Widerstand gegen das Hartz-Regime

Immer mehr stellt sich die Frage nach konkreten Widerstandsformen gegen das Hartz-Regime innerhalb des kapitalistischen Systems. Was können Betroffene und sympatisierende Personen und Gruppen aktiv machen?
Bringt der Widerstand überhaupt etwas?

In dem Buch „Zahltag – Zwang und Widerstand: Erwerbslose in Hartz IV“ (Hg. Peter Nowak) geht es genau um dieses Thema. In der Beschreibung heißt es, dass der Widerstand die Gesetze zunächst nicht verhindert hat, aber dennoch nicht erfolglos war. Seitdem gibt es fortdauernden Widerstand, der von Klagen vor dem Sozialgericht bis zu Widerstandsformen, wie der Aktion „Zahltag“ reicht.

In einer Rezension vom der Zeitung neues Deutschland wird die Aktion „Zahltag“ etwas näher beschrieben:
„Der »Zahltag« hat sich in Köln als Aktionsform etabliert, mit der Erwerbslose auf dem Amt von der Rolle des Bittstellers in die des seine Rechte Einfordernden wechseln können. (…)
Solidarisches Begleiten, ein bundesweit angewandtes Regulativ bei Jobcenterterminen: Die mit Zermürbungsstrategien unterfütterte Ämterpraxis der Verweigerung von Rechtsansprüchen wird durchkreuzt, indem sich Erwerbslose von einer oder mehreren Personen ihres Vertrauens, in der Regel von Mitbetroffenen, begleiten lassen, wodurch sie aufhören, gedemütigte Bittsteller zu sein. »Diejenigen, die immer vereinzelt vorsprechen mussten und existenziell von den AmtsmitarbeiterInnen abhängig waren«, lesen wir, »spüren, dass sie sehr wohl eine Macht sein können, wenn sie kollektiv handeln.«

Bei dieser Aktionsform erkenne ich eine riesige Chance, die sich gerade in Köln als erfolgreiche Praxis erwiesen hat. Erwerbslose, schließt euch zusammen! Fordert eure Rechte endlich ein! Auch, wenn sich dadurch nicht direkt das Gesetz ändert, so erschwert der Widerstand die Umsetzung in der Praxis.

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Zur Buchbeschreibung:

http://www.unrast-verlag.de/gesamtprogramm/reihen/transparent/zahltag-314-detail

Zwang und Widerstand: Erwerbslose in Hartz IV (Peter Nowak)

Zwang und Widerstand: Erwerbslose in Hartz IV (Peter Nowak)

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41 responses to “Widerstand gegen das Hartz-Regime”

  1. Der Souverän says :

    Sorry, aber das ist alles sinnloses Gelaber. Ich bin 2 mal! von Düsseldorf extra nach Köln gefahren und habe bei einem Treffen der Keas um Unterstützung gebeten zm Termin bei der Arge gebeten. Ich bot an, daß ich die Unterstützer (Beistände) – hätten ruhig 2, 3 oder 4 sein können – mit dem PKW abhole und nach dem Termin auch wieder da hin fahre wo sie hin wollen.

    Nix war – keine Chance. Stattdessen gab es wohlwollende Tips wie; da gibt es doch sicher welche in Düsseldorf. Wenn es die gäbe, würde ich ja nicht 2 mal nach Köln fahren. Auch das ich völlig widerrechtlich zu 100% sanktioniert war, reichte nicht aus das jemand als Beistand mitkam.

    Unterstützung von Elos? Ja, wenn sie sich darauf beschränkt im Internet was zu tippen. Soll einer konkret den Arsch hochkriegen, war’s das mit Unterstützung. Mit dieser „Solidaritätsgruppe“ ist weder ein Staat noch ein Start zu machen.

    Der Souverän

    • kritischerkommilitone says :

      @Souverän:   Danke für den persönlichen Erfahrungsbericht. Der ist ja leider nicht so positiv.   Ich persönlich kenn mich mit der örtlichen Bewegung dort natürlich nicht genau aus. Von Medienberichterstattungen weiß  ich, dass ab und zu „Zahltage“ veranstaltet werden.   Hast du davon schon etwas mitbekommen? Schließlich sollte die Berichterstattung immer kritisch hinterfragt werden.   An wen hast du dich genau gewandt um Unterstützung zu bekommen? Eine organisierte Gruppe oder Einzelpersonen?

      • Der Souverän says :

        @ kritischerkommilitone

        Du sagst es, daß ist ein persönlichen Erfahrungsbericht, also keine allgemeingültige (negative) Aussage zu den Keas. Die Mitglieder der Keas sind schon ok – nach meiner persönlichen Erfahrung. Sie tun auch viel gegen das System und helfen sicher auch so einigen Betroffenen – nur mir halt in dem Fall nicht. Aber da sind sie kein Einzelfall. Es gibt sehr viele Berichte von Betroffenen, die keine Begleitung zur Arge finden, geschweige denn das ihnen von anderen Betroffenen sonstwie (benötigt) geholfen wird.

        Der Souverän

      • kritischerkommilitone says :

        @ Souverän:   Die Frage ist natürlich woran das liegt. Es fehlt an Zusammenhalt der Betroffenen. Zu wenige engagieren sich, weil sie ihr Schicksal als individuelles warhnehmen. Wie kann das geändert werden? Die Aktionsform „Zahltag“ ist dafür eine Möglichkeit. Bewusstsein schaffen bei mehreren Menschen. Dann engagieren sich mehr in diesen Zusammenhängen und hoffentlich bleibt dann niemand ohne Begleitung.   Bist du jetzt gerade immer noch zu 100% sanktioniert?

    • Humanist says :

      @ Souverän:

      Ich teile die Einschätzung der Keas in diesem Punkt. In einer großen Stadt wie Düsseldorf (immerhin Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens) sollte es doch wohl möglich sein, einen Beistand für einen Jobcenter-Termin aufzutreiben – und wenn es per Kleinanzeige ist. Zudem lassen sich auch per Mitläuferliste entsprechende Personen ausfindig machen.

      Unabhängig davon: Bist Du denn auch dazu bereit, anderen Betroffenen Deine Unterstützung zu gewähren und Deine Solidarität zu erweisen? (Daran krankt es nach meiner Einschätzung leider auch oft, daß man zwar selbst gerne Hilfe in Anspruch nimmt, aber nicht dazu bereit ist, anderen seine Hilfe zuteil kommen zu lassen.)

  2. Humanist says :

    Widerstand gegen das Hartz-Regime ist möglich (und meines Erachtens auch notwendig) und er bringt auch etwas. Kurzfristig geht dies aber wohl am ehesten auf individueller Ebene.

    Der Widerstand gegen Hartz IV auf kollektiver Ebene ist aus meiner Sicht eine ganz schwierige Angelegenheit. Beispiel Petition von Inge Hannemann zur Abschaffung der unsäglichen Sanktionen: Es sind Millionen direkt und indirekt von Hartz IV betroffen und ich bin mir sicher, daß viele unter dem Hartz-System auch leiden, aber es dauert gefühlt eine Ewigkeit, bis vergleichsweise läppische 50.000 Unterschriften für diese Petition zusammenkommen (wenn sie denn tatsächlich zusammenkommen). Allein daran zeigt sich schon das ganze Trauerspiel.

    Ich persönlich gehe davon aus, daß viele Betroffene obrigkeitshörig, uninformiert, unsolidarisch, durch die Boulevardmedien fehlgeleitet und vielleicht auch ängstlich sind (evtl. aufgrund von Drangsalierungen durch das Jobcenter). Das jedoch ist der beste Nährboden für die Agenda-Macher, ihre gesetzgeberischen Perversionen auszuweiten und letztendlich auf die Spitze zu treiben. Na ja, vielleicht steigt dadurch auch endlich der Druck im Kessel auf das Maß, das nötig ist, um das Hartz-Regime entweder komplett zu kippen oder zumindest in eine halbwegs sozialverträgliche Form zu bringen.

  3. Unbequem says :

    … hat man beispielsweise seine Rückstände der Stromrechnung beglichen, wird wieder der Strom “angestellt”, d.h. der Strom kommt nicht mehr aus der Steckdose lediglich dadurch bedingt, da man die Stromrechnung nicht mehr begleichen kann, sondern “ruht” lediglich!

    Welch ein schelmiges Verhalten von dem Strom, sich so mir nichts dir nichts zur Ruhe zu begeben.
    Man könnte auch vermuten, dass er – der Strom – lediglich noch nichts von der neuen Freiheit die die Arbeitslosigkeit seiner Kunden mit sich bringt mitbekommen hat und immer noch den alten Dogmen anhängt: Strom gegen Geld.

    Befreien wir den Strom von seinen Dogmen, ermöglichen wir ihm seinen Blickwinkel zu verändern, damit er endlich frei fliessen kann!

  4. Andreas Abels says :

    @M. Kienzle

    Also, Widerstand ist definitiv nicht „vertane Liebesmüh“.

    Ich habe z.b. die Petition von Inge Hannemann gegen Sanktionen unterschrieben, aber nicht weil ich glaube, die Politiker davon überzeugen zu können, die Sanktionspraxis abzuschaffen.
    Ich habe unterzeichnet, genau aus den Gründen, die Sie selbst angesprochen haben. Es geht um „Bewußtwerdung“, da wiederhole ich mich gerne. 🙂

    Viele (ich auch) haben die Links zur Petition im Netz verteilt, viele standen vor den Jobcentern und sammelten Unterschriften…
    Ich bin davon überzeugt, dass die letzten Wochen dafür sorgten, dass noch mehr Menschen bewußt wird, was die Sanktionspraxis und damit HartzIV bewirkt…
    Widerstand schafft auch Bewußtsein für Zusammenhänge. Widerstand wird in den meisten Fällen nicht sofort herrschende Systeme verändern, aber JEDER aufwachende Mensch wird dazu beitragen, dass solche Systeme irgendwann zum Fall gebracht werden.

    Der Mensch muss einfach endlich wieder an seine eigene MACHT glauben; viele fühlen sich im System einfach ohnmächtig, das ist absolut verständlich.
    Aber den Weg daraus kann nur jeder selbst für sich schaffen, und andere können immer wieder an diese Macht in JEDEM erinnern.

  5. Ash-Li says :

    Oh, lieber Herr Kienzle, ich sehe Ihre „kleine“ Lösung als die GROSSE! Sie ist für mich diejenige, die am wichtigsten ist, da sie so Vieles verändern würde… Aber dazu braucht es sehr viel Mut und Kraft, aus all den Verstrickungen der Muster – „ich bin doch nur ein kleiner Mensch und kann nichts bewegen… – erst mal herauszukommen. – So gut ich es kann, versuche ich diese Sicht den Menschen nahe zu bringen.

    • Andreas Abels says :

      Herr Kienzle, ein HartzIVler lebt ohnehin schon sehr bescheiden, er muss schauen, wie er überhaupt mit dem Geld zurecht kommt.

      Existenzsicherung = Erwerbsarbeit

      Das ist die Formel, von der wir weg müssen. Arbeit muss abgekoppelt werden von der Existenz eines jeden Menschen, so dass jeder für sich -frei von Existenzängsten- entscheiden kann, was und wie er arbeiten will oder nicht arbeiten will.

      Der Mensch kann das derzeit nicht frei entscheiden, da seine Existenz davon abhängt, ob er Arbeit hat oder nicht.

      Hat er Arbeit, lebt er oft in ständiger Angst, seine Arbeit zu behalten, da die Existenz sonst bedroht ist.
      Hat er keine Arbeit, ist seine Existenz direkt bedroht oder es wird ihm gedroht, sein Existenzminimum zu kürzen.

      Die Petition hilft, über diese Themen zu sprechen, und Menschen solche Zusammenhänge klarzumachen.
      Ich sagte ja, dass ich nicht daran glaube, dass Politiker durch eine Petition bewegt werden, die Sanktionen abzuschaffen.
      Mir geht es um all die „anderen“ Menschen, die bisher über bestimmte Zusammenhänge nicht nachdachten oder gar Vorurteile gegenüber HartzIVlern haben, so dass sie glauben, die Sanktionen wären sinnvoll.

      Letztlich ist HartzIV generell für mich nur ein Aufhänger, um allgemein über globale Zusammenhänge und Bewußtwerdung zu sprechen.

      HartzIV ist einfach nur ein konsequentes Werkzeug der globalen Elite, um die Menschen kleinzuhalten. Es gibt viele solcher Werkzeuge. Ressourcenausbeutung, falsche Technologien, Lobbyismus sind auch wesentliche Werkzeuge.

      Die Formel Existenzsicherung = Erwerbsarbeit garantiert der Elite auf jeden Fall, Menschen klein und in Angst zu halten, darum wird sie natürlich daran festhalten wollen.

      Aber niemand wird mich umstimmen können, denn ich weiß, dass der Mensch das Potential hat, aus diesem Angst-Zug auszusteigen.

  6. Ash-Li says :

    „Persönliches Glück für alle“ kann man m.E. nicht erreichen, wenn wir unser Bewusstsein dahingehend verändern, dass wir uns weiterhin auch in solchen Dingen wie Mittel zum (Über-)Leben klein halten. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir unser Bewusstsein dahingehend erweitern sollten, dass es unser Geburtsrecht ist, in FÜLLE zu leben. Diese Fülle kann jeder für sich selbst definieren. Das heisst aber nicht, dass wir weiterhin alle und alles ausbeuten, sondern im Gegenteil! Es heisst für mich, dieses ungerechte System weltweit abzuschaffen und ein neues, auf die Bedürfnisse eines jeden Menschen, der Natur und der Tiere zu installieren. Dieses wäre dann getragen von der Akzeptanz und Toleranz, ja von der Liebe zu sich selbst und zu allem, was da noch ist. Erst dann werden wir nämlich wirklich erkennen, dass alles und jeder zusammengehört und letztendlich EINS ist…

  7. Andreas Abels says :

    @M. Kienzle

    Zitat: „In letzter Konsequenz frage ich mich, ob eine Minderheitsmeinung, d.h. Abschaffung von Hartz-IV, dem Kollektiv, d.h. der Bevölkerung, wie jede Ideologie übergestülpt werden soll, was jedoch aus meiner Sicht mitnichten zielführend ist, denn: Sie stellt damit das Tun aller Erwerbstätigen (ihr Glaubenssystem), die tagtäglich aufstehen, damit am Ende des Monats Geld auf dem Konto ist, das ein Anrecht zur Bedienung vom sogenannten “natürlichen System” darstellt, aus meiner Sicht radikal in Frage und diffamieren jenes sogar indirekt! Ist das korrekt?“

    Das ist absolut nicht korrekt. Eine Abschaffung von HartzIV, insbesondere der Sanktionspraxis, diffamiert niemanden und stellt „Leistung durch Arbeit“ überhaupt nicht in Frage, im Gegenteil.
    Die Arbeit hört doch nicht auf, wenn es kein HartzIV mehr gibt. Es wird doch nicht die Arbeit abgeschafft, sondern die Bedingungen FÜR Arbeit und FÜRS Leben werden verbessert, das kommt also auch allen zugute.

    Sie gehen offenbar davon aus, dass ein Mensch nur unter Druck Leistung erbringt und nur dann ein „Anrecht zur Bedienung vom sogenannten “natürlichen System” “ hätte, wenn er erwerbstätig ist.

    Bekommt denn das TUN eines Erwerbstätigen erst durch HartzIV einen Wert? Indem man also die Erwerbslosen vor Augen hat, fühlt ein Erwerbstätiger sich wertvoll bzw. wertvoller?

    Das Traurige ist: Genau so denkt die Masse. Sie schaut auf die HartzIVler runter und fühlt sich tatsächlich wertvoller als diese Mitmenschen, die keine Erwerbsarbeit haben.

    Und somit wird der WERT eines Menschen daran gemessen, ob er überhaupt Erwerbsarbeit hat oder nicht. Denken Sie bitte mal tiefer darüber nach, dann wird ihnen dieser Irrsinn auffallen, es ist ein perfides System.

    Zitat: „PS: Ich verlasse jenen Blog, weil er für mich keine konstruktiven Vorschläge für die Überwindung von Hartz-IV beinhaltet, sondern sich lediglich dem berüchtigten “Gut-Böse”-Schemata bedient, das jedoch meiner Meinung nach mitnichten zielführend ist!“

    Wo bitte sehen Sie in meinen Kommentaren ein „Gut-Böse-Schemata“?

    Konstruktive Vorschläge, ich gebe gleich ein paar Stichworte. Ich habe in diesem Blog bestimmt schon ein duzend Mal Vorschläge gemacht, und Sie tun so, als hätte ich nie welche abgegeben.

    1. Abschaffung von HartzIV, gleichzeitig Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE), damit eben JEDER existieren kann, OHNE von Erwerbsarbeit abhängig zu sein.

    2. Neues Geldsystem: Geld verliert im Laufe eines Jahres komplett an Wert, vorstellbar sind alle 3 Monate 25%. Danach bekommt man frisches Geld, und die Natur („stirb und werde“-Prinzip) nimmt von Neuem seinen Lauf. Das System wäre dann auch der Natur angepasst.

    Ein solches System wäre wichtig, damit Geld im Umlauf bleibt und es keinen Anreiz mehr gibt, es zu horten. Mit dem jetzigen Schuldgeldsystem durch den ZinsesZins kann die Schere arm-reich nur auseinandergehen, und es werden keine echten Werte mehr geschaffen.

    3. Seeeehr einfaches Steuersystem, am Besten nur eine Steuer, es würde auch einfach eine Konsumsteuer reichen, sonst nichts.

    4. Natürlich kein Militär mehr, kein politisches System (Räte wären angemessener), Förderung von Erfindungen (die werden wegen des Lobbyismus kaum gefördert).

    5. Aufgrund neuer Erfindungen: Installation von neuer Technologie, z.b. „freie Energie“, siehe TESLA, der schon vor 100 Jahren mit Energien „frei aus dem Kosmos“ gearbeitet hat. <<<—- KEINE Utopie, nur verhindert durch das herrschende System.

    Und so weiter…darüber können wir gerne reden, Ideen habe ich genug, es sind für mich auch keine Utopien, sehr wohl aber Visionen.
    Visionen brauchen die Menschen auch, ansonsten bleiben sie geistig, mental und körperlich in der Entwicklung stehen.

  8. Unbequem says :

    Ich darf einmal eine Buchempfehlung aussprechen.

    Dem Leben entfremdet von Arno Gruen.

    Der Mensch ist von Anfang an gut. „Jeder Mensch ist sein eigener Gott“, sagt Arno Gruen. Empathie ist eine angeborene Fähigkeit. Liebe und Wärme braucht es, um sie zu erhalten. Aber bei uns im Westen drängen wir das Empathische systematisch zurück, machen die Kinder zu funktionierenden Rädchen eines Systems. „Wir leben in dieser Kultur, die mit Wettbewerb zu tun hat“, sagt Gruen. „Da erleben wir auch Kinder, als ob sie uns etwas aufsetzen möchten. Der Wettbewerb existiert da schon. Wenn sie schreien, müssen wir ihren Willen in den Griff kriegen – und wir lassen sie schreien. Es gibt viele Kulturen, in denen die Kinder nie schreien.“ Die natürlich angeborene Empathie geht durch kulturelle Einflüsse in den ersten Jahren verloren.

    Dass wir uns als Menschen entwickelten, kam zustande durch Kooperation, nicht durch Wettbewerb“, so Gruen. „Es kam dadurch zustande, dass Menschen sich einander geholfen haben – nicht dadurch, dass der Stärkere, den Nicht-Starken unterdrückte.“ Empathie ist nicht nur die Grundvoraussetzung für seelische Gesundheit, sondern auch für Demokratie.

    Was Arno Gruen in seinem Buch beschreibt, ist die Wiederentdeckung des eigenen Ichs. Ein schwieriger Prozess, den jeder nur für sich alleine durchlaufen kann… wenn er denn will.

    • Andreas Abels says :

      @Unbequem

      Ja, genau so sehe ich das auch, die Worte von Arno Gruen bringen es auf den Punkt.

      Das ist ja genau das, was ich mit „Bewußtseinserweiterung“ meine. Das ist zunächst mal ein Prozess, den jeder für sich selbst durchlaufen kann, wenn er denn will und bereit dazu ist.

      Es geht also -wie vielleicht Sie,Herr Kienzle, sagen würden- zunächst mal um das eigene Glück.
      Wenn ein Mensch nach Innen geht, in sich hinein horcht, dort drinnen „aufräumt“ und wieder Empathie für sich und die Umwelt ent-wickelt (kommt ja auch von „Herauswickeln“), dann ist das schon mal der größte Schritt, den ein Mensch gehen kann.

      Mir geht es also mitnichten darum, mit aller Gewalt ein neues System zu installieren oder es den Menschen „überzustülpen“, sondern ich bin davon überzeugt, dass eine Gesellschaft dann im Sinne ALLER Menschen agiert, wenn die Menschen in sich SELBST wieder Empathie entwickelt haben.

      Man muss sicher auch wieder anfangen, ein wenig „naiv“ zu denken, denn Naivität bedeutet nicht automatisch „Dummheit“.
      Ich meine eine Art „göttliche Naivität“, denken wie ein Kleinkind im Hinblick auf Liebe und Empathie.

      Ja, all das wurde einem abtrainiert durch das herrschende System, aber man sich auch wieder deprogammieren, dazu braucht es einfach die innere Bereitschaft zur kindlich-empathischen Naivität.
      Alles Weitere ist dann in der Tat harte Arbeit, aber diese ist nun wirklich sinnvoll und lohnend.

      • Unbequem says :

        Es geht also -wie vielleicht Sie,Herr Kienzle, sagen würden- zunächst mal um das eigene Glück.
        Wenn ein Mensch nach Innen geht, in sich hinein horcht, dort drinnen “aufräumt” und wieder Empathie für sich und die Umwelt ent-wickelt (kommt ja auch von “Herauswickeln”), dann ist das schon mal der größte Schritt, den ein Mensch gehen kann.

        Dieser Selbstfindungsprozess dürfte Herrn Kienzle allerdings weniger gefallen. Er tendiert doch mehr zu dem demütigen Hartz IV Empfänger, der sein Schicksal annehmen und über Konsumverzicht zu seinem Selbst finden soll.

        Ich finde, der einfachste, allerdings auch leidvollste Weg ist: Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Allerdings anders verstanden, als es uns eine neoliberale Ideologie verkaufen möchte. Keine Verlagerung der Verantwortung des Staates auf seine Bürger, sondern eigenverantwortliches Handeln als Mensch und als Bürger in einer Gemeinschaft/Staatsbürger.

        Jeder kann sofort damit beginnen, ohne wenn und aber, hier und jetzt. Es braucht kein Konzept, keine Bewegung, keine Ideologie.

        In Artikel 1 GG ist es zum Ausdruck gebracht: Die Würde des Menschen ist unantastbar

  9. rb says :

    zum Thema Sanktionen fand in Berlin ein Streitgespräch statt, das auf Video aufgezeichnet wurde: http://www.lichtplattform.de/gesellschaft/sanktionen-gegen-hartz-iv-berechtigte-sind-verfassungswidrig-.html

    • Alfred says :

      „Dieser Selbstfindungsprozess dürfte Herrn Kienzle allerdings weniger gefallen. Er tendiert doch mehr zu dem demütigen Hartz IV Empfänger, der sein Schicksal annehmen und über Konsumverzicht zu seinem Selbst finden soll.“

      Leider kommt das so in etwa rüber, ja! Ich möchte Herrn Kienzle darauf aufmerksam machen (wenn diese Seite seine Aufmerksamkeit doch noch bekommen sollte), dass er weder den Hartz-4-Empfänger noch dem Rest der Menschheit damit einen echten Gefallen erweist. Es wäre etwa so, als sperrte man jemanden in ein Dixie-Klo (räumlich gesehen) und gäbe ihm noch im Weggehen den Ratschlag auf den Weg, doch lieber mehr zu sich selbst zu finden als so elendig herumzujammern. Oder dem Hungerleider, weniger zu essen (ich denke, man versteht, wie das gemeint ist). Die Erde ist für ALLE DA! Diese schöne gute Mutter Erde, die uns nährt oder nähren sollte.
      Es geht nun einmal nicht ohne Materie. Nicht ohne menschlichen Körper, nicht ohne Essen, Bewegung etc.

      Viele, wenn nicht alle Yoga-Lehrer tendieren letzlich dazu, die Behebung sämtlicher widriger Umstände auf reine selbstbezogene Seelenarbeit zu reduzieren. (Das heisst für die Westeuropäer, vom einen Extrem ins andere zu fallen.) ICH sage: es gibt immer ein Innen und ein Aussen. Die Tatsache, dass beides einander bedingt, berechtigt nicht dazu, seine Lösungen nur einseitig anzusetzen.
      Es geht ZUALLERERST viel weniger um Bewusstseinsentwicklung als viele uns glauben machen wollen, sondern die Gesundheit des gesamten Systems mit dem Wissen als auch den technologisch-infrastrukturellen Möglichkeiten, die uns längst schon zur Verfügung stehen. Geben wir dem Kaiser, was des Kaisers und Gott, was Gottes ist: ermöglichen wir jedem eine bedingungslose Teilhabe am (materiellen) Leben, nur so als Stütze. Er könnte ja ein weitaus bescheideneres Leben führen wollen und sein Geld überwiegend nicht für eigene Zwecke verwenden: das wäre dann seine Sache, aber es muss seine Sache bleiben.Dies wäre schlicht alles für einen Anfang, der viele weitere positive Dinge dieser Art anstossen könnte.
      Sonst werden wir es uns einfach nicht LEISTEN können, mit allen praktischen Konsequenzen zu begreifen, dass jeder Einzelne von uns häufig seinen Teil dazu beiträgt, Dritte-Welt-Länder auszubeuten, wo vielleicht unwissende Kinder alleine noch (und auch die infolge Hungerqualen selten genug) aus ganzer Seele strahlen können, weil sie gewisse Sachzusammenhänge einfach nicht überblicken können. Wir sind dort noch nicht angekommen, heisst es? Wir haben keinen Grund zur Klage? Gott, dies ist unsere EINE Heimat mit lauter Brüdern und Schwestern darin! (längts auch wissenschaftlich belegt).

      Christus war so ziemlich das Gegenbild von einem reinen Materialisten, was aber nicht ausschloss, dass er die Leute gut hat speisen und trinken lassen und beköstigt nach Strich und Faden. (Seine Freunde? Aber wer waren seine Freunde – man erinnere sich!) Mit Worten, Taten, doch eben auch mit Brot und Wein. Auch das sollte sehr zu denken geben, vor allen Dingen einigen kirchlichen Würdenträgern.

      • Alfred says :

        Im Übrigen scheint man auch schon an Plänen zu schmieden, die katastrophalen Lebensbedingungen unter Hartz 4 noch weiter zu verschärfen, die Freiräume noch stärker zu beschneiden. Leider besteht wenig Anlass dazu, dies als blosses Gerücht oder Angstmacherei abzutun – denn zu allem fähig ist der, der unser Grundgesetz wie eine Leiche zerfleddert. Siehe dazu unter anderem Inge Hannemann, Norbert Wiersbin sowie viele andere Berichterstattungen.

        Was also tun, Herr Kienzle? Sollen wir unsere mentalen Übungen weiter intensivieren und uns einreden, der freie Fall in dem wir uns befinden sei die neugewonnene Freiheit? Nein, wir würden irgendwann ganz arg und mächtig aufschlagen, so oder so! Yoga und Meditation helfen in begrenztem Masse und sind an ihrem Platz unersetzlich – weiter reichen sie jedoch nicht. Auf keinen Fall kann es gutgehen, wenn man sich zu der Doktrin versteigen WOLLTE, Bewusstseinserweiterung wie eine Zwangskost zu verordnen oder eine Tablette, welche man gefälligst zu schlucken habe.

        Verzeihen Sie wenn sich hier ein gewisser Sarkasmus breitmachen will. Es ist nur leider das genaue Gegenteil persönlicher Güte und Grösse, wenn man, wie dies wahrhaft krankhafte Denken derzeit wild grassiert, jemandem anempfehlen möchte, doch so sagenhaft fortschrittliche Einrichtungen wie die Tafeln schätzen zu lernen oder auch den Umstand, durch ellenlange Sparten von diffamierenden BILD-Beiträgen gehetzt zu werden (wie das früher wenigstens an der Tagesordnung war und noch gelegentlich aufscheint). Man bekommt Probleme mit der gesamten Lebens- und insbesondere Familienplanung. Das Freundes- und Liebesleben ist schon im Keim bedroht. Das hat doch eine ganz andere Tragweite als es eine blosse Notwendigkeit zur Veränderung seiner eventuell materialistischen Sichtweise beinhaltet.

        Deshalb fordere ich unter Punkt Nummer 1: treiben wir alle, wie wir können, die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens voran. Es gibt derzeit nichts von wahrhaft brennenderem Interesse für eine wahrlich kultiviertes und humanes Menschentum, oder aber der Krieg wird uns alle umbringen.

    • Unbequem says :

      Hab mir das Video angesehen. Die vertretenen Positionen von Prof. Berlit zeigen sehr anschaulich, wie man sich auf staatlicher Seite immer wieder gerne über Begrifflichkeiten streitet, nach Formulierungen und Definitionen sucht, immer dann, wenn sich das einzelne Individuum ungerecht behandelt fühlt und gegen restriktive Gesetzte aufbegehrt.
      Andererseits hält man sich in der Anwendung der Gesetze – meist gegen das Individuum gerichtet – explizit an den vorgegebenen Gesetzestext.

      Hier hat Prof. Neskovic eindeutig festgestellt, dass es in der Rechtsprechung sowie bei der Formulierung von Gesetzestexten eigentlich kein Raum für Definitionen und subjektive Auslegungen geben darf.

      Warum sonst sollten wir allgemeinverbindliche Gesetze erlassen, wenn sie in der täglichen Anwendung dem subjektiven Empfinden eines Sachbearbeiters unterliegen, oder der Tagesform eines Richters (womöglich noch politisch motiviert) preisgegeben sind.

      Von arbeitsmarktpolitisch ausgerichteter Gesellschaft ist die Rede. Was für ein Neusprech.
      Ist nun auch die Würde des Menschen unter dem Aspekt der Verfügbarkeit am (für den) Markt immer wieder neu zu bewerten/anzupassen, oder zur Disposition gestellt?

      Folgt man den Auführungen von Prof. Berlit, könnte man den Eindruck durchaus gewinnen.

      • Unbequem says :

        Kleiner freud’scher Versprecher. Natürlich führt sich ein Professor für Verwaltungsrecht nicht auf, sondern er führt aus – also: Ausführungen

      • Alfred says :

        … und noch etwa schlappe sechs Jahre sind’s bis zum Jahre 2020 (anno domini). Wie äusserst zeitgemäss würde es dann wohl klingen, wenn wir stolz uns auf die Brust klopfend damit prahlen, dass wir Asyle und Suppenküchen für unsere Armen hätten! (Seit wie vielen Jahrhunderten schon?) Und um wieviel besser, wenn ein BGE solche Selbstdemütigungen einfach ausschlösse?
        Man bedenke: im Jahr 2020 spielen viele Zukunftsfilme.

  10. Unbequem says :

    Deshalb fordere ich unter Punkt Nummer 1: treiben wir alle, wie wir können, die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens voran. Es gibt derzeit nichts von wahrhaft brennenderem Interesse für eine wahrlich kultiviertes und humanes Menschentum, oder aber der Krieg wird uns alle umbringen.

    Entschuldigung, bei aller Liebe für ein menschwürdiges Dasein. Ich sehe in einem BGE erst einmal nicht die positiven Auswirkungen und Impulse, die die Verfechter ihm gerne andeuteln.

    Dazu müsste – meiner bescheidenen Meinung nach – die Bewusstseinserweiterung schon in erheblichem Maße in der Gesellschaft fortgeschritten sein und nicht umgekehrt damit argumentieren, dass ein BGE ein verändertes Bewusstsein schafft, dass ist illusorisch… fern jeder Realität.

    Im übrigen beantwortet ein BGE nicht die Systemfrage. Die wird in den Bereich der Phantasie verlagert, quasi der Selbstregulation derer überlassen, deren Bewusstsein denn irgendwann einmal genügend erweitert ist.

    Sorry, aber das ist die Vogel-Strauß-Politik. Ihr Anthroposophen solltet euch nicht an ein Idealbild des Menschen klammern, dass es so nie geben wird.

    Diese Lebensweise mag für Euch vorstellbar sein, aber die Mehrheit erreicht sie nicht, aus den verschiedensten Gründen. Was Ihr betreibt, könnte man – etwas böswillig interpretiert – auch als eine Art Selektion bezeichnen.

    Was macht Ihr denn nun anders als die neoliberale Brut? Auch bei eurer Denkweise liegt es in der Verantwortung des einzelnen, sein Bewusstsein zu erweitern… wenn er sich nur genügend anstrengt.

    Eine Ideologie im menschlichen Gewand? Ich traue Euch nicht Freunde. Ihr lauft zwar keinem Führer hinterher, aber ganz ohne „Lichtgestalten“ hinter die ihr euch scharen könnt, kommt auch ihr nicht daher.

    Ziemlich wenig Bewusstsein, von Erweiterung keine Spur, finde ich.

    • Alfred says :

      „Sorry, aber das ist die Vogel-Strauß-Politik. Ihr Anthroposophen solltet euch nicht an ein Idealbild des Menschen klammern, dass es so nie geben wird.“

      Wir wissen alle nicht, welche „Art von Mensch“ es einmal geben wird.
      Was wir ziemlich zuverlässig wissen, ist, dass mehr und mehr die Erwerbsarbeit ausgehen wird, wie sie das bisher auch schon getan hat.
      Es ist daher erst einmal keine Frage der Bewusstseinserweiterung, sondern einer Übereinkunft darüber, wie wir weiterhin die materielle Basis gewährleisten wollen, auf der man wohl weiterhin erst einmal wird stehen müssen. Der Magen hat so sein eigenes Bewusstsein, mein lieber Unbequemer.

      Wir können nicht von jetzt auf gleich sagen: ganz ohne Geld, nur mit ganz viel Gegenliebe! So weit wird die Evolution nicht tragen können, da gebe ich Dir schon ganz recht. Deshalb wäre ein BGE die logisch nächstfolgende Stufe auf der Leiter.
      Man nenne mir einmal einen besseren Vorschlag! Wenn ich das hier offen und unverhüllt betriebene Schubladendenken einmal übernehmen wollte, müsste ich sagen: IHR Gegner des BGEs habt nicht wirklich eine Alternative auf Eurer Seite.
      Jegliche Bewusstseinsentwicklung ist gut und schön, aber braucht in der Regel sehr, sehr viel Zeit! Sollen in der Zwischenzeit weiterhin Tausende und Abertausende um ihre Existenz ringen, nur weil man ihr Einkommen an aberwitzige Bedingungen knüpft?

      Und darüber hinaus: Es ist bereits seit längerem statistische Erhebungen darüber, dass, wenn erst ein gewisser, – meinetwegen elitärer im weitesten Sinne – Prozentsatz eine gewisse Geistesstufe erreicht hat, das auf die Übrigen wie eine Art Magnet wirkt bzw. wirken würde (allerdings ist auch alles andere als gesichert, dass es einmal Vorreiter in ausreichender Zahl geben wird). Also nichts mit Selektion, ganz im Gegenteil.

      Auch zur Erreichung des jetzigen noch bestehenden Systems musste die Evolution ordentlich voranschreiten. Es wäre, ehrlich gesagt, ein wenig anmasslich, abzustreiten, dass genau hier der Endpunkt erreicht sei. (Der Rest vom Kosmos befindet sich ebenfalls im Entwicklungsprozess.) Und immer wirkte der durchschnittliche Bewusstseinsstand einer jeweiligen, relativ entwickelten Gesellschaft, als Katalysator für die heranwachsende Generation.

      • Alfred says :

        „Es wäre, ehrlich gesagt, ein wenig anmasslich“, SICH AUF DEN STANDPUNKT ZU STELLEN, „das genau hier der Endpunkt erreicht sei“ – muss es vielmehr heissen.

      • Unbequem says :

        IHR Gegner des BGEs habt nicht wirklich eine Alternative auf Eurer Seite.

        Ich bin kein Gegner des BGE. Ich mag bloß keine Notlösungen. Ein BGE ändert nichts an den bestehenden Herrschaftsverhältnissen. Es garantiert bestenfalls Teilhabe auf niedrigem Niveau und ist eine Schlaftablette für die breite Masse der Bevölkerung, die systembedingt in Abhängigkeit gehalten wird. Und um das Volk sollte es doch vorrangig gehen, nicht um die Visionen eines intellektuellen elitären Kreises, der sich von dem BGE all die schönen neuen geistigen und kreativen Freiheiten erwartet.

        Jegliche Bewusstseinsentwicklung ist gut und schön, aber braucht in der Regel sehr, sehr viel Zeit! Sollen in der Zwischenzeit weiterhin Tausende und Abertausende um ihre Existenz ringen, nur weil man ihr Einkommen an aberwitzige Bedingungen knüpft?

        Hier ist der Wunsch der Vater des Gedanken. Nur die Realität, in Form des bestehenden Systems, überholt ständig eure Wunschvorstellungen. Musst dich nur einmal in die Niederungen der Kommentarlandschaft auf sog. Social-Networks begeben. Da kann man nicht gerade den Eindruck gewinnen, dass bei einigen Zeitgenossen in absehbarer Zeit eine Bewusstseinserweiterung zu erwarten ist, eher das Gegenteil scheint der Fall.

        Wir sind uns vermutlich einig darüber, dass Bewusstseinsveränderung kein Lernprozess ist, sondern einen Eigenimpuls voraussetzt. Den sehe ich bei vielen beim bestem Willen nicht. Manchen ist vermutlich nicht einmal ein eigenes Bewusstsein gegeben. Schau dir die ganzen Zombies an, die ihre innere Leere mittels Konsumgütern füllen.

        Auch zur Erreichung des jetzigen noch bestehenden Systems musste die Evolution ordentlich voranschreiten.

        Das bestehende System hat wenig mit vererbarer Veranlagung und genetischer Veränderung zu tun, sondern ist eine pervertierte, durch die Weiterentwicklung mittlerweile global agierende Herrschaftsform. Wenig Evolution, viel konditionierte Verhaltensmuster.

        Diese Obrigkeitshörigkeit ist nicht unumkehrbar, darin sind wir uns einig. Nur über einen gangbaren Weg, vertreten wir unterschiedliche Auffassungen.

    • Andreas Abels says :

      @unbequem

      Ähm, wer ist denn „ihr“? Wenn Duch auch mich meinst, weil ich ja auch ein Befürworter des BGE bin:

      Ich persönlich will doch niemandem das BGE überstülpen. Wenn die Masse mal bereit für ein BGE sein sollte, finde ich das super, aber letztlich müssen und werden die Menschen das selbst entscheiden.

      Ein BGE schafft natürlich nicht erst ein verändertes Bewußtsein, ist es in der Tat umgekehrt bzw. läuft dazu parallel, zumindest aber ist ein anderes Bewußtsein die Voraussetzung für derart gravierende Veränderungen in der Gesellschaft.

      Mit einem Bewußtsein, dass Menschen sich nicht mehr als getrennt voneinander empfinden, sind noch ganz andere Realitäten möglich, die noch viel weiter gehen als ein BGE.

      Mit diesem Bewußtsein läßt man sich sowieso nichts mehr „überstülpen“, denn Manipulationen wird man dann sofort erkennen und man wird nicht mehr fremd gesteuert werden können.

      • Unbequem says :

        Ich persönlich will doch niemandem das BGE überstülpen.

        Das glaube ich Dir, habe ich auch so nicht behauptet. Du wirst allerdings nicht umhin können zuzugestehen – auch unter den Verfechtern eines BGE wird es welche geben, die ihre ureigensten Interessen im Blick haben. Warum auch nicht, wir sind alle bloß Menschen.

        Wenn die Masse mal bereit für ein BGE sein sollte, finde ich das super, aber letztlich müssen und werden die Menschen das selbst entscheiden.

        Mit dieser Entscheidung habe ich so meine Probleme. Es ist ja nicht so, dass sich nicht auch schon unsere Poltikdarsteller mit einem BGE auseinandergesetzt haben.

        Wäre ich Politik, ich würde es als letztes Mittel zur Beruhigung der Massen erst dann aus dem Hut zaubern, wenn ich merken würde… hoppla, jetzt habe ich den Bogen überspannt, nu geht es mir an den Kragen.

        Nur, das Volk gibt bisher wenig Anlass zur Sorge, es verhält sich wie der Frosch im heißen Wasser. Und die Töpfe köcheln nicht nur bei uns, sondern weltweit. Das übersehen wir gerne bei unseren Bemühungen, die Temperatur im eigenen Topf durch ein BGE etwas angenehmer zu gestalten.

      • Andreas Abels says :

        Absolut richtig, es köchelt überall, global…und das ist ja so, weil das herrschende System global installiert ist.
        Überall werden auch in etwa die gleichen Mittel angewandt, um die Menschen klein zu halten.

        Mir persönlich geht es nicht nur um Deutschland, ich mag diese Trennungen in verschiedene Länder sowieso nicht, halte ich für Irrsinn, da wir EINE Erdenmenschheit sind.

        Wenn ich Politiker wäre und so denken würde wie die herrschenden Regierenden, würde ich niemals ein BGE zulassen, denn das BGE würde meine Macht ÜBER die Menschen sofort beenden.

        Wenn die Existenzsicherung von der Erwerbsarbeit abgekoppelt ist, gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten, den Menschen in Existenzängsten zu halten und damit weiterhin klein zu halten.

  11. Unbequem says :

    Dieser Artikel:

    Der Beamte in Deutschland – ein lesenswerter Gastbeitrag über totgeschwiegene Wahrheiten und sozialen Mord

    gehört unbedingt weiterverbreitet. Dort schreibt ein unbekannter Kommentator unter anderem:

    Heute wird nicht mehr direkt gemordet, die Todesstrafe ist sogar abgeschafft, was für eine Errungenschaft. Doch es geht auch ohne. Der soziale Mord, der Entzug von Gas, Wasser, Strom und dem gezielten Vorenthalten vom allernötigsten durch Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes, deren Handeln oder Unterlassen dann von den Gerichten bis nach Karlsruhe gedeckt und für Recht im Namen des Volkes erklärt wird, obwohl mit den Händen zu greifen auf ungültigen oder sogar auf gar keinen Vorschriften beruhend.

  12. Alfred says :

    Erst einmal entschuldige ich mich dafür, dass ich so heftig war. Nun, begeben wir uns auf eine etwas nüchternere Ebene.

    Unbequem, Sie schreiben, Sie wären nicht für Notlösungen, und man kann dem Volk nicht etwas überstülpen. Beides haben wir genau jetzt. Wir erfahren rings um uns her ein vielfaches Leiden.
    Mit dem BGE wäre die (Tyrannen)Herrschaft nicht gleich abgeschafft, wohl wahr. Doch das Volk würde freier in seinen Entscheidungen werden.
    Ich sehe auch im BGE keine Lösung aller Lösungen oder Endlösung für alle Ewigkeit. In der Regel wird jedoch erst Erste Hilfe geleistet, bevor eine ausgiebige Untersuchung bzw. Krankenhausbehandlung erfolgen kann. Wir stehen mittendrin im Unglück – wirklich objektiv analysieren, von aussen beurteilen, kann man immer erst hinterher. Es geht vielen Hartzern nämlich akut schlecht, wie, weniger, aber dennoch, der ganzen Gesellschaft. (Natürlich hinkt der Vergleich. Aber eine Notlage verlangt eben nach einer „Notlösung“, soweit stimmt es. Eine „Notlösung“ in diesem Fall, die bereits dank zahlreicher kluger Köpfe relativ ausgereift daherkommt und trotzdem sehr flexibel, offen und erweiterbar ist in seinem Anspruch, uns ein Stück weit Freiheit zu verschaffen).
    Wir stülpen auch niemandem etwas über. Genau das Geld, was jetzt schon da ist, anders verteilt. Wir ZWINGEN niemandem zu etwas, wir machen ihn FREI für etwas. Was er mit seinem Geld anstellt, ob er gänzlich mit dem BGE auskommen möchte oder es überhaupt annehmen oder behalten: seine Sache! Ausserdem könnte man auch wieder vom BGE abrücken, falls, was höchst unwahrscheinlich ist, das Ganze noch tiefer ins Schlamassel führen sollte.
    Wir können das Leid erkennen, wir sehen weitgehend die Ursachen, wir wissen, dass ein BGE hier fürs Erste wirkliche Abhilfe verspricht. (Man gehe einmal, mit möglichst offenem Herzen und nur für sich, im Geiste und mit Stift und Papier zur Hand, eine Auflistung von echten PRO- und KONTRA-Argumenten durch. Mann kann sich dabei ja Hilfe holen. Man wird staunen, wie die PRO-Seite die gegenübergestellte um ein Vielfaches übertrifft, sowohl qualitativ als auch quantitativ – und das wäre erst der Anfang). Im Namen der Menschlichkeit müssen wir handeln! Oder wir laden uns eine noch viel grössere Mitverantwortung an den katastrophalen Zuständen auf, wenn wir nicht etwas Besseres danebenstellen können.

    Es ist auch nicht so, als ob das BGE ein Schnellschuss wäre, oder erst von heute, sondern ein bis jetzt bereits sehr gut durchdachtes Konzept. Sämtliche Gegeneinwände haben sich als unhaltbar oder zumindest überaus fragwürdig erwiesen.
    Es würde rein strukturell nicht funktionieren, hiess es. -In dazu durchgeführten, sehr gerne verschwiegenen, Experimenten hat es prima geklappt. -Die grosse Gesellschaft würde sich auf die faule Haut legen? Sehr viele Reiche arbeiten heuten breits trotz ihres Reichtums. Es gibt auch bei den Übrigen sehr viel ehrenamtliche Arbeit. Ersetze „Faulheit“ durch „mangelnde Motivation“, ein sehr erkenntnispsychologischer Aspekt! Das BGE wäre also eine Win-Win Situation für alle Beteiligten, also alle. Wenn man wollte, könnte man Stück für Stück jedes Gegenargument „entkräften“, um dann zu sehen, dass alles nur vorgeschoben oder ein Stück weit Angst vor der eigenen Verantwortung als auch eine einzige Neiddebatte ist.

    Und schliesslich, brauchen wir, wie gesagt, keine unwahrscheinliche Bewusstseinsveränderung hierfür. Die Mehrheit der Erwachsenen in Europa befindet sich auf der rationalen Ebene, welche bereits das Potential zum Weltzentrischen in sich trägt. Freilich sollten wir an unseren unterdrückten Potenzialen arbeiten, doch das sollte auch machbar sein in dem Masse, in dem uns diese Gesellschafs“ordnung“ mehr und mehr anekelt. -Eine Beobachtung, die man täglich deutlicher machen kann und das auf allen Seiten, wohlgemerkt.

    Freilich könnte man auch blauäugig-optimistisch an die Sache herangehen und sich selbst damit betrügen, indem man sagt: Ach was, die Evolution findet schon einen Weg. (Auch verbeitet unter einigen Leuten, die sich gerne integral nennen). Ich persönlich halte es da für besser, konkrete Konzepte zu verfolgen, anstatt sich allein auf sein Glück oder darauf zu verlassen, dass der Geist plötzlich uns alle miteinander erleuchtet. So kann die Evolution selbstverständlich auch weiter stark nach unten einknicken und devolutionär werden. Dieses unsägliche, unbeschreibliche, weil künstlich-menschgemachte Leid jedenfalls kann einfach nicht länger geduldet werden.

  13. Alfred says :

    P.S. Die breite Masse ist weit weniger uneinsichtig als dass sie Angst vor einem freieren Interagieren hat, welches sie überhaupt nicht gewöhnt ist. Sie ist mit der Angst auf Du und Du, mit der aufgezwungenen Unselbständigkeit (schwer genug, von seiner Erwerbsarbeit allein leben zu können). Deshalb tut Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung Not darüber, was das BGE überhaupt bedeutet.
    Auch Politiker, Machtmenschen etc. können sich, man glaubt es kaum, zum Positiven verändern; die sitzen einfach oft auch, wenn nicht genauso, in der Klemme. Vielleicht wünschen sie sich ein BGE mehr, als sie jetzt noch zugeben (können)?!!
    Ob erst ein Bewusstseinszugewinn, dann das BGE oder umgekehrt: das halte ich ehrlich gesagt für ziemlich müssig zu fragen. Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Das BGE ist bereits vom menschlichen Geist nicht mehr abzulösen: die Vorstellung hat sich in den letzten Jahren zunehmend verbreitet, bevor auch nur ein praktischer Ansatz dessen abzusehen war (abgesehen von den „Simulationen“). Es verbreitet sich als gedankliches Konstrukt zunehmend rasanter. Wenn nicht etwas wie eine innere Grundwahrheit darin läge, hätte es das schwerlich vermocht. Es gilt nur noch der letzte entscheidende Schritt, dieses auch offiziell umzusetzen. Oder umgekehrt gesagt: Wir haben bereits alle möglichen Schritte vollzogen, bis auf den letzten. Entscheiden wir selbst, ob es uns das wert ist.

    • Unbequem says :

      Die breite Masse ist weit weniger uneinsichtig als dass sie Angst vor einem freieren Interagieren hat, welches sie überhaupt nicht gewöhnt ist. Sie ist mit der Angst auf Du und Du, mit der aufgezwungenen Unselbständigkeit […] Deshalb tut Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung Not darüber, was das BGE überhaupt bedeutet.

      Was nutzt denn die ganze Aufklärung wenn die breite Masse letztendlich den Arsch nicht hochkriegt und sich dem System – wenn schon nicht entgegen stellt – dann doch zumindest verweigert?

      Politische Entscheidungen lassen sich sicher nicht von einer aufgeklärten Masse beeindrucken. Die halten an ihrem Konzept fest und bauen es ständig weiter aus, während wir uns gegenseitig aufklären und uns ab und an für eine sinnfreie Petition feiern. Toller Plan. Ich seh sie schon zittern vor Angst… oder ist es doch ein sich schütteln vor Lachen?

      Mensch, Alfred, die nehmen uns – das Volk – doch gar nicht mehr wahr. Spätestens seit der GroKo dürfte es dem letzten gedämmert haben, dass wir eine Ein-Parteien Scheindemokratie sind, die vom Großkapital regiert wird.

      Auch Politiker, Machtmenschen etc. können sich, man glaubt es kaum, zum Positiven verändern; die sitzen einfach oft auch, wenn nicht genauso, in der Klemme.

      Ja und, was ändert der sich zum positiven veränderte Machtmensch an den bestehenden Herrschaftsstrukturen? Nicht das geringste. Ach, richtig… auch hier vertraut man vermutlich auf die „kritische Masse“.

      Bis es soweit ist, zünden die Machtmenschen, die noch auf ihren inneren Impuls warten sich zum positiven zu wenden, noch schnell die nächste Stufe der Unterdrückung:
      BA und AGJ begrüßen die 100. „Jugendberufsagentur“ – Koalitionsvertrag legt Grundstein für bundesweite Etablierung

      • Ash-Li says :

        Zitat: Ja und, was ändert der sich zum positiven veränderte Machtmensch an den bestehenden Herrschaftsstrukturen? Nicht das geringste.

        Lieber Unbequem, das ist ein Widerspruch in sich!

  14. Unbequem says :

    Lieber Unbequem, das ist ein Widerspruch in sich!

    Findest Du? Ich finde, das momentan herrschende System läßt nicht gerade hoffen, dass wir es in absehbarer Zeit mit einer Massenbewegung von Menschen zu tun haben werden, die sich vom Saulus zum Paulus wandeln.

    Ich erkenne schlicht keinen Leidensdruck, der diesen Impuls in Bewegung setzen könnte. Du etwa?

  15. Unbequem says :

    Willkommen im Polizeistaat. Die nächste Teststufe des Machbaren ist eingeläutet:

    http://www.hintergrund.de/201401062936/kurzmeldungen/aktuell/polizei-ueberprueft-mehr-als-400-menschen-im-hamburger-gefahrengebiet.html

    Andreas, Ash-Li, bitte Beeilung mit der Bewusstseinserweiterung, die Zeit drängt.
    Was erzähle ich meinen Enkeln einmal wenn sie mich fragen: „Opa, warum habt ihr das zugelassen?

    • Ash-Li says :

      Sorry, habe Deinen Post erst heute gesehen…

      Auf einem Gebäude vis-à-vis unserer Arbeitsagentur wurde schon vor Jahren „Fight the System“ gesprüht. Das ist die richtige Antwort. Allerdings… NIEMALS mit körperlicher oder sonstiger Gewalt. Einzig und allein mit passivem Widerstand und/oder vielen Gesprächen. Du kannst Dir nicht vorstellen, wieviel Kraft das in sich birgt. Natürlich geht es nicht von heute auf morgen. Dazu sind die Programmierungen viel zu fest eingefahren. Aber: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ – Ich glaube Dir gerne, dass Du sehr viel Ungutes in Deinem Leben gesehen hast. Du kannst aber auch mir glauben, dass es mir ebenso erging. Und ich habe begriffen, dass Gewalt – in welcher Form auch immer – oder auch eine Haltung, wie Du sie an den Tag legst (was mir ebenfalls durchaus verständlich ist!), nicht der Weisheit letzter Schluss sein können. Denn damit macht man sich denen gleich, deren Taktiken man zum Wohle der Menschen verändert haben möchte.

      Und darum wird mir auch niemals ein Enkel (den ich – hoffentlich – nie haben werde) Deine oben gestellte Frage stellen.

      Unbequem, ehrlich: Ich mag Dich richtig gern!

      • Unbequem says :

        Und ich habe begriffen, dass Gewalt – in welcher Form auch immer – oder auch eine Haltung, wie Du sie an den Tag legst (was mir ebenfalls durchaus verständlich ist!), nicht der Weisheit letzter Schluss sein können. Denn damit macht man sich denen gleich, deren Taktiken man zum Wohle der Menschen verändert haben möchte.

        Ash-Li, ich kenne die Gewalt und die Versuchung die von ihr ausgeht.

        Gerne würde ich Deine Ansichten teilen, fürchte jedoch der weltweite, sich immer schneller ausbreitende Raubtierkapitalismus mit seinen deregulierten Finanzmärkten lassen den Menschen in naher Zukunft keine andere Alternative. Überleben um jeden Preis läßt keine Optionen zu.

        Mir ist deswegen nicht Bange, muss ich ehrlich gestehen. Das Experiment Mensch ist gescheitert, mehr nicht. Der Planet Erde kommt ohnehin besser ohne uns zurecht, denke ich.

  16. Unbequem says :

    SGB II versus Grundgesetz

    Eine beeindruckende Arbeit als Anlage zu der Klage des Herrn Vetter vor dem Sozialgericht Berlin.

  17. Ash-Li says :

    Lieber Unbequem, ich denke, sooo weit liegen wir mit unseren Ansichten nicht auseinander. Nur gehe ich davon aus, dass Gleiches Gleiches anzieht. Darum ist es meine Auffassung mit dem „Gegenteil“ dagegen zu halten. *zwinker*

  18. Christel T. says :

    Oooh, eine Grundsatzdiskussion.
    Ich mach nicht mit.

    Zum Thema Widerstand: Ich finde es wichtig, und halte es für potentiell äußerst wirksam, daß sich Erwerbslose, Beschäftigte und Jobcenter-MitarbeiterInnen solidarisieren und offen den Gehorsam verweigern.

  19. Aufgewachter says :

    Hammergeile Aktion

    Erwerbsloser schockt Zeitarbeitsunternehmen durch Erscheinen mit Beistand beim Vorstellungsgespräch
    http://aufgewachter.wordpress.com/2014/02/08/erwerbsloser-schockt-zeitarbeitsunternehmen-durch-erscheinen-mit-beistand-beim-vorstellungsgesprach/

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