Stellungnahme zur Abmahnung

In der Abmahnung, die Sie mir am 11.11. 2013 persönlich überreicht haben, gehen Sie auf einige Punkte ein.
Sie haben einige Zitate aus meinem Blog verwendet. Als erstes erwähnen Sie die meine Kritik an der Bundeswehr; insbesondere die Kritik an der Kooperation zwischen dem Arbeitsamt und der Bundeswehr. Sie beurteilen meine Aussagen dazu als „Formalbeleidigung und Verunglimpfung“ meines Arbeitgebers.

Wer ist denn mein Arbeitgeber? Es sind die Beitragszahlerinnen in Deutschland. Glauben Sie wirklich, dass ich diese mit der Wahrheit beleidigt habe? Das Handeln vom Arbeitsamt muss theoretisch im Interesse der Beitragszahlerinnen erfolgen. Ist es in deren Interesse, dass über 100 Zivilistinnen im Kundus sterben, weil der Oberst Klein den Befehl dazu gegeben hat? Ist es im Interesse der Beitragszahlerinnen, dass das Arbeitsamt mit einer Institution (Bundeswehr) zusammenarbeitet, die solche Verbrechen zu verantworten hat?

Als nächstes zitieren Sie, dass ich Mitarbeiterinnen „anleite“ keine Sanktionen zu verhängen und die Ziele der Vorgesetzten zu missachten. Es tut mir wirklich schrecklich leid, dass ich mich für die Menschenwürde und die Freiheit der Menschen einsetze! Ich hatte schon fast vergessen, dass die Freiheit immer nur für eine Elite gilt. Insofern sind Sanktionen bis in die Obdachlosigkeit natürlich voll gerecht und entsprechen dem „sozialpolitischen Auftrag“, den Sie ebenfalls in der Abmahnung erwähnen.

Darüber hinaus prangern Sie einen Verstoß gegen die Dienstvereinbarung IKT an. Demnach stelle „die private Internetnutzung außerhalb der BA keinen rechtsfreien Raum“ dar. Deswegen seien „Äußerungen, die die BA in Misskredit bringen können“ ein Problem.

Dadurch ergibt sich ein sehr interessanter Zusammenhang. Nach den arbeitsvertraglichen Regelungen darf ich meine Meinung also nur insofern äußern, wenn sie im Sinne des Arbeitgebers ist? Dann sollten wir das Grundgesetz ändern und die freie Meinungsäußerung beschränken oder am besten gleich abschaffen. Dann ergibt sich kein Konflikt der einzelnen rechtlichen Regelungen. Ich habe nämlich mal in Ihrem hauseigenen Studium gehört, dass das Grundgesetz höher steht, als andere rechtliche Regelungen.

Sie schreiben, dass Ihre Geschäftspolitik „politisch neutral […]“ sei. Diese Geschäftspolitik ist ein Bestandteil der Arbeitsmarktpolitik, die sich aus der parlamentarischen Mehrheit ergeben hat. Die resultierenden Maßnahmen sind also vollkommen neutral, genauso wie die politischen Parteien. Deswegen ist es auch neutral, wenn ich schreibe, dass ich linksextrem bin.

Sie befürchten, dass ich Informationen und Meinungen von Mitarbeiterinnen und Erwerbslosen veröffentlichen könnte. Ich befürchte, dass Sie ab Morgen kein Geld mehr auszahlen werden und sich davon ein Urlaub in Ibiza gönnen.

Die Flugblatt- und Aushänge-Aktion in der Hochschule war ein Test. Wie wird auf eine Aktion reagiert, die – ähnlich abgelaufen – 1943 zum Tode der Geschwister Scholl geführt hat? Die Erkenntnis ist: die Strafen haben sich geändert. Schließlich gibt es (noch) kein deutsches Guantanamo Bay.

Wie Sie richtig festgestellt haben, nutze ich derzeit meinen Status als Studierender, „um Glaubwürdigkeit und Kompetenz“ zu befördern. Ich nutze auch die Abmahnung, die Sie mir gegeben haben. Ich werde auch eine Kündigung dementsprechend nutzen, um zu beweisen, dass unsere Verfassung nur einen Scheincharakter besitzt.

Mit freundlichen Grüßen

Marcel Kallwass

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64 responses to “Stellungnahme zur Abmahnung”

  1. Andreas Abels says :

    Zitat: „Ich habe nämlich mal in Ihrem hauseigenen Studium gehört, dass das Grundgesetz höher steht, als andere rechtliche Regelungen.“

    Tja, sie predigen Wasser und trinken Wein…
    Sie predigen das Grundgesetz als höchstes Gut und treten es mit Füßen…
    Sie predigen Hilfe für die Arbeitslosen und zwingen sie zur Ohnmacht…
    Sie predigen Mitwirkung im eigenen Haus und bestrafen fehlenden Gehorsam…

  2. Unbequem says :

    “Ich habe nämlich mal in Ihrem hauseigenen Studium gehört, dass das Grundgesetz höher steht, als andere rechtliche Regelungen.”

    Das Grundgesetz wurde in einer Zeit und von Menschen geschaffen, deren tiefes Bedürfnis nach ethischen Maßstäben nach all dem destruktiv erlebten, im Vordergrund stand.

    Kants Kategorischer Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

    kann als Leitmotiv verstanden werden.

    Für unsere heutige „Leitkultur“ ist Ethik und Moral ein Zeichen der Schwäche. Es zählt nur die verwertbare- in Zahlen gemessene – Leistung. Die Gesellschaft wird unterteilt in Gewinner und Verlierer. Wohlgemerkt, der Verlierer ist immer selbst verantwortlich für sein „Versagen“.

    So wundert es nicht, dass unsere „Eliten“ das Grundgesetz gerne an den vorherrschenden Zeitgeist „anpassen“ möchten. Es eröffnen sich so Raum für Interpretationen und Auslegungen.
    Immer mal wieder einen „Testballon“ starten und abwarten, ob die Damen und Herren in den Roten Roben, mittlerweile auch den Zeitgeist verinnerlicht haben, oder doch noch aufbegehren und unser Grundgesetz verteidigen.

    Alles braucht eben seine Zeit 😉

  3. Anonymous says :

    Wenn du das alles so schlimm findest, warum läßt du sich dann von diesem kriminellem Verein durchfüttern? Dann sei doch konsequent und verlass den Haufen.

    • JJ says :

      Ich sehe das ähnlich wie Anonymus, ich lese deinen Blog jetzt schon von Beginn an und habe mich bisher nicht geäußert, doch jetzt muss ich mal meinen Senf dazu geben. Ich finde es gut das du Kritik übst, aber das hat Ausmaße angenommen die über die konstruktive Kritik hinaus gehen. Du bringst in deinem Blog Informationen von Innen an die Öffentlichkeit, bzw. du kritisierst deinen Arbeitgeber weit über eine konstruktive Kritik hinaus in der Öffentlichkeit. Mich hat es schwer gewundert, dass es solange gedauert hat bis du eine Abmahnung bekommen hast. Ich muss dir ehrlich sagen ich kann dich verstehen, dass du etwas verändern willst und das ist auch gut so, aber aus deiner Stellung raus kann man das einfach nicht. Du lässt dir dein Leben finanzieren von deinem Arbeitgeber, kannst damit 100% besser leben als alle Hartz Empfänger und du bist 0% Dankbar, dass du die Chance hast zu arbeiten und zu studieren. Ich vermute auf deine Stelle gab es mehrere Bewerbungen und du wurdest genommen, sie haben dich ausgewählt, weil sie dachten du kannst das schaffen und eine gute Arbeitskraft werden… doch was du machst ist einfach nur be….en.. Du nimmst einem anderen Jugendlichen die Chance weg ein Studium zu machen. Nicht nur das, sondern dein verhalten hat auch noch negative Auswirkung auf die anderen Studenten.
      Des Weiteren kosten deine Aktionen richtig viel Geld, sei es eine Abmahnung oder der kommende Prozess der dir bevorstehen wird. Und im übrigen sind es indirekt wir, Menschen die jeden Tag arbeiten gehen und sich den A… aufreißen, die dir dein Lebensunterhalt finanzieren, respektiere doch einfach deinen Arbeitgeber und beende dein Studium, entweder auf dem normalen weg über ein verhalten bis zum Studiumsende das gemäßigt ist oder leg einfach eine Kündigung vor.
      Denn ich finde dein Verhalten hat nichts mehr mit kritisch zu tun sondern ist einfach nur noch lächerlich, wie ein kleines Kind das versucht etwas durch Quengeln zu bekommen.
      Eines noch, ich hoffe, dass dein Arbeitgeber ein einsehen mit der Situation hat und dich durch die Veröffentlichung von der Abmahnung und der Stellungnahme entlässt. Dann kannst du so viel Kritik ausüben wie du gern möchtest und ich muss dich Querulant nicht mehr mit meinem Geld bezahlen.

      Schönen Tag und alles Gute

      • Unbequem says :

        „Und im übrigen sind es indirekt wir, Menschen die jeden Tag arbeiten gehen und sich den A… aufreißen, die dir dein Lebensunterhalt finanzieren…“

        Ich möchte doch einmal festhalten, dass ich zu Menschen, die solche Ansichten wie Du vertreten, kein Wir-Gefühl empfinden möchte.

      • Steffi says :

        Danke, ich kann mich deinem Kommentar nur anschließen. Wenn es Marcel nicht passt was die BA umsetzen muss, dann ist er bei dem falschen Arbeitgeber, genau wie Frau Hahnemann. Ich habe kein Problem, dass es Personen gibt, die dem System nicht zustimmen, aber dann kann ich nicht für diesen Arbeitgeber arbeiten!!!! Wenn ich der „Robin Hood der Jobcenter Kunden“ sein will, dann sollte ich mir einen anderen Studiengang bzw ein anderes Beschäftigungsfeld suchen. In die Studierenden der HdBA wird soviel Geld gesteckt und da frage ich mich, wieso Marcel diesen Studiengang mit diesem AG gewählt hat? Weil kein Cent bezahlt werden muss? Momentan wird deine Ausbildung von Steuer und Versicherungsgeldern gezahlt,& im Interesse der Versichertengemeinschaft bin ich der Meinung, dass du dich ein wenig zurück halten solltest. Lieber sollte mal angesprochen werden wie sich die Studierenden an der Hochschule verhalten und welche vorsätzlichen Schäden an den Einrichtungen durch sie Jahr für Jahr angerichtet werden.

        Ich bin der Meinung, wer ein Problem mit dem AG BA hat, der sollte garnicht erst dort anfangen bzw seinen Hut nehmen und sich was suchen wo er seine Erfüllung findet.

      • Andreas Abels says :

        @JJ

        Auch Du bist dem allgemeinem Irrglauben erledigen, Du würdest Menschen wie Marcel oder eben die HartzIVler „durchfüttern“.

        Dein verdientest Geld landet nicht bei Marcel oder sonstwem, sondern wird lediglich dazu ge- und missbraucht, die ZINSEN zu bezahlen, die der Staat abdrücken muss, denn diese steigen exponentiell immer weiter.
        Würde der Staat diese nicht bedienen, wäre er pleite. Der Staat nimmt hingegen Millarden Euros an Neuschulden JEDES Jahr auf, um überhaupt Investitionen zu leisten.
        Wenn er wirklich die Steuern der arbeitenden Bevölkerung unter anderem für HartzIVer und Studierende der BA ausgeben würde, warum sollte er dann jedes Jahr neue Kredite aufnehmen? Denke darüber nach. Er kommt den Zinszahlungen kaum noch hinterher, weil natürlich die Wirtschaft nicht genauso exponentiell wächst wie der Zins.
        Er braucht DEINE Steuern allein für den Zins, DAFÜR arbeitest Du. Das Zinssystem ist das kränkeste und ausbeuterischte Geldsystem, welches man sich vorstellen kann.

        Glaube nicht einfach den Irrsinn, den Dir die Medien und die Politiker und die Wirtschaftswissenschaftler und die Unternehmer und Steuerberater und ARGE-Mitarbeiter erzählen, hinterfrage ALLES und mach Dich schlau.

        Auch DU fällst auf die Lüge rein, dass die Steuern aus dem Einkommen für Sinnvolles benutzt werden. Dieser Glaube gibt vielen ein besseres Gefühl, denn sie glauben dann, so hat meine harte Arbeit wirklich einen Sinn, doch die Tatsache ist: Es ist eine große Lüge!

      • kritischerkommilitone says :

        @JJ:   Schade, dass dir das Geld nicht wert ist, um Demokratie zu fördern. Du meinst ich solle nicht kritisieren bzw. nur „konstruktiv“, weil ich bezahlt werde. Schweigegeld, also?   Was ist das für eine tolle Demokratie hierzulande, wenn wir nicht auch öffentlich unseren Arbeitgeber kritisieren dürfen?   Über den Widerstand gegen das Naziregime freuen wir uns im Rückblick. Damals gab es KZ´s und den Weltkrieg. Was muss heute noch alles passieren, damit Widerstand legitim wird?

      • Der Souverän says :

        “ Ich finde es gut das du Kritik übst, aber das hat Ausmaße angenommen die über die konstruktive Kritik hinaus gehen.“

        Da muß ich dir Recht geben. Die Kritik ließe sich noch wesentlich schärfer – ohne selbst Angriffspunkte zu liefern die Abmahnung und andere Restriktionen rechtfertigen würden – formulieren.

        Was Du „wie ein kleines Kind Quengeln“ nennst, nenne ich „Hitzköpfig“.
        Was Marcel fehlt, ist ein älterer! Mitstreiter der über ausreichend Erfahrung und Wissen – nicht zuletzt Intelligenz – verfügt und mit ihm diverse Schriften ausarbeitet. Es ist schade drum, so wird viel Potential verschenkt.

        Der Souverän

      • JJ says :

        @Unbequem: Ein WIR Gefühl: Ein wir Gefühl ist für mich nicht der Robin Hood zu spielen sondern konstruktiv gegen etwas vorgehen und das hat man hier schon lange nicht mehr gesehen. Konstruktiv war es am Anfang noch ein bisschen, inzwischen ist es hier nur noch darstellen der schlimmsten Taten der Agentur.

    • Alfred says :

      @M. Kienzle: Alfred: „Ein Erwerbstätiger hat im Rahmen seiner Beschäftigung auch einen eingeschränkten Bewegungsradius und kann vor jenem Hintergrund auch nicht von heute auf morgen eine Weltreise machen ohne dass dies Konsequenzen für die Person zur Folge hätte!“

      Nicht böse sein, aber wenn das nötige Kleingeld fehlt, bin ich ebenso verhindert diese „Weltreise“ anzutreten.
      Wenn ich berufstätig bin, kann ich sehr oft gerade nicht weg.Kann nicht? Halt! Ich könnte doch kündigen und mir etwas anderes suchen (nach einer gewissen Zeit jedenfalls), das mir zeitlich mehr in den Rahmen passt. Oder bin ich auch hier von Not bedrängt? -Aber irgendein Kompromiss wird immer da sein, da haben Sie sicherlich Recht.

      All dies hat jedoch mit einer einigermassen freien Lebensplanung zu tun oder sollte es. Jemand, der in den ALG II-Bezug fällt, hat in den allermeisten Fällen (wie der Erwerbstätige seinerseits) kein Verbrechen begangen; er kann es ebenso oft (lange jedenfalls bis überhaupt nicht) -nicht ändern, wenn ihm sein Leben und dasjenige anderer lieb ist. Dennoch wird er grundsätzlich und ungleich radikaler mit „Bann“ belegt und nach SGB II theoretisch „24STd/TAg einschliesslich seiner Wochenenden, und nur Urlaub, Krankheit oder Tod schützen ihn davor. Kann man sich etwas Absurderes vorstellen? Gemeinhin etwas Brutaleres und Menschenverachtenderes? Sagen Sie selbst!
      Dabei spielt es eine zweitrangige Rolle, ob und wie oft stur der Gesetzeslaut befolgt wird. Man bläst Unmengen Gift in unser Weltklima, und hat dann noch die Stirn, von Umweltschutz zu sprechen (als ob wir nicht Teil dieser Umwelt wären!)

      Was Sie in Bezug auf einen hypothetischen generellen Sanktionsverzicht schreiben gerade vor dem Hintergrund moralisch bedenkenswürdiger Folgen (Wegfall einer sinnvollen Existenz), ist meines Erachtens leider unrichtig, weil inkonsequent. Wird müssten dann von einer komplett anderen Ausgangslage ausgehen. Man kann sich als Mensch einfach nicht an dauerhaften Zwang/Druck gewöhnen, auch wenn es bisweilen so scheinen mag. Das ist immer etwas künstlich Auferlegtes. Er hinterlässt immer ein Mal in der Seele und erzeugt rohe Gegengewalt. Zwangfrei zu leben entspricht da weit mehr der menschlichen Natur, auch wenn wir uns wohl auf eine gewisse Gewöhnungsphase einstellen müssten. Wir haben einfach noch keine Übung, das ist, salopp gesagt, alles.

      Wenn ich auch einmal den Schlaumeier geben darf: Ihre Metaphysik lasse ich Ihnen ja gerne, aber „Existenz“ kommt von „Exis-tieren“, was ungefähr bedeutet: „in Erscheinung treten“. Der Geist erschafft sich seinen Teil der Welt. BLOSSER Empirismus vermag sehr viele Aspekte unserer Realität nicht zu berücksichtigen und ist als ernsthafte Wissenschaft mit dem Anspruch auf Ganzheit inzwischen veraltet. Glauben mag man an vieles oder auch nicht, ich wollte dies nur zu bedenken geben.

      • Alfred says :

        P.S.: Herr Kienzle, Sie widersprechen sich da ein bisschen. Einerseits schlagen Sie vor, dass wir mehr Eigenverantwortung übernehmen sollten, andererseits verweisen Sie auf Dritte-Welt–Länder und darauf, dass es uns doch gar nicht so schlecht gehe. Aber in dieser Welt hängt alles mit allem zusammen, und wenn ich etwas zu verändern bereit bin, muss ich damit beginnen, vor meiner eigenen Haustüre zu kehren. Da ist uns Deutschland eben auch näher als etwa Afrika.
        Auch der, der in Foren wie diesen für das seiner Meinung nach Gute, für das Recht eintritt, hat sich eingebracht. Man muss dafür nicht gleich Bäume ausreissen können, wenn der persönliche Einsatz auch immer steigerbar ist.
        Wenn ich als Hartz-4-Bezieher unter Angabe von argumentativen Gründen jenes umfassend kritisiere, geht es mir dann, ohne Alternativmöglichkeiten, einzig um mein eigenes seelisches Wohl? Vielleicht bin ich ja besonders qualifiziert davon zu reden und sorge mich um die Menschheit? Gleich wie glaubwürdig das klingt, man müsste mir eine solche Einstellung fairerweise schon einräumen.
        Mein teilweiser Lösungsvorschlag wäre: Einführung eines BGEs.

  4. Alfred says :

    Lieber Herr Martin Kienzle,
    ohne Herrn Kallwass vorgreifen zu wollen, erlaube ich mir, dennoch ein paar Ihrer Äusserungen einer eigenen Beurteilung zu unterwerfen.

    Es entspricht keineswegs der Wahrheit, dass das Grundgesetz allein schon dem Geiste des SGB II nach (wo es sehr wohl einer exakt festellbaren Logik folgt bzw. folgen würde) im Wortlaut ordnungsgemäss befolgt würde. Ganz im Gegenteil wird sogar sehr gröblich darüber hinweggegangen.
    Geistes- und Herzenslogik empören sich gleichermassen dagegen, wenn es heisst, dass das Existenzminimum noch weiter beschnitten werden darf. Von den einleuchtenden Schwerstfolgen erst gar nicht zu reden.
    Weiterhin wird einem Hartzer kurzerhand der Bewegungsradius ganz empfindlich eingeschränkt, was genauso offensichtlicher Unfug und außerdem äußerst beängstigend ist. Muss man hier lange über richtig oder falsch debattieren? Und so gibt es noch weitere, jenen Beispielen an abschreckender Wirkung nicht nachstehende Eingriffe in unsere natürlichen Rechte.

    Auch ansonsten geht ziemlich an der Wahrheit vorbei, wer der Meinung ist, es gebräche uns an einem Massstab für eine nähere Definition etwa von menschlicher Würde. Im Grunde genommen basiert so ziemlich jede Gesellschaft auf weitgehend übereinstimmenden Grundprinzipien, ja könnte gar nicht ohne sie. Also sind wir uns so ziemlich alle in gewissen Hauptpunkten schon einmal einig (auch wenn sich einige gerne quer stellen).
    Die einen ständigen Wandel durchlaufenden Systeme sollen ja gerade auf dem Grundgesetz aufsetzen, anstatt solches damit fadenscheinig in relative Übereinstimmung zu bringen. Unmöglich? Nein, gerade andersherum wird es dauerhaft ein Ding der Unmöglichkeit und hinterlässt (teils bleibende) Spuren der Verwüstung in der Gesellschaft, deren Toleranz immer auf sie selbst zurückfällt. Früher oder später immer, bis hin zur völligen Auslöschung jeglichen Lebens.
    Hieraus ersieht man unter anderem ebenfalls, weshalb einige der jahrtausendealten Aussagen der Bibel nach wie vor Gültigkeit besitzen. Vieles mag relativ sein, aber längst nicht alles.

    „Ist die Menschenwürde bereits gewahrt, wenn man ein Dach über den Kopf besitzt? Wenn man genügend Essen hat? Wenn man sich ein Auto leisten kann? Wenn man sich einen Urlaub finanzieren kann?“
    Wenn man den Wert des Menschen nicht danach bemisst, ob er ein Dach über den Kopf hat, genügend zu Essen hat, sich ein Auto leisten oder einen Urlaub finanzieren kann. Wenn er einen Wert in sich hat. Dann mag er alles Weitere haben oder auch nicht haben; jedenfalls wird ihm nichts verwehrt werden. Heutiger Tage noch ein Ideal freilich, dem wir uns aber so weit wie irgend möglich mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln annähern müssen. Das ist unsere uns von den Autoren des GGes mitgegebene Pflicht.
    Ein Dach über dem Kopf oder ein Auto hat schliesslich die Evolution hervorgebracht; de facto der Menschengeist, und wird es über-übermorgen vielleicht nicht mehr geben. Die Dinge entwickeln sich. Müssen wir ein Grundeinkommen fordern? Vielleicht ist es ja gewissermassen im „göttlichen“ Plan angelegt, ich meine strukturell angelegt. Warten wir es ab.
    Unumstössliches Faktum ist, dass jegliche Entwicklung auf gewissen unverrückbaren Grundbedingungen basiert, punktum.

    Ferner gab und wird es jederzeit geben gerechte und friedliebende Menschen in elitären „Kreisen“ (solange man in diesem Schema denkt), auch wenn sich das auf ziemliche Ausnahmen beschränken mag. Ganz einfach deshalb schon, da solche Zirkel ohnehin nicht sehr weit gespannt sind. Ich weiss, was Sie mir darauf entgegnen könnten; doch Rückschlüsse wie „Wir würden es genauso machen“ sind so einfach nicht zulässig.

    Ich könnte jetzt noch näher auf all das eingehen; doch begnüge ich mich für diesmal damit.

    Mit leichtem Augenzwinkern gestatten Sie mir die Bemerkung: Eine Meinung kann auch aus sehr viel profaneren Gründen als dem von Ihnen angeführtem eine 180-Grad-Drehung hinlegen. Irgendwelche Unterstellungen verbinde ich nicht nur nicht damit, sondern dies wäre selbstverständlich Ihre Privatangelegenheit.

  5. Anonymous says :

    Lieber Marcel, ja das Grundgesetz steht über allem. Deine Meinungsfreiheit allerdings nicht. Deine Meinungsfreiheit endet genau an dem Punkt an dem die Rechte eines anderen beginnen. Deswegen darf ich zwar jederzeit eine Meinung über dich haben, sollte ich sie allerdings äußern währe damit der Straftatbestand der Beleidigung erfüllt. Da zum aktuellen Zeitpunkt die BA noch dein Arbeitgeber zu sein scheint gelten auch für dich wie für jeden anderen Arbeitnehmer sogenannte „Treuepflichten“ dazu gehört auch das du dem Ruf deines Arbeitgebers nicht schaden darfst. Also von meiner Seite einen herzlichen Glückwunsch zu hart erarbeiteten Abmahnung. Jetzt nimm es wiie ein Mann und nimm den schrot aus dem Netz dann hast du wenigstens in Zukunft noch eine Chance einen Arbeitgeber zu finden der dich einstellt oder würdest du selbst jemanden beschäftigen der dir in den Rücken fällt?

    • kritischerkommilitone says :

      Klar, die Freiheit des einzelnen gilt nur so lange, bis die Rechteanderer eingeschränkt werden. Warum darf dann eine Behörde die Rechte von ganz vielen Menschen einschränken?Das Kostenargument ist keine Rechtfertigung für solche Einschnitte in allgemeine Bürgerrechte…

      • Andreas Abels says :

        @Martin

        Nein, Martin, es ist kein Kampf gegen „Windmühlen“, es ist ein wichtiger Kampf, es sind innere wie äußere Kämpfe, gewaltfrei…

        Es scheint nur so, als würden solche Kämpfe nichts nützen, aber das ist ein großer IRRTUM, denn wir alle, die kämpfen (ob im Geiste oder ganz konkret real), bewegen mehr als es im Außen scheint, wir bewegen ALLES.

        Es gibt kein Grund, die geistige Flinte ins Korn zu werfen, ihr werdet es noch sehen. 🙂

      • Anonymous says :

        Die kurze Erklärung dafür ist relativ einfach. Weil die Mehrheit der Bürger das so in der Form akzeptiert. Hier geht es aber nicht darum ob die Kritik am Arbeitsamt gerechtfertigt ist, sondern darum das du bewusst den Ruf deines Arbeitgebers schädigst und anstatt für ihn zu arbeiten gegen ihn arbeitest. Dafür erwartest du dann auch noch pünktlich am ersten des Monats Gehalt auf deinem Konto. Du merkst selbst das irgendwas falsch läuft, oder?
        Wenn du etwas dagegen tun willst gerne, bin sofort dabei. Nur die Art auf die du es aktuell tust disqualifiziert dich leider als eventuellen Mitstreiter in meinen Augen.
        Warum? Weil ich den Menschen in meinem Umfeld gerne ein gewisses Maß an Vertrauen entgegen bringe, da du dich ja hier erdreistest auch noch öffentlich bekannt zu geben das man dir besser kein Vertrauen entgegen bringt ziehe ich daraus meine Konsequenzen. Andere werden das sicher ähnlich sehen, beispielsweise zukünftige Arbeitgeber.
        Natürlich ist dir zugute zu halten das du für eine gute Sache kämpfst, das macht den Vertrauensbruch allerdings nicht besser. Ja, jeder Mensch ist auch seinem Gewissen verpflichtet, wenn du also deinem Gewissen nach nicht in der Lage bist deinen Job zu machen warum hast du ihn dann angenommen?

        Du siehst wir drehen uns immer wieder um die gleichen Themen: Vertrauen, Treue und Gewissen.
        Noch nicht einmal letzteres kann ich dir wirklich attestieren da du von vorneherein die Situation mit der BA, zumindest aus Erzählungen und Berichten, kanntest dich aber trotzdem beim unterzeichnen des Arbeitsvertrages dazu bereit erklärt hast deine Aufgaben entsprechend den wünschen deines Arbeitgeber zu erfüllen.
        Irgendwo erwähntest du auch das dein Arbeitgeber nicht die BA ist sondern die Beitragszahler. Sehen wir einmal ganz davon ab das du da formal falsch liegst und gehen weiterhin auch davon aus das jeder Beitragszahler auch ein Wähler ist, was sagt dann das Ergebnis der letzten Bundestagswahl über den Willen deines Arbeitgebers aus?
        Richtig, auch in diesem Fall würdest du dich gerade auf dem absoluten Holzweg befinden.

        Wie man es also dreht und wendet meine Meinung über dich wird nicht besser 😉

      • kritischerkommilitone says :

        me@me.info:   Vertrauensbruch meinem Arbeitgeber gegenüber… Wer ist denn mein Arbeitgeber? Da ich bei der „Bundesagentur für Arbeit“, also im SGB III einen Ausbildungsvertrag habe, werde ich durch Beiträge der Arbeitslosenversicherung bezahlt. Mein Arbeitgeber sind somit die Beitragszahlerinnen. Ich setze mich für die Beitragszahlerinnen ein. Die, die behaupten, dass sie im Interesse derer handeln, tuen es meiner Ansicht nach nicht.

      • kritischerkommilitone says :

        @Martin Kienzle:   für deine Kritik bin ich dankbar. Ich kann das gut nachvollziehen, dass der Protest auf die lange Sicht nicht einfach ist. Da braucht es schon eine Menge Durchhaltevermögen, viel Unterstützung und evtl. auch eine Portion Sarkasmus/Ironie.   Natürlich kämpfe ich gegen das System. Es geht dabei nicht nur um die Menschen in Deutschland. Das Hartz IV-System hierzulande ist vielmehr ein Beispiel für die Herrschaft von Menschen über andere Menschen.   Der Kampf ist international und verläuft zwischen den Klassen.   Gruß   marcel  

    • DirtyDickDaddy says :

      Was hat denn das mit „in den Rücken fallen“ zu tun, wenn man sich dem Grundgesetz verpflichtet fühlt und über ein Mindestmaß an Empathie verfügt – die hier scheinbar einigen Kommentatoren völlig abgeht? Wer sich mal mit HartzIV befasst hat, der weiß, dass es sich hierbei um die Manifestation von Unrecht handelt. Wer sowas gutheißt, der hat hat sein menschliches Antlitz bereits abgelegt. Was ist den HartzIV, wozu dient es? Es dient lediglich dazu, die Löhne zu drücken, reguläre Beschäftigung zu unterbinden und die Arbeitnehmer zu erpressen. Eure Kohle geht doch nicht für „schmarotzende“ Arbeitslose drauf – da seid ihr wohl etwas zu empfänglich für Propaganda und Hetze -, sondern für Prestigeobjekte, Kriegsspielereien, Bankenrettungen und Diäten. Weil ihr so blöd seid, zu glauben, was man euch erzählt, sollen andere Leute ihrer Würde und Existenz beraubt werden?! Ihr – oder eure Kinder, Verwandten und Freunde – könntetvielleicht selbst mal in die Situation kommen, euren schlechtbezahlten Sklavenjob zu verlieren – was dann?! Nehmt ihr euch dann freiwillig den Strick? Na also, da haben wir es schon: Erstmal das Hirn einschalten und Nachdenken, bevor man Sprüche klopft, die man 1 zu 1 aus der BLÖD übernommen hat. Eines dürft ihr nämlich niemals vergessen: Ihr werdet in eurer selbstverkackten Zukunft leben müssen, unter Euresgleichen – und dann viel Spass! 🙂

      • Der Souverän says :

        @ Marcel

        „Da ich bei der “Bundesagentur für Arbeit”, also im SGB III einen Ausbildungsvertrag habe, werde ich durch Beiträge der Arbeitslosenversicherung bezahlt. Mein Arbeitgeber sind somit die Beitragszahlerinnen.“

        Das ist es was ich weiter oben auf eine Beitrag von Martin Kienzle sagte.
        Du verschwendesz viel Potential – das wesentlich besser (in deinem Sinne) genutzt werden könnte – um falsche Ansichten zu transportieren.

        Dein Arbeitegeber ist einzig und allein jener, der in deinem Arbeitsvertrag als Arbeitgeber ausgewiesen ist. Wer dein Gehalt bezahlt ist völlig egal und hat mit dem direkten Verhältnis Arbeitgeber/Angestellter überhaupt nichts zu tun und geht dich auch gar nichts an, da es dir freisteht ob du für ihn arbeitest.

        Beispiel: Arbeitgeber X stellt Arbeitbehmer Y ein. X stellt Soundkarten her und hat mit Bill Gates einen Vetrag, der unter anderem besagt, daß Gates die gehälter der Angestellten von X bezahlt. X ist und bleibt aber trotz diesem Vertrag dein Arbeitgeber.

        Wer diesen perfiden Kapitalismus, dieses Perfide Wirtschaftssystem begreift, der weiß, daß wir alle uns sowieso selbst und jeder sich selbst bezahlt – beides ist richtig.

        Der Souverän

      • kritischerkommilitone says :

        @Souverän:   wenn wir natürlich die Markoebene betrachtetn, müssen wir ganz klar über das kapitalistische System reden bzw. schreiben.   Dieses von dir erwähnte Argument dient dazu, auf der Mesoebene zu argumentieren. Nicht alle haben diesen Weitblick und brauchen deswegen auch Argumente auf dieser Ebene.  

      • Alfred says :

        @Anonymous „Die kurze Erklärung dafür ist relativ einfach. Weil die Mehrheit der Bürger das so in der Form akzeptiert.“

        Ein denkbar schwaches Argument. Dann hätte niemand gegen Nazi-Deutschland aufbegehren dürfen, weil die Mehrheit darin gefangen oder eingeschüchtert war oder einige davon profitiert haben. (Merke: auch schon BEVOR es die ersten Toten gab!) Sie geben nur eine Halbwahrheit wieder, sie erklären gar nichts.

    • taspie says :

      Marcel beschreibt die Verhältnisse in der Arbeitslosenzurichtung meiner Ansicht nach korrekt und agiert angemessen. Er ist 21 Jahre jung, und hat mehr als genug Zeit, etwas vernünftiges zu studieren. An einer richtigen Uni, nicht bei einer Menschenschindersekte.

      Mit der richtigen Fachwahl (Sozial- /Politikwissenschaften) sollte es kein Problem sein, bei einem Professor oder Arbeitgeber eine Anstellung zu finden, der kein Interesse an Ja-Sagern hat, sondern selbstständig denkende Mitarbeiter will. (Solange man nicht an seinem Stuhl sägt)

      • Der Souverän says :

        Eine Wortwahl die den Gegner (zu Recht) befähigt gegen den Angreifer vorzugehen, macht keinen Sinn, weil Resourcen und Potential gebunden wird, welches sich besser einsetzen ließe. Die Feinheiten der Sprache erlauben es uns so zu formulieren, daß wir nicht angreifbar werden und gleichzeitig noch „deutlicher“ werden können.

        Die Mittel dafür sind

        1) die Fragestellung
        2) aufstellen einer These
        3) die „Ichform“

        Beispiel Ichform. Ich habe mir überlegt, was wäre wenn ich als Fallmanager einen Menschen sanktioniert hätte. Ich bin dann zu folgendem Ergebnis gekommen. Als denkender, emphatischer Mensch der ich bin, würde ich in einer ruhigen Minute nach der Arbeit darüber nachdenken, was ich damit angerichtet habe und was alles aufgrund meiner Handlung passieren könnte. Der sanktionierte könnte aus Frust jemanden schlagen, gar töten, oder sich selbst umbringen, oder irgend eine andere für ihn schwerwiegende (kriminelle) Dummheit begehen.
        In jedem Fall aber würde ich ihm physisch und psychisch schweren Schaden zugefügt haben.

        Da wurde mir klar, wenn ich mit dem Wissen morgens aufstehen und in den Spiegel schauen würde, würde ich dem widerlichstem menschlichem Abschaum ins Antlitz blicken. In dem Moment stand für mich fest; Sanktionen kannst du nicht verhängen.

        So oder ähnlich – es gibt hunderte Möglichkeiten – könnte man ausdrücken was man von den menschenverachtenden, alle möglichen Gesetze brechenden Sanktionieren hält, OHNE das man sie beleidigt hätte, weil die Kriterien die eine Beleidigung bedingen, gar nicht vorhanden sind, oder erbracht wurden. Trotzdem habe ich gesagt was ich sagen wollte. Dennoch dürfte die Wirkung auf „die angesprochenen“ die Gleiche wie bei persönlicher Ansprache sein, mit dem Unterschied, daß ich mich aufgrund
        gewählter Rhetorik nicht angreifbar mache und weiterhin (ungestört) meinen Weg Richtung Ziel gehen kann.

        Der Souverän

  6. Ash-Li says :

    Ich lese immer: Metaphysik (in diesem Fall „Freiheit“) könne man nicht mit den Sinnen wahrnehmen…
    Das ist meiner Meinung nach nicht richtig. – Wir haben mehr als die fünf Sinne. Es sind SECHS! Und über diesen 6. Sinn kann man alles nicht Greifbare wahrnehmen!

    • Unbequem says :

      Das gute alte „Bauchgefühl“. Es bedarf keiner Definition, keiner Interpretation und Abwägung von persönlichen Interessen.

      Gerade deswegen passt es nicht mehr in den Zeitgeist. Kognitive Wahrnehmung ersetzt empathisches Empfinden.

      • Ash-Li says :

        …auch wenn es nicht mehr „passt“… Es ist trotzdem da – aus gutem Grund! Sonst gäbe es es nicht. Also wenden wir es doch an!
        Ausserdem ist der 6. Sinn noch viel mehr als nur das sog. Bauchgefühl.

      • DirtyDickDaddy says :

        Allerdings. Und „Es“ existiert wirklich. Jeder – noch halbwegs – normale Mensch weiß, dass alles Schlechte oder Böse, das man einem Anderen – ungerechtfertigterweise – zufügt, auf einen selbst zurückfällt. Und dies nicht erst in ferner Zukunft, sondern genau im selben Augenblick, indem man sein Gewissen damit belastet. Sowas kann man natürlich versuchen zu ignorieren oder zu unterdrücken, aber auch hier bleibt es lediglich beim Versuch. Schlussendlich wird man zum Wrack, von Selbsthass zerfressen und frei von Liebe – die Visage zur verlogenen Fratze verzerrt, ein emotionaler Krüppel. Das ist dann das Resultat des eigenen Handelns. Man sieht es ja auch hier, bei so manchem Kommentator, der seinen Selbsthass auf Dritte projiziert – pathologische Fälle eben. 🙂

  7. leftwingedbastard says :

    Herr Kallwass, Sie haben sich gerade ihr eigenes, berufliches Grab geschaufelt. Offener Dissenz wird nicht geduldet – Stichwort „Mafia Doctrine“. Möge ihr mutiges Beispiel dennoch Schule machen. Alles Gute und viel Glück für Sie, die nächsten Jahre werden hart.

    • Andreas Abels says :

      @leftwinfedbastard + Anonymous + Martin Kienzle und andere

      Natürlich geht jeder Widerständler einen harten Weg, aber Menschen wie „Anomymous“ oder Martin Kienzle oder „brave“ BA-Mitarbeiter oder brave Rüstungsindustrie-Mitarbeiter oder der Bäcker von nebenan glauben doch wohl nicht, dass das Leben auf Erden noch lange so weitergehen wird wie bisher oder glauben sie alle das doch?
      Glauben all diese Leute wirklich, dass sie in 5 Jahren oder in ein paar Monaten noch ihren Job haben werden?
      DAS zu glauben ist völlig naiv, da allein dieses Schuldgeldsystem vor dem Kollaps steht, und die herrschende Elite nicht willig sein wird, all diesen braven Arbeitern zu helfen.
      Widerständler hingegen wollen helfen und tun dies auch mit ihrer Vorarbeit, die sie leisten.

      Widerständler leisten wichtige ARBEIT (ja, das ist harte Arbeit), sie klären und zeigen auf, wohin der Weg des „Systems“ geht, und was auf uns zukommen wird…
      Das mag von der Masse immer noch belächelt, ignoriert oder bekämpft werden, Tatsache ist, sie leisten wichtige Vorarbeit.

      Gottseidank ist Marcel nicht alleine, es gibt inzwischen Millionen von Erdenmenschen, die sich wehren und ihr Bewußt-Sein erweitern, die meisten von ihnen stehen aber nicht in der Öffentlichkeit oder/und betreiben Blogs.

      Vielen leisten einfach still und heimlich Widerstand bzw. sind einfach „bei sich“ und damit authentisch; es braucht zum Widerstand nicht immer „Tammtamm“, der stille Widerstand ist genauso wichtig wie der laute.

      • Andreas Abels says :

        @M. Kienzle

        Vielleicht verfolgen Sie meine Kommentare in diesem Blog noch nicht solange, aber ich persönlich kritisiere das System nicht nur, sondern biete immer auch Lösungen an und rede darüber immer, denn natürlich haben Sie Recht:

        Nur Kritik reicht nicht.

        Wir brauchen ein anderes Bewußtsein über das Menschsein, wir müssen und wieder daran erinnern, dass wir zwar individuell sind, aber doch auch EINS.
        Wir müssen uns wieder erinnern, dass das menschliche Gegenüber nicht unser Feind ist, zu welchem wir uns unbedingt abgrenzen wollen, sondern ein verbundener Freund, der unser Vertrauen verdient hat!

        Dieses Bewußtsein verändert ALLES, aber es braucht enormen Mut, zunächst mal nach INNEN zu gehen und sein eigenes Menschenbild zu überprüfen…

        Nicht umsonst hat Götz Werner, ehemaliger DM-Chef und Grundeinkommen-Liebhaber, immer von einem „Paradigmenwechsel“ gesprochen.
        Es reicht also nicht- auch da haben Sie absolut recht- einfach solch ein System einzuführen und dann ist alles gut.
        Mit Paradigmenwechsel ist eben gemeint, sein Bild vom Menschen zu überprüfen und wieder Grundvertrauen in den Menschen zu erlangen.
        Denn jede einzelne Mensch trägt mit seinem eigenen Misstrauen selbst dazu bei, dass das System heute so ist wie es ist.

        Also brauchen wir erstmal ein Bewußtseinwandel im Menschen selbst. Genauso kann man eben nicht einfach einen Diktator stürzen und glauben, dann wird alles gut, solange man im Herzen nicht frei von Hass ist!

  8. Unbequem says :

    „Es leben stets Menschen auf Kosten anderer Menschen!“ schreibt Martin Kienzle, so als ob es ein Naturgesetz wäre. Es ist vielmehr eine zivilisatorische Entwicklung, die gerade pervertiert auf die Spitze getrieben wird. Das hat rein gar nichts mit Naturgesetzen zu tun!

    So wird in ang. wissenschaftlichen Studien behauptet, dass Egoismus den evolutionären Erfolg von Männern ausmache.
    (Wo sind bloß all die Mütter, dieser verkümmerten Figuren frage ich mich gerade. Vermutlich feilen sie an ihrer Karriere… nach männlichem Vorbild, versteht sich.)

    Neulich bemerkte meine Frau, manchmal habe sie das Gefühl, dass ich zu unserem Hund mehr Gefühle zulassen könnte, als ihr gegenüber.
    Für die Antwort musste ich nicht lange überlegen.
    “ Ja, mag sein. In ihm sehe ich keine Konkurrenz, ihm gegenüber empfinde ich kein Misstrauen. Seine Zuneigung gibt er mir ohne das ich mich ständig beweisen muss“.

    Warum fällt uns das bei Menschen so schwer?

    • Andreas Abels says :

      Zitat: “ Ja, mag sein. In ihm sehe ich keine Konkurrenz, ihm gegenüber empfinde ich kein Misstrauen. Seine Zuneigung gibt er mir ohne das ich mich ständig beweisen muss”.

      Warum fällt uns das bei Menschen so schwer?“

      Ja, gerade die Haustiere vertrauen ihrem Herrschen oder Frauschen bedingungslos, und diese spüren das und können sich dem Tier dann auch so hingeben…Vertrauen erzeugt wieder Vertrauen…

      Genau das vermissen sie oft bei Mitmenschen, weil der Egoismus zu einer Egozentrik herangewachsen ist.

      Haustiere haben durchaus sowas wie Egoismus, sie fordern schon das ein, was sie wollen, haben auch einen eigenen Kopf, wie man so schön sagt (wir kennen das von unseren beiden Katern :D), aber gleichzeitig vertrauen sie auch bedingungslos, geben sich also vollkommen hin, sie schenken uns reine LIEBE.

      Der Wunsch nach dieser bedingungslosen Liebe (welcher sich z.b. in bedingungsloser Menschenwürde zeigt) ist es, welcher auch jeden Widerständler, der nach seinem eigenen Gewissen handelt, antreibt.

      Und genau diesen Widerständlern wollen Arbeitgeber, Politiker, Behörden und manche Mitmenschen ständig einreden, dass doch die Paragrafen und Verträge wichtiger seien als das eigene Gewissen.
      Im Grunde sagen sie damit: Blinder Gehorsam steht nun mal über allem, Gesetzestreue steht über Menschenwürde, Liebe und Vertrauen.

      All diese Unmengen an Gesetzen und Regelungen, die scheinbar über allem stehen, sind für mich ein Spiegelbild für absolutes Misstrauen der Menschen untereinander.

      Je mehr Misstrauen herrscht, desto mehr Gesetze und Verklausolierungen gibt es, das Motto in der gesamten Gesellschaft lautet: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser (wie oft hört man diesen Satz? Er hat sich verselbständigt).

      Je mehr Vertrauen herrscht, desto weniger Gesetze und Regelungen gibt es, das Motto lautet: Kontrolle ist nicht not-wendig, Vertrauen ist das Wichtigste.

      Viele sagen dann: „Ja, ABER…ja, aber man kann doch nicht jedem Vertrauen, es gibt doch nicht nur gute Menschen auf Erden…“

      Das behaupte ich ja auch nicht, aber wir müssen wieder anfangen, Vertrauen aufzubauen; diese Gesellschaft mit ihrem herrschenden System macht aber genau das Gegenteil, sie sät Misstrauen und wird dann auch immer nur Misstrauen ernten…

      Und ich behaupte: Wenn wir anfangen, selbst wieder mehr Vertrauen aufzubauen, also vor allem „Selbst-Vertrauen“ (was NICHTS mit Egoismus zu tun hat), desto mehr wird der Mitmensch das fühlen, und auch er/sie wird sich wieder daran erinnern, wie wichtig das Vertrauen ist.
      Vertrauen erzeugt wieder Vertrauen, und Misstrauen wird immer Misstrauen gebären…

      • Unbequem says :

        „Haustiere haben durchaus sowas wie Egoismus, sie fordern schon das ein, was sie wollen, haben auch einen eigenen Kopf, wie man so schön sagt…“

        Ja, bloß deren Opportunismus bedroht mich nicht. Ich muss nicht ständig überlegen, welche Beweggründe oder Absichten damit einhergehen, da das Repertoire sich auf pragmatische Handlungsweisen beschränkt… ohne jeden Hintergedanken.

        So etwas kennen wir Menschen auch – für eine kurze Zeit: als Neugeborene.

        Danach wird es uns rigoros ausgetrieben. Eigene Bedürfnisse sind eben nicht Gesellschaftskompatibel.

  9. Jenny says :

    Das System duldet nunmal keine andere Meinung. Der Kapitalismus ist in Wirklichkeit eine Diktatur, sie ist nur besser verschleiert und nicht sofort offensichtlich. Letztlich soll jeder nur wie ein Hamster im Rad seine Runden drehen und sonst sein Maul halten. Ist der widerliche Spätkapitalismus, der das Menschenmaterial grausam zurichtet, so sehr das sich immer mehr Menschen hier nicht vermehren, immer mehr Psychos rumlaufen, immer mehr mit psychischen Krankheiten. Die Umverteilung von unten nach oben geht auch immer weiter, egal wer regiert. Die SPD macht sich gerade zur bald 15%Partei, weil sie aus Machtgeilheit wieder mit der Union ins Bett steigt.

    und was ist mir dir, arme Sau? Du bist bald deinen Studienplatz los und musst dann auch feststellen, dass das System stärker ist. Du kannst dann auswandern evtl — Personen mit Studium werden überall gebraucht — kannst ne Fremdsprache lernen und im Ausland dann bei EURES anfangen.

    Du tust mir leid, dass Du bei der dämlichen ARGE arbeiten musst – ist ein Schweineverein — die Berufsberater zum großen Teil mies, viele Angestellte selber unzufrieden und haben kaum mehr als die Hilfeempfänger zum Leben und geben deshalb oft den Druck an den nächst Schwächeren weiter.

    Kenne auch jemanden, der da arbeiten muss. Das schlimmste für Denjenigen: er versucht sich da wegzubewerben, aber weil der Arbeitsmarkt außer miese Billigjobs zu wenig vernünftige Stellen hat, findet der nichts anderes – der hängt bei denen förmlich momentan fest.

    Falls du entlassen wirst und nicht weißt, wohin dann mit dir: ich such noch nen Partner zum Leben im Ausland! Anderswo gibts noch echte Gewerkschaften und steigende Reallöhne!!! Und mehr ECHTE Stellen.

  10. Ash-Li says :

    @Anonymous
    Es bedarf dieser mutigen Menschen IN diesem absurden System, dass es endlich aufgebrochen wird. – Warum sollte Marcel also gehen? Hört ein Edward Snowdon auf, die Wahrheit zu verbreiten, weil er jetzt in Russland ist und weil man ihm gedroht hat, so, dass er seines Lebens nicht mehr froh sein kann? Nein, das ist Zivilcourage, Mut, Liebe und Vertrauen zu sich selbst und der leidenden Menschheit! Hut ab vor solchen Menschen. Sie sind es, die den Grundstein für eine bessere und ehrlichere Welt legen und nicht die feigen „Systemlinge“, die vor lauter Schiss in der Hose oder Hochmut und Stolz die Gemeinschaft der Menschheit vor die Hunde gehen lassen!

  11. Andreas Abels says :

    Jupp, Herr Kienzle, Ihren Worten kann ich nur zustimmen, und dieses „Elitedenken“ ist mir bekannt…

    Darum ist es ja so wichtig, diese Denkart zu durchschauen, darum braucht es eben ein verändertes Bewußtsein, ein Paradigmenwechsel, eine andere Lösung zur Befreiung gibt es nicht…

    Und darum ist -wie Sie selbst sagen- Aufklärung so wichtig, und damit eben auch die massive Kritik an der ARGE und überhaupt, dem ganzen globalen System.
    Und klar muss auch sein, dass derjenige, der aufklärt, wiederum massiver Kritik, Wut bis hin zu Hass ausgesetzt ist, denn der „normale“ (=normierte) Mensch hat sich in diesem kranken System eingerichtet, und sieht oft gar nicht, dass es krank ist.

    Wie man auch sehr gut an einem Kommentar von einer „Ellen“ erkennen kann (siehe: https://kritischerkommilitone.wordpress.com/2013/11/14/abmahnung/comment-page-1/#comment-877), einer Mitstudentin von Marcel, aber auch an vielen anderen Äußerungen zu Marcels „Werdegang“ bei der BA.

  12. Burkhard Tomm-Bub says :

    Guten Tag.

    Ach, was muss man wieder alles hören hier.
    Originell ist die Kritik aber nicht wirklich.
    Marcel soll sich doch lieber um die Entrechteten in Kolumbien kümmern.
    Man sei seinem Arbeitgeber doch Treue schuldig, da gälte halt keine Meinungsfreiheit mehr.
    Und die Gesetze seien einzuhalten.
    Und vor allem er solle doch nach drüben gehen. Ach, nein „nach drüben“ haben wir ja nicht mehr. Einfach gehen, halt also.

    Das ist immer eine feine Sache, einen sozial engagierten Menschen auf Menschen / Handlungsfelder zu verweisen, dort wo es „noch schlimmer“ ist.
    Da wird man immer etwas finden, leider. Hauptsache nicht hier, Hauptsache möglichst weit weg, richtig?
    Und wo genau soll man anfangen, wann auf der Liste wäre mal die eigene Umgebung, das eigene Land „dran“?
    Ich sehe mich als Weltbürger, bin der letzte, der die Augen vor Problemen anderswo verschließt.
    Mein aktuelles Patenkind über world vision ist ein farbiges Mädchen aus Mali, zuvor war es etliche Jahre ein eben solches aus Mauretanien.
    Auch sonst halte ich die Augen offen, wälze Informationen um, spende.
    Aber richtig gut Bescheid weiß ich „hier herum“, im jobcenter, etc. kenne ich mich gut aus. Und DA kann ich den Finger konkret auf Wunden legen, die Menschen wirklich schmerzen.
    Und in der Tat gibt es das Grundgesetz, gibt es die Erklärung der Menschenrechte. Und das höhere Recht bricht das niedere.
    Wer den Kapitalismus schon derart internalisiert hat, dass er schon gar nichts anderes mehr kennt: sollte dennoch NICHT den Fehler machen, eine staatliche Institution mit konkurrierenden, produzierenden Firmen zu verwechseln.
    Das ist weder gleich noch ist es ähnlich. Das ist etwas völlig anderes.
    Firmen bin ich Treue schuldig, ein Teil des Gehaltes bezahlt diese.
    Auch im Arbeitsamt / jobcenter bin ich Loyalität schuldig. Richtig.
    Aber diese Institutionen handeln NICHT im eigenen Auftrag, nicht auf eigene Rechnung.
    Hier habe ich schier die Pflicht aufzubegehren, wenn gegen den grundgesetzlichen Auftrag verstoßen wird und mir dies bewusst wird.

    Gehen soll er, der Marcel … klar. Das hätten einige gern.
    Ich wüsste zu gern, wer sich hinter den entsprechenden Accounts verbirgt …

    Ich würde ihnen den Gefallen nicht tun.
    Dranbleiben.
    Weiter so! Bravo!

    MfG
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.
    67063 Ludwigshafen
    Ex – Fallmananger

  13. DirtyDickDaddy says :

    Ein sehr interessanter Blog (soeben neu entdeckt!). Wir brauchen hierzulande mehr Kritische Geister, denn Kriecher haben wir schon genug. Toll, dass es noch ein paar Menschen mit Rückgrat gibt – geradezu eine Seltenheit in diesem Lande, wie auch die Solidarität und der Humanismus. Aber manchmal schöpft man doch Hoffnung, dass in diesem einstmaligen Land der großen Denker und Geister, wenigstens ansatzweise etwas Hirn und Verstand zurückgeblieben ist. Zuviele Leute, zuwenig Menschen.

  14. Michael says :

    Oskar Lafontaine hat man damals vorgeworfen er wäre ein Feigling als er die SPD verlassen hatte und sich zurückgezogen hatte. Er hätte doch besser in der SPD bleriben sollen, dort hätte er doch seine Belangen besser umsetzen können.

    Ich sehe das bei Marcel genau so. Er kann sich doch dort viel besser verkaufen als wenn er nicht dort arbeiten würde. Nach aussen kommt das vielbesser als eine Privatperson.

    Ich drücke Marcel die Daumen und hoffe auf viele Unterstützer.

    • Der Souverän says :

      „Oskar Lafontaine hat man damals vorgeworfen er wäre ein Feigling als er die SPD verlassen hatte und sich zurückgezogen hatte. Er hätte doch besser in der SPD bleriben sollen, dort hätte er doch seine Belangen besser umsetzen können.“

      Niemals. Was Oskar außerhalb der SPD – zumindest maßgeblich mit – erreicht hat, nämlich das die SPD gerade mal mit Mühe über 20% kommt und Die Linke ihr ständig und beständig (mittlerweile sogar als drittstärkste Partei) auf die Klöten haut, daß hätte Oskar innerhalb der SPD nicht vollbringen können.

      Der Souverän

  15. Unbequem says :

    Ich verstehe nicht wie ein junger Mensch wie diese „Ellen“ (ang. Studentin an der HdBA), solche Sätze im gleichen Absatz, von sich geben kann:

    „Doch an der HdBA wird uns beigebracht, unser eigenes Handeln kritisch zu hinterfragen und im Arbeitalltag dies umzusetzen. Jeder von uns kann selbst entscheiden wie er die Vorgaben unseres Arbeitgebers umsetzt, keiner wird gezwungen Sanktionen zu verhängen und ich würde behaupten, dass man uns sogar die Möglichkeit gibt manches zu verbessern.“

    Ohne den zweiten Satz, den ich gleich einfüge, könnte man noch denken… okay, liebe Ellen, dein Optimismus in allen Ehren, aber diese „Flausen“ werden dir im Alltagsgeschäft ganz schnell ausgetrieben.

    Aber jetzt kommt’s:

    „Man sollte auch nicht vergessen, dass vielleicht mal ein bischen Dankbarkeit dem deutschen Staat gegenüber erbracht werden sollte, dass wir überhaupt ein Sozialsystem haben dass Menschen bei Arbeitlosigkeit unterstützt und ihnen Geld und Unterkunft auf unbestimmte Zeit bereit stellt. Es wird sehr oft vergessen dass dieser Luxus in kaum einem anderem Land existiert.“

    Ich bin versucht „Ellen“ immer noch zu entschuldigen, evtl. plappert Sie nur nach, was sie in irgendeiner Vorlesung von Dozenten_innen gehört hat, nur noch nicht eingehend Zeit zum Nachdenken hatte…

    Das wäre für mich persönlich die angenehmere Variante. Ich möchte es einfach noch nicht glauben, dass unsere Jugend entweder „Hirnlos“ vorgegebene Phrasen nachplappert, oder schon so indoktriniert ist, sich keine eigene Meinung mehr zu erarbeiten.

    Liebe „Ellen“, wenn dein zweiter Satz wahrhaftig Deine eigene Meinung widerspiegelt, wie in aller Welt kannst Du die Aussagen in deinem ersten Satz jemals mit Leben füllen?

    In den beiden beispielhaften Sätzen dieser „Ellen“ spiegelt sich das ganze perfide System.

    Wohlwissend, dass die Indoktrination und Propaganda sich in den Köpfen längst zu solchen Sätzen manifestiert hat – „Ellens“ zweitem – und später auch das eigene „Handeln“ und „Denken“ maßgeblich beeinflussen, kann man völlig gefahrlos zu eigenem kritischen Handeln ermahnen.

    Auch auf das Grundgesetz hinzuweisen, ist dann nur noch eine Formsache, mit der man sich nicht eingehender zu beschäftigen braucht. Man könnte sogar den Eindruck gewinnen, dass unser Grundgesetz im Dunstkreis der BA als lästig uns störend empfunden wird.

    • Andreas Abels says :

      Hi unbequem,

      es ist wirklich erschreckend, was „Ellen“ sagt und wie sie -offensichtlich- über das HIV-System denkt.
      Und vermutlich denken viele ihrer Studienkollegen genauso. Ja, soweit ist die Programmierung fortgeschritten, ist schon traurig…

      Selbst, wenn ein Fallmanager oder SB nicht gezwungen wäre, Sanktionen zu verhängen, so muss doch eindeutig und ganz klar gesagt werden, dass die Mitarbeiter solch ein Bestrafungs-Instrumenarium gar nicht in die Hände bekommen dürften…

      Allein die Tatsache, dass sie alle sanktionieren KÖNNTEN, ist ein Unding und ein Verstoß gegen die Menschenwürde, denn allein durch die Androhungen von Sanktionen ist die Würde verletzt.
      Und all diese Briefe mit „Rechtsbelehrungen“ verschickt JEDER dieser Mitarbeiter im „Fallmanagement“, insofern nützt es rein gar nichts sich rauszureden und zu sagen: Ich muss ja nicht sanktionieren, zwingt mich ja keiner…
      Allein die Androhungen in jedem Brief sind erniedrigend und somit menschenunwürdig.

      Die Mitarbeiter müssen endlich aufwachen und begreifen, dass das System ihnen solch ein Betrafungs-Instrument gar nicht anbieten darf, wenn man denn wirklich in einem auf dem Grundgesetz basierten Land leben will.

  16. Unbequem says :

    „Die Mitarbeiter müssen endlich aufwachen und begreifen, dass das System ihnen solch ein Betrafungs-Instrument gar nicht anbieten darf, wenn man denn wirklich in einem auf dem Grundgesetz basierten Land leben will.“

    Ganz genau. Nicht umsonst haben wir eine Gewaltenteilung in: legislative, judikative und exekutive.

    Das scheint aber offensichtlich für das Rechtsgebiet des SGB nicht zu gelten.
    Hier dürfen sich menschlich und ideologisch fehlgeleitete Gestalten, mit keinerlei Kenntnis dieser drei Disziplinen, zum Ankläger, Richter und Henker in Personalunion aufspielen!

    • Andreas Abels says :

      *lach*

      Ziemlich daneben, dieser Artikel.

      Natürlich wird versucht, Marcel in die Ecke der „Verschwörungstheoretiker“ zu schieben, nichts Neues für Menschen, die aufklären wollen und die massenhafte und systematische Missachtung von Menschenrechten im System (und damit auch in der BA) anprangern.

  17. Burkhard Tomm-Bub says :

    … stark tendenziös, auf „Lächerlichmachen“ getrimmt, voller latenter oder offener Unterstellungen. Auseinandersetzung mit Inhalten: Null!
    So muss neutrale, ausgewogene Berichterstattung im Interesse der Leserinnen und Leser sein … „Bravo“ Mannheimer Morgen.
    Gruß Burkhard Tomm-Bub, M.A. (Ex – Fallmanager)

    http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/quertreiber-im-nachwuchs-1.1295462

    • Ingo says :

      Nunja, dass sind wir doch von den Hofberichterstattern der Mächtigen schon gewöhnt, dass sie die „Wahrheit“ unter das Volk bringen, die die verblödete breite Masse glauben soll.

      Professor Rafael Faber: „Was ist Wahrheit? Für die Menge das, was man ständig liest und hört. Mag ein armer Tropf irgendwo sitzen und Gründe sammeln, um die Wahrheit festzustellen – es bleibt seine Wahrheit. Die andre, die öffentliche des Augenblicks, auf die es in der Tatsachenwelt der Wirkungen und Erfolge allein ankommt, ist heute ein Produkt der Presse. Was sie will, ist wahr. Ihre Befehlshaber erzeugen, verwandeln, vertauschen Wahrheiten.“

      Wenn die Geschichte der Menschheit eines gezeigt hat, dann, dass immer die primitiven skrupellosen Dummköpfe das Sagen hatten. Was letztendlich dabei herausgekommen ist, kann jeder der des Lesens mächtig ist, in den historischen Aufzeichnungen oder in diversen Büchern über die Menschheitsgeschichte nachlesen.

  18. Unbequem says :

    Schöner, beispielhafter Artikel… besser kann man doch postdemokratisches Denken nicht befördern.

  19. Mein Über-Ich says :

    Ich frage mich gerade, ob der Artikel inzwischen ohne Kennzeichnung gekürzt/entschärft wurde.
    Ich hatte ihn als aggressiver in Erinnerung, verglichen mit dem heutigen Wiederlesen.
    Oder wo hatte ich nochmal etwas zu Manipulation durch Medien und geforderte konstruktive Kritik gesehen?
    (Leider zeigt mir Googles Cache keinen Inhalte zur Seite an, und die Fassung vom Erscheinungstag habe ich nicht gespeichert.)

  20. Alexander Berends says :

    Hallo Marcel, ich beobachte schon seid Monaten kritisch die Vorgehensweise der Argen,Jobcenter und Agenturen für Arbeit, da ich selber davon betroffen bin. Es ist ein Mischungsfall aus Bildungsbehinderung ( meine Lebensgefährtin
    studiert und wird vom Jobcenter dabei behindert) ,und ich bin relativ schwer krank und werde mit Sanktionen,1€ Jobs bedroht . Wir sind 24 und 32 und würden gerne mit dir im Kontakt treten um diesen Fall medienwirksam zu machen. Derzeit besteht noch keine gerichtliche Verhandlung aber
    es könnte dazukommen bald. Wir beide haben Fachabitur und Abitur und
    bleiben durch dieses System in den Mühlen der Behörden festhängen.
    Derzeit ist ein Anwalt und ein psychologe hinzugezogen. Näheres
    kannst du gerne via Mail erfahren. Ich denke wir alle sollten uns gegen
    dieses System friedlich erheben , damit es die anderen Menschen,die sich nicht wehren können, besser haben durch Aufklärung ihrer Rechte.
    Meine Email: berends.alexander@yahoo.de

    Ich freue mich auf deine Nachricht und wünsche dir alles Gute,
    vielleich kann man bald gemeinsam gegen diese Ungerechtigkeit kämpfen

    Alexander

  21. Unbequem says :

    Zitat:

    „CDU/CSU und SPD verfügen dann über 82,2% der Sitze, eine nicht zu unterschätzende Gefährdung für das Bonner Grundgesetz als ranghöchste Rechtsnorm der Bundesrepublik Deutschland, denn die Regierungskoalition verfügt über die 2/3 – Mehrheit, die gemäß Art. 79 Abs. 2 GG erforderlich ist, um zusammen mit der ebenfalls benötigten 2/3-Mehrheit des Bundesrates verfassungsändernde Gesetze mit Ausnahme der (noch) von der Ewigkeitsgarantie des Art. 79 Abs. 3 GG geschützten Grundgesetzvorschriften zu verabschieden. Eine parlamentarische Opposition ist als nur noch rudimentär zu bezeichnen.“

    Quelle: http://grundrechteforum.de/227939/

    Die große Koalition, eine Gefahr für unser Grundgesetz?

    Ich persönlich halte diese angemahnte Gefahr durchaus für realistisch. Der Einfluss von Lobbyisten auf unsere Gesetzgebung war noch nie so deutlich, die „Marktnähe“ unserer Politik noch nie augenscheinlicher.

    Da ist es sicher kein unrealistisches Szenario, dass sich nun einige „Think-Thanks“ der Erfüllung ihrer Feucht-träume – Hand an unser Grundgesetz zu legen – ein gutes Stück näher wähnen.

  22. JJ says :

    Hallo Marcel,
    Ich verfolge nun auch deinen Blog – mal mehr, mal weniger.

    Ich frage mich, wieso du überhaupt noch in Mannheim studierst. Es gibt viele Personen, die ihr Studium nicht mehr fortsetzen bzw. Erst gar nicht beginnen konnten.
    Du nimmst ihnen einen Studienplatz weg und es wird dir ein hoher Gehalt gezahlt.
    Dass du heute Weihnachtsgeld bekommen hast, hast du eventuell auch vergessen? Darauf scheinst du wohl nicht verzichten zu wollen ?
    Es ist nicht in Ordnung, dass du ein so falsches Licht auf die Studierenden der HdBA wirfst. Du solltest nicht auf eine Kündigung Warren, sondern es selbst tun.
    Nutze deine Stellung nicht so maßlos aus.

    Viele Grüße
    JJ

    • Mein Über-Ich says :

      Tolle Logik: Platz machen für jemand anderen, der dann ebenfalls den Studienplatz belegt und das Geld bekommt (keine Ahnung wieviel), aber eben Radfahrer spielt und den Druck von oben verstärkt nach unten weitergibt, statt sich für die berechtigten, gar existentiellen Interessen der „Kunden“ einzusetzen.

    • Dennis82 says :

      @JJ: woher willst du wissen, dass dieses Licht ein „Falsches“ ist…? Ich seh in dieser Hinsicht eigentlich gar nichts – weil die Strukturen in Studium und Ausbildung im ÖD eigentlich noch nie irgendwelche nennenswerte Beachtung gefunden hätten, also eigentlich seit jeher: komplett im Dunkeln liegen…!

      Und wenn er jetzt aufhört, rückt auch nicht mal eben irgendeiner nach; in diesen Studiengängen ist auch immer eine gewisse Menge an „Ausschuss“ einkalkuliert…! Dieses Denken läuft jedenfalls exakt darauf hinaus, weiter nur die Menschen mit der „richtigen“ (gewissenlosen, unterwürfigen und unkritischen) „Gesinnung“ in diesen (sehr sensiblen) Bereichen arbeiten zu lassen!

      Aber dein Beitrag spricht so schon für sich – wenn du allen Ernstes einem kleinen Studenten im ÖD vorwirfst, er würde seine „Stellung ausnutzen“… David gegen Goliath…

  23. Burkhard Tomm-Bub says :

    Guten Tag,

    ich wollte mich einerseits auch wieder einmal zurück melden.
    War sehr beschäftigt mit der Petition 46483 von Inge Hannemann gegen die Sanktionen (über 80 000 Unterschriften in 4 Wochen!). :-)) Und auch privat.

    Doch auch passendes zum Thema gibt es.
    Auch mich erwischt es nun. „Arbeitsrechtliche Maßnahmen“ werden mir angedroht.
    Näheres dazu steht in meinen Blogs.
    Links mag dieses Programm hier ja nicht so wirklich …

    Also bei

    „tombbloggt“

    ist es auf der Unterseite

    „Warum bin ich nicht mehr im jobcenter?“

    (dritter Klickpunkt von oben rechts in der Leiste).

    Und auf dem Blog

    „kopfmahlen“

    findet man meine Antwort unter dem Post

    „NEUJAHRS – REDE2014 – ERSTMALS zensiert (Petition / Aufruf)“

    Das verweist auch auf einen Videoclip bei youtube, der heißt

    „NEUJAHRSREDE2014 – ERSTMALS zensiert (Petition / Aufruf)“

    youtube – Syntax: WYVX_EoLdds

    Lässt sich bei alles relativ gut finden, denke ich.
    „kopfmahlen“ und „tombbloggt“ – sind Blognamen die wohl nur ich verwende, sind also gut zu googeln.

    Wir bleiben dran!
    Solidarisch.

    MfG
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.
    67063 Ludwigshafen
    Ex – Fallmanager

    • Ash-Li says :

      Auch Dir viel, viel Kraft, Mut und Stärke zum Weitermachen der guten Sache im neuen Jahr, lieber Burkhard!
      Ich finde es einfach nur genial, dass sich jetzt soviel tut in Sachen Gerechtigkeit, Aufbrechen alter Strukturen und Wahrheit. Dieses Jahr war wirklich grossartig!

    • kritischerkommilitone says :

      Hallo Burkhardt,   was ist denn genau vorgefallen? Wo bist du gerade beschäftigt?   liebe grüße und frohes Weihnachtsfest   Marcel

      • BukTom Bloch says :

        Guten Tag Marco,

        das sieht man eigentlich recht gut unter den im vorigen Post UMSCHRIEBENEN Links – echte Links wage ich nicht einzubauen, da die dann ja nicht automatisch gepostet werden.
        Anhand des youtube – Links und hinsichtlich scans sehe ich gar keine Lösung, was reiner Text ist, das kann ich hierher kopieren.
        Also …

        „… Es ging um vier privat versendete Mails an größere Verteiler. Inhaltlich zwei Texte, zwei Themen. Einmal mein Aufruf „JOBCENTER: Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!“ Und die Bundestags – Petition 46483 von Inge Hannemann gegen die #Hartz IV – Sanktionen.
        Hier nun der Scan. …“

        Antwort in Form der Neujahrsrede (Text):

        „Liebe AvatarInnen und Avatare,
        liebe Mitmenschen,

        meine diesjährige Neujahrsrede richte ich schon recht früh an Euch.
        Mir war danach …!

        Das Hauptthema dieses Jahr soll sein: Dankbarkeit.
        Dankbarkeit für Aufmerksamkeit!

        Aufmerksamkeit ist ja nie etwas verkehrtes, wie ich meinen möchte.
        Ich bin dieses Jahr dankbar für viele Dinge, ich freute mich zum Beispiel darüber, dass mein Aufruf ans JOBCENTER vor dem Spiegel zu verweilen über 5000 Zugriffe hatte auf die Clips bei youtube und als Mail und als Flugblätter. Dafür vielen Dank … auch gefördert unter anderem von Konstantin Wecker, vielen Dank noch mal und von vielen anderen. Das war das jetzt.

        Weiterhin hat mich gefreut, dass die Petition von Inge Hannemann gegen Sanktionen im Hartz IV erfolgreich war – erfolgreich heißt statt 50 000 haben wir weit über 80 000 Unterschriften einsammeln können – es wird nun eine Reaktion des Bundestages geben MÜSSEN, auch dafür vielen Dank. Ich selber habe für diese Petition und für meinen Aufruf auch geworben – und jetzt kommen wir wieder zum Punkt der Aufmerksamkeit!

        Nicht nur privat wurde ich wahrgenommen damit … nein, auch … BEEEEP … und … es wurde mir dann in dieser nicht privaten, sondern eben … … BEEEEP in dem Zusammenhang wurde mir da sogar etwas schriftlich gegeben, nämlich dass man mir etwas … BEEEEP … und zwar … BEEEEP … BEEEEP … das ist ja doch sehr schön, … es bezog sich ausdrücklich auf den Aufruf vor dem Spiegel zu stehen – zu verweilen, Entschuldigung, …vor dem Spiegel zu verweilen und auf meine kleine „Werbung“, die ich privat gemacht hatte per Email … darauf bezog sich diese … BEEEEP … BEEEEP … Ja und da fühlt man sich wahrgenommen, da erfährt man Aufmerksamkeit, da sieht man die Person, nein die Botschaft – kommt an! … Sie erzeugt eine Reaktion. Eine Reaktion, die mich motiviert, ermutigt dranzubleiben und – wenn es sich nicht vermeiden läßt, halt auch weitere Reaktionen dieser Art von meinem BEEEEP hervor zu rufen. Ich weiß, am End … is … ungewiß … wie`s weitergeht, aber – es ist doch etwas sinnvolles!

        Nun noch mein Ratschlag.
        Wenn ihr mal zwischendurch auf Eure Schuhspitzen schaut, nech`?!
        Nachdenklich oder gelangweilt: immer dran denken – es ist immer Zeit, etwas Gutes zu tun, im Netz zu surfen, Aufrufe zu verbreiten, Petitionen zu zeichnen, oder andere gute Dinge zu tun! … Und – man kann es auch real machen, leider gibt es Menschen, die kein anderes Geld bekommen, denen kann man einen Euro, oder auch mehrere, oder etwas zu Essen auf der Strasse reichen. Leider – ist es notwendig.

        Ich danke Euch, macht`s gut, liebe Avatarinnen und Avatare. Cu!

        Burkhard Tomm – Bub, M.A.
        67063 Ludwigshafen
        Ex – Fallmanager “

        P.S.: Ich werde jetzt doch gleich anschließend noch einen weiteren Post setzen, mit den echten Links. Der wird dann zwar hängen bleiben – aber das nächste Mal, wenn Du reinschaust, siehst Du diese immerhin. MfG BTB

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