Unser Kampf ist international!

Blockupy-Aktionskonferenz

Blockupy-Aktionskonferenz

Vom 22. – 24. November fand die Blockupy-Aktionskonferenz in Frankfurt statt. Nach dem gelungenen Auftakt mit einer Lärmdemo und einem Stadtspaziergang wurde inhaltich gearbeitet. Die zentrale Frage war: Wie wird unser Widerstand 2014 aussehen?

Zu Beginn berichteten Genossinnen aus Griechenland, Italien und Bulgarien über die Erfahrungen mit Kämpfen gegen das System. In Bulgarien hat der unerwartete Widerstand der Bevölkerung zum Rücktritt der Regierung geführt. In Griechenland und Italien gibt es viele und große Proteste, die sehr stark von Gewerkschaften unterstützt werden.

Nach dem „Input“ gab es Workshops und Diskussionen zu den einzelnen Themen. Ein wichtiges Ergebnis in meinen Augen war, dass das Blockupy-Bündnis auf andere Länder ausgeweitet wird. Es ist wichtig nicht in einen Eurozentrismus zu verfallen, sondern den globalen Charakter des Kapitalismus zu erkennen. Ein inhaltlicher Bestandteil kann u.a. die Kritik an verschiedenen Freihandelsabkommen sein (USA-Europa, USA-Lateinamerika, etc.).

Inhaltlich richtet sich der Protest nun nicht nur gegen die Europäische Zentralbank (EZB), die europäische Kommission und dem Internationalen Währungsfond (Troika), sondern ebenfalls gegen die Rolle der nationalen Regierungen. Die genannten Akteure richten ihr Handeln nach wirtschaftlichen Interessen. D.h., dass der Profit der Unternehmen in den Vordergrund gestellt wird. Die Interessen der Menschen sind zweitrangig. Bevor diese mal einen Rettungsschirm bekommen, wird das Geld wieder an die Banken verprasst. Die Rettung des Finanzsektors wird über durch Kürzungen der sozialen Leistungen finanziert. Eine Umverteilung von unten nach oben also. Und das nur damit das Bruttoinlandsprodukt steigt und die Reichen mehr Geld haben! Deswegen brauchen wir eine Demokratie ohne Kapitalismus!

Unser Kampf ist international und wird 2014 unübersehbar sein. Die Eröffnung der EZB wird voraussichtlich Ende 2014 massiv gestört werden. Zudem wird es dezentrale Aktionen im Mai 2014 geben. Bis dahin wartet noch viel Arbeit auf uns, in den politischen Gruppen und Bündnissen vor Ort und bei der Koordinierung und Organisation der Arbeit.

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8 responses to “Unser Kampf ist international!”

  1. Unbequem says :

    Ich hätte da auch noch eine interessante Adresse:
    CSC, Abraham-Lincoln-Park 1, 65189 Wiesbaden

    Die freuen sich sicher über jede kleine Aufmerksamkeit…

    Gestern zeigte PANORAMA einen Beitrag: Geheimer Krieg.

    So richtig interessant wird es in dem Video ab Minute 11:41
    Dort wird ein sog. „Dienstleister“, die CSC, mit Sitz in Wiesbaden vorgestellt, der unter anderem auch für deutsche Regierungsbehörden tätig ist.

    http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/310918_panorama/18359668_panorama-geheimer-krieg

  2. Unbequem says :

    Und es geht lustig weiter, mit einem EU-Wettbewerbspakt, der noch tiefgreifendere Einschnitte und weiteren Sozialabbau bedeutet.

    Geleaktes Dokument belegt Freibrief für Sozial- und Demokratieabbau

  3. Humanist says :

    Ich empfehle bei Interesse auch einen Blick in das kürzlich erschienene apostolische Schreiben „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus zu werfen (nein, ich bin nicht besonders religiös, und mein Hinweis wird vielleicht auch den einen oder anderen zum Schmunzeln bringen, aber ich meine, auch der Papst liefert bisweilen ein paar ganz gute Analysen und Denkanstöße).

    In den folgenden Abschnitten nimmt er bezug auf die global vorherrschenden wirtschaftlichen und sozialen Gefahren bzw. Fehlentwicklungen:

    http://www.vatican.va/holy_father/francesco/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.html#1._Einige_Herausforderungen_der_Welt_von_heute

    Humanist

    • Ash-Li says :

      Tja, DIESER Papst hat es wirklich in sich. Endlich einer, der glaubwürdig ist. Glaubwürdig auch für Menschen, die schon längst den „Schoß“ der Kirche verlassen haben.

      • Humanist says :

        Sehe ich auch so.

        Was mich persönlich überrascht hat, war auch, daß der Papst in seinem Schreiben bemerkenswert deutlich wird. Hier mal zwei Beispiele:

        … Wir stehen hier vor einer großen Verantwortung, weil einige gegenwärtige Situationen, falls sie keine guten Lösungen finden, Prozesse einer Entmenschlichung auslösen können, die dann nur schwer rückgängig zu machen sind. … (Absatz 51)

        … Ebenso wie das Gebot „du sollst nicht töten“ eine deutliche Grenze setzt, um den Wert des menschlichen Lebens zu sichern, müssen wir heute ein „Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung und der Disparität der Einkommen“ sagen. Diese Wirtschaft tötet. … (Absatz 53)

  4. Ash-Li says :

    Das kann nur jemand sagen, der Not und Elend kennt. Und das tut er weiß Gott!

  5. Johnd173 says :

    Excellent post. I was checking continuously this blog and I’m impressed! Very useful info particularly the last part fdedgbkbfgdc

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