Hartz IV und kein Ende – Ein männliches Pendant für Inge Hannemann

Artikel von Lothar Epe, veröffentlicht am 23. Oktober auf rollingplanet.net

Der Fall Inge Hannemann hat vor allem mediale Wellen geschlagen. Erst vor einigen Tagen wurde der Hartz IV Kritikerin der Panter Preis der taz verliehen. Jetzt hat sie so etwas wie ein männliches Pendant.

Eine Abmahnung und gemischte Gefühle

Marcel Kallwass hat bei bei seinem Arbeitgeber zur Zeit einen schweren Stand. Der 21jährige Student für Arbeitsmanagment steht bei seinem Arbeitgeber, der Bundesagentur für Arbeit, kurz vor seiner ersten Abmahnung. Kallwass kritisiert, genau wie Inge Hannemann, in einem öffentlichen Blog den Umgang der Bundesbehörde mit Hartz IV Empfängern. Erst kürzlich seien einzelne Mitstudenten durch Vorgesetzte befragt worden, wie sie zum öffentlichen Block von Marcel Kallwass stünden. “Sie sollten sich dazu positionieren und dafür rechtfertigen”, so Kallwass. Das sei aus seiner Sicht ein absolutes No Go. Schließlich stelle dieser Blog seine persönliche Meinung dar. “Ich spreche ja nicht als Stellvertreter der Studierenden der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA)”, so der Student.

Marcel Kallwass weiß noch nicht so genau, wie es weiter gehen soll. Im Moment habe er eher gemischte Gefühle. Auf der einen Seite verspüre er eine große Solidarität von Menschen, die sich durch seine Kritik am Hartz IV System gestärkt fühlten. Andererseits sei er aber auch ziemlich sicher, dass sich die Führungsriege bei der Bundesagentur für Arbeit die größte Mühe geben werde, ihn so schnell wie möglich loszuwerden. Einen zweiten “Inge Hannemann-Fall” könne man dort nicht gebrauchen. Schließlich mache der eine Fall durch das entstandene mediale Interesse offensichtlich schon genügend Probleme.

Ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden

Der Student aus Giengen im Osten Baden-Württembergs an der Grenze zu Bayern geht das Risiko aber ganz bewußt ein. “Was ist schon mein persönliches Risiko gemessen an der alltäglichen Situation von all den vielen erwerbslosen Menschen, die bei der Bundesagentur für Arbeit betreut werden”. Er habe schon immer ein stark ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden gehabt. Schließlich wisse er aber auch noch nicht so genau, ob er nach seinem Studium weiterhin bei der Bundesagentur für Arbeit beruflich tätig sein wolle. “Erst man abwarten, wie sich alles entwickelt”.

Was seine Kritik am Hartz IV System betrifft, befindet er sich allerdings in allerbester Gesellschaft. “Ich kritisiere, genau wie Inge Hannemann, den Druck, den die Behörden auf die Hartz IV Empfänger ausüben”. Die Erwerbslosen würden generell als die Schuldigen für ihre eigene Situation begriffen, anstatt mit ihnen auf Augenhöhe zu sprechen. Dabei steht er inzwischen mit Inge Hannemann in ständigen Kontakt. “Inge Hannemann ist ein großes Vorbild für mich”. Der Protest auf seinem öffentlichen Blog “Der kritische Kommilitone” sei aber durchaus noch ausbaufähig. Insgesamt sei die öffentliche Resonanz auf seine Kritik aber überwiegend positiv. Er wolle jedoch nicht verhehlen, dass es auch schon Kritik gegeben habe.

Am 22. November wird sich vermutlich per Gerichtsentscheid endgültig entscheiden, ob Inge Hannemann weiterhin als Mitarbeiterin des Jobcenter Hamburg tätig sein darf. Auch davon wird es in gewisser Weise abhängen, wie es mit Marcel Kallwass beruflich weiter gehen wird.

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Quelle: http://rollingplanet.net/2013/10/23/hartz-iv-und-kein-ende-ein-maennliches-pendant-fuer-inge-hannemann/

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15 responses to “Hartz IV und kein Ende – Ein männliches Pendant für Inge Hannemann”

  1. Ute Aschendorf says :

    Bitte, bitte nicht unterkriegen lassen! Wir Harztler brauchen dringend Unterstützung… besonders von „Insidern“! In einer Demokratie sollte sich auch ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur keinesfalls den Mund verbieten lassen!

  2. gabywrage says :

    Herr Kallwass,
    mit dem folgendem Link möchte ich Ihnen eine interessante Abhandlung von dem Politikwissenschaftler Gene Sharp empfehlen. Eine hervorragende Arbeit über gewaltlosen Widerstand. Dies gilt auch für scheindemokratische Regierungen und ihre Gesetzgebungen. Lassen Sie sch nicht einschüchtern!

    http://www.aeinstein.org/organizations/org/FDTD_German.pdf

    Alle Regierungen können nur so lange herrschen, solange die nötigen Quel-
    len ihrer Macht sich immer wieder neu aus der Zusammenarbeit,
    der Unterordnung und dem Gehorsam der Bevölkerung und der
    gesellschaftlichen Insitutionen speisen. >> Gene Sharp

    • Unbequem says :

      Wir befinden uns nicht in einem Widerstand gegen eine Diktatur. ein Militärregime, oder ähnliches – beschränkt auf ein homogenes Staatsgebilde, indem alle Menschen gleiches Unrecht zuteil wird… sondern wir reden hier über ein kapitalistisches- weltweit operierendes System.

      Da taugt Ihr Herr Sharp mit seinen Erfahrungen nur bedingt. 😉

      • Der Souverän says :

        „Wir befinden uns nicht in einem Widerstand gegen eine Diktatur…“

        Das kann man allerdings auch ganz anders sehen. Die Grundpfeiler einer Demokratie sind immer Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.

        Ein Staat von dem die Justiz selbst kommuniziert, daß 25% der Gefängnissinsassen zu Unrecht aufgrund von „Fehl“urteilen einsitzen, mag ich nicht Rechtsstaat nennen. Und wenn die Justiz selbst von 25% spricht, dann kann man da getrost noch mal etliche Prozentpunkte draufsetzen.

        Ein Staat der Massenhaft grundrechtswidrige Gesetze erlässt, mag ich nicht Rechtsstaat nennen. Ein Staat der Gesetze erlässt und über seine Verwaltungen vollstrecken lässt, von dem schutzlose Bürger zu tausenden durch Verwaltungshandeln in den Gewaltsamen-Frei-Tod getrieben werden, kann ich nicht Rechtsstaat nennen.

        Ein Staat der z.B. über die Argen seinen Bürgern verbietet einen engen Radius seines Wohnumfeldes zu verlassen, kann ich nicht freiheitlich nennen und schon gar nicht demokratisch.

        Freiheit ist im Kapitalismus unweigerlich monetär verknüpft. Wer sich das Geld für ein U-Bahnticket buchstäblich vom Munde absparen muß, der ist alles, nur nicht frei. Ein Staat der einem großen Teil seiner Bürger so wenig Mittel zur Verfügung stellt, daß er nicht mal – oder nur unter extrem erschwerten Bedingungen – öffentliche Verkehrsmittel benutzen kann, ist alles andere als ein freiheitlicher Staat.

        Ein Staat in dem Familien MIT KLEINKINDERN der Strom UND teilweise sogar das Wasser abgestellt werden, kann ich nicht demokratisch nennen.

        Ein Staat dessen Regierenden nachweislich die Bevölkerung immer weiter spaltet und teilweise sogar extreme Hetze gegen einzelne Bevölkerungsgruppen führt, kann ich weder demokratisch noch rechtsstaatlich nennen.

        Der Souverän

      • kritischerkommilitone says :

        @unbequem:

        Die Erfahrungen von Herrn Sharp stammen aus Widerständen

        in der ganzen Welt. Auch zu seiner Zeit gab es bereits den weltweit operierenden

        Kapitalismus, auch, wenn nicht ganz so ausgereift, wie jetzt.

        Die Grundsätze die Herr Sharp nennt sind allgemein anwendbar,

        um gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen!

        Ob die Staatsform dann Diktatur oder Demokratie genannt wird

        ist eher zweitrangig. Wir sehen doch täglich, wie unsere Demokratie

        funktioniert: mit viel Schein und wenig Sein.

  3. Freddie says :

    Lieber Herr Marcel Kalwass, höchsten Respekt und Anerkennung für Ihre Arbeit! Ganz große Klasse das hier!

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mir (uns) vielleicht zwei Fragen zu beantworten sich bereit fänden:

    1. Haben Sie schon einmal vorsichtig Ihre „Antennen ausgefahren?“ Ist bei irgendwelchen Ihrer Mitstudenten irgendein noch so latenter Geist, eine Bereitschaft zur Solidarisierung erkennbar? Keine Frage, die Chancen stehen wohl nicht sehr gut, aber dennoch: zeichnet sich da ganz schwach am Horizont etwas ab?

    2. Wie wäre es, wenn Sie sich noch etwas stärker mit weiteren Ihnen wahrscheinlich nicht gänzlich unbekannten Mitstreitern zusammenschliessen würden, als da wären Ralph Boes, Inge Hannemann und Norbert Wiersbin? Ich weiss, wieviel Sie ohnehin schon bewirken, weiss, dass Ihre Zeit, Ressourcen und ein unserer Sache freundliches Klima nicht eben im Überfluss vorhanden sind. Doch die „Hütte brennt“ schon ganz schön, wie man zu sagen pflegt.

    Was mich persönlich anbetrifft, so habe ich Unterdrückung in ihrer mit schwersten Form längst am eigenen Leib erfahren (obwohl man inzwischen wirklich nicht mehr umhin kommt zu fragen: wer nicht?) Denn wenn das hier nicht die Bezeichnung Unterdrückung, U-n-t-e-r-d-r-ü-c-k-u-n-g, verdient, dann weiss ich Gott verdammt nicht mehr, was???!!!

    Eine kleine Anregung noch am Rande. Vielleicht könnten sich gerade hier weitere ausgegrenzte Minderheiten wie Homosexuelle etc., bloss des Protestes um des Protestes Willen, zu Wort melden? Warum? Weil letztlich alle verschiedenen Spielarten der Unterdrückung e i n e Unterdrückung bedeuten, und somit allen zugleich geholfen wäre. Umgekehrt gilt das natürlich genauso.

    • kritischerkommilitone says :

      Lieber Freddie,

      danke für die moralische Unterstützung!
      Natürlich habe ich meine „Antennen“ bereits ausgefahren,
      schließlich bin ich zurzeit an der Hochschule.

      Ich habe jetzt bereits mit vielen Kommilitoninnen geredet.
      Die meisten finden es an sich gut, dass ich meine Meinung äußere
      und zu einer Politisierung der Studierenden beitrage.

      Einige Ansichten können sie teilen (die Kritik am Zielsystem und
      an der Personalpolitik), bei anderen Punkten sind viele anderer
      Ansicht (Sanktionen (!), Systemkritik, etc.).

      Viele Studierende haben aber leider zu viel Angst selber etwas
      zu tun und ihre Stimme zu erheben. Zudem glauben die meisten
      nicht daran, dass wir was verändern könnten.

      Sicherlich ändert sich diese Situation noch. Ich habe schon Aktionen
      in Planung (u.a. Flugblätter verteilen). Wir müssen einfach Widerstand
      leisten!

      Dein 2. Hinweis ist sehr wichtig und richtig. Wir als Hartz-Gegnerinnen
      müssen uns gut vernetzen. Dieser Prozess ist am Laufen und wird noch
      verstärkt werden. Eine Aktion war z.B. der gemeinsame „Aufruf vorm
      Spiegel zu verweilen“. Daran müssen wir anknüpfen und weitermachen.
      Es ist natürlich sehr wichtig, dass sich die Betroffenen ebenfalls
      zusammenschließen. Je breiter der Widerstand, umso erfolgreicher wird er!

      Zu diesem Protest gehören natürlich alle ausgeschlossenen Gruppen, aber
      auch die, die scheinbar integriert sind (Lohnabhängige).

      Kämpferische Grüße

      Marcel

      • Dennis82 says :

        In meiner Zeit als Studierender in der Finanzverwaltung habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Die FHFin war die dort versammelten Menschen betreffend: der unpolitischste, unkritischste, obrigkeitshörigste und beliebigste Ort, den ich in meinem Leben bislang kennengelernt habe! Obwohl in dem Bereich ja einzig die in Gesetze und Richtlinien gegossenen Resultate von Politik in kleinlich-juristischer Paragrafenreiterei „gelehrt“ wurden, zeichnete die große Masse nur unkritisches Mitläuferum und völlige politische Teilnahmslosigkeit aus. Das betraf auch schon das in meinen Augen völlig krankhaft überladene Studium an sich (an dem ich auch scheiterte, weil ich keine 10-Stunden-Tage damit verbringen wollte, stupide Tonnenweise „Recht“ Auswendig zu büffeln). Niemand wollte daran etwas kritisieren. Einzelfälle waren zwar immer eine Aufregung wert – das selektiv-ausgrenzende System war aber schlicht nicht anders denkbar.

        Das einzige Fach, welches ein wenig aus dem öden, wertfreien, völlig formal-juristischen Mief herausstach – Verfassungs- und Staatsrecht – wurde von den meisten Studenten: gehasst. Gerade weil dort auch nur ein klein wenig eigene Meinung gefragt war. Die man den Studenten dort schon durch die Struktur des Studiums völlig ausgetrieben hatte. Schon wegen geringster Anzeichen von Kritik (schlechte Busanbindung und verlegung der Anfangszeiten in der Renovierungs-Ausweich-FH) wurden gleich mehr oder weniger deutlich Disziplinarmaßnahmen angedroht. Natürlich war es auch Angst, persönliche Nachteile zu erleiden, weshalb viele sich nicht getraut haben, sich kritisch zu äußern. Jedenfalls habe ich solche Menschen dort nicht getroffen; alle mit denen ich näher zu tun hatte, waren diesbezüglich einfach nur ignorant und egoistisch.

        Ich war an der FH und im Amt also auch eine Art „Rebell“, allerdings ein meist zu stiller (mir fehlte irgendwann nur noch die Kraft, ich war ein einziger Haufen Elend). Der Preis, den ich für meine „Geradlinigkeit“ zahlen musste, waren also nicht nur die mir bis an mein Lebensende entgehenden monatlichen A9-A12-Bezüge…

        Falls du an nem Erfahrungsaustausch Interesse hättest, kannste dich ja gerne mal per mail melden! 😉

  4. Unbequem says :

    @Souverän,
    den Mangel an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in unserem Land, den Du aufzeigst, teile ich mit Dir.
    Ich sehe diese Mängel allerdings als die logische Konsequenz kapitalistischer Systeme – insgesamt.
    Das wir längst in einer Postdemokratie leben, kann wohl niemand mehr – gerade angesichts der letzten Enthüllungen über die weltweite Bespitzelung durch die Geheimdienste, auch unserer – ernsthaft bezweifeln.

    Faktisch haben wir ein Ein-Parteien System… lediglich die Namen und Farben unterscheiden sich voneinander, die politische Ausrichtung nur noch marginal. Demnächst haben wir nicht mal mehr eine handlungsfähige Opposition.
    Das alles kommt nicht von ungefähr und ist auch nicht über Nacht entstanden. Es ist auch kein nationalstaatlich beschränktes Phänomen, sondern ein weltweites.

    Was machen wir? Unser Denken reicht oftmals nicht viel weiter, als der wirtschaftsökonomische Sachverstand von unserer Kanzlerin, die Volkswirtschaft anhand des Vorbildes der „schwäbischen Hausfrau“ betreiben möchte.

    So meinen auch wir, wenn wir uns darauf beschränken in unserem Lande lange genug über die Verhältnisse zu lamentieren, bewegen wir etwas zum positiven.
    Wenn ich in meinem Haus sämtliche Sicherungen raus nehme, geht in meinem Haus das Licht aus, den Nachbarn, oder gar das Kraftwerk, beeindrucke ich damit wenig!

    • Der Souverän says :

      „Ich sehe diese Mängel allerdings als die logische Konsequenz kapitalistischer Systeme – insgesamt.“

      Auch das sehe ich anders. Rechtsstaatlichkeits- und Demokratieabbau beruhen allein auf dem Willen einiger weniger Machthaber. Das kapitalistische System ist da „nur“ ein gewachsenes Mittel zum Zweck – ein mächtiges Werkzeug.

      Kapitalismus ist in sich genau so gut und/oder schlecht wie Technik. Der Mensch bestimmt was er daraus macht, wie er es an-wendet.

      Der Souverän

      • Unbequem says :

        „Das kapitalistische System ist da “nur” ein gewachsenes Mittel zum Zweck.“

        Nur bedingt. Kapitalismus mag vielleicht einmal ein Selbstläufer gewesen sein, da er auf die niedersten Instinkte des Menschen aufbaut. Sozialismus lebt von der Utopie des idealen Menschen und wie wir wissen, neigt der Mensch eher zur Bequemlichkeit, statt zur Selbstdisziplin.
        Der Verfasser der zehn Gebote wusste von dem Dilemma…

        So gesehen haben wir für unsere niedrige Entwicklungsstufe genau das passende System entwickelt
        Leider profitieren nicht genug davon und es werden immer weniger, das ist das eigentliche Problem derer die nichts haben… aber genau das ist der Plan.

        Wie es funktioniert, wird hier eindrucksvoll beschrieben:

        http://www.hintergrund.de/201311082885/politik/welt/die-wertegemeinschaft-der-lupenreinen-hurensoehne.html

  5. Unbequem says :

    @Marcel,
    ich werde mir den Leitfaden des Herrn Sharp etwas genauer anschauen. Bisher konnte ich nicht den Eindruck gewinnen, dass er sich überwiegend mit dem globalen Kapitalismus auseinander gesetzt hat. Im Gegenteil, sieht er doch in Demokratie und Kapitalismus keinen Widerspruch (man beachte seine Auflistung ang. freier Staaten).

    Im übrigen tue ich mich immer ein bisschen schwer mit theoretischen Überlegungen, die eins-zu-eins adaptiert, sich meist als nicht praktikabel erweisen.

  6. Andreas Abels says :

    @M. Kienzle

    Zitat: „Vor jenem Hintergrund rate ich Ihnen dreierlei: Werden Sie sich wieder Ihrer Stärke sowie Schönheit als Mensch bewusst…“

    Genau so ist es, und darum spreche ich auch so gern genau darüber. 🙂

    Auf der einen Seite ist es wichtig, über Zusammenhänge in der globalen Gesellschaft aufzuklären (viele wichtige haben Sie genannt), und auf der anderen Seite ist es genauso wichtig, Menschen wieder daran zu erinnern, dass sie Wesen sind, die es nicht nötig haben, „regiert“ zu werden, sondern dass sie selbst-bewußt sein können und sein sollen.
    Sie brauchen keine „Elite“, die sie an die Hand nehmen und ihnen ständig sagt, was richtig und falsch ist.

    Wenn 2500 Menschen befragt werden zu NSA, und mehr als 70% der Meinung sind (wie zuletzt veröffentlicht), sie störe die Überwachung nicht, dann fehlt es einfach immer noch am nötigen Bewußt-Sein.
    Denn dann sind diese 70% immer noch programmiert darauf, die Welt so zu sehen, wie es das herrschende System will, dadurch bleiben sie manipulierbar.

    Wer sich seiner selbst bewußter wird, hinterfragt alles und dem wird schnell klar, was auf dieser Erde abgeht, und gleichzeitig wird ihm klar, wie stark und schön (wie Sie sagen) er selbst ist, OHNE dabei ego-zentrisch zu werden.
    Bewußt-SEIN sieht JEDEN Menschen als Teil von Natur und Schöpfung und gleichzeitig als eigenen Schöpfer.
    Ein solcher Mensch hat es weder nötig, regiert zu werden, noch ÜBER andere Menschen zu regieren.

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