Flugblatt Nr.2 – Widerstand wird zur Pflicht

Widerstand? So etwas absurdes oder? Schließlich gibt es für uns als Studierende der Bundesagentur für Arbeit (BA) keinen Grund für Protest: Nach dem erfolgreichen Studienabschluss wartet ein sicherer Arbeitsplatz und ein sozialer Job.

So zumindest die Illusion, die Realität sieht anders aus:
Für viele der Kolleg_innen ist der Arbeitsplatz alles andere als sicher. Vielmehr hangeln sie sich von einer Befristung zu der nächsten. Bis der Vertrag irgendwann einmal nicht mehr verlängert wird. Schließlich wurde der geplante Stellenabbau der Bundesagentur für Arbeit von insgesamt 17.000 Stellen lediglich verschoben, nicht aufgehoben. Der sichere Arbeitsplatz ist daher für viele eine Illusion.

Der fehlende Sinn für die Realität wird v.a. deutlich, wenn ein Arbeitsplatz bei der Arbeitsagentur/Jobcenter als „sozialer Job“ betrachtet wird:

1. Der Komplex aus BA (SGB III) und Jobcenter (SGB II) ist ein riesiger Überwachungsapparat. Die Erwerbslosen werden von ihren Bewerbungsaktivitäten bis hin zu ihrem Privatleben kontrolliert, v.a. im SGB II. Insofern sind die Behörden eine glaubhafte Konkurrenz für die NSA.

2. Diese Behörden setzen gesetzlich-willkürliche Maßnahmen um und üben dadurch strukturelle Gewalt aus. Die oftmals betonten „Pflichten“ (Zwang zu (prekärer) Erwerbsarbeit, Zwang zur Maßnahmenteilnahme, Beratungszwang, etc.) und die fehlenden Rechte (fehlende Umsetzung des Existenzminimums, fehlende (Berufs-)Wahlmöglichkeiten) führen zu einer massiven Einschränkung der Freiheit.

3. Erwerbslose werden von den Arbeitsagenturen und Jobcenter unter Generalverdacht gestellt. Frei nach dem Motto: „Bestimmt hinterzieht der- oder diejenige Leistungen.“ Das führt in der Praxis zu einer herablassenden Haltung der Behörden und zu dem beschriebenen Kontrollwahn (siehe unter 1.). Erwerbslose werden teilweise diffamierend als „Sozialschmarotzer“ bezeichnet, ein Begriff der von deutschen Faschisten sehr gerne verwendet wurde.

4. Menschen, die wirtschaftlich ausgegrenzt sind (Erwerbslose) haben es schon schwer genug, da sie gesellschaftlich stigmatisiert werden. Der Komplex aus Arbeitsagenturen und Jobcenter verschärft diese Situation, anstatt zu entschärfen. Unter enormen Druck werden die Menschen v.a. in den Niedriglohnsektor und in die prekären Beschäftigungen gezwungen, da so am besten die internen Zahlen erfüllt werden können.
Maßgeblich in diesem Zusammenhang sind Sperrzeiten (SGB III) und Sanktionen (SGB II). Von dem wenigen Geld, was die Erwerbslosen bekommen kann theoretisch alles gekürzt werden. Diese Drohkulisse zeigt eine enorme Wirkung. Aber nicht nur die Drohkulisse allein, sondern auch die Anwendung hat es in sich. So wurden 2012 erstmals mehr als 1 mio. Sanktionen verhängt! Die Sanktionspraxis ist umso mehr ein elementarer Bestandteil der behördlichen Praxis geworden. Und das obwohl das Bundesverfassungsgericht in dem Urteil vom 9.2.2010 ein Recht auf ein „soziokulturelles Existenzminimum“ aus dem Grundgesetz hergeleitet hat.

5. Das oberste Ziel der Jobcenter und Arbeitsagenturen ist es „Menschen und Arbeit zusammenzubringen“. Volkswirtschaftlich betrachtet gibt es aber gerade einmal 1 mio. offene Arbeitsplätze und 6 mio. Erwerbslose. Wie soll diese Rechnung aufgehen? Das wichtigste Ziel kann also höchstens nur für einen kleinen Teil realisiert werden. Fraglich ist dann inwieweit die Behörden für diesen kleinen Teil der Erwerbslosen behilflich sind. Denn die meisten Menschen finden unabhängig von der Behörde eine Arbeitsstelle. Die anderen landen häufig in Leiharbeit und in prekären Beschäftigungen.

Sozial ist das nicht! Die Menschen werden durch diesen Machtapparat nämlich oftmals krank. Depressionen stehen auf der Tagesordnung, Suizid ist eher die Ausnahme (was es nicht besser macht). Durch Geldkürzungen geraten Menschen in die Kleinkriminalität und Schwarzarbeit. Gesetzlich ist es möglich Menschen in die Obdachlosigkeit zu treiben (Kürzung von Regelsatz und der Kosten von Unterkunft und Heizung).

Das alles zeigt, dass der durch das Studium angestrebte Beruf alles andere als sozial ist. Widerstand wird daher zur Pflicht!

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73 responses to “Flugblatt Nr.2 – Widerstand wird zur Pflicht”

  1. Humanist says :

    Gutes Flugblatt! Ist das so auf dem Campus verteilt worden?

    Man könnte auch etwas sarkastisch formulieren: derzeit gibt es wohl nicht viel Unsozialeres als das Sozialgesetzbuch.

    Worüber man sich meines Erachtens auch keine Illusionen machen sollte:

    Die massive durch die Arbeitsverwaltung ausgeübte strukturelle Gewalt fördert auch die Entstehung von Konflikten und Kurzschlußreaktionen, die sich im Sachbearbeiterbüro entladen.

    Im hiesigen Arbeitsagenturbezirk beispielsweise vergeht laut einem Zeitungsbericht kein Monat, in dem es nicht zu einem gravierenden Zwischenfall kommt.

    Humanist

    • kritischerkommilitone says :

      @Humanist: diesmal habe ich eine andere Verteilaktion benutzt: über das moderne Internet:)

    • MitdiesemBlogvertaeufelstduauchdiemotiviertenMitarbeiter says :

      *Räusper* Wer verfasst und erlässt nocheinmal Gesetze wie das Sozialgesetzbuch? Ist das wirklich die böse,böse BA auf der hier so rigoros rumgehackt wird?
      Und Arbeitsverwaltung/Arbeitsamt. Auf einem Blog, auf dem sich nur „Experten“ äussern, sollte man wenigstens die aktuellen Begriffe benutzen. Hmmm…überlegen wir mal, wie war das in Neuss nochmal? War das wirkich die strukturelle Gewalt die die Sachbearbeiterin ausgeübt hat und eine daraus folgende Kurzschlussreaktion? Neeeein, es war eine Vertretung, die mit dem Fall nichts zu tun hatte und jetzt trotzdem nicht mehr lebt. Und selbst wenn rechtfertigt NICHTS einen Angriff auf Jobcenter Mitarbeiteroder auf sonst einen Mitbürger. Das nennt man Rechtsstaat.
      Wobei schonmal aufgefallen? Hier wird nur über die BA gehetzt, was ist denn mit den Kommunen? Sind die nicht auch böse? Das Kerngeschäft der BA war einmal das SGBIII und um das SGBII hat man sich nicht wirklich gerissen. Gibt es da denn auch so böse Mitarbeitergeschichten? Hab hier noch gar nichts davon gelesen. Da scheint ja alles ganz gut zu laufen. Meiner Meinung nach ist ein kritischer Blog, der den Internetauftritt verdient, einer der sowohl Schlechtes als auch Gutes berichtet und nicht nur einseitig Alles vertäufelt.

      • Dennis82 says :

        „Kritisches Denken“ würde in einem Falle wie Neuss (den niemand rechtfertigt!) z. B. damit beginnen, sich genau die Frage zu stellen, warum Menschen derart verzweifelt reagieren, dass sie sich nicht mehr anders als durch (tödliche) Gewalt zu helfen wissen…? Vielleicht weil es bei vielen um nichts anderes als das Überleben, die nackte Existenz geht? Um das Bewahren eines Rests an Menschenwürde…? Wundert man sich ernsthaft, wenn man einen Hund ein Leben lang tritt und schlägt, ihn Hungern lässt – dass er irgendwann evtl. mal beißen könnte…?

        Weil man vom warmen Schreibtisch aus (dazu noch aufgewachsen in einem realitätsfernen Fachidioten-Biotop wie der BA-Hochschule) überhaupt keine Vorstellung hat, welch menschenverachtendes Recht man hier eigentlich sprichwörtlich „exekutiert“…? Auch Sie reden sich wieder einmal letztlich damit heraus, dass Sie nur dass tun, was das Parlament, die Regierung beschließt. Sie weigern sich, dazu eine eigene Meinung zu entwickeln. Sie wollen auf der einen Seite, dass man Ihnen persönlich ihr Tun nicht vorwirft, weisen also jede Verantwortung von sich. Auf der anderen lehnen Sie auch die (ggf. gewalttätigen) Konsequenzen daraus ab, die sich daraus ergeben können, wenn man sich als Vollstrecker zwischen Bürger und Regierung stellt – und SIE Menschen mal eben das Existenzminimum auf Null kürzen! Diesem geben Sie dann auch noch den süffisanten Rat, er solle sich doch dann bitte bei der Regierung beschweren… dann wundert man sich evtl. darüber, dass jemand austickt…?

        Gerade solche Fälle wie Neuss sollten doch verdeutlichen, dass sich die existenzielle Wut letzlich genau an der Person bzw. der Institution entlädt, die dieses (Un)Recht konkret durchsetzt. Man würde evtl. begreifen, dass man aus Sicht der Mächtigen nichts weiter als ein Werkzeug ist, auf den sich der Zorn im Einzelfall richtet. Dass ist aber genau ein Gedankengang, den z. B. auch die große Masse der Polizisten (siehe die Vorgänge in Hamburg) nicht zu gehen in der Lage ist!

        Bei Ihnen kommt in der unkritischen Verteidigung eines abstrakten Begriffes wie der „Behörde“ / BA (deren „Ehre“ Sie verletzt sehen und zu verteidigen glauben müssen) nichts anderes als unkritischer Corpsgeist zum Vorschein.

      • Anette Schloupt says :

        @MitdiesemBlogvertaeufelstduauchdiemotiviertenMitarbeiter

        Entschuldigung, aber was zu viel ist, ist zu viel!

        Wenn ein/e SB Mutter mit Kind auf die Straße setzen wollen, weil sie meinen Gesetze nicht beachten zu müssen, Papier wie von Zauberhand verloren gehen, richterliches Urteil einfach ignoriert wird,dann ist das ein Angriff auf mein Leben!!
        Sich darüber aufzuregen, dass es den falschen SB treffen könnte ist zwar richtig, aber nur die eine Seite der Medaillie, denn wo gab es jemals SB, die darauf hinwiesen, dass ein Kollege nicht verallgemeinern darf?

        Beruf ausradiert, Weiterbildung untersagt, Mieten nicht gezahlt, ich hatte meinen Proßes gewonnen, am Ende doch verloren, weil die SB meint solch ein Urteil ignorieren zu können.
        Und nun ehrlich, hätte ich je gewusst wie meine SB aus sieht, sie ließ keine Termine zu, …na ja , ich kann so manchen verstehen, der nicht anders reagiert wie ein Hund, denn er kann der Gutmütigste von der Welt sein, doch drängt man ihn in die Enge, beisst er zu!Zu Recht!
        Und wenn je meinem Kind etwas zugestoßen wäre, ich hätte mich vergessen, zumal man schon versuchte ihren Bildungsweg zu durchkreuzen!!
        So nun muss ich den Eimer aus leeren!

      • Betroffene aus dem Sozialen Bereich says :

        Das stimmt so nicht. Wer sich mit dem Thema mal genauer beschäftigt hat, ist diese Ausrede schon zu lange benutzt um weiter die Augen zu verschließen. Es hilft nicht mit dem Finger nach oben zu zeigen. Selbst Aktiv werden, warum ist der Mensch ein Mensch?

        Klar wurde schon vieles versucht. Direkt an die Politiker Brandbriefe die Unbeantwortet blieben. Inge und Marcell führt man als Abschreckung zur Schlachtbank und ihr seid alle mucks Mäuschen still. Das finde ich Traurig. Auch wenn die Motivation hoch ist, sollte die Motivation sozial gerecht arbeiten zu können genauso wichtig sein wie die eigene Butter auf dem Brot.

        Courage ist nicht weiter zu zu schauen wie andere eins in die F…bekommen, deren leben komplett zerstört und zwangsverarmt werden auch diejenigen die 30 und mehr Jahre gearbeitet haben.

        Ob nun Kommune oder BA alle führen doch ohne wirklich nachzudenken die SGB Befehle und Anweisungen aus. So einfach ist das nicht sich raus zureden. Die anderen sind Schuld, jeder ist sich selbst und seinem Gewissen gegenüber verpflichtet. Und wenn Gesetze gegen Menschenwürde und Grundgesetz verstoßen habt ihr die Pflicht zum Widerstand. Nicht als Angestellte aber als Bürger den Bürger gegenüber. Wir sind keine Kunden denn wir kaufen von euch nichts. Es geht um Menschen, klein groß manchmal noch im Bauch als Embryo oder Kurz vorm Ausziehen. Ihr wisst gar nicht was der Psychodruck per Gesetz für Auswirkungen auf Mensch und Seele haben. Und auf die ganze Gesellschaft und auf den Arbeits- und Binnenmarkt aber das ist zu viel, wer hat schon die zeit sich genau zu informieren.

        Wer soll uns sonst helfen, die Lobbyisten wohl kaum? Von den stammt das ganze doch. Vernichten oder helfen? Da gibt es doch wohl nur eine Antwort. Helfen und das ohne Gewalt. Das will wirklich keiner es sind die Umstände und die müssen sich ändern sofort am besten.

        Hört auf zu Sanktionieren ist auch keiner Zornig und wütend, handelt menschlich denn wäre keine security nötig. Schon mal soweit gedacht??

        das ist gewollt und ihr sitzt genauso auf der Schachtbau wie die Kunden erst wenn sie das verstehen wird ein Umdenken möglich sein. Solange es aber Brav weiter umgesetzt wird verlieren immer mehr alle hab und gut und müssen Trotz Ausbildung sich ausbeuten lassen zu Dumpinglöhnen. Die Wirtschaft hat zu tief die Finger im Steuersäckel und zahlen immer weniger in die Kassen und keiner merkt es…unsere Politiker sind dem Volke ferner wie selten. Es wird auch euch treffen wenn man uns ausgehungert hat. Was macht ihr dann? Seid ihr die nächsten überflüssigen?

        Fachkräftesyndrom, nur vom fach alles wissen der Rest ist egal.und weit weg, selbst wenn ringsum die Welt zusammenkracht bekommt er es nicht mal mit. Hat er ja einen sicheren Job? nein auch das war einmal…

        Und ja die Kollegin in Neuss war eine Vertretung und jetzt fragt euch mal warum so etwas überhaupt passiert?

        Wir wollen das alle nicht und das auf beiden Seiten des Schreibtisches. Hier mal eine kleine Eisbergspitze der tollen Arbeit. Wo die Kunden euch schon seit Jahren unter den Fingern wegsterben…

        https://www.facebook.com/pages/Schinders-Liste/1473168796241814?fref=pb&hc_location=profile_browser

        Was können die dafür das es nicht genug Arbeit für alle gibt. Und es sind keine Einzelfälle.

        Keiner möchte das so etwas überhaupt passiert dafür müsen aber wir alle gemeinsam etwas tun und nicht warten bis es ein anderer macht.

        Warum soll bei den Jobcentern euch aufgerüstet werden?
        Wann klickert es endlich im Verwaltungs- § Gehirn?

        Es gibt sone und solche, also wenn ich sehe das jemand einen anderen schlecht behandelt mach ich den Mund auf! Ist auch eine Charaktersache.

        Denn gibt es Kollegen die Mitleidig gucken (2 er Besetzung) und mit dem Kopf schütteln wenn die Kollegin meint sie müsse von oben herab das leben anderer beurteilen ohne die Person überhaupt zu kennen geschweige denn die Lebenssituation.

        Das ist auch einigen Kollegen peinlich sagen aber nichts. Das finde ich schlimm…es gibt auf beiden Seiten genug Charakteren die denn aufeinander Prallen. Und wir waren in Neuss alle nicht dabei. Unterm Teppich kehren kann die BA auch gut. Wenn ihr mal realistisch seid und über den Zaun seht. Die zeit für Ausreden ist vorbei!

        Je mehr mithelfen um so schneller können wir die Probleme auf beiden Seiten lösen. Müsst euch nur mal Herablassen und euch Fragen wo das hinführen soll und was es bei den Menschen Bewirkt. Wie viele Opfer es auf der Kunden Seite gibt ist kaum zu erfassen. Es gibt viele Wege in den Tod. Ihr habt da oft sehr verzweifelte Menschen das hilft Arroganz und Machtgehabe wenn du nicht dann nur dazu das einige irgendwann …ich mag es nicht schreiben. Aber das eine führt zum anderen, der Kreislauf kann nur durchbrochen werden wenn wir an einem Strang ziehen, der Druck den sie auf uns abladen muss zusammen dort hin wo er herkommt, ist klar. Denn seht ihr nicht weiter weg.. und Informiert euch über Ursache und Wirkung eures Handeln nach Gesetz und Kann Bestimmungen. Solidarisiert euch jetzt. Wenn nicht jetzt wann dann?

        Marcell wäre in 3 Monaten fertig, denn wäre die Ba ihn los gewesen. Ihn jetzt raus zuwerfen passt zu solchen Gesetzen.

        Geld ist wichtiger wie der Mensch sogar bei den Kollegen. Die Spaltung der Gesellschaft und deren Ignoranz hat erschreckende Ausmaße angenommen.

        Die Kunden fangen an sich zu wehren, ihr seid gefragt umzudenken was wirkliche Hilfe wäre und was wirklich Sinn macht und zwar im sinne des betroffenen und nicht irgendwelchen Interessengruppen denen ein Menschenleben nichts wert ist solange s nicht für die Aktion ackern kann. Gefangene müssen nicht hungern und frieren haltet euch das vor Augen. Es ist genug passiert und das muss auf beiden Seiten aufhören.

        10 Jahre sind genug…..und jedes Opfer ist eins zu viel

      • Betroffene aus dem Sozialen Bereich says :

        @MitdiesemBlogvertaeufelstduauchdiemotiviertenMitarbeiter

        Es geht darum das es so nicht weitergehen kann und keiner die Augen verschließen sollte gerade auch für die Kollegin aus Neuss und für alle die damit zu tun haben. Remonstrationspflicht ist auf eurer Seite. Müssen nur mal alle an einem Strang ziehen. Was sind wir für euch? Ware oder Menschen?
        http://de.wikipedia.org/wiki/Remonstration

        Wie viele wollen sie noch rauswerfen nur weil sie da nicht tatenlos zuschauen wollen? Eure Kollegen brauchen euch die Kunden brauchen euch. Solidarisch zeigen ist der erste Schritt. Wer sich nicht traut macht es anonym bis der knoten platzt und alle wieder aufatmen können.
        Wie lange wollt ihr noch so weiter arbeiten?
        Die Motivierten werden auch daran kaputt gehen und an eigene grenzen stoßen.

        hier noch ein Link den ich eigentlich Anhängen wollte. Zum Thema Opfer des Systems.
        http://soeckchen.site50.net/soeckchen/?p=5684

        Die Solidarität kommt auch zurück. Fragt mal Inge oder Marcell. Aber sie stellen sich selbst mehr hinten an wie es scheint. Riskieren alles und deswegen haben sie auch unseren vollsten Respekt und Solidarität und Unterstützung verdient.

        Und sie stehen nicht allein. Es ist nie zu spät nach zu denken was man da eigentlich anderen antut. Jeder findet seinen Platz in der Geschichte auf welcher Seite der Chronik werdet ihr stehen. Feigling oder Handlanger oder zu denjenigen die nachgedacht haben welche Seite Mensch ihnen wichtiger ist ?

        Wie Kollegial seid ihr?

        Was erzähle ich meinen Enkeln wenn die später Fragen: Und was hast du damals getan als man uns alle rechte entzogen hat und warum müssen so viele Menschen Hungern obwohl es genug für alle geben würde? Wenn das noch erlebe. Es gibt überall um uns herum genug Gewalt in der Nachbarschaft zeigen wir es das es auch friedlich geht und das zusammen. Denn sie werfen den deutschen auch vor ein Grund für das Desaster zu sein mit unserem Lohndumping und Aggressiven Marktpolitik. Das geht an euch vorbei?

        Die falsche Lektüre?

        Statt später mal zu lesen sie waren ignoranten oder wussten nicht was sie tun. Unwissenheit schützt nicht. Und auch es auf andere abwälzen bringt nicht. „Aber die haben doch“ und danach kommt denn „und was hast du?“

    • Aufgewachter says :

      Wieso „Sozialgesetzbuch“? Steht SGB nicht für Strafgesetzbuch? 😉

      Wenn genug Menschen gemeinsam aufstehen, dann schaffen wir das schon die deutsche NSA abzuschaffen. Dann wird auf der hauseigenen Internetseite folgende letzte Meldung zu lesen sein:

      Agentur für Arbeit schließt Internetauftritt!
      http://aufgewachter.wordpress.com/2014/01/13/agentur-fur-arbeit-schliesst-internetauftritt/

    • Aufgewachter says :

      Es sind nicht nur die Erwerbslosen, die krank werden.

      Kann mir doch keiner erzählen, daß die Peiniger nicht auch etwas davon zurückbehalten, wie folgende kurze Geschichte belegt

      Neues Flugblatt, daß wir anzubieten haben

      Erwerbsloser schockt Fallmanager mit Fragebogen
      http://aufgewachter.wordpress.com/2014/01/22/erwerbsloser-schockt-fallmanager-mit-fragebogen/

  2. 5jahrehartz4 says :

    Vorschlag für die Rückseite:

    SGB I:
    § 13 Aufklärung Die Leistungsträger, ihre Verbände und die sonstigen in diesem Gesetzbuch genannten öffentlich-rechtlichen Vereinigungen sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Zuständigkeit die Bevölkerung über die Rechte und Pflichten nach diesem Gesetzbuch aufzuklären.
    § 14 Beratung Jeder hat Anspruch auf Beratung über seine Rechte und Pflichten nach diesem Gesetzbuch. Zuständig für die Beratung sind die Leistungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind.
    § 15 Auskunft (1) Die nach Landesrecht zuständigen Stellen, die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung sind verpflichtet, über alle sozialen Angelegenheiten nach diesem Gesetz-buch Auskünfte zu erteilen.
    § 10 Teilhabe behinderter Menschen
    Menschen, die körperlich, geistig oder seelisch behindert sind oder denen eine solche Behinderung droht, haben unabhängig von der Ursache der Behinderung zur Förderung ihrer Selbstbestimmung und gleichberechtigten Teilhabe ein Recht auf Hilfe, die notwendig ist, um
    1. die Behinderung abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern,
    2. Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, zu überwinden, zu mindern oder eine Verschlimmerung zu verhüten sowie den vorzeitigen Bezug von Sozialleistungen zu vermeiden oder laufende Sozialleistungen zu mindern,
    3. ihnen einen ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Platz im Arbeitsleben zu sichern,
    4. ihre Entwicklung zu fördern und ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und eine möglichst selbständige und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen oder zu erleichtern sowie
    5. Benachteiligungen auf Grund der Behinderung entgegenzuwirken.

    Grundgesetz
    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung ALLER staatlichen Gewalt.# Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. # Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich,

    Menschenrechte
    Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. * Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden,

    UN Behindertenrechtskonvention (Bundesgesetz)
    Zugang zur Justiz # Freiheit von Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe # Gesundheit f) verhindern die Vertragsstaaten die diskriminierende Vorenthaltung von Gesundheitsversorgung oder -leistungen oder von Nahrungsmitteln und Flüssigkeiten aufgrund von Behinderung.

  3. taspie says :

    Gratulation zu diesem sehr guten Flugblatt. Ich habe es beim Lesen einfach auf mich wirken lassen – und es wirkt ausgezeichnet. Zumindest auf mich, d.h., es ist nicht auszuschließen, dass es an anderer Stelle zu roten Köpfen, Verärgerung, Äußerungen von Zorn und Verunsicherung oder Magenkrämpen führt. (Mir fallen da spontan ein paar Leute ein.)

    Vielleicht finden sich dadurch ja sogar weitere Mitstreiter für einen sozialen Arbeitsplatz, an dem keine Überwachung, Zwang, Unterstellung, Prekarisierung und Weiße Folter* (Sanktionen) vollzogen werden müssen.

    Hoffentlich sorgt der Verteiler dafür, dass es an die richtigen Stellen gelangt. Hier hat das Internet eindeutig Vorteile. Obwohl die physische Präsenz beim Verteilen vermutlich mehr subversives Potential besitzt.

    Ich bin schon gespannt auf das nächste Flugblatt.

    t.

    *
    http://de.wikipedia.org/wiki/Weiße_Folter

  4. Dennis82 says :

    Gibt es denn eigentlich als nennenswerte Reaktionen auf solche Flugblätter innerhalb der Studenten…? Also befasst sich überhaupt jemand inhaltlich mit solchen Widersprüchen? Oder fliegt alles ungelesen in den „Papierkorb“? Nach meiner persönlichen Erfahrung (in einem ähnlichen Bereich im ÖD) werden die Studenten allein schon durch die Struktur des Studiums und vor allem der Form der Prüfungen an sich (also überwiegend blinde, wertfreie, nicht hinterfragbare) Paragrafenreiterei regelrecht dazu erzogen. „Recht“ ist alles, wofür es eine „Fundstelle“ gibt. Alles weitere interessiert derart abgerichtete Menschen nicht mehr; man wähnt sich im Recht… Ich persönlich erkenne das aktuell auch wieder einmal in einem anderen Bereich (Krankenkasse), in der die Sachbearbeiterin das mit Händen förmlich greifbare Unrecht auch nicht wahrnimmt. Sie habe eine Rechtsgrundlage – und ob diese evtl. (dem gesunden Menschenverstand) oder dem Grundgesetz zuwiderläuft – ist nicht ihr Problem! Es existiert also schon erziehungsbedingt erst gar kein Gewissen mehr, an welches man bei solchen Robotern auch nur ein wenig appelieren könnte…

    Alles ein einziger unkritischer Kadavergehorsam…!

    • 5jahrehartz4 says :

      Fundstelle? Ist damit ein Gesetz gemeint oder wie inzwischen üblich die Anordnung der Vorgesetzten (auch in Andeutungsform)?

      Sie können ja dagegen klagen (und nach 10 Jahren am EuGh wiederfinden und bis dahin ist es Gewohnheitsrecht geworden)

      • Dennis82 says :

        Gesetz allein wäre die „Fundstelle“ betreffend viel zu allgemein. 😉 In der Regel erhält ein Student in einer extrem realitätsfernen, völlig theoretischen Klausur, die in einem formell Rechtsgutachterischem Stil angefertigt werden muss nur dann einen Haken, wenn er eine Vorschrift (und sei sie auch noch so selbstverständlich und trivial) benennt und exakt bis ins allerletzte Detail genau zitiert. Also Paragraf, Absatz, Satz, Nummer, Halbsatz, Buchstabe… Obwohl (oder gerade weil?) so ein enormer Wert auf die Erfüllung der Tatbestände einer konkreten Rechtsnorm gelegt wird, wird deren Inhalt oder deren Wirkung weder wahrgenommen noch kritisch hinterfragt. Das Erfolgserlebnis im Hirn des Bürokratens stellt sich dann ein, wenn er sein Handeln eben mit einem solchen Zitat „rechtfertigen“ kann. Anders hat er es ja auch nie gelernt. In der Klausur hätte er auch keine Zeit dafür – und Punkte brächte es auch nicht! Schließlich ist „Leistung ja Arbeit geteilt durch Zeit“ – wie der Ausbildungsleiter immer zu sagen pflegte…

        Eben – „sie können ja klagen“. Wohl wissend, dass dieses Verfahren auch keinerlei aufschiebende Wirkung hat. Von der Erfolgsaussicht ganz abgesehen…

    • kritischerkommilitone says :

      @Dennis82:   Bis jetzt habe ich noch keine nennenswerten Rückmeldungen bekommen. Die meisten scheinen sich auf den Standpunkt zu stellen, dass meine Aktionsform zu radikal ist.   Das scheint für einige der Grund zu sein, warum sie sich nicht inhaltlich mit meine Kritik auseinandersetzen.   Das heißt nicht, dass alle in einen Kadavergehorsam gefallen sind. Es ist vermutlich mehr die Angst moralische Fragen an sich herankommen zu lassen, die Auswirkungen auf die persönliche, berufliche Zukunft haben.  

      • Dennis82 says :

        Dann bestätigst du immerhin meine Vermutung, dass auch lauter, nach außen gerichteter offensiver Protest nicht wirklich etwas bringt. Ich habe mich ja, einen anderen Weg beschreitend, in vielen Einzelgesprächen bzgl. dieses Themas aufgerieben…

        Die Angst vor dem eigenen Gewissen mag in der Tat die wesentliche Ursache dafür sein, warum viele Kritik wie diese auch einfach mal eben als „radikal“ abtun. Dieser Vorwurf begegnet mir ja auch immer wieder… nimmt man aber den Begriff „Radikalität“ wieder auseinander, wird man auch wieder nur ignoriert. Es erstaunte mich wirklich, wie dick dieser Panzer ist, den viele hier entwickelt haben. Die Entwicklung dessen wurde ja eben auch systematisch durch die umgebenden Strukturen im Studium gezielt gefördert.

        Ein gutes Beispiel war eine (recht erfolgreiche) jüngere Kollegin zwei Jahrgänge vor mir, die eine wahre Meisterin darin war, wirklich ausnahmslos Alles vollständig zu ignorieren, was den Studienbetrieb oder eben auch die Handlungsweise in den Ämtern betraf. Gemeckert wurde höchstens punktuell und auch nur dann, wenn sie ganz persönlich von etwas betroffen war. Die beruflich antrainierte Ignoranz vermeintlich für sie persönlich nicht relevanter Fakten („interessiert mich nicht“) wurde auch auf das Privatleben übertragen (weshalb übrigens auch ihre Beziehung kurz nach der Prüfung scheiterte). Sie behandelte einem nach dem selben Schema, als säße man ihr im Amt als Antragsteller gegenüber. Als Beamtin wird sie sich in Zukunft eben ganz selbstverständlich genausowenig für dass „Interessieren“, was der Bürger von ihrem Tun hält. Sie tut ja nur, was im Gesetz steht.

        Ich hatte während des Studiums oft ein Bild vor Augen: Nimm diesen Leuten einfach ihre Gesetzesbände, Richtlinien und Erlasse weg (hinter denen sie sich verschanzt haben) – und sie rennen nur noch ziel- und hilflos umher wie enthauptete Hühner!

        Besonders lächerlich, eher gefährlich waren auch die nicht wenigen Pseudosozialwissenschaftlichen (aber eben das Wesentliche auch nicht annähernd thematisierenden) Module, mit denen diesen kalten Robotern gar noch suggeriert werden sollte, sie handelten ja gerade eben nicht wie der „klassische Beamte“…!

        An der Ausarbeitung der Studienstruktur war übrigens auch die der Bertelsmannstiftung nahestehende Unternehmensberatung Kienbaum beteiligt.

      • RoboterNr2 alias Gehirnamputierte-ich hab leider alle anderen Beleidigungen schon wieder vergessen says :

        Lieber KK, ich bin eine Mitstudierende von dir. Und wie du sicherlich weisst, haben wir bereits einige Diskussionen mit dir gefuehrt, aber du moechtest es einfach nicht akzeptieren, dass es auch andere Meinungen gibt. Waehrenddessen wir immer versucht haben dir und deiner Einstellung offen gegenueber zu treten.
        Ich bin wirklich enttaeuscht, dass andere Meinungen als DIE BA IST SOOOOOOOO SCHLIMM, als Kadavergehorsam, hirnamputiert oder sonst etwas beschimpft werden. Denn das ist falsch. Das ist einfach eine andere Meinung. Eine Meinung von der BA, die uns bewegt hat dieses Studium anzutreten und fuer eben diese Arbeitgeberin zu arbeiten. Nur weil nicht gleich alle Studierenden der HdBA sich den Aktionen des KK anschliessen, heisst das noch lange nicht, dass sie keine eigene Meinung zur BA haben. Es wird nur eben Kritik geaeussert, die nicht gleich das komplette System umwerfen moechte. Und anstatt nur zu meckern, konstruktive Vorschlaege gemacht werden-unter anderem weil oefter einmal Mitarbeiter aus der Zentrale kommen, die sehr gerne eine angeregt Diskussion mit uns fuehren. Das wird hier aber komplett ausser Acht gelassen. Mal davon abgesehen, dass die BA selbst bereits Massnahmen zur Veraenderung anstrebt und eingeleitet hat. Das sieht hier hinter all dem Hass nur keiner. Und leider empfinde ich es als sehr verstoerend, dass der KK, mit seinen wenigen Hospitationen in nur einem Jobcenter (BA oder optiert oder gemeinsam?), sehr verallgemeinert schreibt. Wobei besonders die Handhabe in den Jobcentern recht vielfaeltig ist und sich daher auch die Arbeitsweisen durchaus unterscheiden. Ich finde leider, dass dieser Blog langsam das Niveau von RTL erreicht-alias Helena Fuerst Anwaeltin der ARMEN.
        Konstruktivitaet? Fehlanzeige! Meckern und beschimpfen ist ja auch so viel einfacher. Wie waere es denn Mal mit Ideenbox benutzen, wenn man Alles besser weiss? Da gibts sogar Geld fuer gute Ideen.

      • Dennis82 says :

        Es ist wirklich lustig… Demnächst im Theater: „Die verlorene Ehre der Bundesagentur für Arbeit“…!

  5. Unbequem says :

    Das Erfolgserlebnis im Hirn des Bürokratens stellt sich dann ein, wenn er sein Handeln eben mit einem solchen Zitat “rechtfertigen” kann. Anders hat er es ja auch nie gelernt.

    In der Tat findet man dieses unreflektierte Handeln nicht nur bei Bürokraten die in das System eingebunden, dem System zuträglich sind.

    Auch in der Justiz und den Strafverfolgungsorganen lassen die Strukturen und die persönlichen Ambitionen auf eine Karriere oftmals wenig bis gar keinen Spielraum zu, dem Recht Geltung zu verschaffen. Recht ist was Gesetz ist, so könnte man es verkürzt auf den Punkt bringen.

    Ich habe Richter erlebt, deren Zurschaustellung ihrer narzistischen Persönlichkeit wichtiger scheint, als Recht zu sprechen. Staatsanwälte die karriereförderlich darauf hinarbeiten in ihrer Vita Zeiten beim „General“ (Generalstaatsanwaltschaft der Länder) zu ergattern.Rechtspfleger die eh nichts mehr hinterfragen, weil sie in der Hirarchie an unterster Stelle stehen.

    Unsere Polizei wäre noch einmal ein eigenes Kapitel wert. Deren Entwicklung ist allles andere als „Staatstragend“… im klassischen Sinne.

    Erhalt des Status Quo von Personenkreisen und Strukturen, die wenig mit dem Willen des Volkes zu tun haben, darauf ist alles ausgelegt.

  6. Ich-moechte-gerne-anonym-bleiben says :

    Hi Marcel,

    ich gebe mich als ein Kommilitone von Dir zu erkennen, möchte aber anonym bleiben und spreche auch nicht für die Studenten der Hochschule und auch nicht für die Bundesagentur für Arbeit. Ich äußere mich lediglich als private Person, die Deinen Blog liest, die Dich kennt und Dich schätzt für Dein Engagement für Menschen, die offenbar keine ausreichend starke Stimme in unserer Gesellschaft haben. Und dazu zähle ich nicht nur Menschen, die von dem Dir so liebevoll sogenannten „Hartz-Regime“ betroffen sind, sondern auch für andere Personengruppen, die es in einer ignoranten Mehrheitsgesellschaft nicht immer leicht haben.

    Aber ich bin gleichzeitig eine Person, die sich auch über Dich maßlos ärgert, weil ich glaube, dass der Weg, den Du eingeschlagen hast, nicht der hilfreichste ist, um die Situation der Menschen, um die es hier geht, zu verbessern. Und auch nicht der hilfreichste Weg ist, um den Dialog mit den Leuten zu führen, den Du vorgibst zu suchen. Und ich ärgere mich, dass ausgerechnet die Person, auf die ich so große Stücke halte, und Potential hat, wirklich etwas zu bewegen, so viel verspielt, weil sie einfach mit dem „Kopf durch die Wand“ gehen will, anstatt überlegt und vielleicht etwas „subtiler“ zu handeln.

    Du schreibst in Deinem Blog „Bis jetzt habe ich noch keine nennenswerten Rückmeldungen bekommen. Die meisten scheinen sich auf den Standpunkt zu stellen, dass meine Aktionsform zu radikal ist. Das scheint für einige der Grund zu sein, warum sie sich nicht inhaltlich mit meiner Kritik auseinandersetzen. Das heißt nicht, dass alle in einen Kadavergehorsam gefallen sind. Es ist vermutlich mehr die Angst moralische Fragen an sich herankommen zu lassen, die Auswirkungen auf die persönliche, berufliche Zukunft haben“

    ich glaube, Du unterschätzt völlig, wie sich vor allem das „Wie“ und nicht nur das „Was“ auf den Menschen auswirkt. Jeder, der mit Menschen zu tun hat, und erkennt, wie individuell die Menschen ausgerichtet sind; jeder, der Überzeugungsarbeit leisten will, die breiten Anklang finden soll, muss sich auf kurz oder lang über Methodik Gedanken machen.

    Wenn man belesen ist, und in einem ganz bestimmten Bereich sein Fachwissen aufbaut, entwickelt man sich, ohne dass man es selbst vielleicht merkt, zu einem Fachidioten, der ganz klar unter anderen Fachidioten sich wunderbar austauschen kann, aber dem es nur schwer gelingt, Menschen zu erreichen, die mit seinem Thema gar nichts anfangen können oder Berührungsängste haben. Jeder Politiker, jeder Lobbyist, jeder Dozent, und jeder Verkäufer und Berater ist vor demselben Problem gestellt, wenn es darum geht, eine breite Masse für sein Thema / Produkt zu gewinnen. Nichts anderes versuchst Du auch, auch wenn Du das so nicht siehst.

    Ich bin der Überzeugung, dass der Inhalt alleine nicht ausreicht, um Menschen zu bewegen. Vielmehr gehört auch Kommunikationsfähigkeit, Sensibilität für den Adressaten, Charisma und diplomatisches Geschick dazu, Menschen zu erreichen. Und wenn ich von Kommunikationsfähigkeit rede, meine ich nicht, die Rhetorik mit der Du Kritik an Dir selbst oder gegenteilige Meinungen abprallen lässt, oder Deine Aktionen rechtfertigst, sondern all das, was wir auch in entsprechenden Modulen mit einer 3 vor dem Komma nach drei Jahren hätten verinnerlichen sollen. (Habe ich auch nicht, davon mal ab… aber sowas nennt man Selbstkritik, versuch es mal ;-))

    Wenn Du diese Rückmeldungen also bekommst und als nicht nennenswert abtust, musst Du Dir die Frage stellen, ob es Dir wirklich darum ging, die Studenten der Hochschule zu erreichen, oder lediglich darum, die Hochschule und seine Studenten für Deine Zwecke zu instrumentalisieren, wie Du es schon in mehreren Gesprächen während unseres Präsenztrimesters eingeräumt hast, und bei Deinen neuen „Gesinnungsfreunden“ (die im Übrigen, wenn ich mir die Kommentare im Blog ansehe, nicht mehr überzeugt werden müssen) gut anzukommen.

    Viel spricht dafür, dass es um letzteres geht, wenn man die Stilmittel Deines Flugblattes betrachtet. Der Aufmacher ist „Widerstand“. Für Dich zwar ein typischer Aufhänger, aber ohne zu reflektieren, mit welcher Zielgruppe man es überwiegend zu tun hat, und mit welchen Motiven diese Menschen sich für eine Laufbahn bei einer Behörde entscheiden (und eine Behörde ist es nun mal, auch wenn man sich gerne als „Agentur“ darstellt und über „Kunden“ redet… und da gebe ich einigen Kommentatoren Deines Blogs insofern recht), ist dieser Aufhänger kontraproduktiv. Dass man sich diesen Leuten, wenn einem das bewusst ist, anders nähern muss, ist meine Überzeugung. Ich weiß, dass Du eine andere hast. Darüber haben wir ja lange genug gestritten.

    Des Weiteren suggerierst Du, dass Du Dich für die Belange der Studierenden interessierst und Dich um ihre Sicherheit ihres Arbeitsplatzes hinsichtlich Befristungen sorgst. Doch relativ schnell wird deutlich, dass dieses nur vorgeschoben ist und die Studierenden hier nur für Deine Sache zweckentfremdet werden. Nicht gerade der Kommunikation förderlich ist es wenn man zudem noch den Leuten, die man erreichen will, Dinge wie „fehlenden Realitätssinn“ an den Kopf knallt und „gewissermaßen“ alle Angestellten, die in der Behörde arbeiten, lehren oder lernen, pauschal als „unsozial“ abstempelt. Es stört mich generell, wie Du unsere Hochschule und die Studenten nach außen hin immer darstellst. Die vielen Diskussionen, die wir innerhalb der Hochschule zu den Themen geführt haben und auch die sehr aufschlussreichen und kritischen Inhalte einiger engagierter Dozenten, die uns eben doch dazu anhalten, unsere Arbeit insgesamt kritischer zu bewerten, verschweigst Du völlig. Das finde ich zwar sehr schade, aber auch das passt zum Kalkül Deiner Propaganda. Warum ein differenziertes Bild entwerfen, wenn man mit extremen Bildern mehr erreichen kann? („Bild Dir Deine Meinung“). Mehr erreichen ja, aber vor allem bei wem?

    Ein weiteres Indiz dafür, dass Deine Sorge um die Studenten nicht ernst gemeint ist, sondern die Studenten hier lediglich als Mittel zum Zweck degradiert werden, ist die Tatsache, dass inhaltlich genau das transportiert wird, was Du immer transportierst. Die Einleitung und der Abschluss Deines Flugblattes reichen in der Form nicht aus, um das zu kaschieren. Letztendlich wäre es hinsichtlich der Wirkung auf den Adressaten sogar besser gewesen, Einleitung und Schlusssatz wegzulassen. Das wäre ehrlicher gewesen und hätte womöglich dazu geführt, dass man sich wirklich mehr mit dem Inhalt beschäftigt hätte.

    Aber selbst das stelle ich in Frage, weil der Inhalt sich zu dem was Du in der Vergangenheit von Dir gabst, nicht grundlegend unterscheidet. Zumal es sich auch schon damals herauskristallisierte, dass man Deine Ansichten zum Teil, aber nicht in seiner Gänze folgen, oder zu eigen machen konnte oder wollte. Aber anstatt die Gemeinsamkeiten, die man erwirkt hat, wertzuschätzen und darauf aufzubauen, wird alles durch fragwürdige Aktionen wieder aufs Spiel gesetzt. Der Dialog wird nicht vorangetrieben, in dem man seinen Gesprächspartner immer wieder sagt, was für ein „Blödmann“ er ist oder ihm in die „Fresse“ haut, mal überspitzt gesagt.

    Und zuletzt die Schnelligkeit wie eine eigentlich an die Studenten adressierte Botschaft in Deinem Blog Einzug hielt, bestätigt wiederum meine Vermutung, dass der eigentliche Adressat Deiner Aktionen Deine treue Fanbasis in den Foren und Blogs ist, die alles was Du tust, sowieso beklatscht. Aber ich glaube nicht, dass Du das alles machst, um „Monologe“ zu halten. Genau das wäre es nämlich. Wenn Du aber den „Dialog“ willst, musst Du Dir zwangsläufig über das „Wie“ Gedanken machen und auch darüber, wie Du Leute mitnehmen kannst, die nicht bei all Deinen Ansichten und Aktionen mit Dir gehen können oder wollen, aber zumindest einen Teil Deiner Positionen befürworten und Dich in ihrem vertretbaren Rahmen gerne unterstützen würden, und ja sogar so weit sind, ihre zukünftige Arbeit zu reflektieren insbesondere hinsichtlich Beratungen im Zwangskontext, Wirkung von Sanktionen, Nutzen der Ermessensspielräume, gesetzliche Auslegung, Rechte der Leistungsempfänger, etc. Vielleicht entwickelst Du für diese bereits sensibilisierte Gruppe, die daran mitwirken möchte, den Beruf sozial zu gestalten, auch noch ein Konzept anstatt sie vor den Kopf zu stoßen, wegzustoßen und sie pauschal in einem Topf zu werfen mit all denen, die wirklich ignorant sind und Dich für einen „totalen Spinner“ halten.

    • Andreas Abels says :

      Hallo anonymer Kommilitone,

      Zitat: „Und zuletzt die Schnelligkeit wie eine eigentlich an die Studenten adressierte Botschaft in Deinem Blog Einzug hielt, bestätigt wiederum meine Vermutung, dass der eigentliche Adressat Deiner Aktionen Deine treue Fanbasis in den Foren und Blogs ist, die alles was Du tust, sowieso beklatscht.“

      Ich möchte mal eines klarstellen: Ich bin kein „Fan“.

      Sie sollten nicht jeden, der Marcel mag und seine Aktionen gut findet, einfach als „Fan“ bezeichnen, der alles „beklatscht“, was er tut.

      Damit unterstellen Sie einfach, dass Leser des Blogs generell nichts hinterfragen, was Marcel macht und dass diese Menschen „fanatisch“ sind, denn „Fan“ kommt von „fanatisch“.
      Ich wehre mich also dagegen, als solcher bezeichnet zu werden, Sie tun damit auch vielen anderen Lesern Unrecht.

      Es ist nun mal so, dass viele Leser die Ungerechtigkeiten des Systems erkannt haben und darüber sprechen, das betrifft ja nicht nur Hartz IV.
      Darunter sind auch viele HartzIVler, und von diesen können sowohl Fallmanager wie auch Studenten der BA noch viel lernen, denn diese werden oft zu richtigen Experten im SGB II, und haben eben sehr viel persönliche Erfahrung im Umgang mit der BA, Jobcentern, Sachbearbeitern, Fallmanagern etc.

      Marcel haben meine Freundin und ich persönlich kennengelernt, und wir lernten ihn als jemanden kennt, der zuhört und dazulernen will, und auch von unseren Erfahrungen profitiert.
      Und so können wir uns gegenseitig befruchten.

      Zitat: „Wenn Du aber den „Dialog“ willst, musst Du Dir zwangsläufig über das „Wie“ Gedanken machen und auch darüber, wie Du Leute mitnehmen kannst, die nicht bei all Deinen Ansichten und Aktionen mit Dir gehen können oder wollen, aber zumindest einen Teil Deiner Positionen befürworten und Dich in ihrem vertretbaren Rahmen gerne unterstützen würden, und ja sogar so weit sind, ihre zukünftige Arbeit zu reflektieren insbesondere hinsichtlich Beratungen im Zwangskontext, Wirkung von Sanktionen, Nutzen der Ermessensspielräume, gesetzliche Auslegung, Rechte der Leistungsempfänger, etc. “

      Das hört sich sinnvoll an, und vielleicht setzen sich Marcel und Sie sich nochmal zusammen, um vielleicht Wege zu Konzepten zu erarbeiten. Das wäre durchaus wünschenswert.
      Gleichzeitig wird es in einem kranken System (HartzIV ist eben Teil davon) immer Menschen geben, die vorangehen und eine Lücke hinterlassen werden.
      Diese zu füllen ist dann Aufgabe derjenigen, die vielleicht anfangs ratlos zurückbleiben und die radikale Haltung desjenigen mit Kopfschütteln wahrnehmen, aber evtl. Anstösse zum Nachdenken bekommen haben.

      Also, ihr Anliegen ist durchaus verständlich und das sollten Sie und Marcel auch weiterhin diskutieren, gleichzeitig ist es aber auch Aufgabe aller anderen Kommilitionen, in sich zu gehen und zu erkennen, wie pervers und menschenunwüridg (denken Sie immer an die Grundlagen des Grundgesetzes) das ganze SGB II-Konzept wirklich ist.

    • Ash-Li says :

      Auch ich wehre mich ENTSCHIEDEN gegen die Bezeichnung „Fan“. Ich kann dem, was Andreas Abels geschrieben hat, nur uneingeschränkt zustimmen.

      Ich habe mir auch schon oft darüber Gedanken gemacht, warum hier keine echte Zusammenarbeit stattfindet. Es müsste doch sogar möglich sein, dies im Verbund mit den DozentInnen zu tun. – Oder?!

      Meines Empfindens nach ist Marcel ein Mensch, der eher in erster Linie mit dem HERZEN denkt. Dann erst folgt der „Kopf“. Das ist – so wie ich das sehe – auch der richtige Weg.

    • kritischerkommilitone says :

      @Ich-moechte-gerne-anonym-bleiben:
      Ich versuche mal anhand von einigen Zitaten aus deinem Kommentar auf deine Kritik einzugehen:
      „ [Der] Weg, den Du eingeschlagen hast, nicht der hilfreichste ist, um die Situation der Menschen, um die es hier geht, zu verbessern. Und auch nicht der hilfreichste Weg ist, um den Dialog mit den Leuten zu führen, den Du vorgibst zu suchen.“
      ->Ich habe unterschiedliche Aktionsformen benutzt, um auf das Thema und meine Meinung aufmerksam zu machen. Zum einen waren das die direkten Diskussionen, die ich mit u.a. dir geführt habe, zum anderen Flugblätter.
      Was war daran – konkret – nicht hilfreich?

      „Und ich ärgere mich, dass ausgerechnet die Person, auf die ich so große Stücke halte, und Potential hat, wirklich etwas zu bewegen, so viel verspielt, weil sie einfach mit dem „Kopf durch die Wand“ gehen will, anstatt überlegt und vielleicht etwas „subtiler“ zu handeln.“
      ->Du plädierst für ein subtileres Handeln. Wie genau sieht subtileres Handeln aus?

      „ich glaube, Du unterschätzt völlig, wie sich vor allem das „Wie“ und nicht nur das „Was“ auf den Menschen auswirkt.“
      ->Das “Wie” und das “Was” sind sehr wichtig, da stimme ich dir zu. Zu dem „Wie“ habe ich bereits oben geschildert, was meine Aktionsformen sind. Ich möchte hier nochmal betonen, dass ich den Weg des friedlichen Widerstands gehe. Gewalt als mögliche Widerstandsform lehne ich ab. Das „Was“ ist dann die inhaltliche Kritik und meine Meinung. Ich stehe zu meiner Meinung und bin offen für Diskussionen darüber.

      „Und wenn ich von Kommunikationsfähigkeit rede, meine ich nicht, die Rhetorik mit der Du Kritik an Dir selbst oder gegenteilige Meinungen abprallen lässt, oder Deine Aktionen rechtfertigst, sondern all das, was wir auch in entsprechenden Modulen mit einer 3 vor dem Komma nach drei Jahren hätten verinnerlichen sollen.“
      ->Mach bitte ein konkretes Beispiel, wo ich Kritik an mir selbst einfach nur abprallen lasse. Mein Anspruch ist es, auf Kritik einzugehen und die diese zu reflektieren. Vielleicht klappt es nicht immer, ich bin schließlich auch nur ein Mensch. Aber jetzt in diesem Moment setze ich mich ja auch mit deiner Kritik auseinander. Natürlich bringe ich viele Gegenargumente, zu deinen Aspekten. Das nennt mensch dann Debatte, das hat allerdings nichts damit zu tun, dass ich sie an mir abprallen lasse, dann würde ich einfach sagen deine Kritik ist falsch oder sonstwas.

      „Wenn Du diese Rückmeldungen also bekommst und als nicht nennenswert abtust, musst Du Dir die Frage stellen, ob es Dir wirklich darum ging, die Studenten der Hochschule zu erreichen, oder lediglich darum, die Hochschule und seine Studenten für Deine Zwecke zu instrumentalisieren, wie Du es schon in mehreren Gesprächen während unseres Präsenztrimesters eingeräumt hast, und bei Deinen neuen „Gesinnungsfreunden“ (die im Übrigen, wenn ich mir die Kommentare im Blog ansehe, nicht mehr überzeugt werden müssen) gut anzukommen.“
      ->Wann habe ich bitte eingeräumt, dass ich die Hochschule und die Studierenden für “meine Zwecke“ instrumentalisieren möchte? Das wüsste ich. Was ich lediglich gesagt habe ist, dass ich die Repressionen durch meinen Arbeitgeber politisch nutzen werde. Die vorhandenen Rückmeldungen habe ich aus mehreren Gründen als „nicht nennenswert“ beschrieben: Zum einen wegen der Anzahl der Rückmeldungen (unter 10 von insgesamt knapp 1.000 Studierenden) und zum anderen wegen dem Inhalt der Rückmeldungen. Die meisten haben mich lediglich als „linken Spinner“ dargestellt und sind nicht auf meine inhaltliche Kritik eingegangen. Diese Rückmeldung hier stellt leider (bis jetzt) eine Ausnahme dar.

      „Der Aufmacher ist „Widerstand“. Für Dich zwar ein typischer Aufhänger, aber ohne zu reflektieren, mit welcher Zielgruppe man es überwiegend zu tun hat, und mit welchen Motiven diese Menschen sich für eine Laufbahn bei einer Behörde entscheiden (und eine Behörde ist es nun mal, auch wenn man sich gerne als „Agentur“ darstellt und über „Kunden“ redet… und da gebe ich einigen Kommentatoren Deines Blogs insofern recht), ist dieser Aufhänger kontraproduktiv.“
      ->Es ist eine einfache Unterstellung, wenn du behauptest, dass ich nicht über die “Zielgruppe” reflektiert hätte. Ich habe darüber reflektiert, nur komme ich im Ergebnis auf etwas anderes als du. Dadurch muss es nicht besser oder schlechter sein. Sicherlich ist der Begriff Widerstand sehr ungewöhnlich im Behörden-Kontext. Aber genau darum geht es bei meinem Protest. Deswegen ist es aus meiner Sicht einfach nur ehrlich, wenn ich diesen Begriff verwende.

      „Des Weiteren suggerierst Du, dass Du Dich für die Belange der Studierenden interessierst und Dich um ihre Sicherheit ihres Arbeitsplatzes hinsichtlich Befristungen sorgst. Doch relativ schnell wird deutlich, dass dieses nur vorgeschoben ist und die Studierenden hier nur für Deine Sache zweckentfremdet werden. Nicht gerade der Kommunikation förderlich ist es wenn man zudem noch den Leuten, die man erreichen will, Dinge wie „fehlenden Realitätssinn“ an den Kopf knallt und „gewissermaßen“ alle Angestellten, die in der Behörde arbeiten, lehren oder lernen, pauschal als „unsozial“ abstempelt.“
      ->Schon wieder die Behauptung, dass ich die Studierenden „zweckentfremde“! Diese Ansicht scheint tief in dir drin zu sein. Ich weiß aber nicht wirklich, wie du darauf kommst. Außerdem wüsste ich nicht, dass ich die Studierenden pauschal als „unsozial“ abgestempelt habe oder „fehlenden Realitätssinn“ vorgeworfen hätte. Sicherlich kannst du mir das genauer erläutern und den jeweiligen Kontext nennen. Denn es ist eben gar nicht meine Art pauschale Urteile zu fällen und eine Gruppe abzustempeln. Das siehst du allein an dem Zitat von mir, auf das du dich in deinem Kommentar bezogen hast:
      „Bis jetzt habe ich noch keine nennenswerten Rückmeldungen bekommen. Die meisten scheinen sich auf den Standpunkt zu stellen, dass meine Aktionsform zu radikal ist. Das scheint für einige der Grund zu sein, warum sie sich nicht inhaltlich mit meiner Kritik auseinandersetzen. Das heißt nicht, dass alle in einen Kadavergehorsam gefallen sind. Es ist vermutlich mehr die Angst moralische Fragen an sich herankommen zu lassen, die Auswirkungen auf die persönliche, berufliche Zukunft haben“
      Ich beschränke meine Aussage enorm, indem ich Begriffe wie „einige“, „scheint“ und „vermutlich“ verwende. Was daran ist jetzt pauschalisiert?

      „Letztendlich wäre es hinsichtlich der Wirkung auf den Adressaten sogar besser gewesen, [beim Flugblatt] Einleitung und Schlusssatz wegzulassen. Das wäre ehrlicher gewesen und hätte womöglich dazu geführt, dass man sich wirklich mehr mit dem Inhalt beschäftigt hätte.“
      ->Sry, da muss ich passen, das leuchtet mir nicht ein. Was wäre daran ehrlicher gewesen? In dem ersten Absatz schreibe ich Sätze die der „Zielgruppe“ wahrscheinlich durch den Kopf gehen, wenn sie den Begriff „Widerstand“ lesen. Und am Ende schreibe ich lediglich meine persönliche Schlussfolgerung, die sich für mich aus den Fakten ergibt. Das heißt ja nicht, dass sich dem alle anschließen müssen.

      „Der Dialog wird nicht vorangetrieben, in dem man seinen Gesprächspartner immer wieder sagt, was für ein „Blödmann“ er ist oder ihm in die „Fresse“ haut, mal überspitzt gesagt.“
      ->Bloße Unterstellungen bringen nicht wirklich in der Diskussion weiter. Wen habe ich einfach als „Blödmann“ diffamiert? Das ist einfach nicht meine Art.

      „meine Vermutung, dass der eigentliche Adressat Deiner Aktionen Deine treue Fanbasis in den Foren und Blogs ist, die alles was Du tust, sowieso beklatscht.“
      ->Darauf hat dir Andy bereits eine Antwort geschrieben, dieser kann ich mich in diesem Punkt nur anschließen. Wenn du die Kommentare in diesem Blog siehst, wirst du erkennen, dass unterschiedliche Meinungen vertreten sind. Auch die derjenigen, die das System gut halten.

      „Wenn Du aber den „Dialog“ willst, musst Du Dir zwangsläufig über das „Wie“ Gedanken machen und auch darüber, wie Du Leute mitnehmen kannst, die nicht bei all Deinen Ansichten und Aktionen mit Dir gehen können oder wollen, aber zumindest einen Teil Deiner Positionen befürworten und Dich in ihrem vertretbaren Rahmen gerne unterstützen würden, und ja sogar so weit sind, ihre zukünftige Arbeit zu reflektieren insbesondere hinsichtlich Beratungen im Zwangskontext, Wirkung von Sanktionen, Nutzen der Ermessensspielräume, gesetzliche Auslegung, Rechte der Leistungsempfänger, etc. Vielleicht entwickelst Du für diese bereits sensibilisierte Gruppe, die daran mitwirken möchte, den Beruf sozial zu gestalten, auch noch ein Konzept anstatt sie vor den Kopf zu stoßen, wegzustoßen und sie pauschal in einem Topf zu werfen mit all denen, die wirklich ignorant sind und Dich für einen „totalen Spinner“ halten.“
      ->Ich werfe nicht einfach alle in einen Topf, wie ich bereits oben erläutert habe. Im Gegenteil freue ich mich sehr über Anregungen eurerseits, die evtl. mehr an der Praxis orientiert sind als meine. Ich bin deswegen auf den Vorschlag eingegangen eine Diskussionrunde zu veranstalten. Ich freue mich sehr, wenn du deine Vorstellungen über die zukünftige Arbeit berichtest.

      liebe Grüße

      Marcel

      • ich-moechte-gerne-anonym-bleiben says :

        Lieber Marcel,

        wenn ich Deine sogenannte Debatte als eine Art Selbstreflexion werten soll, und zwar auf die Rückmeldungen, die Du bekommen hast, von denen Du wiederum sagst, dass sie nicht nennenswert seien, dann glaube ich, dass Du noch mehr und stärker reflektieren musst. Wenn Du meinst, Du hättest alles richtig gemacht, um die Personen zu erreichen, die Du angeblich erreichen willst, dann weichen Selbst- und Fremdbild wohl ein wenig voneinander ab. Denn wie Du nun selbst erkennen musstest, haben Deine Aktionen in der Vergangenheit lediglich dazu geführt, dass Leute, die früher bereit waren, sich auf Deine Ideen einzulassen, Dir nun nicht mehr zuhören wollen und sich reflexartig von dem „linken Spinner“ distanzieren. In dem sie das tun, sieht es nun so aus, als würden sie sich auch von all Deinen Überzeugungen entfernen. Das tun sie mitnichten und man würde den Studenten damit Unrecht tun. Aber genau das ist, was einige Kommentatoren in Deinem Blog tun. Pauschale Urteile fällen. Und solange Du diesen, als Besitzer dieses Blogs, nicht widersprichst, machst Du sie Dir auch zu eigen. Schließlich gelingt es Dir doch auch, meine Positionen nicht stehen zu lassen und zu widersprechen. Warum dann nicht auch die Deiner „Fans“ (ja hier war es wieder) die man auch nicht einfach so unwidersprochen stehen lassen sollte?!

        Aber kommen wir zurück auf die Studenten, die eigentlichen oder angeblichen Adressaten Deiner Aktion. Wenn Dir also wirklich wichtig gewesen wäre, die Studenten zu erreichen, dann hättest Du vielleicht auch mal die ein oder andere Rückmeldung nicht einfach weg- „debattiert“, sondern auch mal angenommen und darauf reagiert. Spätestens nach der ersten Aktion und Reaktion darauf, hätte ich mir überlegt, wie ich Angestellte einer Behörde, von denen nicht zu erwarten und anzunehmen ist, dass sie Revoluzzer sind, und das, von der Legislative ihnen aufgetragene (und vom Wahlvolk immer noch nicht quittierte), System umstürzen werden, so erreichen kann, dass sie nicht alles was ich von mir gebe, als provozierend und destruktiv wahrnehmen (oder mich als „linken Spinner“ belächeln)

        Da du das trotz des Bewusstseins nicht gemacht hast, ist Deine Verwunderung darüber, dass Deine Methode keine „nennenswerten“ Rückmeldungen gebracht hat, eher unglaubwürdig. Genauso unglaubwürdig ist es, in einem Flugblatt vorzugaukeln sich für die Sicherheit des Arbeitsplatzes seiner Kommilitonen zu sorgen, wenn in letzter Konsequenz genau der Arbeitsplatz das Problem sein soll und man sich Deinem Gedankenspiel zufolge alleine schon als Angestellter dieses Arbeitsplatzes mitschuldig macht. Was spielen denn in so einem Gedankenspiel die Dialoge, die nicht den kompletten Umsturz des Systems zum Ergebnis haben, dann noch für eine Rolle? Keine! Richtig!

        Die Ziele, die Du verfolgst sind hehr. Und ich glaube, die Energie, die Du in die Erreichung Deiner Ziele steckst, wäre besser bei der Legislative und Judikative aufgehoben als bei der Exekutive. Aber was weiß ich denn, was wirklich effektiv wäre: Ein Flugblatt, das vom Rezipienten eh nicht gelesen wird (oder nur von den Fans) oder eine zielgerichtete Aktion, gerichtet an die Legislative, die eine neue Grundlage für die Arbeit in Jobcentern/Arbeitsagenturen schaffen soll oder eben die Judikative, die mal wieder die Fehlentscheidungen der Legislative korrigieren muss. Aber letzteres scheint wohl zu kompliziert. Also klammert man sich an Aktionen in einem Umfeld, was näher dran ist, egal ob sie weiterführen oder nicht.

        Es ist nicht so, als hätten die Diskussionen in den Seminaren nichts gebracht, die kritisiere ich auch nicht. Sie haben bei dem ein oder anderen zu einem Umdenken geführt. Aber Deine sonstigen Aktionen halfen möglicherweise, Deine „Öffentlichkeitsarbeit“ hier und anderswo voranzutreiben, aber für alles andere waren sie kontraproduktiv, haben nicht zu einem Dialog geführt und eher die Fronten verhärtet. Wem das helfen soll?! Ich weiß es nicht. Du wirst es besser wissen, wenn Du voller Stolz über die „Repressionen der Arbeitsagentur Dir gegenüber“ im Blog breittrittst. Ich persönlich finde es nur schade, dass sich das alles so entwickelt und die Inhalte, um die es eigentlich geht, wegen sowas in dem Hintergrund rücken.

    • Lutz S. says :

      @ Ich-moechte-gerne-anonym-bleiben
      Eine Stellungname zu jeden einzelnen der 5 Punkte wäre konstruktiver gewesen.

    • 5jahrehartz4 says :

      auweia…
      Zitat Aber ich bin gleichzeitig eine Person, die sich auch über Dich maßlos ärgert, weil ich glaube, dass der Weg, den Du eingeschlagen hast, nicht der hilfreichste ist, um die Situation der Menschen, um die es hier geht, zu verbessern. Und auch nicht der hilfreichste Weg ist, um den Dialog mit den Leuten zu führen, den Du vorgibst zu suchen. Und ich ärgere mich, dass ausgerechnet die Person, auf die ich so große Stücke halte, und Potential hat, wirklich etwas zu bewegen, so viel verspielt, weil sie einfach mit dem „Kopf durch die Wand“ gehen will, anstatt überlegt und vielleicht etwas „subtiler“ zu handeln. Zitatende

      konzentriere nur auf diesen Absatz denn der spiegelt die Einstellung der Bürokratie.
      Man schickt andere vor – ärgert sich dass die was anderes machen als das was man von ihnen erwartet hat – ist das die Angst nun selbst was tun zu müssen?

      Potenzial haben? gibt es niemand anders der auch Potenzial hat? Kleiner Tipp: einfach mal in Spiegel schauen 😉

      lernt man bei der BA Unnidähdterätatäh nicht mal denken?
      wer kann was bewegen?
      maximal der Vorstand
      wie viele Vorstände gbt es?
      wie viele aus den eigenen Reihen?

      ‚etwas bewegen‘ was genau? und vor allem wann? 5 Jahre Arxxx an der Front dann stellvertretender Teamleiter, dann Teamleiter aber immer nur wenn man systemkonform bleibt und NICHT auffällt!

      Als diesem Hartz IVerbrechen ausgelieferter kann man nur sagen diese Nachricht bestätigt den Alltag in den Jobcentern. Was über ein- ausatmen hinausgeht überfordert und denken schmerzt……
      doch es ergibt sich auch die Frage wieso jemand bei einem Arbeitgeber studiert der ein Monopol hat, sich dafür offenbar noch verschuldet und dafür alle Menschlichkeit auf den Misthaufen wirft.

      Weiterhin gilt – SGB, Grundgesetz, Menschenrechte, UN Behindertenrechtskonvention – siehe oben

      PS schafft ihr es über 2.500,- €/Monat? Denn das ist laut der ehemaligen Ministerin die Grenze für die Altersarmut – spätestens im Alter trifft man sich an der Tafel wieder

      hier eine Dokumentation zu den Verbrechen gegen Menschlichkeit von Kollegen äh zukünftigen Kollegen….
      http://5jahrehartz4.wordpress.com/helft-bruno/achtung-kollege-hoert-mit/

    • Detlef says :

      @ Ich-moechte-gerne-anonym-bleiben,

      ich will ganz ehrlich sein. Ich nehme ihnen ihre Naivität nicht ab.
      Vor geraumer Zeit habe ich zwei Vermittler und den Chef meines Jobcenters konfrontiert damit, ob sie wissen, was sie da tun.
      Ich habe mit meinen 56 Jahren wohl genug Menschenkenntnis, an der Reaktion, der Mimik meines Gegenüber zu erkennen, wie er denkt.
      Die wissen schon, dass sie Unrecht und persönliches Leid „produzieren“ und zu verantworten haben.
      Und ausnahmslos haben sie sich bei der Rechtfertigung versteckt hinter holen Worten wie…“Wir führen nur aus“!
      Zeigen sie ganz konkret anhand der 5 Punkte auf, welchen…“Teil der Positionen“…man nicht mittragen kann als Kommilitone!

    • Dennis82 says :

      Diese „Argumentation“ vom anonymbleibenwoller (warum eigentlich…?) ist doch in jeder Hinsicht typisch. Anstatt auf die Inhalte, die Kritik einzugehen, wird stattdessen ein zur Ablenkung dienender Nebenkriegsschauplatz eröffnet. Und in epischer Art und Weise ausgeführt, dass einem die „Verpackung“ nicht gefällt – und man sich deshalb auch nicht mit dem Inhalt befassen bzw. sich nicht eindeutig positionieren will. „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“. Ich sehe da auch Parallelen zur Hartz-Reform insgesamt – dort wurde (und wird immer noch) ja regelmäßig behauptet, die Inhalte seien richtig, man würde sie dem Volk nur nicht richtig kommunizieren…

      Ich würde mir gar nicht erst die Mühe machen, darauf einzugehen – weil dahinter einzig und allein die Absicht steht, den Diskussionsgegner zu zermürben!

      Es ist und bleibt letzlich einfach nur: Bequemlichkeit und Feigheit; die Angst vor negativen Auswirkungen für die eigene „Karriere“ innerhalb dieser Institution. Ich kenne dies im Prinzip auch aus meinem Studiengang – wo es bei weitem nicht um so bedeutende Fragen wie diese hier ging. Hier schafften es schon sehr viele nicht mit der Überwindung, einen Protestbrief wegen harmloser Rahmenbedingungen (Anfangszeiten des Unterrichts bzw. Busverbindung wegen Umbau) mitzuzeichnen. Man will nicht negativ auffallen. Die „Aufmüpfigen“ wurden wegen dieser Petitesse sogar zum Rektor geschickt und erhielten nen Eintrag in der Personalakte…! Da kann man sich in etwa vorstellen, wie sich die Studierenden in solch einer elementaren Frage positionieren werden…!

      Das Wesentliche ist: Würde die Kritik von M. K. in anderer, subtilerer, weichgespülterer Form geäußert, würde man sie auch erst Recht nicht wahrnehmen. Entweder, man hält die Kritik angesichts der nicht minder extremen, für Normalität angesehehen strukturellen Gewalt seitens der Behörden für inhaltlich berechtigt – oder nicht!

      • 5jahrehartz4 says :

        plus Beamte müssen nach Recht und Gesetz handeln (Gesetzestreue). Weisungen Vorgesetzter sind grundsätzlich zu befolgen (Gehorsamspflicht)

        BUNDESARBEITSGERICHT Urteil vom 12.5.2011, 2 AZR 479/09
        ………27 aa) Beamte unterliegen einer gesteigerten politischen Treuepflicht. Diese fordert ihre Bereitschaft, sich mit der Idee des Staates, dh. seiner freiheitlichen, demokratischen, rechts- und sozialstaatlichen Ordnung, zu identifizieren und dafür aktiv einzutreten.

        und dazu auch noch:
        „C.F. von Weizsäcker sagte vor 25 Jahren“, so führt Dr. C.P. Dorian weiter aus, „dass sein Buch… von der Bevölkerung nicht verstanden würde, und die Dinge somit ihren Lauf nähmen! Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt: Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage! Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was zu verteidigen lohnt. Wenn er aus dem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das, was ihm noch helfen könnte. http://www.buergermeinungen.de/index.php?option=com_kunena&func=view&catid=6&id=10923&Itemid=183

  7. Lutz S. says :

    Hallo Marcel,
    aus eigener Erfahrung (als ehemaliger Kunde beim AA/ARGE/Jobcenter) kann ich deinen Feststellungen unter Pkt. 1-5, ohne Wenn und Aber, nur zustimmen. Das gesamte Hartz IV System, so wie es ist, muss abgeschafft werden. Es gibt darin absolut nichts, was den Betroffenen hilft. Und jeder der sich in den „Dienst“ dieses Systems Hartz IV stellt macht sich mit schuldig.

  8. Ash-Li says :

    @ich-möchte-gern-anonym-bleiben

    Zitat:“Warum dann nicht auch die Deiner “Fans” (ja hier war es wieder) die man auch nicht einfach so unwidersprochen stehen lassen sollte?!“

    Eigentlich hatte ich gedacht, dass hier eine Entschuldigung folgen würde. Aber im Gegenteil! Sie bleiben weiter bei dieser „Diffamierung“. Das ist typisch Jobcenter-Stil. Anscheinend sind Sie wirklich am richtigen Ort.

    Es grenzt schon an Menschenverachtung, wie Sie mit uns umgehen. Auf diese Weise haben Sie – zumindest mein – Interesse verloren. Doch wahrscheinlich ist Ihnen das eh egal. – Traurig!!!

    • Unbequem says :

      Ash-Li, Du erwartest doch keine Entschuldigung von jemanden der sich im Kopf (Geist möchte ich nicht unterstellen) schon abgegrenzt hat

      Also klammert man sich an Aktionen in einem Umfeld, was näher dran ist, egal ob sie weiterführen oder nicht.

      vom niederen Volk.

      • Ash-Li says :

        Ich gebe halt nicht auf, noch immer das Gute im Menschen zu sehen. Ich weiß, es ist da. Leider bei Leuten wie diesen in der hintersten Schublade versteckt, so dass diese gar nicht mehr wissen, was das ist, das Gute in ihnen…

    • taspie says :

      @Ash-Li

      Zitat:”Warum dann nicht auch die Deiner “Fans” (ja hier war es wieder) die man auch nicht einfach so unwidersprochen stehen lassen sollte?!”

      Eigentlich hatte ich gedacht, dass hier eine Entschuldigung folgen würde. Aber im Gegenteil!

      Da schwingt beim anonymen Studenten vielleicht auch ein bisschen Neid mit.

      Das ganze erinnert mich auch an den Auftritt von Inge Hannemenn bei SternTV, wo ein Berliner Jobcentermensch ihr vorwarf, dass sie mit ihrer Kritik nach außen geht, anstatt sie intern abzuhandeln – also: unter der Decke zu halten.*

      Tatsächlich war er wohl gekränkt, dass Hannemann sich öffentlich für Rechte der Arbeitslosen einsetzt, und damit anscheinend gegen die Kollegen wendet. Um etwas ähnliches scheint es hier unter anderem ebenfalls zu gehen.

      Dass Mitarbeiter in Jobcentern und Arbeitslose eigentlich im gleichen Boot sitzen – der eine am Rande des Prekariats, der andere schon ganz unten -, und ein Einstehen für die Rechte Arbeitsloser, auch die Rechte der Arbeitsvermittler stärkt, ist demjenigen, der glaubt, noch treten zu können, anstatt getreten zu werden, wohl nur schwer zu vermitteln.

      * Das gleiche Prinzp übrigens auch bei Snowden: Man hat ihm vorgeworfen, sich mit seinen Erkenntnissen nicht an Vorgesetzte gewandt zu haben, um intern etwas zu verändern. Wie naiv.

      • Ash-Li says :

        Da hast Du bestimmt recht, taspie. (Ich schreibe einfach mal „Du“.)
        Andererseits kann ich mir auch vorstellen, eingedenk, dass ich immer an das Gute im Menschen glaube, dass dieser „Neid“ daher rührt, weil sie eigentlich auch helfen wollen, es aber per se nicht können, weil nicht wirklich dürfen. Sie sehen aber, dass auf „unserer Seite“ im Grunde viel Zusammengehörigkeitsgefühl und Einigkeit besteht. – So gesehen sind diese Leute „arme Würstchen“ in meinen Augen… 🙂

  9. Unbequem says :

    Bemerkenswert der Herr/Frau Mitkommilitone.

    Man beginnt zu reflektieren, womöglich sogar den/die Leistungsempfänger als Mitmenschen zu begreifen. Und oh Wunder, man macht sich über die Rechte von Leistungsempfängern ernsthaft Gedanken. Auch die Auswirkungen von Sanktionen schienen bislang wenig Anlass zum Nachdenken zu geben. Das Beratungen im Zwangskontext ständig mit unserem GG kollidieren… auch das bisher kein Grund zur Besorgnis.

    … und Dich in ihrem vertretbaren Rahmen gerne unterstützen würden, und ja sogar so weit sind, ihre zukünftige Arbeit zu reflektieren insbesondere hinsichtlich Beratungen im Zwangskontext, Wirkung von Sanktionen, Nutzen der Ermessensspielräume, gesetzliche Auslegung, Rechte der Leistungsempfänger, etc.

    Die gewählten Formulierungen von Frau/Herr Mitkommilitone lassen die Vermutung zu, dass diese Themenbereiche im Studium eine eher untergeordnete Rolle spielen.

    Eigenes – kritisches – Denken, womöglich Empathie… unerwünscht.

    • Andreas Abels says :

      @Unbequem

      Ja, das ist für mich eigentlich immer das Erschreckenste: die fehlende Empathie…

      Offensichtlich wird die Empathie sehr schnell aberzogen, in der Schule ja eigentlich schon, und wird dann in solchen Ausbildungen noch bekräftigt.

      Muss man Studenten der BA, genauso wie Sachbearbeitern und Fallmanagern, wirklich erst über die „Wirkung von Sanktionen“ aufklären?

      Es reicht doch ein wenig Empathie aus, um sich auszumalen, was „Sanktionen“ für die Betroffenen wirklich bedeuten.

      • 5jahrehartz4 says :

        danke, endlich taucht das Wort Empathie auf.- eigentlich wäre es erschreckend was so von sich gegeben wird, doch man ist von der Agentur gegen Arbeit einiges gewohnt.
        Mal sehen wann die drauf kommen, dass ihr Verhalten gegen Menschen auch ihre eigene Stellung spiegelt. Wer Menschen so tritt, wird selbst getreten und braucht das offenbar – dann überlegt man noch wie die mit ihren Kindern (Bilder zieren oft die Schreibtische) und wie diese dann in 20 Jahren hinterm Schreibtisch sitzen und die Menschen treten.

        Diese Gretchenfrage (darf gerne übernommen werden) stellen wir inzwischen jedem Bürokrat/Politiker und die Antwort wird verweigert:
        Haben Sie, Ministerpräsident Kretschmann GRÜNE, die beteiligten, informierten Kollegen und Mitarbeiter, Behörden, usw. bei Herr Bruno Schillinger; Bachstraße 1; 79232 March; entsprechend Sozialgesetzen, Landesverfassung von Baden-Württemberg, Grundgesetz, Menschenrechten, UN Behindertenrechtskonvention gehandelt – Ja oder Nein?

        Feigheit?= Angst die Kollegen anzeigen zu müssen, denn das sind Offizialdelikte? Herrenrassedenken?

        Und wer mal wissen möchte wie z.B. die Kollegen in der ‚Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung‘ umgehen kann hier mal reinschauen
        http://5jahrehartz4.wordpress.com/helft-bruno/achtung-kollege-hoert-mit/

        PS vielleicht sollte man in den Behörden auch mal wieder über den Begriff Schreibtischtäter nachdenken http://de.wikipedia.org/wiki/Schreibtischt%C3%A4ter

      • Dennis82 says :

        Die Empathie wird (sofern überhaupt vorhanden) in diesen Studiengängen systematisch ausradiert; man könnte fast sagen, es findet eine partielle Lobotomie statt. Auch das logische Denken verkümmert, weil es nicht gefordert wird. Gefordert wird im wesentlichen nur stupides, zusammenhangsloses Auswendiglernen. Es zählt in der Klausur und später im Behördenleben: einzig und allein nur der Wortlaut des Gesetzes. Was man dem jeweiligen Menschen damit antut, ist nicht das Problem desjenigen, der den entsprechenden Verwaltungakt erlässt. Es steht ja so im Gesetz, also kann es ja nicht falsch sein bzw. ist der Sanktionierte dann selber Schuld…!

  10. kalter Roboter says :

    AUFRUF ZUR SACHLICHKEIT

    Guten Tag,

    ich möchte mich gern vorstellen. Ich bin Studierende/r der BA.
    Oh, bitte entschuldigen Sie die falsche Ausdrucksweise. Ich bin ein „kalter Roboter“ der BA. Ich werde aktuell bei der „Unnidähdterätatäh” der BA zum “unkritischen Kadavergehorsam” „herangezüchtet“.
    Die Methoden hier sind auch sehr gut: Mit „pseudosozialwissenschaftlichen Modulen“, die nicht „über das Ein- und Ausatmen hinausgehen“, sowie „extrem realitätsfernen, völlig theoretischen Klausuren“, wird dafür gesorgt, dass unser „logisches Denken verkümmert“ und unsere „Empathie systematisch ausradiert“ wird.
    Denn zum einen ist „eigenes – kritisches – Denken, [und] Empathie unerwünscht”. Zum anderen, ist nachdenken schwer, denn “Denken schmerzt” bei uns „Robotern“.
    Dementsprechend haben wir “erziehungsbedingt kein Gewissen mehr, an welches man bei [uns] Robotern […] appellieren könnte”. Wir haben „Angst, moralische Fragen [an uns] herankommen zu lassen. Dieses „an Menschenverachtung grenzende“ Verhalten wird perfektioniert durch unser „Hirn des Bürokraten“, das durch eine „partielle Lobotomie“ „herangezüchtet“ wird. (Anmerkung des Verfassers: partielle Lobotomie: Durchschneiden von Nervenbahnen im Gehirn, um Emotionen und Empathie auszuschalten). Was bleibt übrig? „Es ist und bleibt letztlich einfach nur Feigheit und Bequemlichkeit“. „Das ist Jobcenter Stil!“
    Leider muss ich jetzt los, denn ich muss noch „all [meine] Menschlichkeit auf den Misthaufen [werfen]“.

    Noch ein „kleiner Tipp: einfach mal in Spiegel schauen!”

    • Unbequem says :

      AUFRUF ZUR SACHLICHKEIT

      Liebes Neutrum, bevor Sie die hier Anwesenden zur Sachlichkeit ermahnen, sollten sie um ihrer Glaubwürdigkeit willen – zumindest soviel Arsch in der Hose/Höschen haben – uns ihr Geschlecht Preis zu geben. Sie sind nun schon der/die zweite Kommilitone der hier anonym herumschwadroniert.

      Ist das anonymisierte Auftreten das Ergebnis eingehender Schulungen innerhalb ihres Studiums an der Hochschule der BA, oder schon ein Zeichen mangelnder Zivilcourage?

      Wenn ja, verstehe ich noch weniger warum Sie sich hier überhaupt echauffieren!

    • Dennis82 says :

      Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. 😉 Widerlegen Sie doch einfach die kritisierten Aussagen; zeigen Sie konkret auf, in wie weit im Studium oder auch später im Amt Wert auf Menschleichkeit, Empathie und der Fähigkeit, kritischen Denkens gelegt werden wird… sollte doch nicht zu schwer sein, oder…? Auch Sie werden garantiert ohne mit der Wimper zu zucken sanktionieren, werden Leistungen kürzen und Menschen ins Elend stürzen. Oder? Überzeugen Sie mich vom Gegenteil! Nichts wünsche ich mir mehr, als dass ich mit diesen Ansichten falsch läge…!

      • RoboterNr2 alias Gehirnamputierte-ich hab leider alle anderen Beleidigungen schon wieder vergessen says :

        Macht das Geschlecht denn etwas aus? Unbequem, ist auch wirklich ein sehr genderspezifischer Name. Ich haette dann auch gerne mal Name Anschrift und Handynummer von Ihnen. Das ist es worum es hier geht. Um die Identitaet von Studierenden, die nicht KKs Meinung sind?
        Evtl moechte man hier als Studierender anonym bleiben, weil hier eine regelrechte Hetzjagd auf uns und die BA gestartet wird.
        MFG EINE STUDIERENDE!!! DER HDBA, jetzt sind Sie lieber unbequem um einiges schlauer, was?!

      • Dennis82 says :

        Ein Roboter hat ja kein Geschlecht, von daher zumindest keine Einwände meinerseits… 😉 Aber auch hier sollten Sie sich vielleicht einmal vom gedanklichen Gefängnis des unkritischen Corpsgeists befreien. Vom dualistischen „die“-gegen-„uns“-Gedanken! Ihr Bewusstsein hängt ja aber offenbar auch sehr stark davon ab, sich selbst als wesentlicher Teil der BA zu sehen, sich also damit zu identifizieren – und in der Folge Kritik an der Institution(!) auch persönlich zu nehmen; diese Kritik gar als „Hetzjagd“ zu bezeichnen…

        Was besonders drollig ist – angesichts der traurigen Realität; in der Menschen wie Inge Hannemann oder eben der KK in einer deutlichen Minderheit sind…! Und sich so gut wie niemand aus dieser Sphäre zur Solidarität traut. Wohl weil eben auch hier letztlich die „Sanktion“ des Jobverlustes droht.

    • kritischerkommilitone says :

      @alle Kommentator_innen:   Die Diskussion hat hier an einigen Punkten den sachlichen Rahmen verlassen. Das ist nicht im Sinne des Blogs bzw. von mir.   Natürlich ist Hartz I-IV (zu recht) ein sehr emotionales Thema. Denn schließlich geht es um nichts weniger als die Menschenwürde.   Ich möchte die Kommentator_innen darum bitten einfache Pauschalisierungen zu unterlassen, da sie der Realität nicht gerecht werden.   So ist es nicht korrekt alle Studierenden Kadavergahorsam vorzuwerfen und von einer fehlenden Empathie auszugehen. Ich habe mit einigen Studierenden geredet, die sich den passiven Widerstand sehr gut vorstellen können und sich darüber Gedanken machen. Diese pauschale Kritik wird v.a. denen nicht gerecht, die über dieses Thema ernsthaft nachdenken wollen.   Außerdem ist es das Recht von ALLEN hier anonym aufzutreten. Dieser Schutz ist für alle wichtig und jedeR darf selber entscheiden, ob er Klarnamen verwendet oder nicht. Persönliche Angriffe wg. fehlender Angabe des Geschlechts führen ebenso in die Irre. Vielmehr ist es genau das Verhalten, was an den  Behörden kritisiert wird.   Zum Studium an sich ist zu sagen, dass kritisches Denken schon möglich ist. Es kommt eben auf das Fach und dem/der Professor/in drauf an. Es gibt sicherlich einige Lichtblicke im Studium: gute Diskussionen, gute Themen (v.a. bei den sozialwissenschaftlichen Grundlagen). Im Gesamten ist es aber schon ersichtlich, dass es auf eine Beschäftigung bei der Arbeitsagentur/Jobcenter ausgerichtet ist.   Auch das Thema „Sanktionen“ wurde diskutiert und (hoffentlich) werden die wenigsten Studierenden ohne mit der Wimper zu zucken sanktionieren.   Also, nochmal meine Bitte, Pauschalisierungen zu unterlassen.   Es freut mich, dass Studierende ebenfalls mitdiskutieren. Ich bitte euch darum, inhaltliche Kritik zu bringen. Auch, wenn sie dann „zerpflückt“ wird. Das gehört zu einer Auseinandersetzung dazu. Die Auseinandersetzung soll sich aber um die Sache an sich bemühen und nicht persönlich werden.  

      • Dennis82 says :

        In Ordnung, ich werde mich in Zukunft hier nur noch in Ausnahmefällen äußern… Die wesentliche Frage ist und bleibt ja dann aber trotz allem schon, warum sich diese wenigen, halbwegs kritischen Studierenden sich hier (oder auf deine Flugblätter) trotzdem nicht zu Wort melden… Menschen wie du oder Inge Hannemann eben mit keinerlei Solidarität rechnen können. Im Gegenteil – die Mehrheit sieht euch ja weiterhin als Nestbeschmutzer, was auch in vielen Kommentaren hier zum Ausdruck kommt. Exakt diesen Umstand bezeichne ich auch weiterhin als „Kadavergehorsam“. Und die eiskalte Unmenschlichkeit der Vollstrecker im Hartz-Apparat führe ich ebenfalls auf meiner Meinung nach systematisch gefördertes Fehlen von Empathie zurück. Lasse mich aber von Gegenbeispielen gerne überzeugen… 😉

        Mal ganz konkret gefragt: Wonach wird der Student am Ende letztlich beurteilt? Wofür gibt es Punkte? Was genau wird in den Klausuren und der Abschlussprüfung mit welcher Gewichtung gefordert…? Wofür wird der Student jeweils Beurteilungsrelevant „belohnt“ – und wofür nicht – oder gar bestraft? Inwieweit spielt kritisches, hinterfragendes Denken dort eine Rolle? Und wie hängt möglicherweise letztlich das Eine mit der späteren Handlungsweise in den Ämtern zusammen…?

      • Unbequem says :

        Persönliche Angriffe wg. fehlender Angabe des Geschlechts führen ebenso in die Irre.

        Zumindest bei deiner Mitkommilitonin scheint ihre Geschlechtszugehörigkeit nun keine Irritationen mehr auszulösen. Sie hat sich bekannt… das läßt hoffen.

        Ich bin es noch aus der realen Welt gewohnt, mein Gegenüber korrekt anzusprechen… ja, man glaubt es kaum, es gab einmal Zeiten da war dies ein Ausdruck von Höflichkeit. Die darf ich – bei allem Verständnis für Anonymität – allerdings auch hier erwarten.

      • taspie says :

        @Dennis82

        In Ordnung, ich werde mich in Zukunft hier nur noch in Ausnahmefällen äußern…

        Ich würde das bedauern. Meiner Ansicht nach sind deine Beiträge angemessen, und für den Leser ein Gewinn.

  11. RoboterNr2 alias Gehirnamputierte-ich hab leider alle anderen Beleidigungen schon wieder vergessen says :

    Hmmm….lesen Sie, lieber Dennis82 doch einfach im offiziellen Modulkatalog der HdBA nach.
    Leider vertrete ich nicht die Ansicht: Sanktionen ohne mit der Wimper zu zucken,auszusprechen.
    Denn wie wir gelernt und man glaubt es nicht, auch in der Praxis erlebt haben, sind Sanktionen fuer viele Mitarbeiter das letzte Mittel, nachdem alles andere gescheitert ist. Denn WIE UNS IN DER HOCHSCHULE beigebracht wurde, sind Sanktionen eigentlich das Zeugnis, dass man als Berater bei dem Betroffenen gescheitert ist. Aber solche Faelle gibt es eben auch.
    Genau wie hier kritisiert wird, dass Arbeitslose in eine Schublade gesteckt werden, passiert das wohl auch mit den Mitarbeitern der BA. Dabei haben diese gerade im SGBII viel Gestaltungsfreiheit und Moeglichkeiten zu Helfen. Wer diese Hilfe, als Buerde sieht, dem ist nicht zu helfen und der hat weder den Sinn von Fallmanagement verstanden, noch den Sinn von „fordern und foerdern“.
    Womit ich als Hirnamputierte, allerdings nicht sagen moechte, dass alles immer perfekt laeuft. Genau deswegen, setzen wir unsere Position ein, um konstruktiv etwas zu aendern.
    Lieber KK, wenn du das in unserem Studium noch nicht gemerkt hast, liegt das leider vllt an deiner haeufig fehlenden Anwesenheit in Vorlesungen und Seminaren.

    • Ash-Li says :

      „Fordern und fördern“… Ja, ja… Hört sich gut an. Aber: Was soll denn „gefördert“ werden, wenn es für uns keine Arbeit gibt, sondern nur dämliche Kurse, in welchen alles „zusammengeschmissen“ wird: ausländische Mitbürger, die der deutschen Sprache kaum mächtig sind, Menschen deren Bildungsniveau leider ziemlich niedrig ist, beide Gruppen zusammen, und Intellektuelle – usw. usf.

      Ich danke Gott, dass ich bereits in einem „gesegneten“ Alter und mit wenig Gesundheit „gesegnet“ bin, so dass mir viele ungerechtfertigte Zwänge seitens der AG/Jobcenter erspart bleiben. – Vieles was „gefordert“ wird allerdings, mache ich freiwillig von mir selbst aus, so dass Sanktionen praktisch eh zwecklos wären. Aber ich denke und fühle halt auch für die Menschen, die mitten in dieser Tret-Mühle (im wahrsten Sinn des Wortes) sind…

    • Andreas Abels says :

      @RoboterNr2

      Zählen Sie doch mal konkret auf, was sie gut am SGB II und deren Umsetzung finden und was nicht.

      Lassen Sie uns im Blog doch teilhaben an konkreten Veränderungen, die Sie sich als Stundenten der BA für ihre spätere Mitarbeit in der BA wünschen.

      Zynische Äußerungen von Ihnen und ihren Kommilitonen und auch persönliches Frustablassen über Marcel Aktionen bringen uns alle nicht weiter.

      Machen Sie konkrete Vorschläge. Ist Sanktionspraxis aus Ihrer Sicht wirklich sinnvoll?

      Ich halte sie nicht für sinnvoll, egal, ob jemand sehr schnell sanktioniert wird oder es als „letztes Mittel“ sieht.
      Allein die Androhung von Sanktionen mittels „Rechtshelfsbelehrungen“ auf fast jedem Schriftstück an den „Kunden“ verängstigt die „Kunden“.

      Können Sie sich denn nich vorstellen, dass Angst kein guter Berater ist?

    • Dennis82 says :

      Nein, ich werde ganz gewiss keinen absurden „Modulkatalog“ nachlesen! Ich möchte wissen, auf welcher Basis jemand, der am Ende ganz konkret die Verwaltungsakte erlässt, wie und warum handelt! Was ihn antreibt, was ihn bremst, was sein Gewissen beschäftigt… wie er „Recht“ definiert und ob es für ihn was gesetzlich definiertes Unrecht betrifft gehen würde. Siehe bspw. das Beamtentum während der NS-Zeit.

      Es geht ja eben auch nicht nur um die Sanktionen – diese sind nur der letzlich Extremfall. Das gesamte System der Existenzsicherung von Arbeitslosen Menschen wurde mit Einführung der Hartz-Reformen radikal verschärft und systematisch entmenschlicht. Und wozu? Wer profitiert davon, Menschen in Jobs zu sanktionieren, die es nicht gibt…? Welcher Sinn steckt dahinter? Und was ist meine Rolle dabei?

      Ich frage mich auch, warum Sie sich z. B. von meinem Geschriebenen überhaupt persönlich angesprochen fühlen…? Wäre ihr Gewissen frei von jedem Zweifel würden Sie sich sicher nicht reflexartig als „Roboter“ bezeichnen und so reagieren, wie Sie es tun. Dieses Label hängen Sie sich letztlich doch ganz alleine um – anstatt sichvon der nachweislich unkritisch „ihren Dienst“ tuenden Masse von Personen im Hartz-Vollzug zu distanzieren, die genau dieses Bild von Verwaltungshandelnden (über Generationen hinweg) geprägt haben. Doch was passiert: Sie solidarisieren Sie sich mit jener kritisierten Gruppe. Und bestreiten damit im Wesentlichen ernsthaft, dass es überhaupt derart basierte strukturelle Probleme in Sachen Studium und Tätigkeit gibt.

      Ist es tatsächlich so schwer von der persönlichen und sachlichen Ebene zu trennen? Ich habe lediglich Strukturen beschrieben, mit denen ich mir zu erklären versuche, warum ein großer Teil (also ausdrücklich nicht alle) so handelt, wie er es tut!

      Die „Gestaltungsfreiheit“ ist rein Theoretischer Natur. Ihre Leistungsbeurteilung im Amt hängt auch zu einem großen Teil davon ab, wie oft sie sanktionieren, wie viel Geld sie helfen, „einzusparen“. Kritisch zu hinterfragen wären dann auch so entmenschlichende Begriffe wie „Fallmanagement“. Oder dreiste Lügen wie „Fördern und Fordern“.

    • taspie says :

      Denn WIE UNS IN DER HOCHSCHULE beigebracht wurde, sind Sanktionen eigentlich das Zeugnis, dass man als Berater bei dem Betroffenen gescheitert ist.

      RoboterNr2 alias Gehirnamputierte, wenn du eine Beziehung zu einem Menschen herstellen willst – und Entwicklungen vollziehen sich NUR in Beziehungen – und gleichzeitig im Rücken ein Messer in der Hand hältst, wirst du IMMER scheitern.

      Eine konstruktive Beziehung kann nur auf Augenhöhe entstehen. Der Glaube, man könne erwachsene Menschen – oder Jugendliche – oder Kinder – durch Androhung von Sanktionen, also Strafe, zu einem gewünschten Verhalten bewegen, ist rabenschwarze konservative Pädagogik vom Beginn des letzten Jahrhunderts:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Pädagogik

      Du bist nicht berechtigt, Menschen zu sanktionieren, auch wenn das SGBII es dich glauben machen will. Die Sanktionierung des Existenzminimums ist eine Verletzung von Grundrechten, sie ist verfassungswidrig, und verstößt gegen Menschenrechte. Sanktionen zerstören den Menschen in seiner sozialen und seelischen Integrität, nehmen ihm die Gesundheit. Leistungsberechtigten die Sanktionierung des Existenzminimums in Aussicht zu stellen, ist eine Vernichtungsdrohung.

      Zum Thema Fordern und Fördern möchte ich dir diesen Text des Soziologien Frank Rentschler empfehlen:

      http://www.demokratisch-links.de/ie_dokumente/ALG/001_alg_selbsunterwerf.pdf

      Und wenn du die Hartz-Gesetze und das SGBII in einem größeren Zusammenhang verstehen möchtest, lies einmal hier nach (lass dich nicht vom plakativen Titel abschrecken. Der Text ist sehr informativ):

      http://www.heise.de/tp/artikel/38/38753/1.html

      Wenn du wissen möchtest, was dich als Angestellte in einem Jobcenter erwartet, lies hier:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram_Experiment

      Deine Rolle wird die, der Versuchsperson sein, mit der Sanktionspeitsche in der Schublade, dem nächsten Controlling vor der Tür, und den Zielvorgaben im Rücken.

      Was ihr in eurem Studium lernt, hat vermutlich nur wenig mit der Realität zu tun. Die Erfahrung durfte ich auch machen: Was im Studium gelehrt wird, ist für die Arbeitswirklichkeit relativ unbedeutend. Die Beiträge in diesem Blog haben dagegen eine nüchterne und ungeschönte Sichtweise auf die Jobcenter-Wirklichkeit, das kann ich aus eigener Anschauung bestätigen.

    • Unbequem says :

      … sind Sanktionen fuer viele Mitarbeiter das letzte Mittel, nachdem alles andere gescheitert ist.

      Was verstehen Sie denn unter alles andere? Geben Sie uns doch ein paar Beispiele an die Hand, damit wir verstehen warum Menschen im Rechtskreis des SGB II gegängelt werden müssen.

      Erklären Sie uns – als Beispiel – den Nutzen des § 8 I SGB II für die Allgemeinheit

      Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.

      und bitte nennen Sie uns doch einmal einen Arbeitgeber der bereit ist, zu solchen Konditionen Stellen zu besetzen.

      Die Liste der realitätsfernen und menschenunwürdigen Paragrafen ließe sich beliebig fortführen. Die gängigsten dürften auch den studierenden an der HdBA mittlerweile bekannt und diskussionswürdig sein?

      Als was verstehen Sie sich denn? Als exekutives Organ, welches nur bestehende Gesetze umsetzt, oder als Mit-Bürger eines Staates, deren Handeln – wie das aller anderen Bürger – nach unserem Sozialstaatsprinzip ausgerichtet sein sollte. Sozialstaatlichkeit ist an keine politische Vorgabe geknüpft die, ausgerichtet an wirtschaftlichen Interessen, sich dann in der Gesetzgebung niederschlägt, als deren wilige Vollstrecker sich am Ende der Kette, Institutionen wie BA und Jobcenter befinden.

      Sich auf geltende Gesetze zu berufen um sein Handeln zu rechtfertigen, ist – gelinde gesagt – Unfug. Nicht alles was Gesetz ist dient dazu dem Recht Geltung zu verschaffen, sondern dazu eine Ideologie zu stützen und Machtsrukturen zu erhalten.

      Ich empfehle jedem studierenden der HdBA einmal dieses Buch zu lesen

      Täter

      damit sie vielleicht begreifen, wie die BA und Jobcenter fernab schönfärberischer Studien und Pressemitteilungen bei der Allgemeinheit, oder sollte ich sagen: In der Realität, wahrgenommen werden.

      Ein repräsentativer Querschnitt bietet auch die neue steuergeldfinanzierte Internet-Präsenz der BA:

      das bringt mich weiter

      Positive Resonanz sieht anders aus. Sicher liegt es nicht nur an den – auf Satire Niveau – eingestellten „Angeboten“.

  12. Unbequem says :

    Sollten sie sich auch einmal ansehen als Studierende ((v. lat: studens „strebend (nach), sich interessierend (für), sich bemühend um“). Sie sind nicht ihrem Dienstherren, der BA verpflichtet, sondern vorrangig der Allgemeinheit und ihrem Gewissen!

  13. kalter Roboter says :

    Lieber Dennis82,

    gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen. Die Antworten spiegeln natürlich vor allem meine Sichtweise und meine Vermutungen wider, aber ich denke, dass einige Kommilitonen meine Meinung teilen.

    Ich denke die meisten von uns, stehen der BA nicht mit blindem Kadavergehorsam gegenüber. Das mache ich daran fest, dass, jedenfalls bei uns in der Seminargruppe, sehr sehr viel diskutiert wird und kritisch betrachtet wird. Die Diskussionen nehmen einen großen Teil der sozialwissenschaftlichen Module ein.

    Unsere Professoren regen den Diskurs enorm an. Wir hinterfragen Sanktionen kritisch. Einige Professoren stehen Sanktionen kritisch gegenüber. Zudem wird in die Lehre das Thema mit eingebunden und diskutiert, ob die Sanktionen gegen das Grundgesetz verstoßen könnten (Konjunktiv, da es noch nicht vorm BVerG war): Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und beim U25 Bereich zusätzlich Recht auf Gleichbehandlung. (Ich persönlich habe die Vermutung, dass Sanktionen vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben.)
    Auch wurde/wird diskutiert, inwiefern Sanktionen Einfluss (psychisch) auf die Arbeitslosen haben und ob Bestrafungen tatsächlich etwas bringen.

    Zum Zusammenhang Studium und Praxis: Natürlich wird auch von uns gefordert in der Praxis nach wie vor kritisch zu bleiben. Es wurde betont, dass es wichtig sei, dieses Hinterfragen in unserer späteren Arbeit nicht zu verlieren.

    Von der BA selbst wird uns dazu geraten, Dinge kritisch zu hinterfragen. Denn nur damit könne Veränderung, positive Veränderung, angestoßen werden!

    Insgesamt ist es meiner Meinung nach selbstverständlich, dass sich die Meinungen über Sanktionen teilen (Recht auf freie Meinungsäußerung). Doch keineswegs ist irgendjemand der Meinung, weder Studierende, noch Professoren, dass Sanktionen schnell und ohne nachzudenken ausgeteilt werden sollten.

    Zu Ihrer Frage bezüglich Benotung, Belohnung, etc.: All die oben genannten Diskussionen sind im sozialwissenschaftlichen Modul prüfungsrelevant gewesen. Beispielsweise wurde eine Diskussion zu den Sanktionen und ihrer Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz gefordert. Gute Noten gab es dann nicht, wenn man einfach nur dem Gesetz zugestimmt hat, sondern hinterfragt hat und kritisch war.

    Nun dazu, warum sich keiner in diesem Blog meldet. Ich denke die Gründe sind einfach: Die Studierenden haben kein Interesse an dem Blog. Zum einen, weil sie zu Marcel keinen Bezug haben, zum anderen weil sie sich nicht mit den Inhalten oder der Art und Weise der Verbreitung der Inhalte, oder beides, identifizieren können.

    Ich persönlich gehe bei manchen Inhalten von Marcel mit, aber in vielerlei Hinsicht ist er mir zu „radikal“, vor allem wegen seiner Art und Weise aber auch mit einigen seiner inhaltlichen Themen kann ich ihm nicht folgen. Doch inhaltlich möchte ich mich in diesem Blog nicht weiter äußern, denn ich distanziere mich von der -meiner Meinung nach- „extremen“ Art und Weise, die Marcel sich in diesem Blog zu Eigen macht. Ich ziehe den hochschulinternen Diskurs mit ihm und den restlichen Studierenden vor.

    Ich denke es ist niemandem vorzuwerfen, dass man, wenn man, obwohl man manchen Themen kritisch gegenüber steht, nicht sofort „rebelliert“, wie es Marcel tut, oder Marcels Blog kommentiert. Jeder sollte frei wählen können, wie er oder sie mit kritischen Themen umgeht. Denn „Widerstand“ geht nicht auf Marcels „Level“ los. „Widerstand“ geht bereits dann los, wenn man Themen hinterfragt, geht damit weiter, dass man Sanktionen nur sehr vorsichtig oder gar nicht verhängt und endet schließlich irgendwann bei massivem Protest, wie bei Marcel. Wie weit jeder mit seinem „Widerstand“ geht, sollte jeder selbst entscheiden können.

    Wenn Sie das Kommentieren des Blogs derartig von uns Studierenden fordern, wie Sie Dennis82 und Unbequem es aktuell implizit betreiben (durch provozieren und beleidigen, siehe Eintrag vorher), dann tun Sie genau das, was Sie am Hartz System so bemängeln: Sie nehmen uns Studierenden die freie Entfaltung der Persönlichkeit.

    Ihre Beleidigungen finde ich absolut nicht in Ordnung. Bei einer sachlichen Diskussion, die Sie fordern, haben persönliche Angriffe nichts verloren. Auf meinen vorigen Eintrag kam bisher Ihrerseits keinerlei Stellungnahme/Entschuldigung, was ich sehr schade finde. Warum Sie mein Geschlecht erfahren wollen, ist mir nicht ersichtlich, vor allem da es, wie Marcel bereits erwähnt hat, mein gutes (Grund-)Recht ist, in jeglicher Art und Weise anonym zu bleiben.

    Jetzt ein paar Fragen an Sie Dennis82:

    Woran machen Sie die Aussagen fest, dass auch ich mit Sicherheit „ohne mit der Wimper zu zucken Sanktionen verhänge“?
    Inwiefern können Sie Ihre Pauschalisierungen der „eiskalten Unmenschlichkeit der Hartz-Vollstrecker“ vertreten?

    Hierzu eine kleine Statistik: Die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsbezieher lag im September 2013 bei 4.388.360. Demgegenüber stehen 149.738 Personen, die im September 2013 sanktioniert waren. Dies entspricht einer „Sanktionsrate“ von 3,41%. Wie können Sie bei einer solchen Statistik der Meinung sein, dass der Großteil von uns einfach so Sanktionen verhängt?

    Wenn Sie das gelesen haben, hoffe ich, dass ich Sie überzeugen konnte, dass zumindest ich den KK nicht als „Nestbeschmutzer“ sehe.

    Wenn ich Sie nicht überzeugen konnte, schlage ich Ihnen vor, sich bei unserer Hochschule zu melden, ob Sie nicht für ein paar Tage unseren sozialwissenschaftlichen Seminaren beiwohnen können. Denn mit Ihrer aktuellen Argumentation haben Ihre Thesen weder Hand noch Fuß.

    Für die Zukunft noch folgenden Tipp: http://de.wikipedia.org/wiki/Argument

    • Dennis82 says :

      Danke für den Einblick. Überzeugt mich aber im Ergebnis überhaupt nicht, wenn ich mir die Realitäten ansehe, wie von Seiten der Behörden gegen Arbeitslose und arme Menschen gearbeitet wird.

      Ich „fordere“ auch kein Kommentieren. Ich stelle lediglich fest, dass jeder, der nach außen die gegenwärtigen schlimmen Verhältnisse betreffend auch deutliche Kritik übt, keine Unterstützung erfährt! Die Beispiele Hannemann und der KK wurden doch mehrfach genannt. Warum kommt trotzdem niemand offensiv aus diesem Bereich aus seiner Deckung – und stellt sich offen auf deren Seite? Die Antwort kennen Sie…!

      Und seien Sie bitte nicht so empfindlich… Ich beleidige hier niemanden (es muss sich wie gesagt niemand angesprochen fühlen), besonders nicht auf persönlicher Ebene! Ich kritisiere wie bereits öfter erwähnt die Strukturen – deren Teil nun auchmal Menschen sind – die dieses Unrecht letzten Endes anwenden, durchsetzen. Ich habe sehr oft, in vielen Bereichen versucht, auch mit Bürokraten auf menschlicher Ebene zu diskutieren – es war nicht ein einziges Mal relevant – wenn derjenige sein Tun mit einer „Rechtsgrundlage“ rechtfertigen konnte! Ich habe auch selbst (in einem anderen Bereich) im ÖD studiert – und habe daher sehr wohl eine dezidierte Vorstellung davon, wie und warum Amtsträger letztlich so handeln, wie sie es tun.

      Und vor allem nehme ich Ihnen mit meiner Kritik auch nicht das „Recht auf freie Entfaltung Ihrer Persönlichkeit“. Es sagt aber sehr viel über Sie aus, dass Sie – allein als Adressatin Ihnen nicht genehmer Argumente – zu so einem Schluss kommen! Die Exekutoren in der Bürokratie als Teil eines menschenverachtenden, existenzvernichtenden, repressiven Sozialsystems schränken aber sehr wohl ganz konkret und äußerst real MEIN Recht (und das aller anderen Arbeitslosen) auf freie Entfaltung meiner Persönlichkeit ein! Und zwar in tatsächlich spürbarer, meine Menschenwürde ignorierender und auch existenzbedrohender Weise! Rücken Sie vielleicht diesbezüglich einfach mal Ihre verschrobenen Maßstäbe zurecht…!

      Und nehmen Sie bitte endlich zur Kenntnis, dass es beileibe nicht nur um die Sanktionen, sondern das gesamte (wider)rechtliche Konstrukt geht! Gerhard Schröder prahlte vorm Weltwirtschaftfsform in Davos damit, in Deutschland den größten Niedriglohnsektor Europas geschaffen zu haben. Die Frage ist doch, wie es dazu kam. Und welche Rolle auch die dabei spielten, die die Hartz-Reformen letzlich in jedem einzelnen Falle durchgesetzt haben! So weit geht Ihre Reflektion sicher nicht. Und Sie werden garantiert nicht zu einer zweiten Frau Hannemann. Auch Sie werden später wie viele andere auch einfach Ihren Dienst nach Vorschrift tun. Sonst landen Sie schneller auf der anderen Seite des Schreibtisches, als es Sie sich derzeit vielleicht noch vorstellen können!

      • 5jahrehartz4 says :

        Hier eine Anregung

        Falls Lik klemmt:
        MENSCHENRECHTE SIND
        ALLER MENSCHEN RECHTE
        UND KEIN PRIVILEG!

        PS interessant ist wie massiv man vom Kernthema ablenken kann, man unfundierte persoenliche Angriffe ins Spiel bringt, usw. und wie viel Zeit man dafuer verwendet – viel mehr wie eine klare Aussage oder gar eine Loesung benoetigt haetten – dazu muss man offenbar studiert haben 😉

        Letzte Woche gab es in quer einen netten Beitrag zu einer Betriebsschliessung – nach Besitzerwechsel wurde das angeblich u ungenehmigten Betrieb – als der neue Besitzer die Konsequenzen und das er den Gerichtsweg gehen wuerde sagte der Buerokrat etwa bemerkenswertes ‚Sie bedrohen uns‘ – Wie bitte?! da will jemand seine Rechte nutzen und nicht einfach den Berieb schliessen, Mitarbeiter entlassen und die Buerokratie fuehlt sich bedroht – und das war kein kleiner Sachbearbeiter!

    • Unbequem says :

      Insgesamt ist es meiner Meinung nach selbstverständlich, dass sich die Meinungen über Sanktionen teilen (Recht auf freie Meinungsäußerung).

      Menschenrechte sind keine Variablen, die einem momentanen Meinungstrend unterliegen, sondern Konstante. Mithin entziehen sie sich jeglicher Diskussion und sind schon gar kein Spielball einer freier Meinungsäußerung.

      Doch keineswegs ist irgendjemand der Meinung, weder Studierende, noch Professoren, dass Sanktionen schnell und ohne nachzudenken ausgeteilt werden sollten.

      Nein, natürlich nicht. Man kann allerdings nicht über Sanktionen nur aus sozialpädagogischer/gesellschaftspolitischer Sicht diskutieren.
      Damit eröffnet man den Studierenden – wie Sie für sich zurecht reklamieren – ein Recht auf freie Meinungsäußerung und den Dozenten gelingt es so ganz nebenbei, den Fokus weg von den Menschenrechten (nicht verhandelbar, keine Auslegungssache), hin zu Ihrem späteren Tun zu lenken.

      Wenn es gelingt, sagen wir einmal, 30 Prozent der Studierenden davon zu überzeugen – Pardon, die Studierenden haben sich eine freie Meinung gebildet – dass Sanktionen pädagogisch sinnvoll sind und diese auch anwenden, ist das Studienziel für die HdBA erreicht.

      Von den ganzen unterqualifizierten Jobcenter-Mitarbeiter_innen müssen wir gar nicht mehr reden. Die wenden dann Sanktionen völlig unreflektiert nach ihrer „Stammtisch- gebildeten Meinung“ an.

  14. Alfred says :

    Ich nehme mir heraus, voller Zustimmung Herrn Andreas Abels noch einmal zu zitieren: „Können Sie sich denn nicht vorstellen, dass Angst kein guter Berater ist?“ Und Sanktionsdrohungen – das SGBII – sind der förmliche Rahmen, in dem sich alles abspielt.
    Jeder Jobcenter-Mitarbeiter einigermassen klaren Geistes, der dies in welcher Forma auch immer bejaht, lädt eine schwere Schuld auf sich. Das muss er wissen. Diese mag manchmal -individuell – nachvollziehbar und verzeihbar sein (etwa vor familiärem Hintergrund), doch ändert das nichtsdestoweniger nichts an der Schuldfrage an sich. Es ist auch nicht an uns, uns Strafen auszudenken oder gar zu vergeben (wenn wir könnten).
    Ich persönlich erhebe weniger gern Vorwürfe, als sachlich, aber bestimmt auf derlei Sachverhalte hinzuweisen, einmal aus mitmenschlichem Gefühl der Jobcentermitarbeiter im Allgemeinen heraus, dann aber auch um meiner Pflicht als Mensch und Staatsbürger nachzukommen. Die Art der Schuld und Schwere stellen (vielleicht einmal) auch andere fest. Doch dass es sich um ein Vergehen handelt, folgt schon aus simplen logischen Erwägungen (eins uns eins macht immer noch zwei und nicht drei). Hier gilt es wachzurütteln zu versuchen, denn das Gewissen, wenn es einmal durchschlägt ist die einzige Justiz, die niemals vergisst und sich nicht abschütteln lässt.

  15. Alfred says :

    Nachsatz: Man kann auch nicht argumentieren: In jedem Spiel gibt es Regeln… Wie komme ich denn dazu, Mitspieler zu sein? Allein dadurch, dass ich mit existenzbedrohenden Sanktionen konfrontiert werde in vielen Fällen. Ausserdem braucht jeder, wie wir wissen, was zu essen. Was für einen
    Spiel-Raum habe ich da überhaupt? Wo ist mein freies Spiel?
    Dies ist nicht das Spiel des Lebens, das ist das Spiel des Todes und der Vernichtung.

  16. Alfred says :

    So nebenbei: ich lese gerade, was unserem verehrten Kritischen Kommilitonen so alles vorgeworfen wird. Ich denke er ist allemal intelligent genug um für sich selber zu sprechen, doch bisweilen kann es einen schon kalt überlaufen. Wie vollkommen absurd klingt zum Beispiel dieses: „Wenn Du diese Rückmeldungen also bekommst und als nicht nennenswert abtust, musst Du Dir die Frage stellen, ob es Dir wirklich darum ging, die Studenten der Hochschule zu erreichen, oder lediglich darum, DIE HOCHSCHULE UND IHRE STUDENTEN FÜR DEINE ZWECKE ZU INSTRUMENTALISIEREN.“ Mit welcher unglaublichen Macht muss da jemand ausgestattet sein oder unglaublichen Verrücktheit, um ernsthaft derlei Anwandlungen zu haben bzw. auszuleben. Ein einzelner Student soll also eine ganze Hochschule instrumentalisieren wollen. Entschuldigung, aber von viel Weisheit zeugt der Entwurf eines solchen Szenarios nicht gerade und berücksichtigt nicht im Geringsten die klugen und umsichtigen Verhaltensweisen des Herrn Kallwass.
    Oder um auf ein anderes Scheinargument einzugehen, welches ihm vorwirft, sich mit diesem Blog lediglich eine Fangemeinde heranzuzüchten und zu halten. In diesem Fall hätte er wohl gerade solche Kommentare holterdipolter dem „Papierkorb“ übergeben, anstatt sich damit so konstruktiv wie möglich zu auseinanderzusetzen.
    Da er aber um den Papierkorb einen Bogen macht, bleibt seinem Kritiker nichts anderes mehr übrig, als ihm seinen „Widerspruch“ anzukreiden, als ober der Kritisierte sein Recht darauf vor dem Eingang der Hochschule der Bundesagentur abgegeben habe. Kurzum, man hält, obzwar indirekt, jemandem moralische Vorstellungen, um das eigene Ego befriedigt zu sehen.

    Im Übrigen ist es sehr einfach, gebetsmühlenartig zu wiederholen: „Dein Weg ist nicht der Richtige“, wenn dies nicht gleichzeitig mit so etwas wie einer Richtungsangabe verbunden wird. Wer nur zerstört und nicht aufbaut (=nur kritisiert, nicht konstruiert), hat am Ende ein Chaos zu vertreten. Man verschanzt sich hinter irgendwelchen leeren Formeln, was bereits beim Namen anfängt. Dies kann man gerne tun; irgendwelche Sonderrechte verleiht es einem jedoch nicht.

    Ferner, wenn man auf eine Doppelmoral der Involvierten zu sprechen kommt. Wäre Marcel Kallwass irgendein Aussenstehender, würde man ihm dagegen – und nicht ganz zu Unrecht – hier und dort fehlenden Einblick in das betriebsinterne Geschehen vorwerfen. Gerade deshalb ist es ungeheuer wichtig, dass jeder in seiner Stellung, an seinem Platz seine Stimme erhebt. Und dass man insofern niemandem ein Redeverbot aufzuerlegen befugt ist. Desto vollständiger schliesslich wird das Gesamtbild und reicher, bunter, lebendiger.

  17. Alfred says :

    „Widerspruch“ müsste natürlich richtiger „Einspruch“ heissen.

  18. Alfred says :

    Eine Grundsatzfrage möchte ich noch in den Raum stellen, um danach für heute endlich Ruhe zu geben: Ist ein „linker“ Spinner noch die Steigerungsform von einem Spinner? – oder sagt das nicht weit mehr über die Vorurteile und beschränkten Ansichten der Brandmarker, der Stigmatisierer aus als über den, den sie damit treffen wollen? Darüber nachzudenken lohnt sicher.

  19. Aufgewachter says :

    Wer arbeitet da eigentlich in der Agentur für Sanktionsvermittlung?

    Die tun doch überhaupt nichts außer das Betriebsergebnis ihrer rund 365 Profit-Center im gesamten Land zu optimieren und Vorgeladene zur Arbeitsaufnahme per Sanktion also dem Aushungern durch Leistungsentzug zu zwingen.

    Erwerbsloser schockt Fallmanager mit Fragebogen
    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/01/22/erwerbsloser-schockt-fallmanager-mit-fragebogen/

  20. sischramme says :

    Bundesagentur oder Agentur für Arbeit hieß früher Arbeitsamt. Jobcenter hieß früher Grundsicherungsamt. Fällt irgend jemanden der Wandel auf? Ein ALGII Empfänger, der zu 100% oder mehr Prozent sanktioniert wurde, erhält genau in dem Moment alle seine Grund- und Menschenrechte wieder, wenn er einen Mord begeht. Ich nenne es so krass, damit jedem hier auffallen soll, wessen Interessen nach gehangen werden. Ein Mörder ist bis zur Verurteilung, ein mutmaßlicher Mörder und genießt bedingungsloses Recht auf Unterkunft, Verpflegung, ärztliche Behandlung sowie aufschiebende Wirkung. All das wird einem Hilfebedürftigem verwehrt, weil er zum Termin nicht erschienen ist oder weil er seinen Wohnort (Wohnhaft) verlassen hat. Ein Mitarbeiter allein kann so viel Menschenrechtswidriges Verhalten willkürlich ausüben und den Hilfebedürftigen in den Tod treiben.
    Die BRD Führung wurde bereits mehrmals von der UN sowie von der EU angemahnt endlich die Grund- und Menschenrechte einzuhalten sowie die UN Menschenrechte, wie das Recht auf Arbeit um zu setzen.
    Leider kam davon NIE etwas in den Medien. Und wenn einige etwas unsachlich oder ungehalten sind, nehme ich das Sinn gemäße Zitat von Dieter Hildebrandt, „ich bin zu alt um noch sachlich und ruhig zu sein, bei all dem Unrecht, das begangen wird“.
    Es ist sehr leicht, die Schwächsten der Gesellschaft zu quälen. Wie hieß das System nochmal, in dem Politik, Wirtschaft und Militär einem einzigen Ziel dient? Und wie hießen diese Ämter in den USA, die die Indianer „unterbringen“? Ein Lager braucht nicht immer einen Zaun, Wachtürme und Wächter. Geld oder Geldentzug sind sehr gute Waffen geworden.
    Marcel ist jemand mit Rückgrat während die meisten ihrer eingeredeten Normalität ergeben sind. Es fehlt so viel Rückgrat, leider.

  21. ein Mensch says :

    Art. 20/3 GG „.., die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.“!

    Welches, mit dem Rest zuvor vom GG. nach 1948 besagt das jegliche (Judenverfolgung etc.u.a. aus politischen Gründen des Exportweltmeisters der Gier (wie einst)) absolut ausgeschlossen sein muss.

    Und zum zweitem hat die Verwaltung etc. sich an die Rechtsprechung zu halten und verurteiltes zu heilen und zukünftig abzustellen. Aber davon parallel abgesehen ist jede Willkür verboten.

    Zu Punkt 2. von KK und dieses konstruktiv mit einem Urteil der –Recht–sprechung zu untermauern, nd oben drauf machen sich alle Hetzer der Medien, die Lobby der Gier und ihre willigen Politiker (die Heuschrecken anprangern und unterdrückend propagieren „sozial ist was Arbeit macht“) mit solcher unwürdigen Arbeit der Willkür der verurteilten Willkür des NS-Systems vergleichbar:
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv006132.html Rn. 126 – 144 etc.
    Rn. 126
    “Diese Beispiele geben nur einen kleinen Ausschnitt aus den Willkürbestimmungen gegen Juden und fremde Volksgruppen; der große Kreis von Willkürmaßnahmen, ….”
    – [ eigene Anmerkungen/Kurzkommentar jeweils unter den Zeilen des BVG ]

    Rn. 127
    “.. Wenn also der Richter
    bei der sachlichen Auswahl von Armenanwälten die von der Sache her gebotene Berücksichtigung einer bestimmten Personengruppe, nämlich der jüdischen Anwälte unterläßt, im Wege enger Zusammenarbeit mit der Polizei den sogenannten fremdvölkischen Angeklagten der Gestapo überweist, statt gegen ihn das Strafverfahren durchzuführen, bei der Spruchstelle über Ansprüche von Juden aus ihren besonderen Arbeitsverhältnissen entscheidet, in einem Geheimverfahren mit besonderen Beweisvorschriften über die nach dem Nacht- und Nebel-Erlaß verschleppten Personen urteilt,“
    [heute:
    die Rechtspfleger etc. über „Rechtsberatungsgutscheine“ verweigern/entscheiden (die müssten ja mehr Wissen als Verfassungsrichter)].[ Aktuell zu Rn.127 – 129 „Ein Gesetzentwurf des Justizministeriums will den Zugang zur Beratungs- und Prozesskostenhilfe für Menschen, die von Hartz IV abhängig oder generell über ein geringes Einkommen verfügen, deutlich einschränken.“ http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-betroffene-sollen-nicht-mehr-klagen-9001269.php
    oder http://www.wolfgang-neskovic.de/artikel/hinterh%C3%A4ltiger-angriff-sozialstaat
    Eine sachliche Auswahl über die Bewilligung von Rechtsschutz oder nicht, ist zugleich eine Vorwegnahme der Entscheidung eines Richters oder gar des BVG
    Eklat im Landessozialgericht Essen: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17254 ]

    Rn. 128
    „wenn der Staatsanwalt
    nahezu jede Strafverfolgung der Untaten bei den Judenpogromen vom Jahre 1938 innerhalb des gesamten Deutschen Reiches unterläßt, in Westfalen-Niederrhein die Verfolgung des Arbeitsvertragsbruchs unterläßt, da die Gestapo die betreffenden Ausländer verfolgt,“
    [heute:
    siehe Mobbing u.a. bei Euro Sklaven im Betrieb wird nicht geahndet. Auch die Mittelschicht wird so unter Druck gesetzt. Da wird gemobbt auf Kosten der Qualität bei vielen Teilen von AKWs; Airbus; BMW; Lebensmittel u.s.w. durch alle Bereiche, auf Kosten der Gesundheit und Leben von anderen Menschen!
    – „..Super-GAU ist .. nicht unter Kontrolle“ http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19149
    – Tschernobyl – http://principiis-obsta.blogspot.se/2011/11/die-verzichtbaren.html
    – Planung? Hitze macht AKW zu schaffen http%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fwissen%2Fstromversorgung-hitze-macht-akw-zu-schaffen-1.974440
    – „Nach Pannenserie Vattenfall will offenbar zwei Problem-AKW´s abgeben“ Dienstag, 24. Mai 2011 http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/energie-und-umwelt/
    http://www.welt.de/wirtschaft/article108242441/BMW-hat-drei-Mal-so-viele-Rueckrufe-wie-Verkaeufe.htmlhttp://www.berliner-zeitung.de/auto/groesste-vw-rueckrufaktion-in-china-vw-holt-384-000-autos-in-die-werkstatt-,10808684,22160712.html
    Haben Richter und ggf. beauftragte Staatsanwälte heute keine Handhabe wenn sittenwidrige Löhne gezahlt werden und die Menschen müssen entgegen Art. 1 Abs. 1 GG unwürdig auf dem Amt zum Bettler werden?
    – Die Staatsanwälte und Richter richten letztendlich im Falle eines GAU über ihre eigene Würde – Lohnt es sich wirklich Menschen über Sanktionen als billige Sklaven zu halten?
    Nebenher zur Hetze gegen Hartz IV Bezieher wurde die NSU durch den BfV durch Nachlässigkeiten; Beweisvernichtung etc. gefördert]

    Rn. 129
    wenn die Justizbehörde
    anstelle der Mitteilung an das Strafregister die Verurteilung von Nacht- und Nebel- Gefangenen in besonderen Geheimlisten zusammenfaßt, die Briefe der Nacht- und Nebel- Gefangenen nicht absendet, sondern in Verwahrung nimmt, den Angehörigen der Nacht- und Nebel-Gefangenen jede Auskunft verweigert, eine Benachrichtigung der Angehörigen vom Tode der Angeklagten unterläßt, die Leichname der Angeklagten der Gestapo übergibt, den Nachlaß der Angeklagten “bis auf weiteres” in Verwahrung nimmt,
    [heute:
    Das Strafregister einiger vielen „organisierten“ Mitarbeiter der ARGEn – Job-Center und ihrer Vorgesetzten etc. bei jährlich um/über 1 Millionen Sanktionen und – rechtswidriger – Bescheide und einer sehr hohen Dunkelziffer dieser Taten deutet auf ein – organisiertes bandenmäßiges Verbrechen – hin. Wider den guten Sitten; der Menschenrechte und dem GG!
    Die ARGE die bei Briefen den Eingangsstempel verweigert; Eingangsdatum falsch setzt um Menschen unter der Würde zu diskriminieren! Solche Tatsachen kommen vielfach nicht zur Anklage.
    Vertuscht der NSA; BND; BfV u.s.w Menschenhandel und durch die SPD geförderte Prostitution? ]

    Rn. 130
    wenn der Standesbeamte
    in das Sterbebuch die Eintragung mit dem besonderen Geheimvermerk über die Nacht- und Nebel-Gefangenen macht,
    [heute:
    Datenverkauf an private Heuschrecken der Gier, um Menschen (geschickt) auszunehmen!
    Hartz IV Empfänger/Gefangene sind in Deutschland billiger zu halten als Gefangene Verbrecher, so viel zur Würde des Menschen in Deutschland wo Unschuldige für die Gier der Anderen bestraft werden. ’nulla poena sine culpa‘, keine Strafe ohne Schuld:
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv020323.html ]

    Rn. 131
    wenn der Finanzbeamte
    eine besondere Steuerberechnung für Juden und Polen vornimmt, eine entsprechende Steuer oder eine Sozialausgleichsabgabe von Juden und Polen erhebt, besondere Steuern für die sogenannten eingedeutschten Polen – nach Klärung ihrer Eindeutschung – veranlaßt, den nichtjüdischen Erbberechtigten von dem Reich verfallenen Nachlaß des Juden auf Antrag einen besonderen Ausgleich gewährt,
    [heute:
    heute auch durch Abgeordnete; bei der GKV; ARGEn – Job-Center die hohe Sozialabgaben erpressen. Das Wohngeldamt Leistungen verweigert; Grundbesitzabgaben erpresst werden und keiner von vielen Involvierten bis zum OGV hält sich an das GG der Würde oder an die guten Sitten; an geltendes Recht ]

    Rn. 132
    wenn die Gemeindebehörde
    in Abweichung von aller sonstigen Regelung für verheiratete Juden mit Familie die Steuergruppe I in der Lohnsteuerkarte vermerkt,
    [heute:
    Bedarfsgemeinschaften/Wohngemeinschaften in Sippenhaft,( nicht durch Kl.1, aber durch ARGE Gesetze auspresst und Sanktioniert )]

    Rn. 133
    wenn die Feststellungsbehörde
    den Ersatzanspruch des Reichs gegen den Juden, der durch den Schaden gerade in der Hauptsache betroffen worden ist, feststellt,
    [heute:
    Nach Ausgrenzung aus dem Erwerbsleben geschädigt durch die Gier der anderen, wird auch Sklaverei/Zwangsarbeit durch ARGEn … Eineignungen betrieben. Die Marode Staatskasse wird auf Kosten der Ausgegrenzten durch sparen und Enteignungen der Würde des Menschen bestraft.
    ’nulla poena sine culpa‘, die guten Sitten; die AEMR; das GG alles wird wieder für Gierige verramscht. ]

    Rn. 134
    wenn das Jugendamt
    bei seinem von der Sache her bestimmten pflichtgemäßen Ermessen jeden Vorschlag eines Juden zum Vormund usw. unterläßt,
    [heute:
    Kindesentziehungen … i.a. aufgrund von inkompetenter Politik die anderen Menschen nicht genug zum Leben lassen ]

    Rn. 135
    wenn die Fürsorgebehörde
    bei der öffentlichen Fürsorge der Juden Sonderbestimmungen anwendet und schließlich fürsorgebedürftige Juden der “finanziell gefestigten” Reichsvereinigung der Juden überläßt, jede Gewährung von Kleinrentnerhilfe an Juden unterläßt,
    [heute:
    vernichten von LV und anderen Anlagen während anderen dieses „noch“ zugestanden wird. So werden u.a. Versicherungen/Banken um Ausschüttungen begünstigt während andere diese billigst und unwürdig unter Erpressung der unveräußerlichen Menschenrechte verramschen müssen!
    Vernichtung der eingezahlten Rentenbeiträge. Das müsste die Mittelschicht wissen, das die Rentenpunkte mit ca. – 6% auf/ab-gebaut werden, während ihr Kapital in der Wirtschaft durch Gierige mit ca. über 6% z.T. steuerfrei abgeschöpft wird/wurde.
    Wenn das Volksvermögen im allgemeinen wächst, so müssen auch die Rentenpunkte wachsen, ansonsten ist die RV die schlechteste und hinterlistigste Kapital-Vorsorge gefördert von gierigen unchristlichen der CDU/CSU und antisozialen der SPD ganz zu schweigen von der FDP die für ihr Klientel sich aus dem heraus stehlen und durch antisoziale Kassen ein riesiges Milliarden Loch an Kosten für die GKV und die RV der Allgemeinheit hinterlassen.
    GKV-kostenbombe tickt – geheime Studie http://www.heise.de/tp/artikel/32/32165/1.html
    Niedriglohnsektor = Sklavenmarkt, siehe: http://www.nachdenkseiten.de/?p=16494 ]

    Rn. 136
    wenn die Arbeitsbehörde
    Juden zu bestimmter zwangsweiser Gruppenarbeit vermittelt, eine Gewährung von Kurzarbeiterunterstützung an Juden unterläßt, die Arbeitsvermittlung von Juden als “Lehrlinge und Anlernlinge” unterläßt,
    [heute:
    mit Ein-Eurojobber unter Strafandrohung; Sanktionen; Erpressung um das unwürdige Existenzminimum. Das ist Sklaverei und Enteignung, ein nachträglicher eingriff in die Tarifautonomie
    Die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen ohne Ausbildung und ausbildungssuchende ist ein Armutszeignis der Regierungen und des IQ der Eliten der Gier. Objektiv sind es die Sklaven von morgen u.a. durch Beamte und ein Lehrermangel durch Gierige.]

    Rn. 137
    wenn der Gewerbeaufsichtsbeamte
    für den Arbeitsschutz von Juden Sonderbestimmungen erlässt.
    [heute:
    Da gibt es auch Beispiele auf städtischen Bauhöfen und vom Versagen der GKV Leistungen etc.. ]

    Rn. 138
    wenn die Behörden der Wirtschafts- oder Ernährungsverwaltung
    besondere Lebensmittel-, Tabak- und Kleiderkarten an Juden ausfertigen und überweisen bezw. ihnen keine Spinnstoffbezugscheine zuteilen,
    [heute:
    Die Kürzungen der SPD/Grünen – CDU/CSU-FDP und Ausführungen von Herrn Borchert am BVG/ Thomas Kelly wurden am blauen Tisch bei einer Tasse Kaffee gemacht. Eine weitere Bestätigung der Leistungskürzung unter aller Unwürde:
    http://www.nachrichtenspiegel.de/2013/01/07/unbedingt-anhoren-hartz-iv-thomas-kallay-im-gesprach-mit-laberrhabarberpf/
    gekürzte „Hartz IV Leistungen“ bei – Lebensmittel- Tabak- Kleider -Wohnungen- u.s.w., siehe: DpolG – DEUTSCHE POLIZEIGEWERKSCHAFT – POLIZEISPIEGEL, Seite 25
    dpolg10-2004-1.pdf ]

    Rn. 139
    wenn Arbeits- oder Schulaufsichtsbehörden
    Bescheinigung für die Benutzung von Verkehrsmitteln durch Juden ausstellen,
    [heute:
    nach Ausgrenzung müssen Menschen um Sonderbescheinigungen Fahrkarten und Schulbedarf – stigmatisierend und – entwürdigend – betteln und selbst bis zum BVG ~ 09.02.2010 Klagen.
    Vorwurf zum Bildungspaket – http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17874 ]

    Rn. 140
    wenn Verkehrsbeamte
    auf Grund solcher Bescheinigungen Fahrkarten an Juden aushändigen,
    [heute:
    nach Ausgrenzung Stigmatisierungen sind bettelei um Sonderfahrkarten auch heute gegeben.
    Auch beim ehelichen (Zwangs-)Girokonto von ca. 19xx(alte Rechte/Rückwirkung) werden Staatsaufgaben der Kindergeldauszahlung hier durch die private unter Staatsaufsicht gerettete Commerzbank vorenthalten! Das sind Menschenrechtsverbrechen. ]

    Rn. 141
    wenn Gesundheitsbehörden oder Ärzte
    Atteste “jüdischer Behandler” zum Zwecke ihrer ungleichen Behandlung in Kurorten bestätigen, oder in Krankenhäusern kranke Juden bei – gekürzter – Lebensmittelration behandeln,
    [heute:
    Auch hier gibt es diskriminierende Sonderbehandlungen, Erpressen von GKV Beiträgen ohne Einkommen bei Zuzahlung von Medikamentenkosten/Rezeptgebühren. Arztbesuche werden unter Regressforderungen also Strafandrohung madig gemacht. So ist es bei der AOK entgegen dem Art. 25 der Menschenrechte AEMR. Siehe auch BT-Drucksache 14/8524 zum VStGb. ]

    Rn. 142
    wenn Verkehrspolizisten
    die Blindenabzeichen der Juden besonders streng prüfen,
    [heute:
    stehen gar alle Internetnutzer durch den BfV und der NSA etc. unter Generalverdacht, siehe aktuelle Diskussionen in der Politik; den Zeitungen und im Internet.]

    Rn. 143
    wenn die Ernährungsämter
    für die jüdische Bevölkerung besondere Einkaufszeiten festlegen,
    [heute:
    auch so etwas ging durch die Presse oder war es nur der versuchte Verbot am Kulturellen Lotto teil zu nehmen oder Die gekürzter Lebensmittelration der Hartz IV Parteien der Lobby, ist auch in einer Gewerkschafts Zeitung der Polizei als gekürzte Sozialhilfe bekannt. „dpolg10-2004-1.pdf Titel „Hamburg: 5 000 Polizeibeschäftigte protestieren gegen CDU-Politik“, Seite 25 „“… mit der Aufgabe betraut sind, bei der Jobsuche zu helfen, die neuen Zumutbarkeitsregeln durchzuset-zen und die Zahlung von Arbeitslosengeld II zu prü-fen, das für viele Betroffene eine – geringere Höhe – haben wird als bisher – oder entfällt –. Die so genannten […] ohne Einfluss auf die praktische Arbeit bleibt. Niemand will ge-walttätige Übergriffe auf Mitar-beiter herbeireden. Sie sind aber nicht auszuschließen, wenn es zu Leistungskürzungen und -verweigerungen oder Arbeitsan-geboten kommt, die unter dem bisherigen Niveau liegen, aber neuerdings als zumutbar gelten. …“
    – Gewalt aufgrund von Kürzungen war der BA und den Regierungen bekannt, und die vielen Toten gehen auf ihre Kosten ! –
    http://autismuskritik.twoday.net/stories/3645861/ ]

    Rn. 144
    wenn die Zollbeamten
    den Ernährungsämtern etwaige Geschenksendungen an Juden mitteilen, damit diese Sendungen auf deren gekürzte Lebensmittelrationen angerechnet werden,
    [heute:
    ARGEn & JC, Geschenke anrechnen! Neue Urteile auf altem Unrecht, höchst blamabel, das – bis zum BVG neu geklagt – werden muss. Solche Richter sollte man nach (drei) Fehlentscheidungen entlassen ! ]
    …”

    Eine Schande, die auf der Todsünde der Gier aufbaut und heute über die Lobby der Globalplayer (1), damals als Funktionäre(2) bezeichnet, wieder ein NSDAP ahnliches Systen der Ausgrenzung, Enteignung und entwürdigungen etc.
    (1)
    Siehe Lobbyisten und Globalplayer die an Hartz IV beteiligt waren und sich mit Gehälter/Gewinnen ggf. in Millionen/Milliarden Höhe beglücken:
    „Hartz-Kommission
    Zusammensetzung

    Am 22. Februar 2002 wurde die Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt eingesetzt. Zu den Mitgliedern gehörten (mit ihrer damaligen Funktion):

    Norbert Bensel, Mitglied des Vorstandes der DaimlerChrysler Services AG
    Jobst Fiedler, Roland Berger Strategy Consultants
    Heinz Fischer, Abteilungsleiter Personal Deutsche Bank AG
    Peter Gasse, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen
    Peter Hartz, Mitglied des Vorstandes der Volkswagen AG, Vorsitzender der Kommission
    Werner Jann, Universität Potsdam
    Peter Kraljic, Direktor der McKinsey & Company Düsseldorf
    Isolde Kunkel-Weber, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes
    Klaus Luft, Geschäftsführer der Market Access for Technology Services GmbH
    Harald Schartau, Minister für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen
    Wilhelm Schickler, Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen
    Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks
    Günther Schmid, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
    Wolfgang Tiefensee, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
    Eggert Voscherau, Mitglied des Vorstandes der BASF AG

    Helga Spindler kritisierte, dass gemeinsam mit der – Bertelsmann Stiftung – der nichtöffentliche Arbeitskreis …“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hartz-Kommission

    -> Wie kann man dem entgegenwirken? -> Meidet Produkte von Bertelsmann und all ihre Werbepartner sowie Daimler, Deutsche Bank AG, Volkswagen AG, BASF AG, und anderen die mit denen in Verbindung stehen oder wo Minister etc. wie Koch untergekrochen sind!

    Siehe auch Spendenlisten der Parteien von CDU/CSU – SPD – FDP – Grünen, die sich unmittelbar an Hartz IV Sanktionen und unter der Willkür beteiligen!

    Meidet die Commerzbank, die Menschen – Kindergeld – und somit auch eine ordentliche Heizung im Winter etc. vorenthält.

    (2)
    Rz. 41
    „… Lebendiges politisches Leben könnte dann zugunsten eines bloßen Funktionärtums erstickt, der echte Politiker in die politische Vereinzelung getrieben werden. Daß damit letztlich auch Gefahren für den demokratischen Staat selbst heraufbeschworen werden können, mag unter Hinweis auf das Verhalten der demokratischen Parteien bei ihrer Entmachtung und anschließenden Vernichtung durch die NSDAP im Jahre 1933 hier nur angedeutet werden. “
    http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv001002.html

    Es ist eine Schande für korrupte Gewerkschaften die sich kaufen lassen und gar das System anheizen, allem voran der DGB (mit Leiharbeiter etc.), und nicht dagegen angehen.

    Es ist eine Schande für die Kirchen das die mit der CDU/CSU unter einer Decke stecken.
    u.s.w.

    Und zuletzt ist es auch die Würde der Richter in Deutschland die so etwas mit ihrem Gewissen wieder gegen die (höchste) Rechtsprechung des BVG in Deutschland zulassen!

    • 5jahrehartz4 says :

      dazu haben die Täter eine Standardantwort:
      ‚Das dürfen Sie doch nicht vergleichen – Sie dürfen das doch nicht mit damals vergleichen – usw.‘
      Unsere Standardantwort:
      ‚Dann nennen Sie uns irgendeinen anderen Vergleich in der deutschen Geschichte für die heutigen Hartz IVerbrechen‘
      Danach flüchten die anderen immer und schweigen sich aus.

  22. Aufgewachter says :

    Hammergeile Aktion

    Erwerbsloser schockt Zeitarbeitsunternehmen durch Erscheinen mit Beistand beim Vorstellungsgespräch
    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/02/08/erwerbsloser-schockt-zeitarbeitsunternehmen-durch-erscheinen-mit-beistand-beim-vorstellungsgesprach/

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