„Die soziale Ungewissheit ist eigentlich das Schlimmste“- Ein Gespräch mit einem Leiharbeiter

Rolf M. (Name von der Redaktion geändert), ist ein Leiharbeiter, der sich nicht alles gefallen lassen möchte. Deswegen hat er bereits Unterschriften bei Kolleg_Innen gesammelt, sich bei Podiumsdiskussionen eingemischt (dort haben wir uns dann auch kennengelernt) und ebenfalls Kontakt mit Zeitungen aufgenommen.

Er ist über 50 Jahre alt und hat deswegen auch keine Hoffnung auf eine feste Übernahme in einem Betrieb. Die Betriebe sagen nämlich, dass er für die Übernahme zu alt sei, für die Arbeit als Leiharbeiter scheint dies nicht zu gelten. Rolf hat bereits in 11 Betrieben Praxiserfahrungen gesammelt, meistens wurde er von den Chefs gut behandelt. Es gab allerdings auch solche, die ihn nur als „billigen Leiharbeiter“ betrachteten, der nicht fürs Denken, sondern nur für´s Schaffen bezahlt wird.

Rolf hat auch viele Menschen kennengelernt, die aufgrund vom Druck durch das Jobcenter Leiharbeit gemacht haben, obwohl sie es nicht wollten. Sie wollten keine Sanktionen bekommen und haben deswegen lieber eine Arbeit gemacht, die ihnen keinen Spaß gemacht haben. Oftmals hielt sp ein Beschäftigungsverhältnis nicht wirklich lange. In der Regel waren die Betroffenen nach 1 Woche wieder im Jobcenter. Schließlich merkt ein_E Arbeitgeber_In, ob jmd. Lust auf die Tätigkeit hat.

Rolf kritisiert, dass die Leiharbeit ausgenutzt wird und den eigentlichen Zweck verfehlt. Der Zweck sollte die Integration in ein Normalarbeitsverhältnis sein. Zudem werden Leiharbeiter_Innen als Druckmittel gegenüber der Stammbelegschaft verwendet. Die beiden Gruppen werden regelrecht gegeneinander ausgespielt und damit die Belegschaft gespalten. In den Anfängen der Leiharbeit (v.a. mit Einführung von Hartz I) durften die Leiharbeiter_Innen sogar nicht einmal die Sozialräume für Mitarbeiter_Innen benutzen. Dies hat sich nun durch die Verhandlungen der Gewerkschaften verbessert.

Am 18.September 2013 wurde die Verlängerung der Tarifverträge in der Leiharbeit bekannt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat Verbesserungen für die 800.000 Beschäftigten erreicht, u.a. die Erhöhung des Entgeltes. Rolf empfindet den „Abschluss nicht schlecht, [er] geht [ihm allerdings] nicht weit genug [… ]“. In seinen Augen wäre es allgemein notwendig, dass die Lohnentwicklung in der Leiharbeit an die der Festangestellten gekoppelt wird.

Gegen die Verlängerung der Tarifverträge gibt es auch Kritik von linken Gewerkschafter_Innen, die damit den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ untergraben sehen. Rolf sieht die „Schuld nicht beim DGB oder der IGM, […] sondern bei den christlichen Gewerkschaften. Die haben auf Druck der Zeitarbeitsfirmen, der Jobcenter und der Arbeitsämter […]einen Niedriglohnsektor geschaffen. […]Wenn diese Tarifverträge nicht gewesen wären, dann hätten wir Leiharbeiter[Innen] den selben Lohn wie die Festangestellten.“ Er sagt ebenfalls, dass die Gewerkschaften die Entwicklung der Leiharbeit „verpennt“ hätten. Es wurde fälschlicherweise angenommen, dass die Leiharbeit ein vorübergehendes Phänomen sei, mittlerweile sei dies zu einem eigenen Wirtschaftsbereich geworden.

Aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen in dem Bereich hat Rolf auch einige Forderungen. So sollten Unternehmen mehr Normalarbeitsverhältnisse anbieten, damit der Anreiz zur Beschäftigungsaufnahme erhöht wird. Außerdem soll die „Leiharbeit […] auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt werden.“ Nach der Leiharbeit soll es : „entweder unbefristete Arbeit ohne Probezeit [geben…] oder der/die betroffene Leiharbeiter_In wird entlassen“ Auf diesen Arbeitsplatz dürfe dann allerdings kein_E neue_R Leiharbeiter_In eingestellt werden. Besser noch findet Rolf eine Übernahmegarantie, die unabhängig vom Alter ausgesprochen wird. Damit würde das größte Problem in der Leiharbeit behoben: die Unsicherheit. Er selbst formuliert das so: „Die soziale Ungewissheit ist eigentlich das Schlimmste.“

Das Engagement von Rolf betrifft nicht nur die Leiharbeit direkt, sondern umfasst noch weitere Bereiche. So fordert er einen flächendeckenden Mindestlohn von 9,50€ der nach branchenspezifisch nach oben angepasst werden sollte. Tarifverträge sollten für allgemeinverbindlich erklärt werden, damit aller Arbeiter_Innen der Branche die gleichen Bedingungen haben. Rolf kennt auch viele Minijobber_Innen. Sie „tragen Zeitungen aus, räumen Parkplätze auf […], oftmals 3-4 Minijobs um über die Runden zu kommen.“ Darüber ärgert er sich, denn eigentlich waren Minijobs für einen Zusatzverdienst gedacht.

Besonders besorgt beobachtet er auch die Entwicklung der Armut in Deutschland. Immer mehr v.a. ältere Menschen würden Pfandflaschen aus Mülleimern heraussuchen, damit sie über die Runden kommen. „Das ist eine Schande für das reichste Land in der EU“, schlussfolgert er.

Rolf geht auch auf die (noch bestehende) Bundesregierung ein. Diese würde sich für eine hohe Beschäftigungsquote in Deutschland loben. Die Regierung „hat aber nicht die prekär Beschäftigten erwähnt. […] Wenn diese abgezogen werden, dann wäre die Arbeitslosenquote viel höher.“ Viele Menschen würden auch nicht zum Jobcenter gehen, obwohl sie einen Anspruch auf Leistungen hätten. Der Grund: Sie schämen sich und haben Angst.

Eines ist Rolf auf jeden Fall klar: er wird weiterhin für eine Verbesserung der Situation kämpfen. Das Streikrecht sieht er dafür als gutes und wirkungsvolles Kampfmittel der Arbeiter_Innen, mit dem die Arbeitgeber_Innen schnell zu einer Verbesserung bewegt werden können.

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14 responses to “„Die soziale Ungewissheit ist eigentlich das Schlimmste“- Ein Gespräch mit einem Leiharbeiter”

  1. Lutz S. says :

    Ich bin auch seit Jahren selbst im Kreislauf von Arbeitslosigkeit, Billiglohn, Zeitarbeit. Trotz guter Schulbildung, Facharbeiter und Weiterbildungen. Aber beim Lesen dieser Zeilen musste ich schon schlucken über die „Illusionen“ von „Rolf M“.

    – Der Zweck von Zeitarbeit ist aus meiner Sicht nicht die Integration in ein Normalarbeitsverhältnis, sondern doch das Abfangen von Auftragsspitzen in den Unternehmen.

    – „Schuld“ an dieser widerlichen Ausbeuterform durch Zeitarbeit mit den aktuellen Tarifen sind aus meiner Sicht auch, (aber weniger) die christlichen Gewerkschaften, sondern vor allem von den Bürgern mehrheitlich gewollte Politik, die eine kapitalistische Wirtschaftsform vertritt und die Kräfteverhältnisse zugunsten von Wirtschaft – gegen die Arbeitnehmer und ihren Vertretungen durchsetzten und weiter durchsetzen.

    – .“Rolf empfindet den Abschluss [neuer Tarif durch DGB] nicht schlecht…“.
    Ich empfinde das ganz anders. Für mich ist es das Festschreiben der Dumpinglohnwirtschaft auf Kosten der Zeitarbeiter. Siehe auch hier: http://www.jungewelt.de/2013/09-18/044.php

    – „…Das Streikrecht sieht er dafür als gutes und wirkungsvolles Kampfmittel der Arbeiter_Innen, mit dem die Arbeitgeber_Innen schnell zu einer Verbesserung bewegt werden können….“
    In einer Gesellschaft in der Gewerkschaft und Kapitalist auf Augenhöhe diskutieren und verhandeln können mag das sein. Die Situation hat sich doch aber Grundlegend zu Gunsten des Kapitals (Weltweit) geändert. Längst agieren die Gewerkschaften nur noch für ihre Mitglieder die vom Kapital wirklich gebraucht werden. Durchaus sehr erfolgreich für einen gar nicht so kleinen Teil der Arbeitnehmer (Piloten, Beamte, Ärzte große Teile des ÖD…). Niedriglohnsektor und „Überflüssige“ (Hartz IV) sind eine schon fast gesetzmäßige Konsequenz, getragen von einer breiten Schicht (leider auch der privilegierten Arbeitnehmerschaft) in der Bevölkerung.
    Mit freundlichen Gruß Lutz S.

    PS:
    Der neoliberale „Wirtschaftsprofessor“ Sinn vom IFO München brachte es mal auf den Punkt. Eine kurze und treffende Antwort auf Rolf M. Das Schlimme; er (Sinn) hat recht damit! Was er als „Linke“ versteht bleibt dabei jedem selbst überlassen. Von einer Revolution, wie Marx sie wollte, sind wir aus meiner Sicht derzeit weiter weg als je zuvor.
    „…Absonderlich ist es freilich, daß gerade die Linken glauben, die ökonomischen Gesetze des Kapitalismus ließen sich durch Wunschdenken überwinden. Das hat Marx stets von sich gewiesen, und genau deshalb wollte er ja die Revolution. Linke Politiker und Journalisten fabulieren vom Primat der Politik und halten die politische Macht für stärker als die ökonomischen Gesetze, nach denen die Integration der Weltwirtschaft vonstatten geht. Aber die Erfahrung bietet für eine solche Hoffnung kaum eine Basis….“

    • kritischerkommilitone says :

      Hallo Lutz,

      dein Kommentar trifft es auf den Punkt.
      Ich möchte dazu erklären, dass die Meinung
      des Interviewten nicht mit meiner Meinung übereinstimmt.

      Dennoch finde ich seine Sichtweise interessant.
      Natürlich ist der Abschluss vom DGB eine Unterwanderung
      vom Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Das sollten wir
      als (revolutionär)-Linke schon kritisieren.

      Der Interviewte ist sehr eng mit Gewerkschaften (v.a. IGM)
      verzahnt und beeinflusst. Ich vermute, dass er aus diesem
      Grund die Gewerkschaften verteidigt.

      In meinen Augen haben die Gewerkschaften größtenteils versagt.
      Sie haben auch u.a. die Hartz-Gesetze mitgetragen und den
      Protest dagegen nicht wirklich gefördert. Es gibt auch heute
      noch Hartz-Befürworter in den höheren Rängen der Gewerkschaften.

      Der Zweck von Leiharbeit wird unterschiedlich benannt. Oftmals sind
      es „Auftragsspitzen“ die abgefangen werden sollen. Diese können
      bekanntlicherweise sehr lange Anhalten. Das Arbeitsamt behauptet,
      dass der Zweck der Leiharbeit die Integration in ein Normalarbeits-
      verhältnis sei. Dass dies in der Realität kaum vorkommt (Klebeeffekt)
      ist auch bekannt.

      Im Endeffekt steckt hinter der Leiharbeit und anderen prekären Beschäftigungs-
      formen die Stärkung der Kapitalseite. Mit einem gut ausgebauten Niedriglohn können
      die Kapitalist_Innen günstiger produziern und die Exportwalze weitertreiben.

      revolutionäre Grüße

      Marcel

  2. Unbequem says :

    Der gute Rolf scheint mir noch im vorigen Jahrhundert zu verweilen. Wie sonst könnte er seine Hoffnung auf Gewerkschaften, Tarifautonomie und Streikrechte legen.

    Ein wiedererstarken dieser Instrumentarien ist so gut wie ausgeschlossen. Wir dürfen bei unserem ganzen Lamento einen wichtigen Faktor nicht vergessen. Es wachsen ständig Generationen nach, die im Sinne des Zeitgeistes geprägt, überhaupt nicht mehr verstehen werden, worüber wir uns hier eigentlich aufregen.

    Ich kann es immer nur wiederholen… uns läuft die Zeit davon. Während wir uns noch den Kopf zerbrechen und – da kein schlüssiges Konzept vorhanden ist – um billige Kompromisse buhlen, dreht die Gegenseite ständig an der Stellschraube.

    Wie blauäugig/einfältig sich einzelne Gruppierungen durch anfängliche – vermeintliche – Erfolge einlullen lassen, erleben wir gerade am Beispiel der Sozialgerichtsbarkeit.
    Während man sich noch damit zufrieden gibt, dass fast jede zweite Klage vor einem SG für die Betroffenen positiv beschieden wird, erhöht die Gegenseite durch Personalabbau künstlich den Druck auf die Richter_innen. Mittlerweile ist der Trend hin zur „Linientreue“… moderater ausgedrückt – eine Verlagerung der eigenen Verantwortung auf die nächsthöhere Instanz – unverkennbar. Ob da Einzelgespräche geführt wurden, ich darf es nur vermuten.

    Als letztes Allheilmittel sehen viele immer noch das BVerfG an. Den Zahn kann ich ziehen. Man schaue sich nur die Parteibuch- ausgesuchten Personen an, die sich dort über das Recht beugen.
    Erwarten wir von denen allen ernstes eine Palastrevolution?

    Hoffnung kann persönlich hilfreich sein, aber auf das Prinzip Hoffnung zu setzen um für eine Sache einzustehen, ist schon ein Bekenntnis des Scheiterns.

    • kritischerkommilitone says :

      Ehrlich gesagt halte ich auch nicht so viel von den etablierten Gewerkschaften.

      Schließlich haben sie u.a. wesentlich dazu beigetragen, dass die Hartz-Gesetze

      umgesetzt wurden.

      Aber was spricht dagegen diese Gewerkschaften kämpferisch auszurichten,

      weg von der sozialpartnerschaftlichen Taktik?

      Hinsichtlich des Streikrechts sollten die Mitarbeiter_innen mehr entscheiden

      dürfen. Gewerkschaften dürfen bei kämpferischen Belegschaften nicht nach

      2 Tagen Streik klein beigeben, sondern müssen höher pokern.

      Wichtig wäre zudem ein Recht auf den politischen Streik (Generalstreik).

      In Deutschland gibt es dieses Recht (immer noch) nicht.

      Uns läuft die Zeit davon… deswegen müssen wir umso mehr aktiv werden

      und den WIderstand dort leisten wo er notwendig ist (also so ziemlich überall).

      Das Prinzip Hoffnung darf nicht missverstanden werden. Es geht darum, Hoffnung

      auf eine bessere Welt zu haben und dafür zu kämpfen. Die Hoffnung alleine reicht natürlich nicht.

      Dieses Prinzip Hoffnung habe ich deswegen gepostet, weil es so viele gibt, die die

      bestehenden Probleme sehen, aber keine Chance auf Veränderung sehen.

      „Wir können doch sowieso nichts verändern“. Diese Aussagen höre ich ständig.

  3. Unbequem says :

    Die nächsten vier Jahre werden vermutlich auch den letzten Zweiflern aufzeigen, dass wir eigentlich eine Ein-Parteien Landschaft haben. Die Türschilder unterscheiden sich etwas, ist man erst mal drinnen, herrscht mehr oder weniger die gleiche neokonservative Ausrichtung.

    Von den momentan regierenden dürfen wir keinen Richtungswechsel erwarten, von denjenigen im Dunstkreis der Macht – darunter zähle ich auch die etablierten Gewerkschaften – ebenfalls nicht.

    Dem Prinzip Hoffnung mit einem tragfähigen, für die Allgemeinheit verständlichen und akzeptierten Konzept Nahrung geben, dass wäre ein Fortschritt. Dazu müsste man der Spaltung der Gesellschaft entgegen wirken.
    Bloß wie leitet man einen Prozess des Umdenkens bei Menschen ein, die sich momentan noch in Sicherheit wiegen und ebenso die Hoffnung pflegen, dass es ihnen noch lange gut geht.

    Der Satz „wir können doch sowieso nichts verändern“ ist ja nichts anderes als die Angst vor dem unbekannten Neuen, vor unvorhersehbaren Veränderungen der Lebensumstände. Hämischer ausgedrückt, könnte man auch sagen: „was kümmert’s mich, nehmt erst mal die anderen“.

    Nicht nur in Deutschland, nein weltweit, kommt es mir so vor, als ob man in den Partymodus geschaltet hat. Jede kapitalistisch ausgerichtete Nation möchte noch etwas vom Kuchen ab haben, bevor die Lichter, bzw. die endlichen Ressourcen zur Neige gehen. Neue Konzepte, für wen und für was?

    Quasi simultan zu den Meldungen über den Klimawandel und Katastrophenszenarien, immer mal wieder eine epochale Entdeckung aus dem Bereich der Teilchenphysik. Dem Urknall und damit der Lösung aller Probleme auf der Spur?

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man uns neuerdings suggerieren möchte, unsere Zukunft extraterrestrisch zu Denken. Also was soll’s, machen wir hier so lange weiter wie es geht, sorgt Euch nicht.

    Meiner Hoffnung auf eine bessere Welt steht der Mensch mit seiner unheilvollen Eigenschaft im Wege, einen einmal eingeschlagenen Weg nur schwer zu verlassen, oder gar umkehren zu können, Marcel.

  4. monopoli says :

    Reblogged this on monopoli and commented:
    Du bist nicht linksextrem weil du gegen das kapitalistische System kämpfst denn mittlerweile kämpft auch die Mittelschicht gegen dieses System. Also darfst du dich demnächst als Mittelextrem einschätzen.
    Nur mal so ein Tip. Weiter so wir folgen.

  5. monopoli says :

    Jeder in Deutschland sollte sich darauf einrichten das es hier kracht.
    Selbst Schmitt hat das schon gesagt. Die Spatzen pfeifen es mittlerweile von den Dächern.
    In Deutschland steht kein Mensch mehr hinter dieser Regierung, die Wahlen waren gefälscht. Es liegt an uns ob es blutig wird oder gewaltfrei.
    Wir brauchen bloss das Rad bis zum Mauerfall zurück drehen,
    mit allen Konsequenzen und 2 dt. Staaten. Das war eine Zwangsehe und die Braut wurde misshandelt.
    Wir schaffen das friedlich, wenn alle begreifen das es unsere beste Chance ist.
    Der Einheitsvertrag ist ungültig da sich die BRD vorher abgeschafft hat.
    Das müssen alle Spatzen pfeifen. Damit wir neu anfangen können.
    In diesem Land wird gelogen das sich die Balken biegen. Finanziell ist dieses Land nahezu am Boden und die Politik ein Marionettentheater.

    • Andreas Abels says :

      Zitat monopoli: „In diesem Land wird gelogen das sich die Balken biegen. Finanziell ist dieses Land nahezu am Boden und die Politik ein Marionettentheater.“

      Was allerdings auf JEDES Land dieser Erde zutrifft, und somit „kracht“ das ganze, globale System zusammen (nicht zuletzt wegen dem globalen Schuldgeldsystem).

      Zum Mauerfall in Deutschland: Die Mauer in den HERZEN der Menschen ist leider noch da, und diese Mauer einzureißen ist viel wichtiger als irgendeine, äußere Mauer zum Fall zu bringen.

      Solange sich Menschen im Herzen als getrennt vom Mitmenschen empfinden, solange nützt keine Revolution, die von Außen kommt, etwas.

      Auch der sogenannte „ägyptische Frühling“, bei dem Menschen für ihre Freiheit kämpfen, war sicherlich motiviert durch den inneren Drang nach Freiheit, aber letztlich reicht die Vertreibung der äußereren Herrscher nicht aus; deshalb ist Ägypten wieder in einer misslichen Lage.

      Wir brauchen INNERE Veränderungen, und für diese trägt jeder selbst die Verantwortung. Den meisten ist noch gar nicht bewußt, welchen Einfluss sie auf ALLES haben, allein durch ihre Gedanken und ihr Bewußt-Sein.

  6. monopoli says :

    Die Mauer im Herzen wird solange existieren, bis die Ossis ihr Land zurück haben. Die sind bestenfalls Bundesbürger zweiter Klasse, Mundlos, ohne Pressefreiheit und völlig ausgeraubt.

    Das Bild der Ossis und die Darstellung der DDR ist nachhaltig völlig negativ verzerrt. Das ist so gewollt, die Wessis sind praktisch zwangsverblödet was den Osten und dessen Gesellschaft betrifft, die überschreien sie eigentlich nur.

    Die Einheit war eine Zwangsehe, Die Ossi-Revolutionäre wurden schlichtweg böse über den Tisch gezogen.Hör dir die Ossis 1989 an, die wollten alle das Land reformieren.

    Inzwischen haben die Ossis eine tiefgreifende Wandlung durchgemacht und wollen ihr Land in einer Form zurück, vor die der Wessi panische Angst hat.
    Mit denen wird das nichts, das wäre die Fortsetzung der Zwangsehe, wo sie wieder die verlierer wären.

    Andererseits wollen aber auch die Wessis Veränderung. Zurück in die Zukunft ist der vernünftigste Weg.

    Dann können sie vielleicht eine Wechselseitige Wirtschaft auf Augenhöhe aufbauen.
    Und ja du hast recht, die meissten Revolutionen gehen schief, aber die Ossis wissen ja jetzt worauf es ankommt. Die werden einen neuen Weg gehen.

    Die Wessis machen vermutlich nur einen Reboot der BRD, die Zinsen abzuschaffen wird nicht reichen. Aber jeder soll mit dem sein Glück versuchen, was er für richtig hält. Man wird sehen was draus wird…
    Der Wessi hat die Einheit Deutschlands an dem Tag verloren, als er beim größten Raub der Geschichte, den Raub an seinem „Einheitsvolk“ nur zugeschaut hat.

    • Andreas Abels says :

      Naja, Du trennst ja jetzt auch ganz schön gewaltig zwischen „Wessis“ und „Ossis“, ich finde das zu pauschal.

      Ich glaube, viele „Ossis“ dachten damals einfach, der Westen ist das „Paradies“, genauso wie viele Afrikaner heute noch denken, Europa ist das Paradies.
      Der Realität sehen die meisten dann halt erst viel später ins Gesicht.

      Letztlich macht die Menschheit generell den Fehler, ständig zu trennen, und alles und jeden einzuteilen in Klassen, Gruppen, Rassen, Berufsstände, Religionen etc…
      Sie wird irgendwann verstehen, dass diese Trennung nicht wirklich real ist…

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