Pressemitteilung – Bundesagentur für Arbeit kündigt Marcel Kallwass

Für Marcel Kallwass ist wahr geworden, was sich seit Monaten abgezeichnet hat. Nach zwei Abmahnungen ist am 27.01.2013 die Kündigung an den als „kritischer Kommilitone“ bekannten Kallwass ergangen.

Hintergrund der Kündigung ist der Blog (www.kritischerkommilitone.wordpress.com), den Kallwass seit geraumer Zeit im Internet betreibt. Unter der Bezeichnung „kritischerkommilitone“ befindet sich der Untertitel „Kritik am Arbeitsamt“. An dieser Stelle wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) jedoch restriktiv. Obwohl Kallwass nur noch wenige Monate bis zum Abschluss seines Studiums benötigte, wurde ihm die Kündigung ausgesprochen.

Kallwass, der in außerparlamentarischen Bündnissen arbeitet, zum Beispiel aktiv an Occupy- und Blockupy-Aktivitäten teilnimmt, hatte im Laufe seines Studiums immer mehr das System „Hartz IV“ hinterfragt. Aber auch Aussagen von Personalverantwortlichen der BA kritisiert.

Kritik an Sanktionen

„Sanktionen abschaffen“ lautet ein Beitrag auf der Seite von Kallwass und er fügt hinzu: „Die Sanktionen sind ein krasses Herrschaftsinstrument, das dazu dient, die Erwerbslosen gefügig zu machen. Die Herrschaft von Menschen über Menschen muss endlich ein Ende haben!“

Kallwass nimmt zu den Hart IV Regelsätzen wie folgt Stellung: „Als Erstes fällt auf, dass der Regelsatz von 391€ nur für Alleinstehende gezahlt wird. Partner_innen und Kinder bekommen vergleichsweise weniger Geld (Kinder bis 5 Jahre nur 229€). Sind Grundbedürfnisse von Kindern niedriger, als die von Erwachsenen?“

Kein Werben für das Sterben

Kallwass kritisiert die Kooperation von Arbeitsagentur und Bundeswehr: „Junge Leute werden von Vermittlungsfachkräften auf eine Beschäftigung als KurzdienerInnen in der Bundeswehr angesprochen.“ Damit ist eine unabhängige und freie Beratung nach Ansicht von Kallwass nicht mehr garantiert. Gerade Jugendliche in prekären Situationen werden hier beim „Werben für das Sterben“ leicht zu Opfern einer falschen Arbeitsmarktpolitik.

„Es ist mein Job sie auszunutzen“

Nicht nur an den aktuellen Gesetzgebungen stößt sich Kallwass, auch zum internen Umgang mit den Studierenden bezieht Kallwass Position. Kallwass zitiert den Personalchef der BA, Kühn, aus einem Vortrag, den dieser vor Studierenden der BA Mannheim hielt: Studierenden müssten nach dem Studium Dauerverträge nicht annehmen … „ … dann müsste eben „nur“ die Konventionalstrafe von 25.000 – 30.000 € gezahlt werden.“ „Das sag ich ganz locker“, meint dazu der Personalchef.

Zum Arbeitsklima befragt zitiert Kallwass noch einmal Personalchef Kühn: „Es ist mein Job sie auszunutzen (…). Wenn Sie nicht motiviert und überbelastet sind, dann bringt es das nicht.“

Aus dem „kritischen Kommilitonen“ wird nun wohl der kritische Erwerbslose Kallwass.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , ,

176 responses to “Pressemitteilung – Bundesagentur für Arbeit kündigt Marcel Kallwass”

  1. anonybunneh says :

    halt die ohren steif! gut das es menschen wie dich gibt!

  2. Henning says :

    Ich hoffe sie gehen gegen die Kündigung vor. Alles Gute ihnen. Bleiben sie stark.

  3. Ingo says :

    Das war ja klar, dass die Verantwortlichen der BA nicht so weit denken können und sich jetzt eine(n) zweite(n) Hannemann erzeugt haben.

    Marcel Kallwass kann sich jetzt aber endlich auf eine richtige Universität einschreiben. Eine Universität wo man sich echte Bildung aneignen kann und auch etwas für das Leben lernt.

    Viel Glück und Erfolg !

    • Aufgewachter says :

      Für die übrigen 120.000 minus 2 Mitarbeiter der BA noch der gespielte Witz:

      Ein Erwerbsloser wird von einem Fallmanager vorgeladen und fragt: „Herr Fallmanager, darf man eigentlich zu einem Fallmanager ‚Rindvieh‘ sagen?“ „Aber nicht doch!“ ruft der Beamte. „Aber darf man zu einem Rindvieh ‚Herr Fallmanager‘ sagen?“ „Na ja, das wohl schon.“ sagt der. „Na dann auf Wiedersehen, Herr Fallmanager!“

  4. Ash-Li says :

    Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. – Nicht wahr? *zwinker*
    Weiterhin alles Liebe und Gute und viel Kraft, lieber Marcel!

  5. Humanist says :

    Auch wenn es zunächst vielleicht zynisch klingt – ich weiß nicht, ob ich zu der Kündigung eher mein Bedauern oder eher meinen Glückwunsch aussprechen soll.

    Für intelligente Menschen mit Einfühlungsvermögen und einem starken Gerechtigkeitssinn dürfte die Tätigkeit unter dem Regime der Bundesagentur für Arbeit in der heutigen Zeit jedenfalls ohnehin einer Selbstkasteiung gleichkommen.

    Was dort gebraucht wird, sind vor allem willfährige Handlanger, die sich rückgratlos dem neoliberalen Diktat andienen und auch noch dann stur ihre Vorschriften ausführen, wenn diese diametral gegen ihr eigenes Gewissen (sofern vorhanden) und darüber hinaus auch noch gegen die Verfassung verstoßen.

    Von einer solchen Einrichtung aufgrund berechtigten Ausübens von Kritik gekündigt zu werden, würde ich persönlich wohl eher als Ritterschlag empfinden denn als eine Niederlage.

    Alles Gute für den weiteren Lebensweg – wie immer dieser aussehen mag!

    Humanist

  6. 5jahrehartz4 says :

    1. Grundsätzliches: ALLES GUTE EGAL FÜR WAS!!!!!!!!!
    2. Wette: das wird wieder ein typisches BA Eigentor – keine Details online – irgendwer liest denen das sicher vor
    3. auf der Basis von SGB und zwar allen SGB und nicht nur II wie die immer glauben/behaupten/lügen plus Grundgesetz, Menschenrechte, UN Behindertenrechtskonvention wurstelt diese BA auf KEINEN Fall und das ist für jeden denkenden Menschen klar erkennbar
    4. auf jeden Fall sind nun alle anderen Mitstudenten eingenordet und wissen dass sie in der Hand einer menschenverachtenden Behörde sind und ihr Schicksal schon feststeht: kuschen oder gehen (mit Konventionalstrafendrohung) (geht das überhaupt oder ist das Erpressung? Denn die BA hat ein Monopol und man hat keine Chance zu wechseln und die ‚Strafe‘ abzuarbeiten)!
    5. Sieh es positiv – du kannst dein Leben mit normalen Menschen verbringen und wenn die Menschen durch die Bürotür kommen bist du in Sicherheit 😉

  7. Aufgewachter says :

    Ein junger Mann mit Deiner Haltung und Deinem Niveau wäre bei der Bundesagentur für Arbeit eh nur Perlen vor die Säue gewesen, doch was schert es die deutsche Eiche, wenn sich die Sau dran reibt …

    Zur Feier des Tages : Der gespielte Witz

    Zwei Männer fliegen in einem Heißluftballon. Es kommt Nebel auf und sie können nichts mehr sehen. Nach einer Zeit lichtet sich der Nebel wieder, aber sie wissen nicht mehr wo sie sind. Da sehen sie unter sich einen Mann, der im Garten arbeitet. Der eine ruft runter:“ Wo sind wir hier?“ Es kommt keine Antwort. Endlich als sie schon fast außer Hörweite sind ruft der Mann hoch: „Sie sind in einem Ballon.“ Daraufhin meint der eine Mann: „Das war bestimmt ein Fallmanager.“ Fragt der andere: „Wie kommst Du denn darauf? Antwortet der erste: „Das ist doch ganz klar. Erstens hat es ewig gedauert, bis eine Antwort kam. Zweitens war die Antwort überhaupt nicht zu gebrauchen …

    Bleib sauber Marcel.

  8. Christel T. says :

    Herzlichen Glückwunsch zur Kündigung! *GGG*

    Vermutlich wirst Du eine taktische Klage gegen die Kündigung prüfen, um eine Abfindung zu erhalten.
    Ich hoffe, daß Du dabei gute BeraterInnen Deines Vertrauens hast.

    In dieser Situation zwei Buchtipps:
    http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/altenpflegerin-schlaegt-alarm/
    http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/emmely-und-die-folgen/

    Außerdem könnte die BA jetzt der Meinung sein, Du hättest Deine Kündigung selbst verschuldet, und Dir als erstes eine Sperrzeit aufhängen.

    Da käme eine arbeitsrechtliche Klage als Argument gut.
    Vermutlich wird das Verhältnis zum Arbeitgeber aber doch leider so zerrüttet sein, daß nur eine Abfindung in Frage kommt, und keine Weiterbeschäftigung ;-(

    (Lösch den Kommentar ruhig, wenn er Dir zu offenherzig ist!)

    Viele Grüße und alles Gute!
    Christel T.

  9. taspie says :

    Jetzt schafft sich die Menschenschindersekte mit ihrer Festungsmentalität auch noch einen Märtyrer. Wie dumm.

    Wenige Monate vor dem Abschluss noch schnell geschasst. So kennen wir die Bande: Menschenverachtend, rücksichtslos und brutal. Kritik an der Systemlogik wird gnadenlos zum Schweigen gebracht. Jeder (Achtung Neusprech:) „Kunde“ ist davon gezeichnet.

    Respekt für die Sachlichkeit im Blog. Ich weiß nicht, ob ich dazu in der Lage wäre.

    Kommt es zur Klage vor dem Arbeitsgericht? Oder gleich an eine vernünftige Uni? Mit Anfang zwanzig und diesem Ausweis an sozialer Sensibilität und Zivilcourage, hättest du dafür gute Voraussetzungen.

    Wenn möglich möchte ich darum bitten, diesen Blog weiter zu führen, und uns an der Selbstdemontage der Bundeslügenagentur teilhaben zu lassen. Und am weiteren Werdegang des Kritischen Kommilitonen. Der dürfte eine interessante Zukunft vor sich haben, im Schlimmen wie im Guten.

    Hochachtung, Marcel!

    • Aufgewachter says :

      Komisch, daß die Zwangsverfügungen (Eingliederungsverwaltungsakte) von den Fallmanagern immer mit der vollen handschriftlichen Unterschrift gezeichnet werden, aber Beschlüsse & Urteile von Sozialgerichten nie die handschriftliche Unterschriften der Richter tragen.

      Warum wohl? Na? Klingel lingel ling!

      Glauben die Fallmanager allen Ernstes, daß sie ungestraft für ihre Taten davon kommen werden? Da werden Gerichte eingerichtet und kurzer Prozess gemacht.

      Vielleicht hätten sie mal besser das Geschichtsbuch lesen sollen, statt das Sozialgesetzbuch.

      • Christel T. says :

        Also bei mir sind die Beschlüsse der Gerichte immer handschriftlich unterzeichnet.

      • Aufgewachter says :

        @ Christel :

        Wie bitte? Richter, die ihre Beschlüsse eigenhändig durch ihre Unterschriften unterzeichnen? In welchem Bundesland lebst Du denn? Du meinst sicher die Urkundsbeamtin bei den Gerichten.

    • Aufgewachter says :

      @ taspie

      Die Verwaltungskosten der Menschenschindersekte

      Wie nur 5,3 Milliarden Euro je Jahr für die Menschenschindersekte?

      Mit oder ohne Papierverbrauch? Für die Menge an Bescheiden, wie Vorladungen, Sanktionsbescheide, Eingliederungsverwaltungsakte und Ablehnungsbescheide lohnt sich ja schon ein eigener Urwald in Afrika.

      Personalkosten

      120.000 Menschenschinder * 3.500 Euro/Monat * 12 Monate = 5,04 Milliarden Euro/Jahr

      ohne Miete, ohne Heizung, ohne Putzfrau, ohne Büroverbrauchsartikel, ohne EDV

      Warmmiete

      1 Menschenschinder in einem Büro von 20 Quadratmeter

      120.000 Menschenschinder benötigen eine Bürofläche von 2,4 Millionen Quadratmeter

      Wie teuer darf die Warmmiete eines Quadratmeters in einem Menschenschinderbüro je Monat sein?

      Wieviel hättens denn gern? Heizen auf Sozialhilfeniveau oder darfs auch n bissel mehr sein?

      Gewerbliche Miete oder Miete auf Sozialhilfeniveau?

      Nehmen wir mal die KdU des Kreis Soest von 2013 also 7,79 Euro / Quadratmeter je Monat

      Bei 2,4 Millionen Quadratmeter Bürofläche für 120.000 Menschenschinder also rund 224 Millionen Euro je Jahr allein an Warmmiete auf Sozialhilfeniveau? Ist das realistisch? Wohl eher nicht. 3 bis 4 mal mehr mind.

      Toiletten und Besenkammer, Aktenkammer jetzt nicht eingerechnet.

      Büroausstattung / EDV (Hard- und Software), EDV-Beratung durch Systemhäuser

      Um die Arbeitsleistung von Millionen Menschen durch Ankündigung von Leistungsentzug zu epressen benötigen die Menschenschinder einen Computer aus Hard- und Software. Ohne die EDV wäre so etwas gar nicht möglich.

      So erhält jeder Menschenschinder einen Computer, einen Flachbildschirm, einen Drucker, einen Tacker, einen Locher usw. usf.

      Und vor allem – die Software nicht vergessen. Ohne Software können die Menschenschinder nämlich überhaupt keine Menschenschinderbescheide erstellen.

      Sind die 120.000 Computer gekauft oder geleast?
      Sind die 120.000 Betriebssysteme gekauft oder geleast?
      Sind die 120.000 ALGII und sonstigen Module gekauft oder geleast?

      Welches IT-Systemhaus berät die Menschenschindersekte und was kostet das?
      Welche Unternehmensberatung berät die Menschenschindersekte insgesamt?
      Wer bezahlt eigentlich die hauseigene Universität der Menschenschindersekte?

      Fazit : Komm geh mich wech mit den 5 Milliarden Euro im Jahr als Verwaltungskosten. Wer das glaubt, der glaubt auch sicher, daß Zitronenfalter Zitronen falten.

      http://aufgewachter.wordpress.com/2014/02/06/die-verwaltungskosten-der-menschenschindersekte/

      • taspie says :

        @Aufgewachter:

        Mal schauen, wann der Bundesrechnungshof sich damit beschäftigt. Der hat Oberst Weise schon auf dem Kieker. 🙂

        Bei Scientology sind Schinderei und Ausbeutung zur Zeit wohl noch effizienter. Aber das kann sich ändern. So ein richtiges Unternehmen, das will schließlich weiter kommen. (Das bringt mich weiter)

        —-

        Und für alle, die es noch nicht kennen, hier die Dokumentationsstelle für das Unrecht der Menschenschindersekte:

        http://schindersliste.wordpress.com/

      • Aufgewachter says :

        @ taspie :

        Wow – was ne hammergeile Aktion mit der Internetseite http://schindersliste.wordpress.com/

        Wenn alle Menschen ihre Sanktionsbescheide aus dem BA Geschäftsjahr 2012-2013 einreichen würden, wäre die Verarbeitung durch einen manuellen Webmaster allein überhaupt nicht zu bewältigen.

        Aber darum geht es ja nicht, sondern um die Botschaft dahinter – ist schon klar –

  10. Burkhard Tomm-Bub says :

    Guten Tag!
    Jetzt ist es leider soweit! Die BA (Bundesanstalt für Arbeit) zeigt überdeutlich ihre Bereitschaft zur Diskussion, ihre Kritikfähigkeit, und ihre Fähigkeit zur konstruktiven Auseinandersetzung. NICHT.
    Dafür aber ihre Macht und Härte.
    Marcel hat u.a. auch Flugblätter zu meiner Aktion „JOBCENTER: Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!“ verteilt, dies wurde auch in seiner Abmahnung seinerzeit eigens erwähnt.
    Nicht nur von daher versichere ich ihm meine absolute Solidarität.
    MfG
    Burkhard Tomm – Bub, M.A.
    67063 Ludwigshafen
    Ex – Fallmanager

  11. Andreas Abels says :

    Marcel, alles Gute weiterhin, wir bleiben in Kontakt. 🙂

    Die Kündigung war ja abzusehen.

    ALLES Liebe,
    Andy.

  12. Burkhard Tomm-Bub says :

    Jetzt auch im Blog: Solidarität mit Marcel Kallwass ‪#‎kritischerkommilitone‬ ‪#‎HartzIV‬ ‪#‎jobcenter‬ http://t.co/nsjTSg0sHP

  13. Dennis82 says :

    Schade… aber dieser Schritt war leider absehbar und aus Sicht der BA auch zwingend; es muss wieder einmal ein Exempel statuiert werden, damit auch die zukünftigen Studenten wissen, dass sie sich nichts erlauben dürfen! Im Prinzip ist es eine Art „Sanktion“; auch um die, die noch dort arbeiten zu disziplinieren.

    Wie ich bereits schrieb – Menschen wie du werden systematisch und gezielt aussortiert. Erwünscht sind nun einmal nur unkritische Roboter, die einfach gehorsamst „ihre Arbeit“ tun.

    Halt uns auf dem Laufenden!

    • Aufgewachter says :

      Im Jobcenter im Flur sind zwei Garderobenhaken angebracht worden. Darüber ein Schild: „Nur für Fallmanager!“ Am nächsten Tag klebt ein Zettel drunter: „Aber man kann auch Mäntel daran aufhängen…“

  14. Alfred says :

    Den Kopf immer hoch, lieber Marcel und keine Bange! Wenn der BA-Besen weiterhin so eifrig kehrt, wie er bis jetzt tut, und nur ein paar Prozent aller Studenten und Mitarbeiter mehr aufbegehren, dürften sich die Sääle schon sehr bald merklich leeren. Das Problem würde sich quasi ganz von selbst lösen.

    Hier ein paar weitere Zeilen zur Aufmunterung:
    „Sich nach der unbegrenzten Verlängerung der vergangenen Dinge und nach der Herrschaft über die Menschen durch Einbalsamieren sehnen, den Dogmen, um die es schlecht bestellt ist, wieder Geltung verschaffen, die Schreine neu vergolden, die Klöster frisch verputzen, wieder den Segen über die Reliquiare sprechen, den Aberglauben sich nochmals einnisten lassen, dem Fanatismus zu neuem Leben verhelfen, das Bündnis zwischen Kirche und Säbel erneuern, den Mönchs- und Soldatenstand wiederherstellen, an das Heil der Gesellschaft durch die Vermehrung der Schmarotzer glauben, die Vergangenheit der Gegenwart aufzwingen, das mutet seltsam an.
    Es gibt indes Theoretiker für solche Theorien. Diese Männer, geistreiche Leute übrigens, haben ein ganz einfaches Verfahren. Sie versehen die Vergangenheit mit einem Anstrich, den sie Gesellschaftsordnung nennen, Recht von Gottes Gnaden, Moral, Familie, Ehrfurcht vor den Ahnen, uralte Machtvollkommenheit, heilige Überlieferung, Legitimität, Religion. Und sie rufen: „Schaut her, liebe Leute! Nehmt dies.“ Diese Logik war schon der Antike bekannt. Die Opferschauer wandten sie an. Sie rieben eine schwarze Färse mit Kreide ein und sagten: „Sie ist weiss.“
    …Aberglauben, Frömmelei, Scheinheiligkeit, Vorurteile, all diese Nachtgespenster hängen zäh am Leben, so spukhaft sie auch sind. Sie haben Zähne und Krallen in ihrem Dunst, und man muss sie am Kragen fassen, gegen sie Krieg führen, sie unablässig bekriegen, denn die Menschheit ist verhängnisvollerweise dazu verurteilt, ewig Phantome zu bekämpfen. Das Dunkel lässt sich nur schwer bei der Gurgel packen und zu Boden schlagen.“
    (Victor Hugo, aus „Die Elenden“ – meinem absoluten Lieblingsroman!!!)

    Alles, alles Liebe und Gute Ihnen!

  15. Der Souverän says :

    Gehen Sie nicht über Los. Begeben Sie sich sofort zu ihrem persönlichen FolterknechtIn.

  16. Unbequem says :

    So einer wolltest Du ja zum Glück nie werden, Marcel.

    „Der deutsche Amtsträger ist ein fundamentalistischer Glaubenskrieger. Er verfolgt, beraubt und tötet im Bedarfsfall von der herrschenden Lehre zum Feind erklärte Ungläubige. Seine Waffen sind Papier, das geschriebene Wort, ein Stempel und der unbeirrbare Glaube an seinen göttlichen Auftrag. Sein Sold ist die Immunität vor Strafe und ein Teil der Beute. Der Beförderung gilt sein irdisches Streben. In seinem Paradies wartet der Genuß der Pension.“ © Maria v. Boisse

    Quelle

    Ich wünschte mir nur wir hätten mehr junge Menschen wie Dich, die ihre Überzeugungen über ihre persönlichen Vorteile stellen, dann wäre mir um die Zukunft nicht so Bange.

    Auch wenn dieses Wort mittlerweile inflationäre Verbreitung findet, für mich bist Du der einzige authentische „Wistleblower“.

    Dein (Noch)Arbeitgeber glaubt einen taktischen Vorteil auf seiner Seite zu haben, da er davon ausgehen kann, dass Du einen Arbeitsgerichtsprozeß anstrebst und solange (und darüber hinaus) Stillschweigen wahren wirst, damit Dir keine prozessualen Nachteile entstehen.

    In der Sache wünsche ich Dir kompetenten Rechtsbeistand und für Deinen weiteren Weg nur das Beste.

    • André Marggraf says :

      Vielleicht auch strafrechtlich § 129 StGB (kriminelle Vereinigung)?

      • 5jahrehartz4 says :

        die schwurbeln sich aus allem raus, weil die Vorschriften vorschützen und über die Gesetze stellen. Bestes Beispiel: fragt mal einen Jobcenter SB nach der Gesetzesgrundlage – die schwurbeln von SGB II und nur das gilt, nichts anderes, kein SGB I (Beratungs- Informationspflicht § 13/14/15 und 10)

        ACHTUNG das folgende ist KEINE Rechtsberatung sondern Information unserer eigenen Schritte:
        Am besten den großen Hammer rausholen – GG Art. 1 SATZ 2 – dann noch Menschenrechte EU/UN – PLUS aller in Frage kommenden Straftaten und zusätzlich gegen (Noch)Unbekannt – auf dieser Basis Anzeige erstatten – und dann nach Einstellung Beschwerde und danach dann zum ICC in Den Haag
        So wird zumindest dokumentiert was in D los ist

  17. Th. von Orm says :

    So ist das heutzugage. Als Kind versuchen sie dir humane Massstäbe beizubringen, in der Schule wirste dafür ausgelacht, und als Erwachsener schadet es dir.
    Du bist nur konsequent und grade.

  18. Sledgehammer says :

    Herr Kallwass!

    Ohne Sie selbst zu kennen; Ihre Haltung nötigt Hochachtung ab.
    Bleiben Sie Ihrer Linie treu. Es braucht Menschen wie Sie.
    Es sind der „Systemzecken“ zu viele.

    Solidarische Grüße

  19. Mike says :

    Hallo Marcel, wenn es über allgemeine Medien und Öffentlichkeit, Unterschriften sammeln etc. hinaus durch gute Informationen gelänge, daß Vorsitzende und Vertreter des BA-Verwaltungsrates bei der BA-Geschäftsführung nachfragten, was da gegen Sie gelaufen ist, vielleicht noch flankiert durch Wissenschaftler des BA-Instituts, dann könnte das strategische Ziel, daß Sie dort abschließen können, erreicht werden. Good luck, meine-Adresse haben Sie ja, Gruß, Mike

    • 5jahrehartz4 says :

      Klaro, die wollen ihre Kohle sichern – siehe anderswo da ging es um Regresszahlungen wenn man keinen Arbeits/Knebelvertrag bei der BA unterschreibt
      1. Prüfung = abgeschlossene Ausbildung
      2. abgeschlossene Ausbildung = BA macht Arbeitsangebot am Nordpol in derbesten ARGE die sie haben (oder direkt beim BA Vorstand – schlimmer gehts immer)
      3. Ablehnung oder Nichtannahme = Ausbildungsvertrag nicht erfüllt
      4. BA Unverstand lässt die Korken knallen und schreibt eine dicke Rechnung für Ausbildung
      © by uns – darf nicht von der BA oder anderen Organisationen übernommen werden

  20. Die Meinungsfreiheit says :

    Meinungsfreiheit und Kritik ist üblicher*weise nicht erwünscht.

    Ich bin einer von den „Langzeitarbeitslosen“. Schon jetzt sehe ich keine Hoffnung mehr für mein zukünftiges Leben. Geschrieben, geredet und vor Gericht verhandelt habe ich schon genug – Widerstand ist zwecklos und man wird noch als „krank“ entmenschlicht. Wenn ich nicht mehr kann, werde ich mich umbringen, bevor man an mir die „üblichen“* Methoden anwendet.

    Suizid ist praktisch der einzige Ausweg für Langzeitarbeitslose.

    *faschistische/diktatorische

    • Ash-Li says :

      Ich bin auch Langzeitarbeitslose. Aber Suizid wäre für mich in keinem Fall ein Ausweg. Mein Leben und ich selbst liebe ich mehr. – Seien Sie stärker als diese Selbstmordergedanken oder gar -versuche. Es geht! Ich weiß es, weil ich es hinter mir habe.
      Viel Kraft dafür!

      • Die Meinungsfreiheit says :

        Weder liebe ich mein Leben noch mich – bei mir wird es keinen Versuch geben.
        Sie stecken in Ihrer Haut und seien sie froh darüber. Ich stecke in meiner Haut und das fühlt sich anders an.
        In meinem Umfeld haben sich schon vier Menschen das Leben genommen.

    • Humanist says :

      Hier möchte ich doch mal deutlich widersprechen.
      Suizid ist NICHT der einzige Ausweg für Langzeitarbeitslose.
      Auch wenn es sicher keinen Zweifel daran gibt, daß das Hartz-Regime diktatorische Züge trägt („jede Arbeit ist zumutbar“), hat das Leben zum Glück noch ein paar weitere Facetten.

      • Die Meinungsfreiheit says :

        Habe schon zuviele Facetten des Lebens kennengelernt. Mir wurde schon von vier unterschiedlichsten Personen in verschiedenen (höheren) Positionen gesagt, daß man mich (auch über Arbeitslosigkeit und Finanzmangel) zerstören wird. Das hat keine diktatorischen Züge. Das ist Terror. Mit starken Rückenproblemen bekomme ich keine Arbeit im Angestelltenverhältnis mehr. Suizid ist für mich persönlich der Ausweg – dazu hatte mir schon vor Jahren selbst ein Arzt meines Vertrauens geraten.

    • Selbstverwirklicher says :

      Da muß ich auch widersprechen. Ich bin selbst Langzeitarbeitsloser. Es ist zwar nicht immer einfach aber es gibt schlimmeres Leiden, z. B. sehr einschränkende Behinderungen, tödliche Krankheiten und Freiheitsentzug. Es geht ja auch nicht nur um Geld und das Materielle sondern auch um sinnvolles Tun, Anerkennung und soziale Kontakte.
      Die BA kann mir da ausser Angeboten bei Zeitarbeitsfirmen und Callcentern eine minderbezahlte Arbeit zu machen, die sonst niemand tun will, nicht viel anbieten.

      Kein Arbeitgeber will jemanden einstellen, der sich selbst für ungeeignet für den Job hält. Eine Nachfrage nach dem Vorhandensein eines Betriebsrats, das sich outen als „Linker“, eine Diskussion über den Mindestlohn beim Vorstellungsgespräch, tun da ein Übriges, um eine ungeliebte Tätigkeit
      nicht tun zu müsen. Natürlich gehört ein gewisses Selbstbewusstsein und auch Mut dazu, sich einem „Chef“ gegenüber so zu verhalten.

      Da mache ich doch lieber eine unbezahlte, selbstbestimmte Arbeit, die ich selbst als sinnvoll empfinde, z.B. anderen in Notlagen zu helfen, künstlerische Arbeit oder auch politische Arbeit, die sich gegen bestehenden Verhältnisse
      wehrt und versucht, diese zu ändern. Veränderungen gehen nicht so schnell aber einiges wurde ja auch schon erreicht.
      Immerhin leben wir nicht in einer Diktatur und haben gewisse Freiheiten unsere Meinung zu äußern.

      • Die Meinungsfreiheit says :

        Ich leide unter einschränkende körperliche Behinderungen. Menschen im Freiheitsentzug (Gefängnis) haben dafür zuvor andere geschädigt. Mich hat man bei illegalem Freiheitsentzug (Psychiatrie) erpresst und weiteres. Ein ehemaliger „schräger“ Bekannter meinte, daß Gefängnis rund 10 mal harmloser sei als Psychiatrie.
        Als Langzeitarbeitsloser sind viele soziale Kontakte weggebrochen. Anerkennung und sinnvolles tun hilft mir nicht, wenn das Geld fehlt. Leistung sollte sich lohnen. Die BA gibt mir keine Angebote. Die Maßnahmen, zu denen ich geschickt wurde, waren durchgehend mangelhaft.
        Für den Job, den ich erlernt habe, bin ich sehr geeignet. Arbeitgeber und Auftraggeber nutzen mich aber nur aus. Es ist wohl nur ein Versehen, weswegen mich jeder zweite über das Ohr hauen will. Selbst Gerichtsvergleiche werden nicht eingehalten.
        Beim letzten Arbeitsangebot der BA wurde mir vom Zeitarbeitgeber gesagt, daß der Lohn wirklich zu niedrig sei. Ich solle zudem arbeiten bis es (körperlich) nicht mehr geht – bis zum Zusammenbruch. Für den Lohn sollte ich noch Fahrdienst für andere Arbeitnehmer spielen. Das ist keine Demütigung sondern Sklaverei. Der Zeitarbeitgeber ist mittlerweile vom Markt per Gerichtsurteil verschwunden. Die Menschen hinter dem Zeitarbeitgeber leben immer noch und haben keine Strafen bekommen.
        Wir leben in einer Postdemokratie oder „weichen“ Diktatur, wo „weiße Folter“ und andere Maßnahmen die Menschen zwar nicht direkt töten, aber auf lange Sicht dasselbe Ziel haben. Es gibt in diesem Land genügend Leute, die sich an der Armut anderer regelrecht aufgeilen. Das ist alles gewollt.
        Menschen in Notlagen, denen ich half, nutzten mich danach aus; deswegen lasse ich es sein. Kunst und Politik ist denen vorbehalten, welche die nötigen Kontakte besitzen und dem herschenden System hörig sind (z.B. Küntler Gregor Schneider oder jeder Politiker der Einheitsparteien). Alle anderen werden entweder lächerlich gemacht oder mit ausgebeutet; mir persönlich im Bereich Kunst passiert.
        Solange die relativ unpolitische Masse der Bevölkerung vom Staat bzw. Staatsbediensteten mit Alkohol und illegalen Drogen versorgt/beruhigt/stillgelegt werden, wird es keine nennenwerten Änderungen geben. Politisches Engagement ist sinnloser als Demonstrationen.

      • isaacascii says :

        @Meinungsfreiheit:

        Knallharte Worte, die sich leider gut mit meiner Wahrnehmung der Welt decken und naja…ich warte nur noch auf meinen alten Hund und wenn dann kein Wunder geschehn ist, weiß ich nicht ob ich mich der Finsternis noch verwehren kann.

        Hoffnung kann ich momentan nur auch Menschen wie Marcel Kallwass schöpfen, die mit Scharfsinn auf die Missstände Aufmerksam machen.
        Ob das die Leute bei den Rotariern, Lions Club oder Schützenverein interessiert weiß ich nicht..

        Bedingungsloses Grundeinkommen und damit massive Veränderungen am System (z.B.: Versicherungswirtschaft) würden unser Leben auf einen Schlag lebenswert machen(bitte jetzt keine liebgemeinten Eso-Sprüche)…

        Mal sehen was die Zukunft bringt. =/

    • Anicea says :

      @ Meinungsfreiheit

      „Suizid ist praktisch der einzige Ausweg für Langzeitarbeitslose.“

      Das ist es, was die wollen, Menschen zermürben. Bei Ihnen, scheint es, haben die ihr Ziel erreicht?
      Offener Widerstand mag zwecklos sein, aber das sollte Sie nicht hindern, den inneren zu suchen. Der Gedanke, daß Sie dieses System jeden Monat ca.900 € kosten sollte Ihnen Kraft geben. Überdenken Sie Ihre Ansprüche an das Leben – an Ihr persönl.Leben.
      Sie haben mit vielen Ihren Einlassungen sicher recht, aber eines sollten Sie bedenken: NICHTS ist ewig, auch wenn es zur Zeit aussichtslos erscheint, die eigene Lage zu verbessern.
      Fassen Sie Mut und Kraft und schmeißen Sie Ihr Leben nicht weg, weil es faschistoiden Bonzen gerade recht wäre!
      Denken Sie über Ihren eigenen Wert nach, der nicht davon abhängt, ob Sie irgendwo auf der Gehaltsliste stehen.
      Seien Sie neugierig auf das, was da noch kommt – auch wenn es dauert.
      Das Leben ist mehr, als sich der Ideologie einer Herrscherkaste zur Verwertung freizugeben.

      • Selbstverwirklicher says :

        Anicea Sie sprechen mir aus dem Herzen!

      • Alfred says :

        Mein Gott, versteht Ihr das nicht? Das sind lauter verzweifelte Hilfeschreie!

      • Andreas Abels says :

        Zitat: „Denken Sie über Ihren eigenen Wert nach, der nicht davon abhängt, ob Sie irgendwo auf der Gehaltsliste stehen.“

        Das ist das Entscheidenste überhaupt. Uns Erdenmenschen hat man über Jahrtausende eingeredet, dass unser eigener WERT von Leistung/Arbeit/Anerkennung abhängt, aber das ist definitiv eine große Lüge, die größte Lüge überhaupt.

        ALLE Menschen sind gleich-wertig, egal, was sie tun oder sind.

        Und darum, lieber „Meinungsfreiheit“, gehen Sie bitte in sich, horchen Sie in sich hinein und zeigen Sie den Herrschenden dieser Welt, dass Sie es WERT sind, hier auf Erden zu leben.
        Sie müssen für Ihren Wert Nichts TUN!

    • Anette Schloupt says :

      Die BA gewinnen lassen?
      Nein so viel Einfluß darf man ihnen nicht gönnen, dass Leben ist viel zu wertvoll, als dass man sich von diesen Gesetzesbrechern unter kriegen lässt!
      Deshalb, wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat verloren!

      @Meinungsfreiheit,

      der Kampf beginnt doch erst, nicht der Persönliche, sonder der Reinigende!

      • Christel T. says :

        Also ich werde hundert Jahre alt. Weil ich sehe, und weil das Jobcenter mich stets daran erinnert, daß schon meine Existenz stört.
        Also, einatmen, ausatmen, das ist schon Widerstand!

    • André Marggraf says :

      @die Meinungsfreiheit: Nein! Nicht sich selbst als „Überflüssiger“ wegräumen! Warte wenigstens noch ein „Weilchen“.
      Vorgestern habe ich vom Bundesverfassungsgericht ein Aktenzeichen für meine Verfassungsbeschwerde (Eingang 17.01.14) erhalten wg. meiner (unserer) Grundrechtsverletzungen im Hinblick der Artikel 1, 3, 12, 20 GG wg. §§ 31 ff. SGB II (Sanktionen); nicht, daß ich Illusionen hege und die Zeit noch reicht, aber: Ich habe es versucht, weil bisher kein Richter eines Sozialgerichts eine RICHTERVORLAGE an das BVerfG verwiesen hat oder wollte…

    • Christel T. says :

      Ja ja, Widerstand ist zwecklos. Diese Clowns wären gerne die Borg, und bedenken nicht: Selbst die Original-Borg aus der maßgeblichen Serie VERLIEREN JEDES MAL!!!

    • Kaleva says :

      Tun Sie denen nicht noch DEN Gefallen. Wenn Sie weiterleben, sind sie wenigstens noch ein für die ärgerlicher Kostenfaktor. Klingt zynisch, ich weiß.

  21. Mein Über-Ich says :

    Beglückwünschen kann ich Marcel zu der Entwicklung nicht, aber das selbstlose Eingehen des Risikos aus Überzeugung verdient Bewunderung.

    Was da vom Personalchef Kühn berichtet wird, klingt so, als ob dieser am liebsten Leibeigene unter sich hätte. Konventionalstrafe zur Abschreckung gegen Insubordination als versteckte Studiengebühren und Erpressungsmittel in einem – ich formuliere mal anders: „Freiheit nur für Reiche!“

    Der Mannheimer Morgen hat dieses Mal Information statt Hetze zu bieten – ein kleiner Fortschritt:
    http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/1.1381356

    • 5jahrehartz4 says :

      1. Artikel geteilt
      2. zum Deutschen sagte Weizsäcker:
      „C.F. von Weizsäcker sagte vor 25 Jahren“, so führt Dr. C.P. Dorian weiter aus, „dass sein Buch… von der Bevölkerung nicht verstanden würde, und die Dinge somit ihren Lauf nähmen! Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt: Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage! Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was zu verteidigen lohnt. Wenn er aus dem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das, was ihm noch helfen könnte. http://www.buergermeinungen.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=6&id=10923&Itemid=183

  22. Gode says :

    Das die BA nur Machienen Ausspuckt die gerade soweit denken können wie es der Arbeitgeber braucht sollte jedem klar sein. Eine echte Bildung nach humanistischen Prinzipien erhält man eben nur auf einer Universität. Schön dass Sie dieses System nun auch entlarvt haben. Meiner Meinung nach sollten alle Studierenden einer wahren Universität sich aktiv gegen die Gleichsetzung der Abschlüsse mit denen von BA’s und Fachhochschulen wehren. Schon schlimm genung dass diejenigen mit einem echten Abitur gegenüber denen mit einem flachen Fachgebundenen benachteiligt werden (bsp. Benotung oder Abschlussprüfung). Aber dies wird sich immer weiter fortsetzen. Bildung ist heute leider nur soweit gewollt als das diese zum Befehle erhalten genügt.

    Für die Freiheit im Denken und im Wort! Kämpfen Sie weiter!

  23. Kommilitonekritiker says :

    Ein Pazifist schlägt die Offizierslaufbahn ein und will als Offiziersanwärter seinen Arbeitgeber entmilitarisieren.
    Ein Vegetarier macht eine Metzgerausbildung und fordert von seinem Lehrherren die Einführung fleischfreier Produkte.

    • Ash-Li says :

      …wenn’s hilft, warum nicht, Kommilitonenkritikler‘?!
      Was tun denn Sie gegen dieses Schandsystem?
      (Damit meine ich das ungerechte weltweite System, wo die BA nur ein verschwindend kleiner Teil davon ist!)

      • Kommilitonenkritiker says :

        Das ist die Frage: Was möchte ich? Will ich das System verändern bzw. verbessern oder aber möchte ich es abschaffen und durch ein anderes ersetzen? Im letzteren Fall kann ich nicht erwarten, dass die Hand, die mich füttert, weil mein Arbeitgeber ist, mich (weiter-)beschäftigt und/oder -ausbildet, wenn ich sie beiße. Drehen wir den Spieß herum, Ash-Li, was würden Sie mit einem Auszubildenden machen, der gegen Ihr System revoltieren würde, weil er es für ein „Schandsystem“ hält?
        Ich denke, dass die Bundesagentur nichts gegen einen Auszubildenden/Mitarbeiter hat, der Veränderungen durch Verbesserungen anstrebt und propagiert.

      • Dennis82 says :

        @Kritiker: Die Hand, die Marcel fütterte, war letzlich das Volk; der demokratische Souverän! Und nicht der bürokratische, die Interessen der Mehrheit ignorierende, politisch handelnde, der Regierung und besonders den Interessen einer kleinen Minderheit dienende „Dienstherr“; hier in „Person“ der BA.

        „Systeme“ kann man nun einmal am besten von innen heraus verändern. Die Neoliberalen haben dies erkannt, sich den an sich ja verhassten Staat Untertan und Zunutze gemacht. Nahezu Alles mit betriebswirtschaftlichen Strukturen verseucht. Und alle wichtigen Stellen werden mit Menschen besetzt, die aus Opportunismus, Angst oder Überzeugung die Idee des demokratischen, sozialen Staates letzlich nur noch pervertieren. Marcel hat also in der Tat eine Hand gebissen – aber es war letzlich nur die eines nicht legitimen Handlangers. Marcel wollte ja auch nicht die BA „abschaffen“ – er wollte von innen heraus die dort Tätigen zu einem menschlicheren, dem GG entsprechenden Weg führen. Einfach nur darüber diskutieren, ob der gegenwärtige Weg nicht ein falscher ist. Er hat anhand realer Tatsachen die offensichtliche Illegitimität der Bürokratie aufgezeigt – und bekam dafür die Quittung.

        Es sollte für eine Demokratie selbstverständlich sein, dass gerade auch innerhalb von Behörden demokratische Prinzipien herrschen; insbesondere ein Pluralismus diverser Meinungen gefördert wird. Beamte leisten einen Eid auf das GG, verpflichten sich ausdrücklich, dem Wohle des Volkes zu dienen. Wenn aber selbst ein einer verwaltungsinternen „Hochschule“ wegen der Angst vor Konsequenzen nicht mehr über richtig oder falsch gestritten werden darf – dann haben wir die Demokratie schlicht und ergreifend hinter uns gelassen!

        Wie es endete, wie effektiv ein unkritischer bürokratischer Apparat arbeiten kann, sah man hier in den 30er-40er Jahren. Oder aktuell in den NSA, pardon, USA.

    • Aufgewachter says :

      @ Kommilitonekritiker :

      Ihre beiden Witze gefallen mir sehr. Hier kommen meine beiden!

      Zwei Fallmanager schlagen ihre Beamtenlaufbahn ein und kurz nach der Veröffentlichung der Jobcenter-Telefonlisten durch die Piratenpartei treffen sich zwei Fallmanager auf dem Flur. Sagt der eine : “Na kannste auch nicht schlafen?” Sein Kollege : “Jau, das Telefon läutet ständig.”

      Eine Fallmanagerin, ein Agenturleiter eines Jobcenters und eine Pressesprecherin der Bundesagentur für Arbeit hängen am Lügendetektor (einmal piep=wahr; mehrmals piepen=falsch).

      Fallmanagerin: „Ich denke, ich habe eine überdurchschnittliche Sanktionsquote erwirtschaftet.“

      „Piep!“

      Agenturleiter: “Ich denke ich werde die Prämie für das Erreichen der Zielvereinbarungen der Sanktionsquote diesen Monat erhalten.”

      „Piep!“

      Pressesprecherin der Agentur für Arbeit: „Ich denke …“

      „Piep! Piep! Piep!“

    • Jenny says :

      Genau — er sollte lieber werden: Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht oder Soziale Arbeit studieren und dann Streetworking. Passt besser. So ein Sesselfurzer Job für einen totalitär-kapitalistischen Überwachungs- und Sanktionsstaat ist nicht für jeden geeignet.

      • Unbequem says :

        Genau — er sollte lieber werden: Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht oder Soziale Arbeit studieren und dann Streetworking.

        Liebe Jenny, Deine Vorschläge sind sicher gut gemeint, aber in unserem bestehenden System… leider zu kurz gesprungen. Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht, zurzeit sicher eine boomende Branche. Na, finde den Fehler.

        Sicher gibt es auch hier kompetente und engagierte Vertreter ihrer Zunft, aber die überwiegende Mehrheit wird sich sicher nicht zu weit aus dem Fenster lehnen… wer schaufelt sich selbst eine sprudelnde Geldquelle zu?

        Wir dürfen nicht vergessen, auch Anwälte sind nicht frei von Zwängen und somit unterliegen auch sie, jeweils politisch gewollten Strömungen. Wenn sie sich dem versuchen zu wiedersetzen, kann es sehr schnell vorbei sein mit der Zulassung zum Rechtsanwalt.

        Mehr darüber hier: Kammerzwang

        Genausowenig wie heute noch irgend jemand dem „Banker seines Vertrauens“ glauben würde, sollte man das Wort Vertrauen auch bei Anwälten spärlich gebrauchen.
        Auch die zahlen ihre Rechnungen nicht mittels Überzeugungen auf Recht und Gesetz, sondern mit Euro.

      • Aufgewachter says :

        @ Jenny :

        Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht in einem US-besetzen Land ohne Friedensvertrag, ohne eine vom Volk verfassten Verfassung?

        Wo wird denn Recht nach dem Grundgesetz gesprochen? Wo bleibt denn das Bundesarbeitsgericht in Erfurt mit seiner schon längst überfälligen Entscheidung in Gestalt eines Urteils oder Beschlusses die Leiharbeiter nicht schlechter, als die Stammbelegschaft zu stellen?

        Du gibst dem Marcel ja tolle Tipps. Als Berufsberaterin würdest Du jedenfalls verhungern!

    • Christel T. says :

      Oooooooh, jetzt sind mir aber fast die Tränen gekommen!

    • taspie says :

      „Ein Pazifist schlägt die Offizierslaufbahn ein und
      will als Offiziersanwärter seinen Arbeitgeber entmilitarisieren.
      Ein Vegetarier macht eine Metzgerausbildung und fordert von
      seinem Lehrherren die Einführung fleischfreier Produkte.“

      Metzger und Soldaten. Schlachten und Krieg führen.

      Ich denke, diese intuitiv gewählten Beispiele verdeutlichen noch einmal sehr schön das Selbstverständnis der Sanktionskrieger in BA und Jobcentern.

      Leider zeigen sie auch die Rolle, die unsere asozialen Eliten den Arbeitslosen im Hartz-System zugedacht haben: Schlachtvieh und Feind.

    • Kaleva says :

      @Kritiker: Wenn alle so denken würden wie Sie, würden wir noch auf den Bäumen sitzen und uns gegenseitig mit Bananen bewerfen.

    • Christel T. says :

      Wie oft wurde dieser Blödsinn hier und anderswo schon gespammt?
      Nichts anderes drauf als diese Scheißhausparolen?
      Die Befürworter von Sanktionen sind doch der beste Beweis, daß der Mist abgeschafft gehört.
      Für dieses Niveau Steuermittel auszugeben, während Menschen hungern, frieren, keine medizinische Versorgung haben etc., ist eine solche Zumutung. Für den Steuerzahler und die Allgemeinheit.

  24. Anicea says :

    Meine Hochachtung für Ihre Courage!
    Sie können sich dafür im Moment nix kaufen und aller Zuspruch wird Ihre jetzige Situation um nichts verbessern, aber ich bin sicher, diese Kündigung, die jetzt so bitter erscheint und erstmal verarbeitet werden muß, wird sich noch als die bessere Variante erweisen!

    Danke für Ihr Engagement und Ihren Mut!

    liebe Grüße

    • Ash-Li says :

      @Kommilitonekritiker
      In diese Lage würde ich gar nicht erst kommen! Denn ich habe nix am Hut mit diesem System. Ich nutze es nur, um – auf meine Art und Weise – es zu verändern, abzuschaffen oder was auch immer.

      • Kommilitonenkritiker says :

        Dennis82 says : January 30, 2014 at 5:03 pm: „Die Hand, die Marcel fütterte, war letzlich das Volk; der demokratische Souverän!“
        Das ist korrekt, aber haben Sie das Volk gefragt, was es möchte?

        Ash-Li says : January 30, 2014 at 5:14 pm: „In diese Lage würde ich gar nicht erst kommen! Denn ich habe nix am Hut mit diesem System.“
        Ich wollte wissen, was Sie mit jemanden tun würden, der gegen Ihr Traumsystem revoltieren würde.

      • Alfred says :

        „Drehen wir den Spieß herum, Ash-Li, was würden Sie mit einem Auszubildenden machen, der gegen Ihr System revoltieren würde, weil er es für ein “Schandsystem” hält?“

        Na, an die Wand stellen und erschiessen! Bitte denken Sie einmal über Ihren Ordnungssinn nach!
        Die BA hat sich so vieles selbst zuzuschreiben! Und ich würde mich weniger fragen,was ich mit jenem im Beispiel angeführten Auszubildenden für sadistische Strafen auszukosten die Macht habe, als über jene schlimmen Folgen, die ich damit möglicherweise über mich selbst verhänge, innerliche wie äusserliche. Noch davor aber würde ich mich fragen: Ist an den Kritiken nicht etwas Wahres dran?, mir im Falle dass ich dies verneine, selbst das ungleiche Machtverhältnis vor Augen führen und das Alter des (meist jungen) Mannes (oder Frau) bedenken. Darum geht’s letztendlich: jeder ist für sich selbst verantwortlich.
        Es erübrigt sich da ganz, auf den Grundgesetz-Paragraphen rumzukauen.

      • Dennis82 says :

        @KKKritiker: Haben Sie „es“ denn gefragt, was es (nicht) möchte? Cui bono; wem nützt die gegenwärtige Politik gegen Arbeitslose, die von der BA vollstreckt wird denn eigentlich?

        Niemand wird angesichts der Art und Weise, wie er als Arbeitsloser gegenwärtig von Seiten der Behörden „behandelt“ wird zum Schluss kommen, er sei damit wunschlos glücklich…!

        Ihre Aussagen zeugen einzig von einer typischen Untertanenmentalität. In Ihrem Falle hat die Behörde letztlich immer Recht. Aus dem einzigen Grund, dass diese eben Behörde ist…

      • Aufgewachter says :

        @Kommilitonekritiker

        Und nicht vergessen! / Fallmanager sind auch nur Transferleistungsempfänger

        Eine Personaldienstleistung schickt einen Mitarbeiter als Fallmanager zum Jobcenter zum Vorstellungsgespräch. Das Gespräch beim Personalleiter verläuft positiv: Arbeitszeit von 07:00 bis 16:00 Uhr, leichte Arbeit, 35 h-Woche, 35 Tage Urlaub. Der angehende Fallmanager wird angestellt. Anschließend wird er noch dem Betriebsarzt vorgestellt. Er sagt, dass er dem Personalchef etwas verschwiegen habe: Er habe keine Hoden mehr. Der Betriebsrat meint darauf, das mache gar nichts, er brauche dann sogar erst um 09:00 Uhr anzufangen. Auf die Frage weshalb, sagt der Betriebsrat des Jobcenters: “Von 07:00 bis 09:00 Uhr schaukeln wir uns hier nämlich die Eier…”

      • Ash-Li says :

        @Kommilitonenkritiker
        Gespräche, Gespräche, Gespräche – und zwar auf Augenhöhe und mit Toleranz und Respekt!
        Immer wissend, dass mein Gegenüber ein Teil von mir ist und umgedreht.

  25. Andreas Abels says :

    @Kommilitonenkritiker

    Zitat: „Ich denke, dass die Bundesagentur nichts gegen einen Auszubildenden/Mitarbeiter hat, der Veränderungen durch Verbesserungen anstrebt und propagiert.“

    Ich denke, da irren Sie gewaltig, denn (zumindest) die Führungsrige der BA will an ihrem System (welches ihnen Macht über die Menschen gibt) festhalten, es hat ja gar kein Interesse an tiefen Veränderungen des Systems; zumindest nicht an Veränderungen, die dem Grundgesetz und damit wirklich der Menschenwürde entsprechen.

    Denn hätte die BA (genauso wie die Regierung) Interesse daran, hätten Sie doch längst tiefe Veränderungen vorgenommen, z.b. die Sanktionspraxis abgeschafft.
    Das herrschende System will nichts ändern, solange die Veränderungen ihnen die Macht über die Menschen entziehen wollen.

    So wird also Widerstand zur Pflicht, wenn Unrecht zu Recht wird (hat irgendein berühmeter Mann mal gesagt).

    Und da wir als „Bürger“ ALLE Teil dieses Systems sind, kann dieser Widerstand auch nur von INNEN kommen, also vom Inneren des Systems. Die BA kann man auch nicht mit einem privatwirtschaftlichen Arbeitgeber vergleichen, denn die BA ist immer noch eine Behörde, die im Sinne der Menschenwürde und des Grundgesetzes zu handeln hat.
    Und genau daran werden wir Kritiker und Widerständler die BA immer wieder erinnern.

  26. Burkhard Tomm-Bub says :

    … und, btw. noch mal, – was ich erleben durfte ist natürlich ein Nichts gegen das was Norbert, Inge und eben Marcel Kallwass mitmachen.
    Bei mir gab es ja zunächst nur eine schriftliche Ankündigung eventueller „arbeitsrechtlicher Maßnahmen“ …
    Interessant dabei allerdings, dass man sich zu derlei überhaupt bemüßigt fühlt, nachdem es nun doch auch schon ca. 2 Jahre her ist, seitdem man mich unsanft aus dem jobcenter drängte – das verfolgt mich also bis zum ehemals „entsendenden Arbeitgeber“ …
    Einige Details sind hier zu sehen (etwas runter scrollen):
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/warum-nicht-mehr-im-jobcenter.html
    MfG
    Burkhard Tomm – Bub, M.A.
    Ex – Fallmanager

  27. Jenny says :

    War ja klar das man bei denen irgendwann rausfliegt. Kritik ist in der DDR 2.0 nunmal nicht erwünscht und so wie in den Medien überall gelogen wird („Fachkräftemangel“) sind wir nunmal in der DDR 2.0 gelandet. Man muss sich halbwegs mit dem System arrangieren, wenn man finanziell nicht untergehen will. Ich rate Dir dazu Dir schnellstens einen Studiengang zu suchen und studieren zu gehen. Auf keinen Fall sowas wie Politikwissenschaften, damit wird man nur arbeitslos, das muss schon was Handfestes sein.

  28. Ali says :

    @KommilitonenKritiker: ENDLICH, sagt jemand mal so wie’s ist! (:

  29. ro says :

    Hallo Marcel,

    super – es war mutig, mit den Dingen, die bei der Bundesagentur f. Arbeit (BA) ablaufen, an die Öffentlichkeit zu gehen, auch wenn es jetzt bedeutet, die Ausbildung nicht abschließen zu können.

    Ich denke aber, dass das einkalkuliert war. Kritik passt nun mal nicht in das „Möchte-Gern-Bild“ der BA. Da nun alle wisen, wie man mit kritischen Studenten (und Mitarbeitern) umgeht, werden sich wohl andere überlegen, anstatt etwas zu sagen besser ihren Mund zu halten.
    Machtausübung, indem man jemand Angst macht und durch „wer kritisiert kann gehen“. Ist das Deutschland 2014? Warum werden dann die Schüler in den Schulen zu kritikfähigen Menschen erzogen, wenn diese Kritik, die auch konstruktiv genutzt werden könnte, später nicht (mehr) erwünscht ist?

    Alles Gute für Dich – lass Dich nicht unterkriegen.

  30. Unbequem says :

    Ash-Li, was würden Sie mit einem Auszubildenden machen, der gegen Ihr System revoltieren würde, weil er es für ein “Schandsystem” hält?

    Kommilitonenkritiker, dein Denkansatz ist schon falsch. Die BA ist formal kein Wirtschaftsunternehmen sondern eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts und untersteht dem Bund. Die Bediensteten der BA sind nach erfolgreicher Ausbildung folgerichtig Beamte im Staatsdienst und keine Arbeitnehmer eines Unternehmens.

    Sie dienen dem Staat, somit auch Dir und mir und nicht der BA. Sie leisten ihren Diensteid auf unsere Verfassung, nicht auf die Institution BA.

    Das wird in Diskussionen immer wieder gerne vergessen. Es geht hier nicht um Loyalität gegenüber einem Arbeitgeber, um das verteidigen eines politisch gewollten – aber verfassungsfeindlichen – Systems. Der/Die Beamte ist nur seinem Gewissen und seinem Diensteid gegenüber verpflichtet. Er sollte eigentlich der Hüter unserer Verfassung sein, unabhängig von jeweiligen politischen Strömungen, die ihren Einzug in die Gesetzgebung halten.

    Aus gutem Grund haben die Väter unseres Grundgesetzes eine sog. Ewigkeitsklausel im Grundgesetz verankert. In Art. 79 Abs. 3 GG steht:

    „Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.“

    Seit dem 8. Mai 1949 gibt es für Beamte oder Angestelle im öffentlichen Dienst keine Ausrede mehr, vonwegen: „Ich handle nur nach geltendem Recht“ oder „Das ist die Gesetzeslage“ etc. Ganz im Gegenteil, in Art. 20 Abs. 4 GG ist ganz klar geregelt was zu tun ist, wenn unsere Verfassung in Gefahr ist.

    Hut ab vor Marcel, der sich mit seiner Haltung ganz eindeutig zu unserer aller Verfassung bekannt hat und sich als ein wahrer „Staatsdiener“ erwiesen hat!

    • 5jahrehartz4 says :

      ‚Isssssch bin keen Beamder‘ das ist die übliche Ausrede wenn man diese Typen auf ihren Status anspricht und fühlen sich sicher!
      Doch wenn wir ihnen das Wort ‚Amtsträger‘ um die Ohren hauen, dann werden sie manchmal kreideweiß – denn der Staus ‚gGmbH‘ bringt keine Sicherheit.

      Auszug aus WikiPedia http://de.wikipedia.org/wiki/Amtstr%C3%A4ger
      Amtsträger sind Personen, für die im deutschen Recht besondere straf- und haftungsrechtliche Regelungen gelten. ……………..Damit können auch bei Privatrechtssubjekten tätige Personen, soweit sie organisatorisch an eine Behörde oder Körperschaft des öffentlichen Rechts angebunden sind, Amtsträger sein. ………..

      • CH says :

        Seit der Gründung der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit im Jahre 2006 gibt es keine Beamtenlaufbahnen mehr, d.h. die Absolventen sind alle Arbeitnehmer bzw. Angestellte bei der Bundesagentur für Arbeit, keine Beamten.

        Es gab hier eine Vorläuferhochschule, die hat noch in die Beamtenlaufbahn ausgebildet.

        Zum Thema Grundgesetz: Gibt es ein Urteil des Bunderverfassungsgerichts das Sanktionen verbietet oder für grundgesetzwidrig erklärt hat? Wenn nein handeln die Angestellten und Beamten der Arbeitsagenturen ganz klar nach geltendem Recht. Dies kann natürlich vom eigenen Unrechtsbewusstsein und den Moralvorstellungen abweichen, nichtsdestotrotz ist es geltendes Recht.

      • Christel T. says :

        Ein Bericht im Spiegel, sehr lesenswert:
        Wir spielen Unternehmen
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-102241631.html

        Wäre die BA wirklich ein Unternehmen, was an einem Markt gegen Konkurrenz bestehen muß, wäre sie seit ihrem Bestehen schon pleite.
        Sie ist aber kein Unternehmen, und kann sich deswegen zu Lasten der Allgemeinheit aus Steuermitteln durchschnorren und jede Kritik ignorieren.

      • 5jahrehartz4 says :

        Danke für Link zum Artikel – da sieht man wieder, wie taub die sind, die müssten ja vor Dummheit schreien 🙂

        Zur Qualifikation ist zu empfehlen:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Frank-J%C3%BCrgen_Weise
        Zitat Er ist Mitglied der CDU und des Kuratoriums von ProChrist, einem dem CVJM nahestehenden Verein und Organisator von Massenevangelisationen. Zitatende

        Am Ende sind wir schon in die BA Sekte integriert 😉 Haben Sekten so an sich, die Oberen schwelgen, der Rest schuftet und wird gequält.

      • Christel T. says :

        Uuups, der Wikipedia-Artikel zu Herrn Weise läßt das Militärische ein wenig zu doll in den Hintergrund treten.
        Hier im Interview über die Militarisierung der Arbeitsmarktpolitik:
        http://www.wiwo.de/erfolg/management/frank-juergen-weise-mit-basisdemokratie-hat-man-keinen-erfolg-seite-all/8418246-all.html

        Der Mann ist jetzt auch vdLs Berater in deren neuem Ressort, während die Bundeswehr zunehmend in die Kritik gerät wg. KINDERSOLDATEN.
        http://www.neues-deutschland.de/artikel/921889.html

        Eine angestrebte Karriere beim Bund ist halt gerade bei den jungen Leuten immer gerne gesehen, während eine zivile, normale Ausbildung auch schon mal gerne vom Jobcenter torpediert wird…

  31. Burkhard Tomm-Bub (@BukTomBloch) says :

    Guten Tag,
    zunächst möchte ich mal ein Beispiel von weiter oben zitieren, welches garantiert niemand weiter bringt:
    (Zitat):
    “ … Aufgewachter says : January 31, 2014 at 12:50 am
    @Kommilitonekritiker

    Und nicht vergessen! / Fallmanager sind auch nur Transferleistungsempfänger

    Eine Personaldienstleistung schickt einen Mitarbeiter als Fallmanager zum Jobcenter zum Vorstellungsgespräch. Das Gespräch beim Personalleiter verläuft positiv: Arbeitszeit von 07:00 bis 16:00 Uhr, leichte Arbeit, 35 h-Woche, 35 Tage Urlaub. Der angehende Fallmanager wird angestellt. Anschließend wird er noch dem Betriebsarzt vorgestellt. Er sagt, dass er dem Personalchef etwas verschwiegen habe: Er habe keine Hoden mehr. Der Betriebsrat meint darauf, das mache gar nichts, er brauche dann sogar erst um 09:00 Uhr anzufangen. Auf die Frage weshalb, sagt der Betriebsrat des Jobcenters: “Von 07:00 bis 09:00 Uhr schaukeln wir uns hier nämlich die Eier…” …“

    Angestellte haben eine 39,- Stunden Woche, Beamte im jobcenter 40.
    Wie leicht eine Arbeit sein kann, die mal mit „ca. 75 Fällen“ definitiv angekündigt war und aber regelmäßig und durchgehend aus 300 – 400 und mehr Fällen besteht, ist auch eine Frage.
    Dies unter der zwangsweisen Anwendung einer aberwitzigen EDV und Dokumentationspflicht, unter dem Druck und wachsenden Controlling der Vorgesetzten.
    Urlaubsanspruch kurz vor dem Rausgedrängtwerden hatte ich tatsächlich 35 Tage – das hatte aber nur damit zu tun, dass ich ein alter Mann bin und Schwerbehinderter (Krebs). Würde da gerne tauschen und wieder weniger als 30 Tage haben, wie die anderen, wirklich!
    Zudem werden zunehmend berufsfremde Menschen angeheuert, in Teilzeit mit mehreren aufeinander folgenden Zeitverträgen, junge Leute, Alleinerziehende, u.ä. …
    Simple Feindbilder sind etwas feines. Sie erleichtern das Leben.
    Nur der Sache: der dienen sie nicht!

    +++

    Anderes Thema: Verfassungsmäßigkeit. Nach bestem Wissen.
    Im Bundesverfassungsgerichtsurteil von 2010 zu den Regelsätzen wurde in den Randziffern 133 ff. IMHO klar signalisiert, dass Sanktionen in der heutigen Form verfassungswidrig sind.
    LEIDER – gibt es aber noch kein eigenständiges Urteil dazu.

    MfG
    Burkhard Tomm – Bub, M.A.
    Ex – Fallmanager

  32. Burkhard Tomm-Bub (@BukTomBloch) says :

    Guten Tag Marcel!
    Zu Deiner Veranstaltung im Forum demnächst!
    Man soll sich ja nicht selbst zu etwas einladen. Aber anbieten kann ich es (mal wieder): ich nehme gern auch an vorderster Front teil, also aktiv. Die Androhung meines Arbeitgebers hinsichtlich “arbeitsrechtlicher Maßnahmen” ermuntert mich da eher! Bei Interesse also gern melden.
    MfG
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.
    67063 Ludwigshafen
    Ex – Fallmanager im jobcenter –

    • Alfred says :

      An alle diejenigen, die Marcel Kallwass Meinungsmache und blinden Aktionismus vorwerfen (auf die Gefahr hin, dass mein Appell ins Leere läuft):

      Vorweggenommen sei zunächst, dass die BA Herrn Kallwass rausgeschmissen, also der Tür verwiesen hat. Das ist auf jeden Fall kein ARGUMENT, so weit gehen wir doch wohl konform.
      Im Übrigen hat die Bundesagentur für Arbeit hierfür keinerlei echte Rechtsgrundlage. Derr Herr im Hause darf einen ungebetenen, störenden Gast oder Eindringling sehr wohl rabiat hinausbefördern, – aber die BA ist nicht „Herr im Hause“. Vielmehr ist sie dem Wohle der Allgemeinheit, des deutschen Volkes verpflichtet.
      Auf der einen Seite ein junger, kritkfähiger Geist, auf der anderen Seite lauter gestandene Damen und Herren, (die den Rausschmiss mitzuverantworten haben). Na, so einen sollte man doch wohl aushalten können, oder etwa nicht?
      Im Übrigen hat die BA seit längerem eine Werbekampagne geschaltet des reisserischen Titels: „Das bringt uns weiter“, ganz wie ein Automobil-, oder Handyfabrikant. Welch ein schönes Bonbon! Verzeihung, aber das, DAS ist Populismus, das ist Stimmungsmache, oder wie sonst sollte man es nennen? -Ich verweise auf obiges „Wohl der Allgemeinheit“.

      Ich habe, so viel Aufwand ich auch betrieben und Mühen dahinein investiert habe, etwas „Verirrtes“, wohl gar „Fanatisches“ aus den zugrundeliegenden Schriftstücken des für diese Seite verantwortlichen Autoren (falls mir gestattet ist es etwas auszuschmücken) herauszulesen, beim besten Willen nichts derlei erkennen könne, auch selbst nicht ansatzweise. Vielmehr spricht ein immer klarer, klar sich positionierender Geist hier heraus, der persönliche Beleidigungen oder Schmähungen strikt vermeidet, wie das sein sollte.

      Auch wenn man gewisse im Internet kursierende Tondokumente mit der Stimme des Betreffenden heranzieht, klingen da nirgends irgendwelche überhasteten, unsicheren oder selbstverliebten Töne an, nichts, was auf Unsachlichkeit hinweisen könnte. Eine ruhige Stimme, eine gewählte Sprech-, eine in sich logisch konsistente und geschlossene Argumentationsweise.
      Man sollte hierzu auch bedenken, dass solche wirklich bodenständigen Personen (mit einer Menge Erfahrung im Amt) wie Inge Hannemann anderenfalls nie und nimmer sich solidarisch mit ihm zusammenschliessen würden, wie es ja offenbar geschieht.

      Schon aus diesem Grund kann ich mich der Meinung einiger Kritiker (gehen wir einmal davon aus, dass ihre Kritik aufrichtig gemeint ist) einfach nicht anschliessen. Die Thesen von „Ich-möchte-gern-anonym-bleiben“, obgleich schon auf den ersten Blick abstrus bis zur Haarsträubigkeit habe ich dennoch mit der mir möglichen Sachlichkeit Punkt für Punkt abgearbeitet und widerlegt. Viel mehr kam da bislang nicht.

      Auch aus der eigenen Erfahrung eines Erwerbslosen (also die andere Seite) kann ich das durch M. Kallwass zum Besten Gegebene nur vollauf bestätigen, so weit diese reicht – und ich würde auch dafür einen Eid ablegen, wenn es denn sein müsste. In einer „meiner“ Massnahmen hat einer der Anleiter, der sich offenbar ziemlich sicher in seiner Haut fühlte, einmal „reinen Wein eingeschenkt“, wie das sei mit den Missbräuchen und dass „wir“, die Arbeitslosen bzw. Massnehmenden, besser erst nichts dagegen zu unternehmen versuchten. Mit derartigen skrupellosen Widerlingen unter anderem arbeitet die BA zusammen (nicht nur, doch gerne). Andere wissen von noch Schlimmerem zu berichten, und man muss das ernst nehmen, hätte ich doch manches, spräche nicht das eigens Durchlebte eine andere Sprache, selbst nicht für möglich gehalten.

      Verzeihung, aber ich weiss wirklich nicht, was man von dem armen und braven jungen Menschen noch will. Fanatisch ist allerhöchstens dessen Liebe zur Wahrheit, nun, wer wollte ihm die zum Vorwurf machen!
      Eingeräumt auch, dass solche Aussagen wie „Ich bin linksextrem“ ein wenig unglücklich angebracht erscheinen und nicht wirklich weiterführen in der Sache. Aber das halte ich für einen völligen Nebenschauplatz, der gegenüber all dem Guten, das von demselbigen Edelmütigen bewirkt wird, unbeträchtlich erscheinen muss.

      • Alfred says :

        „Vorweggenommen sei zunächst, dass die BA Herrn Kallwass rausgeschmissen, also der Tür verwiesen hat. Das ist auf jeden Fall kein ARGUMENT …“

        Nun, jedenfalls eher eines der „Hau-Ruck“- Kategorie, um den Krittlern und Haarspaltern schon im Voraus gegenüberzutreten.

  33. ein Mensch says :

    lieber kK, siehe:
    BVerfGE 28, 191 – Pätsch-Fall
    „.. 2. Es verstößt nicht gegen Art. 5 Abs. 1 GG, wenn dem Beamten oder Angestellten des öffentlichen Dienstes, der glaubt, ein verfassungswidriges Handeln seiner Behörde in einem Einzelfall festgestellt zu haben, grundsätzlich zur Pflicht gemacht wird, zunächst die in der institutionellen Ordnung des demokratischen Staates liegenden Abhilfemöglichkeiten auszuschöpfen, bevor er die Öffentlichkeit unterrichtet. ..“
    Quelle:
    http://grundrechtepartei.de/BVerfGE-28-191-P%C3%A4tsch-Fall (abgerufen am 2. Februar 2014).

    2a. Sanktionen:
    BVerfGE 5, 85 – KPD-Verbot [ BVG Richter beschreiben einen Rechtsstaat ]
    Rn. 241
    „… für äußerste Fälle der Staatsgefährdung werden gegenüber den verantwortlichen Personen die – Sanktionen – des Strafrechts bereitgehalten. …“
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv005085.html
    Das kann ja beim Exportweltmeister unter Hartz IV kaum der Fall sein.

    2b. Sanktionen:
    BVerfGE 20, 323 – ’nulla poena sine culpa‘
    Rn. 35
    „.. Strafe setzt aber Schuld voraus. …
    Dies gilt nicht nur Tür[für?] die Kriminalstrafen, sondern auch für strafähnliche Sanktionen. Das Bundesverfassungsgericht hat den Grundsatz ausdrücklich auch auf Ordnungswidrigkeiten angewandt (BVerfGE 9, 167 [169]). Der Satz „nulla poena sine culpa“ ist demgemäß gleichfalls im Bereich des § 890 Abs. 1 ZPO maßgebend.
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv020323.html
    – Da sollte der B Konzern, der heute verm. ein Globalplayer der Medien ist, und an Hartz IV erheblich mitwirkte und sich eine goldene Nase z.T. steuerfrei verdient, über Glückslose der Anderen und dessen Gier bestraft werden. (Ja, was wird aus christlichen Bibelverlagen etc. wenn denen die Gier zu Kopf steigt?)

    2c. Sanktionen:
    BVerfGE 23, 127 – Zeugen Jehovas
    “ 4. Die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und des Übermaßverbotes setzen den Sanktionen gegen Ersatzdienstverweigerer Grenzen. Sie verbieten Strafen, die durch ihre Härte geeignet sind, die Persönlichkeit des Gewissenstäters zu brechen. Die Abgrenzung ist im Einzelfall unter Abwägung der Bedeutung der Tat für die Rechtsordnung gegenüber der Stärke des Gewissensdruckes und der dadurch geschaffenen Zwangslage zu treffen. “
    bv023127.html

    2-X. Sanktionen, da zu passt auch, unter Gierigen, bei fehlenden ca. 7 millionen Jobs, das sich die Sanktionsindustrie der Sklaverei und Unmenschlichkeit Sanktionen mit Belohnungen fördern lassen:
    „Hartz IV Sanktionen: 4.000 Euro Prämie für harte Jobcenter-Bosse“
    http://rotefahne.eu/2013/09/hartz-iv-sanktionen-4-000-euro-praemie-fuer-harte-jobcenter-bosse/

    3. Hartz IV
    Eigentum, Versicherungen etc..:
    http://norbertwiersbin.de/serie-hartz-iv-verstost-gegen-internationales-und-nationales-recht/#comment-549
    mit Verweis auf die http://grundrechtepartei.de

    4. Willkür unter Hartz IV
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv006132.html Rn. 126 – 144; etc.
    Zu jedem Punkt und noch viel mehr, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, der Willkür gibt es Vergleiche zu Hartz IV.

    5. Ausgrenzung – politische Verfolgung
    Entschädigung:
    BVerfGE 18, 288 – Wiedergutmachung
    „Es widerspricht dem Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes, daß das Gesetzes zur Regelung der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts für Angehörige des öffentlichen Dienstes Beginn und Umfang der Wiedergutmachung für geprüfte Kandidaten und für entlassene Referendare verschieden geregelt hat.“
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv005085.html
    – Also: Es widerspricht dem Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes, daß das Gesetzes zur Regelung der Wiedergutmachung ARGEn/Jobcenter Unrechts für Angehörige des öffentlichen Dienstes oder Angestellte in der freien Wirtschaft Beginn und Umfang der Wiedergutmachung für geprüfte Kandidaten [Azubi -Beginn-/ Ende] und für entlassene Referendare oder Angestellte verschieden geregelt hat.

    @ kK, dir haben Sie die Ausbildung und mindestens ein durchschnittliches würdiges steigendes gleichberechtigtes Einkommen versaut.
    Genau wie vielen anderen die aus der Gier und der gelenkten Politik – durch politische Entscheidungen – der Globalplayer aus dem Job gemobbt wurden oder gar erst verspätet eine Ausbildungsstelle erhalten haben!

    Es ist – die Würde der Richter – nach ihrem Gewissen zu entscheiden oder gar das BVG zu entwürdigen und somit gar NS-Unrecht der verbotenen und verurteilten Willkür wieder als Recht zu bezeichnen! Welches nach dem bv006132.html gar eine Rechtfertigung der Judenverfolgung und den Schikanen bedeuten würde.
    „Unrecht kann niemals Recht“ werden, und schon gar nicht so etwas.

  34. Ingo says :

    Die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit ist eine staatlich anerkannte Fachhochschule für Arbeitsmarktmanagement mit Sitz in Mannheim und einer Dependance in Schwerin. Vorrangige Aufgabe der Hochschule ist es, den Nachwuchsbedarf der Bundesagentur für Arbeit (BA) für arbeitsmarktpolitische Fachkräfteaufgaben zu decken. [Quelle: WIKIPEDIA].

    Wie dieser Nachwuchs für arbeitsmarktpolitische Fachkräfteaufgaben aussehen soll, hat die BA jetzt unmissverständlich klar gemacht. Kritische Studenten, deren Denkapparat noch nicht ausgeschaltet ist und die der Indoktrination der BA-Dozenten, die sich auch noch Professoren nennen dürfen, widerstehen, werden aus dieser „Hochschule“ als persona non grata entfernt.
    Auf WIKIPEDIA steht: „Die Hauptaufgabe von Professoren an Hochschulen ist die eigenverantwortliche Durchführung von wissenschaftlicher Forschung und Lehre (im Sinne des humboldtschen Bildungsideals).“
    Wie weit die HdBA und ihre sogenannten Professoren davon entfernt sind, und ob es sich hier überhaupt bei der HdBA um eine echte Hochschule handelt, darüber mögen sich Fachleute streiten.

    Man fragt sich aber langsam, wohin sich unsere Demokratie wieder einmal verkrochen hat, wenn man Menschen mit einer Kündigung mundtot machen will? Das Marcel Kallwass jetzt erst recht seinen Mund aufmacht, müsste eigentlich auch der BA klar sein. Wie will die BA das verhindern? Noch leben wir ja in einem Rechtsstaat, wo man zwar mit fadenscheinigen Argumenten gekündigt werden kann, aber der Stiefel der dich am Kopf trifft, damit man wirklich still ist, der existiert zum Glück ja nur in der dunkleren Vergangenheit der deutschen Geschichte. Wollen wir alle hoffen, dass dieser Stiefel wirklich Geschichte bleibt und nicht wieder aufersteht.

    Das Signal, was die BA mit dieser Kündigung senden wollte ist aber klar. Genauso wie man allen Jobcenter-Mitarbeitern signalisiert hat: „Wenn ihr nicht spurt, dann endet ihr wie Inge Hannemann“, genauso werden jetzt alle kritischen HdBA-Studenten, die es vielleicht noch gibt, mit dem „Fall Kallwass“ wieder auf Linie gebracht.“

    • Max says :

      Wenn man die Kommentare hier so liest, bekommt man den EIndruck, dass alle übrigen Studierenden der HdBA, sowie Mitarbeiter der BA einheitskonforme Staatsdiener sind, die der Gehirnwäschepropaganda der BA ohne Widerrede Folge leisten und zu Allem “Ja und Amen” sagen. Dies ist keinesfalls die Wahrheit. Ich sehe es ebenfalls so, dass die BA aufgrund seiner internen wie externen Politik in vielen Bereichen Anlass zur Kritik gibt. Diese habe ich oft in Seminaren wie auch in meinen schriftlichen Prüfungsleistungen (Hausarbeiten, Praktikumsaufträge, Klausuren), mitunter auch sehr scharf, geäußert. Mir sind durch diese (wissenschaftlich fundierten) Kritiken nie Nachteile in der Bewertung oder andersweitig entstanden, im Gegenteil sie waren sogar ausdrücklich erwünscht, wenn sie zu einer wissenschaftlichen Diskussion geführt haben. Ohne Marcel zu kennen (ich studiere am Standort Schwerin) liegt das Problem im Zusammenhang mit der Kündigung aber nach Rücksprache mit anderen Kommilitonen eher daran, WIE er seine Meinung geäußert hat.

      • Ulrike says :

        Vielen Dank für diesen vernünftigen Kommentar!

      • Ash-Li says :

        Dem Tenor Ihrese Beitrags entnehme ich, dass Sie auch nicht mit allem einverstanden sind.
        An Ihr Gewissen appellierend frage ich Sie, was Sie gegen diese Missstände unternehmen.

      • Ingo says :

        @ Max

        Jemand der an einer staatlichen Universität oder meinetwegen auch an einer staatlichen FH studiert, ist nur sich selbst verpflichtet.

        Wenn man aber als Student an einer „Hochschule“ ein Gehalt bezieht, (WIKIPEDIA: Während des Studiums sind die Studierenden (der HdBA) bei einer Agentur für Arbeit eingestellt.) dann wird die Freiheit des eigenständigen Denkens in diesem „Studium“ doch sehr eingeschränkt. Wenn einem dann mit diesem Abschluss nur die Tür der BA offensteht, dann ist klar, in welche Richtung das Denken ausgelegt ist und wem man zur Loyalität verpflichtet sein muss.
        Finanziell sichert die Bundesagentur für Arbeit ihre Studierenden über das komplette Studium mit einem Einheitsgehalt von monatlich xxxx € ab.

        Du schreibst: „Diese [Kritik] habe ich oft in Seminaren wie auch in meinen schriftlichen Prüfungsleistungen (Hausarbeiten, Praktikumsaufträge, Klausuren), mitunter auch sehr scharf, geäußert. Mir sind durch diese (wissenschaftlich fundierten) Kritiken nie Nachteile in der Bewertung oder anderweitig entstanden, im Gegenteil sie waren sogar ausdrücklich erwünscht, wenn sie zu einer wissenschaftlichen Diskussion geführt haben.“

        Das glaube ich dir sogar, denn in einem geschützten Raum unter Seinesgleichen darf Kritik schon einmal geäußert werden. Wie wäre es denn wenn Du diese Kritik, die Du ja offensichtlich auch an deinen Arbeitgeber hast, hier einmal, ohne den geschützten Raum eines BA-Seminars oder BA-Hörsaals, äußerst?

        In einem stimme ich dir aber zu, Marcel Kallwass hätte etwas mehr auf seine Wortwahl achten können. Das mag aber seinen jungen Jahren und dem Wissen über die soziale Ungerechtigkeit in diesem Land zuzuschreiben sein. Diese Ungestümheit wäre aber an einer echten Hochschule sicherlich nicht von Nachteil gewesen. Kritik kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „Kunst der Beurteilung“. Wenn man bei dieser Kunst der Beurteilung etwas über das Ziel hinausschießt, dann sollte das nicht so tragisch sein, wenn einem diese Kunst der Beurteilung allerdings in Form eines Gehalts (Richtige Studenten werden übrigens nicht bezahlt) abgekauft wird, dann sollte man sich schon einige Gedanken machen.

      • Andreas Abels says :

        Und wie stehen Sie zu den Sanktionen? Dafür?

      • taspie says :

        „Mir sind durch diese (wissenschaftlich fundierten) Kritiken nie Nachteile in der Bewertung oder andersweitig entstanden, …“

        Wenn du dann als fertig studierter „Arbeitsmarktmanager“ ausgenutzt wirst(*) um Statistiken zu fälschen(**) und an Arbeitslosen die Sanktionsfolter anzuwenden, wird dir die Wissenschaft hoffentlich weiterhelfen.

        (*) „Es ist mein Job Sie auszunutzen“

        https://kritischerkommilitone.wordpress.com/2013/12/18/es-ist-mein-job-sie-auszunutzen/

        (**) „Wir spielen Unternehmen“

        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-102241631.html

        Zitat:

        „Regelmäßig würden „frisierte Zahlen an das Arbeitsministerium geliefert“, so der Mitarbeiter, der sich vom „Sozialarbeiter zum Statistikfälscher“ degradiert sieht.“

        „Da werden erwachsene Menschen angebrüllt, weil ihr Team 0,2 Prozent unter dem Zielwert war.

      • Max says :

        @Ingo: Zunächst einmal ist die HdBA zwar eine von der BA finanzierte Hochschule, jedoch ist sie als eigenständige Organisation zu betrachten. Sie unterscheidet sich hinsichtlich der interdisziplinären Lehre nicht von anderen Universitäten oder Fachhochschulen (Ich habe selbst davor 2 Semester an der Uni Potsdam studiert). Einziger Unterschied ist, dass das Studium sehr verschult ist (was schade ist) und auch vergleichsweise viel verlangt wird, da man davon ausgeht, dass sich die Studierenden aufgrund der Bezahlung nur auf das Studium konzentrieren können. Auch im Hinblick auf Studieninhalte und Lehrpersonal kann ich nicht feststellen, dass hier versucht wird, die Studierenden zu BA-konformen Menschen zu erziehen (erkennt man auch an dem beruflichen Hintergrund der lehrenden Personen)

        Meine Meinung vertrete ich im Übrigen sehr wohl auch außerhalb meines beruflichen Kontextes. Wie eingangs erwähnt bin ich mit der internen (die Mitarbeiter betreffend) und externen (die Kunden betreffend) Politik der BA nicht immer einverstanden. An der internen (Personal)politik stört mich unter anderem, aber hauptsächlich der hohe Befristungsgrad innerhalb der BA. Dieser wird häufig begründet mit der Flexibilität der Organisation auf Veränderungen zu reagieren. Sie bedeutet in der Praxis jedoch häufig, dass eine ständige Mitarbeiterfluktuation entsteht. Daraus resultieren sehr viele negative Effekte wie z. Bsp. dass ein Aufbauen einer Vertrauensbeziehung zum Kunden nicht möglich ist und nicht zuletzt natürlich für die betreffenden Mitarbeiter persönlich. Extrem unsozial finde ich es, wenn die BA Arbeitsverträge auf 11 Monate begrenzt, sodass arbeitslos werdende Mitarbeiter nicht einmal einen Anspruch auf Alg 1 erwerben. Dies läuft meiner Ansicht nach völlig zuwider mit dem Auftrag und Intention der BA, die ja von den Arbeitgebern ihrerseits faire Beschäftigungsbedingungen fordert.

        @Andreas: Ich bin kein Freund von Sanktionen im SGB II Bereich, ich sehe darin keinen Nutzen jemanden wieder in Arbeit zu bringen, sie verhärten vielmehr Fronten und erzielen eine gegenteilige motivatorische Wirkung und verschärfen Probleme anstatt sie zu lösen. Sie sollten das allerletzte Mittel sein und sehr bedacht statt inflationär angewendet werden. Ich finde es höchst bedenklich Menschen, die für ihren Lebensunterhalt eh schon nicht selbst aufkommen können und am Existenzminimum leben und für die es auf dem Arbeitsmarkt nominell keinen Job (erst recht keinen menschenwürdigen) gibt, dafür auch noch zu bestrafen.

        @Ash-Li: In meiner Praxisphase habe ich feststellen können, dass es in der BA immer noch entscheidend ist, an wen man gerät. Vermittler haben immer auch einen eigenen Handlungsspielraum mit eigener Ermessensausübung. Dieser wird natürlich eingegrenzt durch organisationale Vorgaben wie z Bsp Zahlendruck durch den Teamleiter etc. Ich habe mir diesbzgl für meine berufliche Zukunft vorgenommen, die Kunden, die ich betreuen werde, zuersteinmal als Menschen zu sehen und mich mit jedem/jeder individuell zu befassen und diese auch gegen Widerstand „von oben“ so zu behandeln, wie ich es auch erwarten würde.

      • kritischerkommilitone says :

        @Max:   Zum Teil kann ich deine Erfahrungen bestätigen. Kritische Betrachtungen in Praxisberichten waren erwünscht. Auch in Referaten habe ich nie schlechte Noten dadurch bekommen. Bei Klausuren waren kritische Meinungen eher schwierig bis gar nicht möglich. In unserer letzten Rechtsklausur war eine Aufgabe so gestellt, dass am Ende eine 100% Sanktion nach SGB II verhängt werden sollte. Durch meine Erläuterung, warum Sanktionen gegen das Grundgesetz verstoßen wurden mir 0 Punkte gegeben.   Es geht aber um mehr als Klausuren, Referate, und andere Prüfungsleistungen. Es geht um einen regen Diskurs über die politischen Zusammenhänge der Gesetze, die uns „beigebracht“ werden. Dieser Diskurs fängt in den Seminargruppe an (hier war er auch noch teilweise möglich) und geht weiter bis in die gesamte Studierendenschaft. Dazu gehören natürlich auch die Veranstaltungen die an der Hochschule stattgefunden haben.   Bei uns in Mannheim meistens irgendwelche Menschen aus Regionaldirektion und Zentrale, die natürlich pro-BA argumentiert haben. Nach einstündigen Vorträgen durften dann noch 2 Fragen gestellt werden und das war´s. Das hat mit einer basisdemokratischen Debatte nichts zu tun!   Zum Abschluss noch eine Frage: Was ist das Problem an dem WIE von meinem Protest?  

      • taspie says :

        Zitat Max:

        „Auch im Hinblick auf Studieninhalte und Lehrpersonal kann ich nicht feststellen, dass hier versucht wird, die Studierenden zu BA-konformen Menschen zu erziehen.“

        Zitat Marcel:

        „In unserer letzten Rechtsklausur war eine Aufgabe so gestellt, dass am Ende eine 100% Sanktion nach SGB II verhängt werden sollte. Durch meine Erläuterung, warum Sanktionen gegen das Grundgesetz verstoßen wurden mir 0 Punkte gegeben.“

        Grundegsetzkonform scheint die „Erziehung“ dort aber zumindest auch nicht zu sein.

        PS: Max, sprich bitte nicht von „Kunden“. Es gibt keine „Kunden“ im Jobcenter. Diese Bezeichnung ist eine zynische Ohrfeige für jeden leistungsberechtigten Bürger.

      • K. says :

        Eine Ausführung weshalb Sanktionen gegen das Grundgesetz verstoßen sind auch keine Bearbeitung des Falles in einer Rechtsklausur. Wofür soll es da Punkte geben? Ich verstehe, dass dir Sanktionen widerstreben. Ich kann es wirklich nachvollziehen. Die Art und Weise wie Du, lieber Marcel, die Probleme zum Thema gemacht hast war einfach unschön. Du hast das System indirekt, soweit ich mich erinnere, tatsächlich mit der Hitler-Diktatur verglichen indem du dich selbst mit Sophie Scholl verglichen hast. Das geht einfach nicht. Tut mir Leid aber da wärst du in der freien Wirtschaft noch viel früher „gegangen worden“.

        Man darf einfach nicht so gegen seinen Arbeitgeber hetzen. Wir werden regelmäßig dazu angehalten wissenschaftlich zu argumentieren & auch offen zu diskutieren! Max hat hierzu ja bereits alles gesagt. Ich fühle mich von dieser Seite, ganz ehrlich gesagt, auch total beleidigt. Meine Kommilitonen und ich werden als dumme Mitläufer dargestellt & am laufenden Band beleidigt. Ist Diskriminierung an Arbeitnehmern des Systems besser als das „diskriminierende System“, wie ich es Auffassungen hier zuurteilen nennen würde, selbst? Ich denke nicht. Und es enttäuscht mich, dass ein ehemaliger Kollege so schlecht über mich schreibt.

        Das Jobcenter in dem ich meine Praktika ableiste ist herzallerliebst und versucht den Menschen individuell zu helfen. Ich habe nur positive Erfahrungen, mit einem sehr jungen & dynamischen Team, gemacht.. Brech das schlechte System doch vielleicht mal auf einzelne Teams oder Menschen herunter, die es bedenklich auslegen. Pauschalisiere nicht alles. Es gibt so viele Jobcenter-Mitarbeiter die du niemals kennengelernt hast! Es ist nicht immer schwarz oder weiß – manchmal ist es auch nur eine Wiese mit weißen & schwarzen Schafen.

        Ich wünsche Dir alles Gute. Grüße aus meinem Auslandspraktikum in Brüssel.

        Eine Studierende der HdBA.

  35. Ulrike says :

    Vielleicht wäre es glaubhafter, wenn Sie, Herr Kalwass, auch mal nur einen Tag in einem Jobcenter selbstständig gearbeitet hätten und versucht hätten tatsächlich etwas „im Inneren“ zu bewegen…mit GUTER Arbeit mit den Menschen IN einem Jobcenter.

    • Andreas Abels says :

      „Kunden“ bitte, nicht „Menschen“. 😉

    • Humanist says :

      Wie soll das bitteschön funktionieren, wenn die Sanktionskeule schon griffbereit in der Ecke steht? Mit diesen Rahmenbedingungen wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit praktisch schon von vornherein verhindert.

    • taspie says :

      „Vielleicht wäre es glaubhafter, wenn Sie, Herr Kalwass, ….“

      Leute wie Inge Hannemann oder Marcel Kallwass machen Missstände publik, setzen sich dadurch mit Gesicht und Namen der Öffentlichkeit aus, und riskieren Arbeit und Existenz.

      Was riskierst du?

      • Alfred says :

        „Wenn einem dann mit diesem Abschluss nur die Tür der BA offensteht, dann ist klar, in welche Richtung das Denken ausgelegt ist und wem man zur Loyalität verpflichtet sein muss.“

        Treu ergeben wie ein Schosshund? Es geht hier um menschliche Existenzen, mit denen gespielt wird! Dies ist sogar im SGBII angelegt.
        Man ist seinem Gewissen und der Wahrheit verpflichtet. Sich mit Geldscheinen jemanden zu kaufen bzw. zu verkaufen hat den Geschmack der Prostitution, nichts weiter.
        Ich gehe noch weiter und sage: Man hat ein Recht darauf, in der Bundesagentur zu arbeiten, OHNE mit grundgesetzwidrigem Regelwerk arbeiten zu müssen, OHNE allmorgendliche Bauchschmerzen und ohne in jeglichen Gewissenskonflikt zu geraten. Die BA arbeitet im staatlichen Auftrag oder sollte es, und die Arbeitslosen („Kunden“) sind in Wahrheit die Arbeitgeber. Dies begründet sich unter anderem auch damit, dass ein ansonsten unermesslicher Schaden für alle und jedermann entsteht bzw. enstanden ist, denn niemand jemals rechtfertigen kann.

    • kritischerkommilitone says :

      @ Ulrike:   Ich bin froh, dass ich bis jetzt noch nicht selbständig im Jobcenter „gearbeitet“ habe. Arbeiten heißt nämlich unterdrücken, die Menschen kontrollieren. Als Mitarbeiter_in vom Jobcenter bin ich ausführendes Organ der beschlossenen Politik. Damit würde ich die Politik noch unterstützen, die ich kritisiere, Wie soll ich z.B. innerhalb vom Jobcenter ändern, dass der Regelsatz so niedrig ist? Wie soll ich innerhalb der Arbeitsagenturen ändern, dass das Arbeitslosengeld so niedrig ist? etc.    

    • Anette Schloupt says :

      Ulrike,

      wie viele Jahre müsste Herr Kallwass beim JC arbeiten, eh´ er für Sie glaubwürdig erscheint?
      Dazu hätten Sie nur Frau Hannemann lesen müssen(altonabloggt) und ihn sogleich vor dieser Arbeit bewahrt, außer natürlich man neigt dazu ,Menschen bewusst psychisch zu quälen,sie zu entrechten!
      Vielleicht sollte jeder, der nicht HartzIV erhält, dort ein Praktikum absolvieren, damit er endlich einmal weiß wo von er spricht. Und bitte nicht die Sanktionsquote aus dem Auge verlieren!

      • 5jahrehartz4 says :

        und falls er einen Tag plus x gearbeitet hat, muss er was anderes machen – nur damit andere nicht sehen müssen…..
        vor allem kommt dann das böse Wort ‚Kollegenverrat‘ rein – also typisch Bürokratie, statt das Problem anzugehen wird lieber ausgewichen

      • Ulrike says :

        „Vielleicht sollte jeder, der nicht HartzIV erhält, dort ein Praktikum absolvieren, damit er endlich einmal weiß wo von er spricht. Und bitte nicht die Sanktionsquote aus dem Auge verlieren!“

        Kein Problem, ich weiß, wovon ich spreche: Sie sind gerne eingeladen ein Praktikum bei mir zu machen, denn ich arbeite tatsächlich in so einem bösen Jobcenter…und wenn man auch nicht von heute auf morgen einen Regelssatz ändert,so kann man doch einige gute Arbeit mit Beratung und Weiterbildungsförderung leisten…nebenbei bemerkt habe ich in 2 Jahren nicht eine Sanktion verhängt….Soviel zum Thema Sanktionsquote. Man kann auch innerhalb der Institution viel Gutes bewegen.

      • 5jahrehartz4 says :

        Zitat Ulrike sagt : Februar 6, 2014 um 1:18 nachmittags
        “Vielleicht sollte jeder, der nicht HartzIV erhält, dort ein Praktikum absolvieren, damit er endlich einmal weiß wo von er spricht. Und bitte nicht die Sanktionsquote aus dem Auge verlieren!”

        Kein Problem, ich weiß, wovon ich spreche: Sie sind gerne eingeladen ein Praktikum bei mir zu machen, denn ich arbeite tatsächlich in so einem bösen Jobcenter…und wenn man auch nicht von heute auf morgen einen Regelssatz ändert,so kann man doch einige gute Arbeit mit Beratung und Weiterbildungsförderung leisten…nebenbei bemerkt habe ich in 2 Jahren nicht eine Sanktion verhängt….Soviel zum Thema Sanktionsquote. Man kann auch innerhalb der Institution viel Gutes bewegen. Zitatende

        Was soll man dazu sagen? Naivität – Realitätsferne oder:ganz einfach:

        Danke für das Angebot – wir nehmen dieses Angebot an und erwarten die Kontaktaufnahme zur organisatorischen Absprache inkl. Kostenübernahme die durch diese Einladung entstehen..
        PS ich nehme an, du hattest die entsprechende Vertretungsbefugnis deines Jobcenters so etwas anzubieten und es war schon bereits intern alles abgesprochen, von Datenschutz, usw. ganz zu schweigen) – falls nicht hast du ab sofort ein Problem und wir empfehlen dir dich sofort vertrauensvoll an deine Vorgesetzte zu wenden.
        Das ‚Praktikum‘ VIELLEICHT nur die übliche Floskel/Totschlagargument war um die Menschen ruhig zu stellen spielt jetzt keine Rolle mehr.

        Einladung ist erfolgt, wurde angenommen, nun muss auch geliefert werden!

      • Selbstverwirklicher says :

        Theodor W. Adorno sagte zwar: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Ich bin als Langzeitarbeitsarbeitsloser aber doch froh, wenn ich an eine/n netten Fallmanager/in gerate. Ich weiß, dass es auch andere gibt, die eine sadistische Ader haben und es regelrecht geniessen, ihre Macht auszuspielen. Ich denke, dass es unter den ArbeitnehmerInnen in den Jobcentern und Arbeitsämter auch manche gibt, die mit der Idee, anderen Menschen helfen zu wollen, angetreten sind und in ihrem Rahmen das auch immer noch tun, siehe Inge Hannemann. Unter dem Druck, der dort herrscht sind aber auch schon viele von denen zusammengebrochen und haben gekündigt oder sind entlassen worden. Der Job im Jobcenter ist nicht sehr attraktiv.

    • Unbequem says :

      … mit GUTER Arbeit mit den Menschen IN einem Jobcenter.

      Entschuldige Ulrike, alleine dieser Satz zeugt von einiger Naivität. Wäre nicht weiter schlimm, denn der Mensch im 21. Jahrhundert befindet sich in einem ständigen Lernprozess… so wird es uns jedenfalls kommuniziert.

      Schlimmer wäre es allerdings, wenn er Deine Überzeugung widerspiegeln würde. Denn dann hättest Du das ganze Konzept Viertes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt falsch – bis gar nicht – verstanden.
      Auch nicht weiter tragisch, denn dies würde Dich andererseits prädestinieren für einen Job in einem Center. Am besten befristet… quasi als Vorab-Sanktion für aufmüpfige, die GUTE Arbeit IN einem JC mit den Menschen in Erwägung ziehen sollten.

      • Andreas Abels says :

        @Ulrike

        Zitat: „Kein Problem, ich weiß, wovon ich spreche: Sie sind gerne eingeladen ein Praktikum bei mir zu machen, denn ich arbeite tatsächlich in so einem bösen Jobcenter…und wenn man auch nicht von heute auf morgen einen Regelssatz ändert,so kann man doch einige gute Arbeit mit Beratung und Weiterbildungsförderung leisten…nebenbei bemerkt habe ich in 2 Jahren nicht eine Sanktion verhängt….Soviel zum Thema Sanktionsquote. Man kann auch innerhalb der Institution viel Gutes bewegen.“

        Das sehe ich durchaus auch so, leider ändert das nichts an dem System selbst.

        Ihr als Mitarbeiter dürft gar nicht erst die Möglichkeit haben zu sanktionieren. Ihr habt damit ein Machtapparat in der Hand, welches Menschen zerstören kann.

        Natürlich gibt es auch viele unter Euch, die nicht sanktionieren, aber allein, dass ihr diese Möglichkeit hättet, macht den Menschen ANGST und zwingt sie oft dazu, Arbeit zu schlechten Bedingungen anzunehmen oder gar -vor lauter Angst- Termine gar nicht erst wahrzunehmen.

        Meine Erfahrung ist, dass viele von Euch diese Tatsachen verdrängen. Da ich viel Erfahrung mit Jobcentern habe, und gerade auch die meisten (immer wieder wechselnden) Fallmanager, mit denen ich bis jetzt zu tun hatte, recht offen waren und sind, erzählen sie mir auch immer wieder den Druck, unter dem sie stehen, der Druck, der aus der BA-Zentrale vorgegeben wird.
        Im Grunde müsstet ihr als Mitarbeiter euch zusammenschließen und streiken und sagen: Hey, ich finde das System nicht in Ordnung, es ist menschenunwürdig.

        Selbst, wenn Sie, Ulrike, persönlich niemals jemanden sanktionieren werden, so wird es aber dennoch IMMER jemanden ihrer bundesweit agierenden Kollegen geben, die eben doch sanktionieren.

        Und das machen ihre Kollegen einfach deshalb, weil sie es können, weil das System ihnen die Möglichkeit gibt, eine Möglichkeit zur „Zwangserziehung“.
        Und darum geht es, und nicht darum, ob sie selbst jemals sanktioniert haben, was ich ihnen durchaus glaube.

      • 5jahrehartz4 says :

        @Andreas Abels
        Zitat Meine Erfahrung ist, dass viele von Euch diese Tatsachen verdrängen. Da ich viel Erfahrung mit Jobcentern habe, und gerade auch die meisten (immer wieder wechselnden) Fallmanager, mit denen ich bis jetzt zu tun hatte, recht offen waren und sind, erzählen sie mir auch immer wieder den Druck, unter dem sie stehen, der Druck, der aus der BA-Zentrale vorgegeben wird. Zitatende

        klaro erzählen die von dem Druck durch die BA – damit rechtfertigen sie ihre Untätigkeit und betrügen sich selbst, denn sonst müssten sie aufstehen und für Grundgesetz/Menschenrechte einstehen statt zu heulen und noch Geld zu kassieren.
        Das verweisen an niemals greifbare Dritte (auch ’nicht zuständig‘, usw.) ist der übliche Trick um von sich selbst abzulenken und sich ‚klein/kindlich‘ zu machen um sich so zu schützen.
        Doch bei Erwachsenen steht man auf, und dazu gehört Arsxx in die Hose und nicht zwischen die Ohren.
        PS frag die doch einfach ob sie nicht mal versehentlich einige Unterlagen verlieren können um die Wahrheit zu dokumentieren und sie auch zu entlasten, denn so sieht es ja eher nach den üblichen Lügen in den Jobcentern aus 😉

    • Christel T. says :

      Die Perspektive des „Arbeitsvermittlers“ als einzig glaubhafte?
      Eher nicht.

      • 5jahrehartz4 says :

        tja, wenn man anderswo auf so einem Alleinstellungsmerkmal besteht, dann kommt man dafür in ein Spezialzimmer mit gummierten Wänden, usw.

        PS wir warten immer noch auf Kontaktaufnahme wie man das öffentlich angebotene Praktikum nun umsetzen kann ;-)))))

    • Ash-Li says :

      Jeder an seinem Platz! Die einen innen, die anderen aussen…

  36. Ash-Li says :

    @Max
    Zitat: „Ich habe mir diesbzgl für meine berufliche Zukunft vorgenommen, die Kunden, die ich betreuen werde, zuersteinmal als Menschen zu sehen und mich mit jedem/jeder individuell zu befassen und diese auch gegen Widerstand “von oben” so zu behandeln, wie ich es auch erwarten würde.“

    Bitte, was heisst hier „zuersteinmal“? Wie wollen Sie mit diesen Leuten nacher umgehen? Sind es dann keine „Menschen“ mehr, wenn sie nicht machen, was man ihnen vorschreibt???
    Dann wäre es nur eine vorgeschobene unehrliche Freundlichkeit, eine Maske… Und dann brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn dieser „Kunde“ vielleicht „ausflippt“.

    Meiner Meinung nach dürfte so einen Job nur machen, der auch WIRKLICH „Herz“ hat und zeigt. Und das IMMER!

    Gehen Sie bitte in sich und fragen Sie sich ernsthaft, ob Sie diese Arbeit machen können und wollen.

    • Anette Schloupt says :

      Ash-Li

      Frau Hannemann hat erst die Menschen gesehen udn durefte gehen, bzw wurde ebenfalls gekündigt!

      Wenn Sie meinen etwas pers an den Erfolgsvorgaben der BA etwas ändern zu können, dann haben Sie die Systemrelevant von HartzIV nicht begriffen!

      Das selbe gilt für Ulrike, ihr lügt Euch etwas in die Tasche , nur um selbst versorgt zu sein!

      Dazu…. http://www.youtube.com/watch?v=GMae01upExg

  37. Ingo says :

    Max schrieb: „Zunächst einmal ist die HdBA zwar eine von der BA finanzierte Hochschule, jedoch ist sie als eigenständige Organisation zu betrachten.
    […], da man davon ausgeht, dass sich die Studierenden aufgrund der Bezahlung nur auf das Studium konzentrieren können.“

    Eine von der BA finanzierte Hochschule kann schon einmal nicht unabhängig sein. Finanziell sichert die Bundesagentur für Arbeit ihre Studierenden über das komplette Studium mit einem Einheitsgehalt von monatlich 1470 € brutto ab. Das Vollzeitstudium dauert drei Jahre, bei 36 Monaten macht das insgesamt 52920 € brutto.

    Kann diese Summe von 1470 € brutto im Monat jemand bestätigen? Ich hatte das irgendwo gelesen.

    Als ich an der Uni war, bekam ich keine 1470 Euro brutto im Monat. Ich war allerdings auch ein freier Mensch, der seine Meinung äußern durfte. Ich wurde in meinem Studium auch nicht darauf vorbereitet, irgendwann einmal Menschen zu drangsalieren und sie mit Sanktionen gefügig zu machen.

    Wenn ich hier lese, dass Marcel Kallwass in einer Rechtsklausur eine Aufgabe gestellt bekam, in dem am Ende eine 100% Sanktion nach SGB II verhängt werden sollte, dann wird mir ehrlich gesagt schlecht.
    Ich habe nicht geahnt, dass junge Menschen an einer BA-Hochschule gelehrt bekommen, wie man 6 Millionen Hartz-IV-Empfängern, mit juristischen Taschenspielertricks und durch Umgehung des Grundgesetzes, dass wenige Geld welches diese Menschen ohnehin nur zum Überleben haben, auch noch aus der Tasche ziehen kann.

    • 5jahrehartz4 says :

      Zusatzfrage: Was muss man da eigentlich studieren? Womit kriegt man diese Zeit voll?
      Oder ist das Studium nicht eine Pseudoqualifikation um sich abzuheben und so zu legitimieren?

      Vor allem was bringt es, wenn man alles eingebläut bekommt, wenn es dann doch in bestimmte Fachbereiche geht in denen man 90% nicht braucht?
      In Anbetracht der Wechsel in der Gesetzgebung ist auch ‚lernen auf Vorrat‘ nicht möglich.
      Leider scheint man die Basis nicht zu lernen (dürfen):
      Grundgesetz Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung ALLER staatlichen Gewalt.# Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und un-veräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. # Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich,
      Menschenrechte Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. * Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden,
      UN Behindertenrechtskonvention (Bundesgesetz) Zugang zur Justiz # Freiheit von Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe # Gesundheit f) verhindern die Vertragsstaaten die diskriminierende Vorenthaltung von Gesundheitsversorgung oder -leistungen oder von Nahrungsmitteln und Flüssigkeiten aufgrund von Behinderung.
      Sozialgesetzbuch (SGB I §13/14/15 Beratungs-Informationspflicht & §10)

      Persönlich frage ich mich, wie es in diesen Behörden untereinander zugeht – denn wenn man sieht wie die ‚kunden‘ misshandelt werden, dann kann sich jeder daraus ableiten wie die von ihren Vorgesetzten misshandelt werden. ACHTUNG es gibt keine extra Dosis Mitleid für Arge
      Jobcenter – Augen auf bei der Berufswahl!
      Wer auf die Tränendrüse drückt ist fehl am Platz – beruflich und menschlich.

      Gibt es auch eine ‚Abarbeitsreglung‘ der Kosten? Bei Fortbildungen im öffentlichen Bereich gab es mal (1988) die Regelung dass bei Wechsel im 1. Jahr voll, im 2 Jahr 2/3 und im 3 Jahr 1/3 zurückbezahlt werden muss. Vermutlich wurden daraus richtige Knebelverträge entwickelt.

    • Andreas Abels says :

      Zitat Ingo: „Wenn ich hier lese, dass Marcel Kallwass in einer Rechtsklausur eine Aufgabe gestellt bekam, in dem am Ende eine 100% Sanktion nach SGB II verhängt werden sollte, dann wird mir ehrlich gesagt schlecht.“

      Ja, so werden Menschen zum Spielball irgendwelcher Prüfungsaufgaben degradiert. Wie unwürdig ist das eigentlich? Unfassbar.

      Und wehe, man weigert sich, diese Aufgabe so zu erfüllen wie es vorgesehen ist und bringt stattdessen das Grundgesetz ins Spiel mit ein: 0 Punkte.

      Schon allein dadurch werden die Kommilitionen aussortiert, die das Sanktionssystem ablehnen, da muss man ihnen nicht mal kündigen.

      @Max

      Hast Du diese Klausur auch schon geschrieben, und wie hast Du die Aufgabe erledigt?
      Ich finde es ja gut, dass Du im Prinzip die Ungerechtigkeit der Sanktionspraxis erkannt hast, aber auch Du sprichst in dem Zusammenhang von „dem allerletzten Mittel“.

      Nein, Sanktionen dürfen niemals ein Mittel sein, schau Dir das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 2010 an, sinngemäß beinhaltet es: Das Existenzminimum darf niemals unterschritten werden!

      Und Du wirst sicherlich mit mir übereinstimmen, dass der Regelsatz plus Unterkunft/Heizung das Existenzminimum darstellt, im besten Falle.

      JEDE einzelne Sanktion aber unterschreitet dieses Minimum und gefährdet somit die Existenz des Sanktionierten: Klarer Verstoss gegen die Menschenwürde und darf in einem Staat, welches sich „sozial“ und „demokratisch“ sieht, niemals vorkommen.
      Und doch passiert das tagtäglich, mitten in Deutschland, tausendfach…

      • Alfred says :

        Wenn man alles zusammennimmt (und das ist eine Menge), kann man schon ins Philosophieren geraten. Bei Licht besehen, liefert es millionenfach Argumente für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens oder ähnlichem.
        Ein wesentlicher Grund dafür, der bislang noch kaum Beachtung fand:
        Normalerweise, und dies ist mein voller Ernst, dürften nur die MORALISCH INTEGERSTEN in einer Bundesagentur für Arbeit auf die Arbeitslosen losgelassen, nur sie mit einem derart hochsozialen und komplexen Aufgabengebiet vertraut werden.
        Denn selbst bei weit besserer Gesetzeslage würden ihnen naturgemäss, da Menschen, ebenfalls Fehler oder Launen sich einschleichen, welche aber bereits verhängnisvolle Konsequenzen für ihre „Kundschaft“ haben könnten.
        Einmal ganz davon abgesehen, ob solche überhaupt Lust verspürten, so in das Leben anderer Menschen einzugreifen, ist eine moralisch hohe Entwicklung noch weit seltener anzutreffen als allgemein hohe Intelligenz. Man stelle dies der hohen Zahl an Arbeitslosen gegenüber, und es ufert ins Verrückte aus (falls nicht schon längst der Fall). Und überhaupt: woher heutzutage noch die Arbeit nehmen?
        Man kann vom BGE halten was man will, oder noch so sehr vom Neidreflex gesteuert sein, ich wage die Prognose, dass man auf Dauer nicht um ein anderes Menschenbild herumkommen wird

    • kritischerkommilitone says :

      @Ingo: die Gehalts-Summe ist korrekt. Für die Studierenden in Mannheim kommt noch eine sog. „Trennungspauschale“ von ca. 400€ (brutto) oben drauf, da sie an zwei Orten unterwegs sind.

      • Alfred says :

        „…dürften nur die MORALISCH INTEGERSTEN…“

        Entschuldigung, mein Fehler: von „moralisch integer“ existiert keinerlei Superlativ mehr, wie ich nach eigener kritischer Prüfung feststelle.

      • Ingo says :

        @ kritischerkommilitone

        Dann sind das ja, zumindest für die Studierenden in Mannheim, sogar 1870 € (brutto) monatlich. Dafür kann man schon einmal seine Überzeugungen und moralischen Bedenken über Bord werfen.

        Fassen wir einmal zusammen:
        1) Die HdBA ist eine von der BA finanzierte Hochschule.
        2) Die Studenten der HdBA bekommen ein Monatsgehalt zwischen 1470 € (brutto) und 1870 € (brutto).

        Jeder der als Kind nicht zu oft vom Dreirad gefallen ist, sieht doch, was das für eine „Hochschule“ ist, und was da für Leute ausgebildet werden sollen.

        @ 5jahrehartz4

        Zitat 5jahrehartz4: Was muss man da eigentlich studieren? Womit kriegt man diese Zeit voll? Oder ist das Studium nicht eine Pseudoqualifikation?

        http://www.hdba.de/studium/studienverlauf/vorlesungen/

        Man fragt sich aber wirklich, wofür taugt dieses BA-Studium eigentlich? Zum Leute schikanieren benötigt man keinen Bachelor-Abschluss. Dass man auch ohne BA-Studium die H4-Empfänger schikanieren kann, beweisen schließlich die Mitarbeiter in den Jobcentern (Realschüler mit Beamtenstatus) täglich. Für juristische Streitfälle haben die Jobcenter ihre Juristen, die sich mit Händen und Füßen gegen geltendes Recht wehren. Folglich braucht man dafür auch keine HdBA-Absolventen.
        Mir ist natürlich klar, dass die BA oberhalb eines Teamleiters studierte Leute haben möchte. Die Frage ist nur, warum nimmt man da keine BWL-Absolventen einer unabhängigen Hochschule?

        Das Grundgesetz scheint auch ein absolutes Tabu an der HdBA zu sein. Obwohl die HdBA auch Juristen als Dozenten hat, scheinen die auch noch nie etwas vom Grundgesetz gehört zu haben. Warum soll man sich auch mit etwas abgeben, was die schöne Welt der BA nur durcheinander bringt?

        „Da vergessen wir doch einmal dieses unangenehme Grundgesetz und werfen auch gleich die Menschenrechte über Bord. Das dumme Pack da draußen, die ohnehin nur Bildzeitung lesen und Korn saufen, den können wir doch auch erzählen, dass das Sozialgesetzbuch über dem Grundgesetz steht.“

        Das Problem ist wirklich, dass die meisten Bürger alles glauben was ihnen eine Behörde erzählt.

        Die BA kann von Glück sagen, dass wir momentan in Deutschland keine unabhängigen Journalisten mehr haben, die sich noch trauen diese Dinge einmal beim richtigen Namen zu nennen.

      • 5jahrehartz4 says :

        danke für Bestätigung der € 1.870
        dann sollte man mal dringend an der Hochschule beibiegen die Tageszeitung zu lesen und im Fortgeschrittenenstudium dann auch zu analysieren
        oder anders gesagt, ihr studiert euch in die Altersarmut

        02.09.12 Brandbrief
        Von der Leyen – „Altersarmut droht schon bei 2500 brutto“
        In einem Schreiben an die Junge Gruppe in der Union warnt die Arbeitsministerin vor einem Verfall der Renten ab dem Jahr 2030. Wer heute weniger als 2500 Euro verdiene, müsse dann zum Sozialamt.
        http://www.welt.de/wirtschaft/article108923109/Von-der-Leyen-Altersarmut-droht-schon-bei-2500-brutto.html

        ************
        mal etwas Grundrechnen:
        2.500,-€/Monat / 173,3 = 14,43 €/Std BRUTTO
        2.500,-€/Monat / 151,6 = 16,49 €/Std BRUTTO

        173,3 = 40 Std/Woche mal 13 Wochen durch 3 Monate
        151,6 = 35 Std/Woche mal 13 Wochen durch 3 Monate

        Positiver Nebeneffekt: Diese Typen in den Jobcenter, usw. stehen irgendwann in der Tafelschlange vor einem und die heutigen Opfer haben dann einen Krückstock dabei ;-))))))

        *********************************************

        Diskussion um Mindestrente
        Bei Stundenlohn unter zehn Euro droht Altersarmut[
        zuletzt aktualisiert: 28.05.2011 – 14:06 Berlin (RPO).
        Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von über zehn Euro brauchen, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten. Auf eine Frage von Linksparteichef Klaus Ernst bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten.
        http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/bei-stundenlohn-unter-zehn-euro-droht-altersarmut-1.1287272

  38. 5jahrehartz4 says :

    Allgemeine Frage:
    Wo bleibt hier eigentlich die Fürsorgepflicht der BA für Marcel Kallwass und alle anderen Studierenden?

  39. Ingo says :

    Zitat: Ingo sagt Februar 4, 2014 um 11:19 vormittags: „Die Frage ist nur, warum nimmt man da keine BWL-Absolventen einer unabhängigen Hochschule?“

    Nachtrag:
    Das mit dem BWL-Studium habe ich natürlich mit voller Absicht geschrieben. Frank-Jürgen Weise ist ja auch Diplom-Betriebswirt (FH).

    DER SPIEGEL 26/2013: „Im aktuellen Haushalt der Bundesagentur stehen 452 Stellen für Mitarbeiter, die über Tarif verdienen – und insgesamt 6,2 Millionen Euro extra kassieren, wenn Leistung und Ergebnis stimmen. Macht im Schnitt gut 13700 Euro im Jahr obendrauf. Auch im mittleren Management winken Boni, bis zum Teamleiter herunter. Hier sind bis zu 20 Prozent zusätzlich möglich, wenn die Ziele erreicht werden. Für die Mannschaft unter den Teamleitern gibt es keine Prämien, dafür Druck.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-99311751.html

    Bonuszahlungen wären in einer echten Behörde nicht möglich. Da es sich hier also offensichtlich bei der BA nicht um eine staatliche Einrichtung im demokratischen Sinn handelt, können ja auch Betriebswirte den BA-Laden übernehmen. Warum sollte man jahrelang irgendwelche Jungs und Mädels in der HdBA ausbilden, wenn es genügend (professionelle und skrupellose) Betriebswirte da draußen auf der Straße gibt.

    @ 5jahrehartz4
    Zitat 5jahrehartz4: „Bestätigung der € 1.870 […] ihr studiert euch in die Altersarmut.“

    Wir reden hier von BA-Studenten und nicht von fertig studierten Leuten die in der BA voll einsatzfähig sind.
    Wir dürfen auch nicht vergessen, dass normale Studenten noch nicht einmal BAföG bekommen und an vielen Hochschulen in Deutschland immer noch Studiengebühren erhoben werden. Wenn also BA-Studenten ein Gehalt bekommen, und dieses Gehalt für einen Studenten nicht gerade knapp ausfällt, und wenn man mit dem HdBA-Abschluss nur die Möglichkeit hat, wiederum an der BA zu arbeiten, dann sollte man sich fragen, wem der Student bzw. der Absolvent der HdBA dann zur Loyalität verpflichtet sein muss.

    Ich denke aber, da kann sich jeder seine eigenen Gedanken drüber machen. Ich wollte das nur einmal als Denkanregung in den Raum werfen.

    @ Max
    Zitat Max: „Extrem unsozial finde ich es, wenn die BA Arbeitsverträge auf 11 Monate begrenzt, sodass arbeitslos werdende Mitarbeiter nicht einmal einen Anspruch auf Alg 1 erwerben. Dies läuft meiner Ansicht nach völlig zuwider mit dem Auftrag und Intention der BA, die ja von den Arbeitgebern ihrerseits faire Beschäftigungsbedingungen fordert.“

    Das ist doch schon einmal eine Kritik in die richtige Richtung. Für einen HdBA-Studenten könnte solche Kritik aber schon das Ende bedeuten.

    Also Max, halt die Ohren steif und viel Glück in deinem Studium.

    @ Marcel Kalwass
    Dir Marcel wünsche ich viel Glück im Kampf gegen die soziale Ungerechtigkeit. Wenn die Menschen es aber nicht schaffen aus ihrer Lethargie herauszukommen, dann sehe ich leider SCHWARZ.

  40. Unbequem says :

    Ist doch schön wenn man anhand gewählter Formulierungen den eigentlichen Inhalt bestimmen kann.

    … die Kunden, die ich betreuen werde…

    Ich bin als Kunde der BA/JC also unter Betreuung gestellt (eigentlich meint man Erziehung, wählt aber die abgeschwächte Form Betreuung und impliziert damit den Begriff Fürsorge, obwohl auch der in der neoliberalen Ideologie eigentlich nicht mehr vorkommt).

    Faktisch, bin ich damit meiner Selbstbestimmung beraubt, mein HB (interner Sprachgebrauch für Hauptbetreuer) bestimmt von nun an was für mich das Beste ist, natürlich seine Zielvorgaben streng im Blick.

    Wie man sieht, auch hier findet keine eigentliche Betreuung statt, sondern eine Ausrichtung/Erziehung auf ein vorgegebenes Ergebnis.

    zuersteinmal als Menschen zu sehen und mich mit jedem/jeder individuell zu befassen…

    Zuerst einmal kann ich mich mit meinem zu betreuenden Kunden ganz individuell über das Wetter, seine Interessen und seine Hobbys unterhalten. Der Kunde fühlt sich sichtlich gut aufgehoben und von seinem HB ganz individuell behandelt.

    Das Erwachen erfolgt meist erst später. Gänzlich vom Kunden unbemerkt, da erst nach dem Beratungsgespräch vom HB in Form eines Gedächtnisprotokolls gefertigt, findet seine angenehme Plauderei mit dem HB ihren Eingang in einem sog. Beratungsvermerk zur Standortbestimmung. Dies dient alleine dem Profiling und gibt nicht immer eins-zu-eins die Gesprächsführung wieder, vielmehr strotzt dieses Protokoll vor Textbausteinen und subjektiven Einschätzungen des HB.

    Schnell findet man sich unter der Rubrik multiple Vermittlungshemmnisse wieder, nur weil man sich in einer ersten Plauderei generell kritisch gegenüber, Zeitarbeit, unbezahlter Praktika, oder Hartz IV im allgemeinen geäußert hat. Hier ist dann vermittlungsrelevanter Handlungsbedarf geboten.

    Eine perspektivische Veränderung der persönlichen Haltung wird angestrebt. Eine kürzere Kontaktdichte u.ä. krude Empfehlungen werden ausgesprochen. Ich liebe diesen euphemistischen Neusprech.

    Nicht wenige – vorsichtig ausgedrückt – labile Charaktere unter den HB werden den querulatorischen Kunden in einer Massnahme parken, damit sie erst einmal ihre Ruhe vor ihm haben. Schöner Nebeneffekt, die Quote ist geschönt… Pardon erfüllt.

    Na, das nenne ich doch einmal individuell und zuersteinmal menschlich, Max.

    Aber was rege ich mich auf. Die neoliberale Ideologie findet sicher auch noch für den Oberbegriff Mensch zig verschiedene Unterkategorien. Man arbeitet ja schon fließig daran, zumindest die Mitarbeiter der BA und der JC stehen dem allem Anschein nach, sehr aufgeschlossen gegenüber.

    • 5jahrehartz4 says :

      @unbequem
      klar wirst du betreut – sogar die Banken haben ihre Betreuer….
      und wenn man sie darauf anspricht, dass sie einem damit Geschäftsfunfähigkeit unterstellen, dann tun sie ganz erstaunt ‚das ist doch nicht so gemeint, usw.‘.
      Betreuung hieß früher ENTMÜNDIGUNG und das einzige das sich änderte war die Bezeichnung. Wir nennen das Sprachverwahrlosung, Sprachmissbrauch.

      Es geht nur um die (schleichende) Rechtfertigung dieser Untaten durch die Täter selbst!

      PS wären die wirklich an einer Hilfe interessiert dann würden sie ganz einfach mal rechnen:
      Arbeitssuchende minus freie Stellen = Rest noch viele Arbeitssuchende
      und diese Zahlen ihren Vorgesetzten um die Ohren hauen statt bei diesem Irrsinn mitzumachen und sich noch für Geld zu verkaufen……

  41. katharina says :

    Na, da hast du, lieber ex-Kommilitone die Worte von Herr Kühn aber schön ausgelegt. Wir beide, Du und ich, haben unterschrieben dass wir nach dem Studium 2 Jahre (!) Bundesweit einsetzbar sind. Darauf spielte Herr Kühn mit den 20 000 € an. Verdrehte Tatsachen nenne ich sowas. So arbeitet die Bild übrigens auch. Beleidigungen an den Arbeitgeber führen zur abmahnung. Mich wundert das nicht.

    • kritischerkommilitone says :

      @katharina: das mit dem Vertrag ist korrekt. Ich habe die 20.000€ von Hr. Kühn, v.a. in dem Zusammenhang kritisiert, wie er das gesagt hat. Seine Worte „Das sag ich mal ganz locker“ (sinngemäß) finde ich erschreckend. Für wen ist das ganz locker, wenn er oder sie 20.000€ zurückzahlen muss? Vertrag hin oder her.   

      • Ash-Li says :

        Ich finde solche Knebelverträge – egal, wo sie zustande kommen, – sittenwidrig. Mir ist ein Rätsel, dass es diese immer noch gibt.

    • Anette Schloupt says :

      Mir ist und bleibt es ein Rätsel, wie man freiwillllig studiert, wie man möglichst viele Menschen drangsalieren , Menschenleben vernichten kann, das möglichst noch auf bräunlich gefärbten Papier geschrieben?
      Das dem so ist, ist unbestreitbar, aber später kann man ja immer sagen, ich habe nichts davon gewusst, wie selbstverständlich aber meine Menschlichkeit, Seele an den Staat für lappiges Geld verkauft!.Ich hoffe so mancher verzichtet auf eigene Kinder, denn die Zeiten werden sich ändern und sie müssen für ihre Eltern dann gerade stehen…Nürnberg ist nicht so weit!
      Der neuste Gag, ich arbeite aber anders, verhänge keine Sanktionen, ist nur noch lächerlich und eher dem Selbstbetrug zuzuschreiben, als der Realität!

      • Anette Schloupt says :

        Ash-Li sagt : Februar 6, 2014 um 8:01 nachmittags

        Es ist jedermanns/-fraus RECHT, versorgt zu sein!

        Ashe-Li,

        dafür scheint kein Preis hoch genug zu sein?! Auf solche Leute kann der Staat bauen, sofern das „WIE“ nicht mehr relevant ist!

  42. Berthold Kogge says :

    Ash-Li sagt : Februar 6, 2014 um 8:01 nachmittags
    Es ist jedermanns/-fraus RECHT, versorgt zu sein!

    Interessant – Durch wen aber bitte?

    • Andreas Abels says :

      Geld wird aus dem NICHTS geschöpft, Übrweisung ist ein automatischer Vorgang, Versorgung mit Geld zur Existenzsicherung ist kein Problem.

      Wenn ihr glaubt, Geld (und damit auch die Existenz) muss irgendwie erst „verdient“ werden, dann seid ihr weiterhin einer kollektiv-globalen Lüge aufgesessen.

      • Berthold Kogge says :

        Falsch. Geld wird nicht aus dem NICHTS geschöpft und kann man einfach so verteilen.
        Geld hatte nie noch einen eigenen Wert. Schon im Mittelalter nicht. Das Material war damals der Wert und schummelte ein Fürst bei der Münzprägung und machte aus einem echten Golddukaten einen Goldukaten der einen Bleikern hatte, verlor dieser Blei-Golddokuaten sofort an Wert, wenn diese Schummelei herauskam.

        Später waren dann, bei Papiergeld, die Goldreserven der Wert, der hinter dem Geld steht. Heute ist es die Leistung der Volkswirtschaft. Also die Leistungen,die man sich für das Geld kaufen kann, stehen als Wert dahinter.
        Gibt es keinen Wert hinter Geld, passiert das, was in der Weimarer Republik passierte oder 2008.

        Wenn man einfach Geld aus dem Nichts schaffen könnte, dann könnten auch Sie Geld schaffen. Mal sehen, wie weit Sie kommen würden. wenn Sie nicht garantieren können, dass ein wahrer Wert dahinter steht.

        Alles, was Sie aus Nichts in Massen herstellen, verliert seinen Wert.

      • Andreas Abels says :

        @ B. Kogge

        Zitat: „Falsch. Geld wird nicht aus dem NICHTS geschöpft und kann man einfach so verteilen.
        Geld hatte nie noch einen eigenen Wert. “

        Eben. Da es aus dem Nichts geschaffen wird, hat es keinen eigenen Real-Wert, es steckt halt „Nichts“ dahinter und ist quasi keine Leistung. 😉

        Kein Unternehmen der Welt kann irgendwas produzieren, wenn er Maschinen, Räume etc. nicht im Vorfeld schon per Kredite finanziert hätte. Also jeder Leistung geht Geld aus dem Nichts voraus. Alles Geld der Welt ist Nichts. 😉

        In unserem jetzigen Schuldgeldsystem sind es halt die Banken, die per Kredite Geld verteilen. Erst das, was mit dem Geld hergestellt wird oder sonstwie geleistet wird, kann Werte schaffen.

        Zentralbanken (z.b. EZB, FED) buchen einfach Geld, welches es vorher noch gar nicht gab, Geld aus dem „Nichts“, und verteilen es per Kredite wiederum an andere Banken, und diese an weitere Banken oder eben Unternehmen, Privatpersonen…

        Darum ist das eigentliche Machen von Geld auch keine Leistung, sondern lediglich eine virtuelle Erzeugung/Buchung.

        Geld zu erzeugen ist also überhaupt kein Problem, das dürfen die Banken auch gerne weiterhin tun, nur sollten wir uns vom Schuldgeldsystem verabschieden, es gibt sinnvollere Systeme (kreditfreie), ist natürlich von den Herrschenden nicht gewollt, denn mit einem Schuldensystem kann man die Menschen kontrollieren und die große Masse per Schulden kleinhalten.

        Die Infrastrukturen und Vernetzungen von Banken könnte man ja wunderbar nutzen, um die Menschen monatlich oder wöchentlich mit dem nötigsten Geld zu versorgen. Wer darüberhinaus sich mehr leisten möchte, geht halt arbeiten, aber für die pure Existenzsicherung sollte niemand mehr arbeiten müssen.

        Die Gleichung „Erwerbsarbeit = Existenzsicherung“ ist das größte Problem der heutigen Zeit, und ist völlig unnötig, aber natürlich von den Herrschenden genau so gewollt.

      • Berthold Kogge says :

        Sie sind es, der die Wahrheit nicht versteht.

        Sie haben also ein Recht versorgt zu werden. Ich habe diese Frage schon an Ash-Li gestellt, aber bis jetzt noch keine Antwort bekommen.

        Wer hat denn die Pflicht Sie zu versorgen?

    • Ash-Li says :

      @Anette Schloupt und Berthold Kogge

      Ganz einfach: durch das Universum im Zusammenspiel mit der eigenen Verantwortung.
      Doch wenn diese Eigenverantwortung nicht aktiv gelebt werden kann, sollte man sich ohne Wenn und Aber auf seinen Nächsten verlassen können. Und dies im Vertrauen und Wissen, dass dieser die Hilfe – auf welche Art und Weise auch immer – wieder zurück bekommt.

      Es könnte alles so einfach sein, wenn die Menschen nicht so stur, egoistisch und machthungrig wären.

      Mir ist bewusst, dass auch hier kaum jemand EINFACHE Lösungen will. Das ist für mich ein deutliches Zeichen von „Herzensflucht“.

      • Anette Schloupt says :

        Ash-Li,

        das ist doch Fantasterei und nicht real umsetzbar, aber schön weit vom eigentlichen Thema weg!!

  43. Berthold Kogge says :

    @Andreas Abels

    Sicher bucht die EZB einfach Geld. Und – was wollen Sie uns damit sagen?

    Es hat dreißig Jahre gedauert, bis eine falsche Kredit- und Finanzpolitik uns im Jahr 2008 um die Ohren geknallt ist.

    Es gibt noch eine riesige Derivatenblase, die ist viel größer als das, was uns 2008 um die Ohren knallte. Das geht immer so lange gut, so lange immer mehr Geld hineingestopft werden kann, als einer wieder zurück haben will.

    Sie können sich auch – gerne zinslos – ein Leben lang mit Krediten über Wasser halten und sie könne wunderbar davon und damit leben, so lange niemand was zurückhaben will. Erst wenn jemand etwas zurück haben will, und sie dieses nicht mit neuen Krediten decken können, fliegt Ihnen alles um die Ohren.

    Geld ist keine Leistung, Geld repräsentiert nur den Wert einer Leistung. Und der Euro hat seinen Wert nur, so lange wir daran glauben, dass es auch echte Werte gibt, die sie dafür kaufen können. Haben sie viel Geld und gibt es nur wenig Werte dafür zu kaufen, wird der Preis für den Wertgegenstand steigen, also Ihr Geld wird weniger Wert sein.

    Geld an sich heraus hatte nie einen eigenen Wert und wird nie einen Wert haben. Und Geld wird nie eine Leistung ersetzen. Die reale Leistung, die sie kaufen wollen, muss auch real hergestellt werden.

    • Andreas Abels says :

      @B. Kogge

      Zitat: „Geld an sich heraus hatte nie einen eigenen Wert und wird nie einen Wert haben. Und Geld wird nie eine Leistung ersetzen. Die reale Leistung, die sie kaufen wollen, muss auch real hergestellt werden.“

      Habe ich denn irgendwo etwas anderes behauptet? 😉

      • Berthold Kogge says :

        Dann ist sollte Ihnen aber doch wohl klar sein, dass ein BGE aus Geldscheinen nichts bringt.
        Geld ist nur dazu da, damit Sie sie die Leistung, die ein anderer für Sie geschaffen hat, ohne Probleme eintauschen können. Und der andere bekommt dafür das, was Sie geschaffen haben. Und so komplex wie die Welt heutzutage ist, passiert das eben nicht direkt, sondern, wie oft beim Billard, über mehrer Banden.

        Im übrigen haben Sie meine Frage nicht beantwortet.

        Daher noch mal:

        Wer hat denn die Pflicht Sie zu versorgen?

      • Andreas Abels says :

        @B. Kogge

        Zitat: „Dann ist sollte Ihnen aber doch wohl klar sein, dass ein BGE aus Geldscheinen nichts bringt.
        Geld ist nur dazu da, damit Sie sie die Leistung, die ein anderer für Sie geschaffen hat, ohne Probleme eintauschen können. Und der andere bekommt dafür das, was Sie geschaffen haben. Und so komplex wie die Welt heutzutage ist, passiert das eben nicht direkt, sondern, wie oft beim Billard, über mehrer Banden.“

        Alles kein Problem, wichtig ist nur, dass JEDER Mensch eine Grundversorgung hat.
        Solange wir ein Geldsystem haben, muss diese Grundversorgung mit Geld umgesetzt werden, bedingungslos, und damit unabhängig von Erwerbsarbeit.

        Über wieviele Ecken ein erschaffendes Produkt gelaufen ist, spielt keine Rolle, solange genug Geld vorhanden ist, um es zu kaufen und die Infrastrukturen die Transportwege bereithalten.
        Der Transport über viele, viele „Banden“/Wege funktioniert ja heutzutage auch schon sehr gut.

        Es gibt schon heutuztage weder eine Knappheit an Produkten (Waren, Lebensmittel, Dienstleistungen) noch an Geld.
        Indem man vielen Menschen aber den Weg zu ausreichend Geld und damit auch zu Produkten versperrt, wird eine künstliche Knappheit geschaffen.

        Ztat: „Im übrigen haben Sie meine Frage nicht beantwortet.

        Daher noch mal:

        Wer hat denn die Pflicht Sie zu versorgen?“

        Die Frage haben Sie Ash-Li gestellt, nicht mir.

        Dennoch schreibe ich mal dazu: Es gibt keine Pflicht zur Versorgung, diese Pflicht ist auch nicht nötig.

        Eine gesunde Gemeinschaft wird Versorgung nicht als Pflicht emfpinden, sondern als Natürlichkeit, denn wenn Menschen füreinander da sind, dann weiß jeder, dass man voneinander profitiert.
        Was der eine gibt, kann der andere nehmen. Dieser muss aber nicht demselben etwas zurückgeben (keine Verpflichtung), sondern wird irgendwem anderen irgendwas geben, was dieser braucht.

        Das ergibt sich alles ganz natürlich in einer hochentwickelten Gesellschaft.

        Unsere globale Gesellschaft ist insofern leider sehr unterentwickelt. Wir reden immer von „Entwicklungsländern“, doch im Grunde sind alle Länder der Erde unterentwickelt, denn sie alle haben noch nicht verstanden, dass Leistung nicht automatisch mit einer Gegenleistung gegengerechnet werden muss, und dass JEDER Mensch etwas leistet, wenn man ihn läßt.

        Irgendeiner profitiert immer von dem anderen, ganz im positiven Sinne, denn irgendeiner produziert genau das, was ein anderer gebrauchen kann, sei es eine Ware oder eine Dienstleistung (kann auch Kunst oder Musik oder ähnliches sein).

        Ein niedrig entwickelte Gesellschaft zeichnet sich immer durch Misstrauen untereinander aus, eine hochentwickelte dagegen durch Vertrauen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: