “ nicht“ zu

    • kritischerkommilitone says :

      @ Anette Schloupt: Sie wählen eine sehr nationalistische Formulierung und reden vom „deutschen Volk“. Es geht aber nicht nur um irgendeine Bevölkerung eines Landes. Die kapitalistischen Probleme sind global zu betrachten. Der Kampf wird auch nicht von einem „deutschen Volk“ geführt, sondern von allen unterdrückten Bevölkerungsteilen in allen Ländern der Welt.  

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