Aufruf vorm Spiegel zu verweilen! – Ein Aufruf von tombloggt

FallmangerInnen, ArbeitsvermitterInnen – KollegInnen!

Einige von Euch werde ich mit meinen Worten nicht erreichen,
zumindest nicht ihre Herzen … (vielleicht aber doch ihren Verstand).
Einigen ist recht vieles egal, einige legen es sich so zurecht, dass
Andere schuld sind, die Kunden, die Gesetze, die Chefs, …
Einigen ist es wichtig, ihre Ruhe zu haben, ein gutes Auskommen,
Versorgung für die Kinder, evtl. sogar noch ein kleiner beruflicher
Aufstieg. Das kann man verstehen.

DOCH VIELEN IST ES NICHT EGAL.

Ich kann Euch hier nur Schlagworte liefern – doch sie sind belegt (s.u.).

• Bei UNGÜNSTIGSTER Rechnung haben wir für JEDE (!) offene Stelle ZWEI verfügbare und topmotivierte ALG II – BezieherInnen. WARUM konzentrieren wir uns auf die Kontrolle und Sanktionierung von (angeblich) Unwilligen?

• Ein ExistenzMINIMUM kann man schon vom Begriff her nicht mehr kürzen. Auf keinen Fall aber um 60% oder 100%. Das ist verfassungswidrig und unmenschlich, in einem reichen Land wie unserem allemal.

• Das handling von Fallzahlen, EGV`s, Maßnahmezuweisungen, Sanktionsquoten, Bewerbungsnachweisen, u.ä. hat schon lange das Urkonzept vollständig verraten und wird immer sinnloser und absurder.

Schon diese wenigen Beispiele reichen völlig aus, finde ich.

Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!

Wir alle wissen, dass es stimmt, was oben beschrieben wird.
Wir alle stehen am Morgen vor dem Badezimmerspiegel.
Verweilt. Schaut Euch in die Augen.
Was kann ICH tun, um das zu geben, was ich ja auch selbst bekommen will?
Was kann ICH tun, um etwas mehr Würde, etwas mehr Gerechtigkeit, etwas mehr
Menschlichkeit zurück zu bringen in die (jobcenter-) Welt?
Vielleicht etwas ganz Großes. Kündigen, Klage einreichen, etwas in dieser Art.
Vielleicht etwas anderes. Im Alltag den MENSCHEN helfen. In Teamgesprächen diskutieren.
In Foren im Internet mitreden. Leserbriefe schreiben. Mit Kollegen reden. Mit den örtlichen
Hartz IV – Gruppen / Beratungsstellen Kontakt aufnehmen. Etwas noch ganz anderes,
kreatives.

Und dann schaut wieder in den Spiegel. Ihr werdet schöner aussehen, stärker und stolzer –
versprochen! Mein Wort darauf.

Unterstützt von / Unterstützend für: Marcel Kallwass, Student an der Hochschule der BA (Bundesanstalt für Arbeit). Blog: https://kritischerkommilitone.wordpress.com/
Norbert Wiersbin, (Dipl.-Päd., Dozent und Ex – Fallmanager)
Blog: http://norbertwiersbin.de/
Inge Hannemann, z.Zt. suspendierte jobcenter – Mitarbeiterin
Blog: http://altonabloggt.wordpress.com/

V.i.S.d.P.: Burkhard Tomm-Bub, M.A., 67063 Ludwigshafen, Mailto: ogma1@t-online.de (Ex – Fallmanager)
BELEGE im Blog „tombbloggt“: http://tombbloggt.blogspot.de/

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31 responses to “Aufruf vorm Spiegel zu verweilen! – Ein Aufruf von tombloggt”

  1. buktombloch says :

    Guten Tag!
    Habe mich bereits mit folgendem Text über facebook und Google plus bedankt (und auch getwittert):

    „Burkhard Tomm-Bub, M.A. (Ex – Fallmanger):

    Einen besonderen Dank für das Rebloggen des Aufrufes an „kritischerkommilitone“, Marcel Kallwass !! Marcel ist Student an der Hochschule der BA und begleitet sein Studium mit Aufmerksamkeit, Fragen und konstruktiver Kritik, die er auch öffentlich zur Diskussion stellt in seinem Blog. Ein idealer Student und mündiger Bürger demnach – ein Vorbild letztlich.
    … die BA sieht es leider nicht ganz so. Nicht die Hochschule, aber „Andere weit oben“ kritisieren das schon länger – und mittlerweile werden gar andere Studenten befragt, ob sie den Blog kennen und wie sie sich denn dazu positionieren …
    Feine Herren …
    Marcel hat sich bereits im VORFELD mit dem „Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!“ solidarisiert und ihn unterstützt. Danke!!
    Hier nun auch bei ihm rebloggt: …
    https://kritischerkommilitone.wordpress.com/2013/09/28/aufruf-vorm-spiegel-zu-verweilen-ein-aufruf-von-tombloggt/

    Hier noch neue Infos zur Aktion:
    …………………………………………

    # tombbloggt (Blog eine Ex – Fallmanagers)
    # Aufruf vorm Spiegel zu verweilen! (Botschaft / Flugblatt für die jobcenter -Kolleg_innen)

    http://tombbloggt.blogspot.de/p/blog-page.html

    Guten Tag.
    Gestern hatte ich meinen Aufruf als „Videobotschaft“ vorgestellt. So manches mal … dürfen … die Mitarbeiter_innen im jobcenter derlei ja auch am Arbeitsplatz genießen. Von den höchsten Chefs, Herrn Alt, bzw. Herrn Weise …
    Wäre übrigens eine witzige Vorstellung, wenn … Aber lassen wir das. Wir sind strikt seriös und legal. Solche anonymen Ideen darf man dann da nun nicht umsetzen.
    Gleichwohl. Über 215 Zugriffe bei youtube, anerkennende Worte und Unterstützung (durch rebloggen) von Ralp Boes, lobende Worte von Prinz Chaos II. und etliche „likes“ und „Gefällt mir“, sowie einige „Teilungen“ innerhalb knapp eines Tages wurden erzielt!
    Sicherlich: im Vergleich zu Kätzchenfotos, „lustigen“ Schadenfreude -Videos und tollen Musik -Clips … ist das nicht arg viel.
    Aber ansonsten: ist es schon ein sehr großer Erfolg! DANKE !! 🙂

    Heute möchte ich das Schwergewicht der Infos mehr auf das Schriftliche und die Dateiformate legen.
    Ziel ist ja letztlich, dass möglichst viele Fallmanager_innen, Arbeitsvermittler_innen, PAP`s, usw. einen dieser „Zettel“ in die Hand bekommen.
    Hier bin ich allein völlig hilflos. Sicher: ich kann am Ort und im Nachbarort eine handvoll in die jobcenter – Briefkästen werfen … viel mehr kann ich aber schon nicht machen.
    Ein Massenversand per Email (es gibt da ja seltsamerweise im Netz oft Telefon- und teils auch Maillisten von diversen jobcentern) ist aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt, soweit ich weiß. Daher kann ich das weder tun, noch dazu raten! Bringt Euch nicht in Schwierigkeiten!
    Ich bin auf EUCH angewiesen. Falsch. Die gute Sache ist auf Euch angewiesen.
    Insbesondere ALG II – Bezieher_innen, in gewissem Maße auch „Mitläufer_innen“, Berater_innen, u.ä. können ausdrucken, aushändigen, per Post schicken, „unter Umschlag“ und mit individueller Adressierung in jc – Briefkästen einwerfen, u.ä.
    Andere können diese Botschaft weiter verbreiten, Teilen, RT, vermailen, usw.

    Nochmals Dank Euch Allen und
    mfG
    Burkhard Tomm – Bub, M.A.
    67063 Ludwigshafen
    – Ex – Fallmanager –

    P.S.:
    Die verschieden Formate gibt es hier (website):
    http://www.omniavincitamor.de/91701.html

    und hier (Blog):

    http://tombbloggt.blogspot.de/p/blog-page.html
    Vorteil im Blog: man kann auch kommentieren! Worüber ich mich freue. 🙂

    Ich liste hier aber auch noch mal alle Direktlinks auf:

    http://www.omniavincitamor.de/media/d16f1eba5721ec2affff80b2fffffff2.doc

    http://www.omniavincitamor.de/media/d16f1eba5721ec2affff80b5fffffff2.odt

    http://www.omniavincitamor.de/media/d16f1eba5721ec2affff80b4fffffff2.pdf

    http://www.omniavincitamor.de/media/d16f1eba5721ec2affff80b6fffffff2.txt

    Und hier noch ein youtube – clip dazu:

    JOBCENTER: Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!

    Oder bei vimeo:

    Die reine Tonspur (ggf. für podcasts, leider nicht perfekt / verbesserbar):
    http://www.omniavincitamor.de/media/7a9e4fb25cb9550fffff8048fffffff2.mp3

    Kleine Updates:
    ………………….

    + Stand der Zugriffe auf den yt – Clip (Sonntag 12 Uhr):
    329
    Vimeo:
    2

    + Rebloggt auch von Inge Hannemann:
    http://altonabloggt.wordpress.com/2013/09/28/aufruf-vorm-spiegel-zu-verweilen/

    + Alternative Tonspur:
    [audio src="http://www.omniavincitamor.de/media/f74d77a55cb950c1ffff804dfffffff0.mp3" /]

    MfG
    BTB

  2. buktombloch says :

    …sorry, der Link zum youtube – Clip ist nur im „Beschreibungstext“ abgebildet -und funzt so natürlich nicht …
    Hier der richtige:

    • Ash-Li says :

      Ich danke DIR! – Du bist wunderbar!
      Ich werde bei nächster Gelegenheit diesen Aufruf persönlich ein paar meiner lieben Ex-Sachbearbeiter beim Jobcenter geben. Glaube, dass die ernstlich darüber nachdenken werden, weil sie noch relativ „offen“ sind.

      Ash-Li
      🙂

  3. buktombloch says :

    Ash-Li :Danke schön!
    MfG
    BTB

  4. buktombloch says :

    Guten Tag!

    Erfreuliche Neuigkeiten! Neben Inge Hannemann, Ralph Boes und Prinz Chaos II, hat nun auch Konstantin Wecker die Aktion, konkret den Clip, ausführlich gewürdigt (auf facebook).

    Ich zitiere:

    KONSTANTIN WECKER schreibt dazu:
    „www.gtvh.de/aufrufzurrevolte

    Liebe Freunde!
    Ich bin stolz und glücklich über dieses Video, das mir vor wenigen Tagen zukam. Ein ehemaliger Fallmanager eines Jobcenters hat es aufgenommen, um seine Kolleginnen und Kollegen zur Mitmenschlichkeit inmitten unmenschlicher Zustände aufzurufen.
    Wie Burkhard Tomm-Bub schreibt, hat ihn der „Aufruf zur Revolte“ zu seinem eigenen Aufruf inspiriert: dem nämlich, in den Spiegel zu sehen, dem eigenen Blick standzuhalten, sich an seinen eigenen Maßstäben zu messen.
    Wenn wir solche Reaktionen auslösen, haben Prinz Chaos II. und ich unser wichtigstes Ziel erreicht. Wie es im Vorwort des (kostenlosen) E-Books heisst:

    „Der Schritt in die Öffentlichkeit ist eine demokratische Notwendigkeit. Die Öffentlichkeit ist das Forum der Demokratie, die Agora, und dort hat jeder das Recht, seine Meinung kundzutun. Wir wären glücklich, wenn es uns gelingen würde, mit dieser kleinen Schrift all denen, die an ihrer eigenen Wirksamkeit zweifeln, zu vermitteln, dass sie wichtig und bedeutend sind. Jede Einzelne, jeder Einzelne. Wir alle.“

    Danke Burkhard! Du hast auch mir Mut gemacht und bewiesen, dass sogar in der schrecklichen Maschinerie der staatlichen Elendsverwaltung in manch einem Herzen die milde Flamme der Mitmenschlichkeit lebt und wirkt und wuchert.

    Dein und Euer
    Konstantin

    http://www.youtube.com/watch?v=rpmOhwPalRs !

    • kritischerkommilitone says :

      Das ist doch genial. Vom Konstantin Wecker habe ich schon einige

      schöne Lieder gehört, wir haben sie auch in Radiosendungen

      abgespielt, weil sie so gut zu unseren Themen gepasst haben.

      Diese Unterstützung gibt uns auf jeden Fall zusätzlichen Wind in unsere

      Segeln gegen den Strom der Unmenschlichkeit!

  5. buktombloch says :

    Erfreuliche Neuigkeiten. Neben Ralph Boes, Inge Hanneman und Prinz Chaos II, hat nun auch Konstantin Wecker die Aktion, konkret den Clip ausführlich gewürdigt!
    Ich zitiere:

    KONSTANTIN WECKER schreibt dazu:
    „www.gtvh.de/aufrufzurrevolte

    Liebe Freunde!
    Ich bin stolz und glücklich über dieses Video, das mir vor wenigen Tagen zukam. Ein ehemaliger Fallmanager eines Jobcenters hat es aufgenommen, um seine Kolleginnen und Kollegen zur Mitmenschlichkeit inmitten unmenschlicher Zustände aufzurufen.
    Wie Burkhard Tomm-Bub schreibt, hat ihn der „Aufruf zur Revolte“ zu seinem eigenen Aufruf inspiriert: dem nämlich, in den Spiegel zu sehen, dem eigenen Blick standzuhalten, sich an seinen eigenen Maßstäben zu messen.
    Wenn wir solche Reaktionen auslösen, haben Prinz Chaos II. und ich unser wichtigstes Ziel erreicht. Wie es im Vorwort des (kostenlosen) E-Books heisst:

    „Der Schritt in die Öffentlichkeit ist eine demokratische Notwendigkeit. Die Öffentlichkeit ist das Forum der Demokratie, die Agora, und dort hat jeder das Recht, seine Meinung kundzutun. Wir wären glücklich, wenn es uns gelingen würde, mit dieser kleinen Schrift all denen, die an ihrer eigenen Wirksamkeit zweifeln, zu vermitteln, dass sie wichtig und bedeutend sind. Jede Einzelne, jeder Einzelne. Wir alle.“

    Danke Burkhard! Du hast auch mir Mut gemacht und bewiesen, dass sogar in der schrecklichen Maschinerie der staatlichen Elendsverwaltung in manch einem Herzen die milde Flamme der Mitmenschlichkeit lebt und wirkt und wuchert.

    Dein und Euer
    Konstantin

    • Ash-Li says :

      Konstantin Wecker ist nicht nur ein toller Sänger, sondern auch ein grossartiger Mensch. Vor ihm habe ich sehr grosse Hochachtung.
      Das hast Du wirklich gut gemacht, lieber Tomm, dass den o.g. Menschen Dein Video in die Finger kam!
      Ach ja – ich habe es gerade vorher an meine Sachbearbeiterin weitergeleitet!

  6. buktombloch says :

    http://kopfmahlen.blogspot.de/2013/10/jobcenter-aufruf-vorm-spiegel-zu.html
    “ #JOBCENTER : Aufruf vorm Spiegel zu verweilen! “ – Zwischenbilanz

    Stand der Aktion „JOBCENTER: Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!“
    – Bilanz nach einer Woche des Bestehens –

    Am 27. September 2013 wurde dieser Aufruf von Burkhard Tomm – Bub, M.A., einem Ex – Fallmanager aus Ludwigshafen am Rhein erstmals veröffentlicht.
    Im Vorfeld hatte bereits der „Kritische Kommilitone“, Marcel Kallwass, seine Solidarität und Unterstützung erklärt.
    https://kritischerkommilitone.wordpress.com/about/
    Dem folgten innerhalb weniger Tage Inge Hannemann, Ralph Boes, Prinz Chaos II und Konstantin Wecker, letzterer mit einer ausführlichen Würdigung auf facebook. Auch stoersender.tv (Stefan Hanitzsch, Dieter Hildebrandt, u.a.) kommentierte den zugehörigen Clip auf youtube anerkennend.
    Viele private Blogs und webseiten von Initiativen übernahmen oder verlinkten den Text.

    Tomm-Bub betreibt seinen eigenen Blog „tombbloggt“ (welcher der Information über die Hartz IV – Problematik und ausdrücklich auch der Unterstützung von Inge Hannemann dient) seit dem 01. August 2013.
    http://tombbloggt.blogspot.de/

    Die Aktion „JOBCENTER: Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!“ wird insbesondere durch einen Videoclip auf youtube, alternativ auf Vimeo betrieben (Volltext dort im Kommentar auch schriftlich).

    Wunsch ist aber, dass möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von jobcentern Kenntnis über den Inhalt erhalten.
    Der Aufruf liegt daher im oben erwähnten Blog in verschiedenen Dateiformaten auch nochmals schriftlich vor (für Faxe, Briefe, eMails, Flugblätter, etc.)
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/blog-page.html

    Die Zugriffszahlen auf den youtube – clip lagen mit Stand 04.10.2013, 16:00 Uhr bei 4335, die bei Vimeo bei 27. Die externen, gezielten Zugriffe auf die spezifische Blog – Unterseite beliefen sich zum selben Zeitpunkt auf 1008.

    Etliche Kundinnen und Kunden der jobcenter, etliche Menschen taten in diversen Foren und Blogs bereits kund den Aufruf an ihre jobcenter gesandt, gefaxt und gemailt zu haben, bzw. diesen demnächst aushändigen zu wollen.

    „Es gibt viele wichtige Themen, die unbedingt mehr in die Öffentlichkeit müssten“, so Tomm-Bub, „darunter die Tatsache, dass fast eine Jede und ein Jeder leicht zum ALG II – Empfänger werden kann – dies geht viel schneller, als man denkt! Die `Kundengruppen` sind hier ganz wesentlich vielschichtiger, als es sich so mancher überhaupt erst vorstellen kann. Ebenso wichtig ist die Aufdeckung der `Keiltreiberei` die hinsichtlich der Niedriglöhner und der ALG II – Bezieher betrieben wird. Es ist schon richtig: da stimmt etwas ganz gewaltig nicht! Allerdings: mit den Löhnen! Nicht mit der Höhe des verfassungswidrig auch noch kürzbarem Existenz – Minimum der als `Hartzler` geschmähten Menschen!“

    Um all` dies geht es vordergründig bei der Aufruf – Aktion zunächst noch nicht. „Es ist ein Aufruf zur Menschlichkeit,“, erklärt Tomm – Bub, „zum offenen oder informellen Widerstand gegen alles, was dieser Menschlichkeit zuwider läuft. Nicht nur an Stichworte wie Würde und Anstand ist hier zu denken. Sehr vieles was im heutigen System geschieht, steht im scharfen Kontrast zu dem was etwa in den ursprünglichen Fallmanagement – Konzepten beabsichtigt und vorgegeben war. Der ursprüngliche Sinn ist völlig verloren gegangen, verkehrte sich in Unlogik und völlig unsachgerechtes Handeln. Das ist auch ökonomisch absolut nicht mehr zu rechtfertigen!“

    Die Aktion wird weiter gehen.
    Schön wäre natürlich eine weiträumige Verbreitung via E-Mail, jedoch scheinen rechtliche Bedenken hier nicht völlig ausgeräumt.
    Burkhard Tomm – Bub besitzt zwar mittlerweile eine Liste, die, insbesondere auf den legalen „Thome – files“ basierend, etwa 1275 jobcenter Adressen umfasst.
    Anhand der nicht geklärten Rechtslage will er diese aber nicht gesondert veröffentlichen oder für eine Massen – Aktion nutzen und empfiehlt dies auch anderen nicht.
    Wer diese Liste allerdings privat erhalten möchte, etwa um „nachzublättern“ ob der eigene Fallmanager / Sachbearbeiter hier schnell zu finden ist, kann diese jedoch einzeln bei ihm anfordern.

    ***

    V.i.S.d.P.: B.Tomm-Bub, 67063 Ludwigshafen, ogma1@t-online.de (Veröffentlicht am 04.10.2013, darf unverändert und vollständig in jeder Form frei weiter verbreitet werden.)

  7. Beobachter says :

    Liebster „Kommilitone“,
    seit den Anfangstagen beobachte ich nun deinen Blog.
    Er belustigt mich immer wieder.
    Es ist erstaunlich, wie du dich in der letzten Zeit entwickelt hast. Am Anfang dachte ich, dass du mit deinem Blog konstruktive Kritik vorbringen möchtest. Aber naja da habe ich mich wohl getäuscht. Jeder Eintrag deinerseits bestätigte meine Vermutung, dass dies wieder nur ein Blog ist, der eine politische Ideologie verfolgt. Sei es rechter Radikalismus, sei es linker Radikalismus (in deinem fall). Eins haben beide Richtungen gemeinsam. Und das ist der Haupttenor. Immer sind es die anderen Schuld.
    Du schadest mit deinem Blog den 10.000enden Mitarbeitern, die zufrieden sind mit Ihrem Job. Du schadest den Studierenden mit deinem Eintrag. Ich freue mich auf den tag, an dem du mit deiner nicht mehr zeitgemäßen Einstellung gegen eine Wand läufst, die nicht zu durchbrechen ist. Wenn wirklich der Kapitalismus an all dem Elend schuld ist. Warum benutzt du einen PC? Warum gehst du bei McDonalds essen, warum trägst du Kleidung von Marken? Viele der Dinge, die du täglich benutzt sind von Unternehmen hergestellt, die Gewinn erzielen. Ich freue mich darauf, wenn du versuchst, all dass abzulegen, was durch Unternehmen produziert wurde, die Gewinn erzielen und dafür Ihre Mitarbeiter, um in deinen Worten zu bleiben, ausnutzen. Wobei dies nur ein kleiner Bruchteil so bezeichnen würde.
    Du hast dir die falsche Zeit, den falschen Beruf und die falsche Ideologie ausgesucht. Schade

    • kritischerkommilitone says :

      Guten Abend lieber Beobachter,

      danke für die ehrliche Kritik an meinen Blog. Ich versuche die einzelnen Punkte aufzugreifen und zu erläutern. Deine Hoffnung war, dass ich konstruktive Kritik niederschreibe. Naja, bevor ich die „perfekte Welt“ aufmale muss ich doch erst beschreiben, was das Problem an den jetzigen Umständen ist.

      Es ist üblich und vernünftig zuerst eine eingehende Analyse zu betreiben, bevor das alternative Konzept erfolgt. Allerdings habe ich meine Einträge nicht nur in einem analytischen Stil verfasst, sondern oftmals mit konkreten Forderungen verbunden.

      Viele der Forderungen sind politischer Natur (Beendigung der Sanktionen, Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn, etc.), manche sind auch auf der Ebene der BA angesiedelt (Ende der Kooperation mit Leiharbeitsfirmen und der Bundeswehr). Anhand von meinen Blogeinträgen hast du erkannt, dass ich mich als Linksextremist betrachte (siehe hierzu ebenfalls die Kampagne auf folgender Seite: http://linksextremistin.wordpress.com/2013/09/05/marcel-kallwass/)

      Ich bin linksextrem, weil ich mich konsequent für die Rechte der Schwächeren einsetze und meine Stimme für sie erhebe. Angesichts des Leids, was durch diese System geschieht ist es mehr denn je notwendig Widerstand zu zeigen. Damit grenze ich mich von der extremen Mitte der Gesellschaft ab, die einfach der Norm entsprechen möchte, nirgendwo anecken möchte und damit das menschenunwürdige System stabilisiert.
      Natürlich bin ich nicht unabhängig von dem System, das ist klar. Das hat aber doch nichts damit zu tun, dass ich die Missstände an den Pranger stelle. Es ist auch nicht so, dass immer alle Anderen Schuld sind. Wir müssen auch unser Handeln kritisch hinterfragen, das gehört dazu.
      Als letztes möchte ich noch auf den Vorwurf eingehen, dass ich mit diesem Blog den Studierenden und Mitarbeiter_Innen der BA schaden würde. Ich frage mich, woran du das festmachen möchtest? Hast du die 10.000e Mitarbeiter_Innen nach ihrer Meinung befragt? Wenn du in der Arbeitsagentur bist, wirst du die Unzufriedenheit mitbekommen. Du wirst sehen, dass die Menschen keine Lust mehr haben, die vorgegebenen Zahlen zu erfüllen, Menschen in Schubladen einzusortieren, etc.

      Nicht umsonst hat sogar der Bezirkspersonalrat von NRW ein Schreiben an die Zentrale der BA geschickt, in dem sie auf den SPIEGEL-Artikel Bezug nehmen. Ich behaupte, dass diese Kritik (ob konstruktiv oder nicht) hilft den Druck gegenüber der BA aufzubauen. Das hat u.a. dazu geführt, dass die Spitze bereits Eingeständnisse in der Personalpolitik gemacht hat. Außerdem ist es auch schädlich für die Mitarbeiter_Innen, wenn sie in dem täglichen Zwiespalt zwischen Vorgaben und Realitäten arbeiten müssen. Ich hoffe, dass ich mit diesem Blog diesen Zwiespalt deutlich zu Tage kommen lasse und allein schon damit eine innere Bewusstseinswandlung erziele.

      Als letztes schließt du mit der Aussage, dass ich die „falsche Zeit, den falschen Beruf und die falsche Ideologie“ ausgesucht hätte. Das Empfinden über richtig und falsch ist natürlich subjektiv, daher möchte ich diese Aussage so stehen lassen.
      Ich möchte mit einem Zitat schließen:

      „Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, dass sie verdient war.“

      Publius Cornelius Tacitus

      liebe Grüße
      Marcel

    • Unbequem says :

      „Du schadest mit deinem Blog den 10.000enden Mitarbeitern, die zufrieden sind mit Ihrem Job.“

      Das scheint das Problem von Dir und den 10.000enden von Mitarbeitern zu sein. Zu begreifen, dass dies eben kein „Job“ wie jeder andere ist.
      Wer diesen Beruf ausübt gelobt das Grundgesetz zu wahren und nicht sein eigenes Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen, oder politisch gewollte Vorgaben zu erfüllen.

      Wer das nicht begreift, zudem noch nicht einmal in der Lage ist ein allgemeinverständliches Gesetzeswerk wie unser Grundgesetz zu lesen und zu verstehen, hat in einem Jobcenter oder einer Bundesagentur für Arbeit genau so nichts verloren, wie in allen anderen staatlichen Institutionen.

      Wehret den Anfängen, ist keine hohle Phrase. Schon einmal haben, zu viele, zulange, weg geschaut, geduldet durch nicht handeln.
      Ethische und moralische Bedenken? Fehlanzeige. Mit der nötigen „Rechtsgrundlage“ und einem „starken Staat“ im Rücken, legitimiere ich jede meiner Handlungen vor mir selbst und anderen.

      • kritischerkommilitone says :

        @Unbequem:

        Das trifft die ganze Thematik auf den Punkt.

        Wir dürfen unseren Kopf nicht ausschalten nur, weil

        es Autoritäten gibt, die uns sagen, was wir zu tun haben

        und was nicht.

        Interessant ist dazu ein Experiment, dass in den USA durchgeführt

        wurde, um herauszufinden, wie dieses Handeln der Masse im deutschen

        Faschismus möglich war. Das Ergebnis war erschreckend. Die meisten

        Menschen haben einer unbekannten Autorität gehorcht und anderen

        Menschen als Strafe Stromschläge bis hin zu einem möglichen Tod gegeben.

        Das sollte uns noch umso mehr achtsam werden lassen, gegenüber jeglichem

        „Befehl“ von oben.

        Wir brauchen mehr Köpfchen, wenn wir Unrecht verhindern wollen.

    • Andreas Abels says :

      Zitat:

      „Du schadest mit deinem Blog den 10.000enden Mitarbeitern, die zufrieden sind mit Ihrem Job.“

      Wenn Du damit die JC-Mitarbeiter meinst, wovon ich mal ausgehe:

      Steht die Zufriedenheit dieser Mitarbeiter im Vordergrund?

      Es geht doch nicht in erster Linie darum, die JC-Mitarbeiter glücklich zu machen, sondern es geht um eine große, soziale Verantwortung dieser Mitarbeiter, eine Verantwortung, die diese Menschen gar nicht tragen sollten, weil sie nur in Abhängigkeiten führen.
      Die Mitarbeiter sind genauso abhängig vom System und damit von dem arbeitslosen Heer wie die Hartz IVler selbst, im Grunde sitzen sie in einem Boot.
      Ich glaube, dass viele HartzIVler UND die meisten JC-Mitarbeiter noch gar nicht verstanden haben, wie abhängig sie durch das System voneinander sind, und dass sie gemeinsam die Macht haben, diese Abhängigkeiten zu lösen.

      Sie sind aber nur dann zu lösen, wenn die einen sich nicht über die anderen erheben und sich als losgelöst voneinander empfinden.

      Wie können denn 10.000ende Mitarbeiter zufrieden sein, wenn Hunderttausende HartzIVler gleichzeitig sanktioniert werden und damit UNTERHALB des Existenzminimums leben müssen?

      Wie können 10.000ende Mitarbeiter zufrieden sein, wenn das Motto lautet: „Hauptsache Arbeit…“ und damit als zumutbar gilt, was Arbeit schafft, und nicht das, was Freude macht?

      Wie können denn 10.000ende Mitarbeiter zufrieden sein, wenn Millionen von Menschen unzufrieden sind?

      Wie kann ein Körper gesund sein, wenn viele ihrer Zellen krank sind?

      • kritischerkommilitone says :

        @Andreas Abels

        Der Zusammenhang ist entscheidend.

        Erwerbslose und Mitarbeiter_Innen von Jobcenter und Co.

        sollten an einem Strang ziehen!

        Das ist das Entscheidende. Wenn die Mitarbeiter_Innen

        sich nicht mehr in der Rolle als Wärter gegenüber

        vermuteten Schmarotzern sehen, sondern sich als Mensch

        auf gleicher Ebene betrachtetn, dann ist ein gemeinsames

        Handeln gegen das Regime aus Zahlen und Sanktionen

        möglich und effektiver.

        Lasst es uns gemeinsam anpacken!

  8. buktombloch says :

    Liebster „Beobachter“.
    Stellen wir zu Anfang einmal einige Dinge fest.
    Herr Kallwas betreibt hier diesen Blog. Ich für meine Person unterstütze ihn. Wir beide sind nicht anonym. Stehen zur dem, was wir sagen. Sie nicht. – Das ist Ihr RECHT, um Weises Willen, selbstverständlich!! Aber Sie könnten es auch anders machen.
    Dann stelle ich eine schon wahrlich erstaunliche Ähnlichkeit in Stil und Wortwahl bei Ihnen fest – zu einer gewissen „Presse – Erklärung“ der BA. Gegen die Kollegin Frau Inge Hannemann. Verblüffend, wie das Universum manchmal so spielt, Herr „Beobachter“, nicht wahr?
    In der Argumentation machen Sie es sich dann recht einfach. Um nicht zu sagen simpel. Sehr simpel.
    Nach dem Anwurf gegen Herrn Kallwass, er sei ein Schädling kommt dann inhaltlich fast nichts mehr.
    Es reduziert sich genau genommen exakt auf ein „Argument“. Wer auch nur einige wenige Produkte von Firmen nutzt oder benutzt, die gewinnorientiert arbeiten (mithin kapitalistisch sind) – der hat sein Recht auf konstruktives Kritisieren verwirkt! Er hat fürderhin und für sein Leben lang zu schweigen, sofern er nicht doch noch irgendwann später, lediglich mit Moosflechten bekleidet und selbst gesammelte Nüsse kauend, erneut vor uns tritt!
    Er hat doch JA gesagt zum Kapitalismus. Ist bestechlich, ein Verräter seiner vorgeblichen Ideale, nicht ernst zu nehmen, lediglich noch zum (Zitat) „belustigen“ eines anonymen Herrn „Beobachters“ tauglich!
    Toll.
    Differenzierungsfähigkeit ist Ihre Sache nicht, so deucht mir äußerst stark.
    Aber jetzt mal im Ernst.
    Man muss nicht Linksradikal sein, noch nicht einmal links, behaupte ich, um die hier im Blog genannten Kritikpunkte absolut zu unterstützen.
    Sie dürfen sich jetzt wieder „belustigen“ – ich gehe soweit zu behaupten, dass selbst ein Angehöriger einer der „großen, christlichen Volksparteien“ hier einer Meinung sein kann! – WENN er es denn mit dem „christlich“ ernst meint.
    Menschen unter das Existenzminimum zu kürzen, oder auf Null – IST weder christlich noch human. Menschen von oben herab und arrogant zu behandeln, die ohnehin in einer Notlage sind – desgleichen! Pazifist zu sein und gegen Krieg Stellung zu nehmen, ist EBENFALLS keine Erfindung der „Linksradikalen“.

    Lernen Sie zu differenzieren. Prüfen Sie, ob mit Ihrer Ethik eigentlich noch alles in Ordnung ist. Lassen Sie persönliche Anwürfe wie „belustigend“ und „Schädling“ beiseite – das ist in einer Diskussion unter Erwachsenen ein Zeichen von Unreife.

    Das wäre mein Rat.

    Gruß
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.
    67063 Ludwigshafen
    Ex – Fallmanager

  9. Unbequem says :

    Eine lobenswerte Initiative der Piratenfraktion in Berlin, die internen Arbeitsanweisungen der JC zu veröffentlichen.

    https://redmine.piratenfraktion-berlin.de/dmsf/arbintfrau?folder_id=499

    Zur bundesweiten Nachahmung empfohlen, nicht nur für Parteien, sondern endlich auch für die Mitarbeiter_innen in den Agenturen und Jobcentern.

    Bisher wurde erschreckend wenig preisgegeben, mal abgesehen von Dingen die sowieso im Netz frei verfügbar sind.

  10. Burkhard Tomm-Bub says :

    … ergänzend noch zu:
    „kritischerkommilitone says : October 8, 2013 at 11:44 am“
    Das war das so genannte Milgram – Experiment:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment
    MfG
    BTB

    • kritischerkommilitone says :

      Danke für den nützlichen Hinweis, vielleicht sollte

      ich mich mit dem Experiment noch einmal näher befassen.

      Das Thema ist unglaublich wichtig und die Konsequenzen

      sehr weitreichend.

      Was, wenn wir tatsächlich den (scheinbaren) Autoritäten

      kritischer begegnen würden? Wenn wir nur nach unserem Gewissen

      handeln würden?

      Dann würde es keine Autoritäten geben. Wir bräuchten keine Autoritäten

      mehr!

      • Andreas Abels says :

        Hi Marcel,

        das ist immer genau mein Anliegen…Menschen sollten endlich wieder nach INNEN gehen und SPÜREN, dass sie selbst eine Autorität sind, unabhängig von Aussehen, Talent, Intellekt, Bildung, Beruf, Familienhintergrund etc…

        Wenn sie nach INNEN gehen, und wieder lernen, dem eigenen Gewissen zu folgen und aufs eigene Bauchgefühl zu achten, dann wird ihnen bewußt, dass sie keine Autoritäten im AUSSEN bräuchten, weil sie selbst-bewußt und selbst-autoritär sind.

        Es geht dabei nicht um Forderungen nach einer „Anarchie“. Leben läßt sich auch ohne autoritäres Gehabe durch „Führungspersonen“ organsieren, dank Internet und damit einer globalen Vernetzung leichter denn je.

        Solange Menschen aber nicht an sich SELBST glauben, lassen sie sich von anderen führen, und sind dadurch leicht manipulierbar und steuerbar.

        Darum spreche ich von einem „Bewußtseinswandel“, dieser ist auch im Gange.

  11. Burkhard Tomm-Bub says :

    Guten Tag. Gern geschehen. Gehört ja zu meinen Kernkompetenzen, sowas.
    Auch das eigene Gewissen formt sich allerdings ja zum Teil aus, anhand von Autoritäten (Erziehung, Enkulturation, Sozialisation) …
    Interessant übrigens auch die Experimente von Sherif und Co.:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppendruck
    Eine Zusammenschau aus pädagogischen, psychologischen und mikrosoziologisch / sozialpsychologischen Forschungsfeldern ermöglich eine Menge an Erkenntnissen, z.B. auch in Hinsicht auf In-group und out-group – Phänomene, etc.
    MfG
    BTB

    • Unbequem says :

      Sehr komplexe Themenstränge und allesamt dazu geeignet Menschen gezielt zu manipulieren.
      Was ich nicht verstehe Burkhard, was hat Dich über all die Jahre in deinem Betätigungsfeld so sicher gemacht, dass mit diesem „Wissen“ kein Schindluder getrieben wird.
      (Es wäre ja nicht das erste mal, einen Feldversuch haben wir Deutschen ja schon durchlaufen.)

      Ich frage deshalb, da Du – so wie ich es verstanden habe – erst so vehement in die Öffentlichkeit getreten bist, nachdem Du selbst ein Opfer deines eigenen Apparates wurdest.

      War es Naivität, Betriebsblindheit, oder hast Du einfach nicht „die Zeichen der Zeit“ erkannt?

  12. Burkhard Tomm-Bub says :

    Guten Tag, Herr „Unbequem“.

    Das ließe sich alles leicht aus meinem Blog erschließen. Interessant ist, dass bei dieser Frage, die mir meist mehr, gelegentlich auch weniger aggressiv gestellt wird, dass man ausschließlich negative Persönlichkeitseigenschaften als Auswahlantworten zulässt.
    Dem möchte ich mich aber nicht beugen und statt dessen die zutreffenden Antworten geben.
    Fangen wir von vorne an.
    Zunächst heißt es:
    „Ich frage deshalb, da Du – so wie ich es verstanden habe – erst so vehement in die Öffentlichkeit getreten bist, nachdem Du selbst ein Opfer deines eigenen Apparates wurdest.“
    Das ist falsch.
    Wie man zum Beispiel anhand meines Lebenslaufes, oder auch anhand meines youtube – Kanals ersehen kann, war ich mein Lebtag lang ein sozial engagierter, antifaschistisch orientierter und gesellschaftskritisch tätiger Mensch.
    Ich habe vor Jahrzehnten eine Arbeitslosen – Initiative in Marl mitgegründet und vieles andere.
    Schon in den ersten Jahren des jobcenters haben zwei andere Mitarbeiter und ich eine interne Petition initiiert. Wer hier Zusammenhänge zu späteren Ereignissen ziehen mag …
    Behaupten darf ich diese nicht, da ich sie nicht beweisen könnte.
    Auch vor meinem eigenen Blog habe ich mich kritisch in Posts anderer auf fb, G+ usw. geäußert.
    Letzter Anstoß für einen eigenen Blog und später diese Aktion hier, war die unsägliche „Pressse – Erklärung“ der BA gegen Frau Hannemann. Meine Verdrängung aus dem jobcenter lag da schon einige Zeit zurück.

    Doch ich muß wieder weiter zurück greifen.
    Das was sich heute in den jobcentern abspielt, hat zu sehr großen Teilen NICHTS mehr mit dem zu tun, was uns als Ausgangspunkte, Grundlagen und Konzepte unserer Arbeit Anfang 2005 verbindlich genannt wurde.
    Ich verweise zum Beleg hier insbesondere auf zwei Quellen:
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/das-fachkonzept-fallmanagement-bfm-2005.html
    und

    Ich kann aus intensiver persönlicher Erfahrung absolut bestätigen, dass uns DERLEI seinerzeit nachdrücklich suggeriert wurde.

    Ich bin also weder naiv, noch blind, noch zu dumm.
    Sage ich mal.

    Es gab ein vorsichtiges Vertrauen in die gemachten Zusagen. Es gab die Hoffnung auf Besserung – insbesondere durch eigene konstruktive Kritik und entsprechende Aktionen. Es gab die Hoffnung, Gewerkschaften und Betriebsräte würden aktiver werden.

    Das mag man naiv nennen, wenn es einem so beliebt.
    Hinterher ist man immer schlauer und der, dem derlei noch niemals passiert ist – der werfe den ersten Stein!

    Gruß
    Burkhard Tomm-Bub

    • Andreas Abels says :

      Hi Burkhard,

      in ihrem Blog nennst Du diese Quelle: http://www.yumpu.com/de/document/view/12804975/fachkonzept-beschaftigungsorientiertes-fallmanagement-bag-shi

      Darin steht unter anderem auch, was alles zu Sanktionen führt beim „Kunden“.
      Wie hast Du denn diesen wesentlichen Teilaspekt von ALG II damals aufgenommen bzw. wie hast Du damals darüber gedacht? Damals konnte man z.b. schon sanktioniert werden, wenn man die EGV nicht unterschrieben hat; das ist heute wohl nicht mehr möglich.

      Verstehe Unbequem und auch mich bitte nicht falsch, aber wenn wir schon mal die Möglichkeit haben, mit einem EX-FM sprechen zu können, dann interessiert uns zumindest die Sichtweise aus dem Blickwinkel von 2005 und später.

      Mir persönlich geht es KEINSTER Weise um Anklage oder ähnliches, sondern immer nur um das Verstehen von Hintergründen und Denkweisen anderer.

      Dass ihr Fallmanager im Jahre 2005 nicht die ganze Tragweite des SGB II absehen konntet, ist nur allzu menschlich, entscheidend ist vielmehr, wie ihr das Ganze JETZT seht.
      Und Deine Aktivitäten im JETZT finde ich sehr gut und wichtig. Also bitte fühle Dich bei solchen Fragen wie oben nicht persönlich angegriffen.

  13. Burkhard Tomm-Bub says :

    Guten Tag Andreas Abels,

    Dank für die klärenden Worte, die ich so gut akzeptieren kann. Du kannst aber nur für Dich sprechen, denke ich.
    Herr oder Frau „Unbequem“ sieht das möglicherweise anders.
    Mit den Empfindungen ist das so eine Sache.
    Machen wir mal ein Beispiel.
    Herr oder Frau Unbequem frug mich:
    „War es Naivität, Betriebsblindheit, oder hast Du einfach nicht „die Zeichen der Zeit“ erkannt?“
    Das ist in etwas so, als wenn der Folterknecht fragt: „Lieber die Peitsche oder die Daumenschrauben?“
    Naiv, blind oder dumm. Mehr hatte ich nicht zur Auswahl. …

    Aber zum inhaltlichen. Uns wurde damals klar gesagt, diese ganzen Sanktionssachen seien nur ungern, unwillig und nur aufgrund des Druckes der Politik mit aufgenommen worden.
    Das steht noch völlig klar vor meinen Augen. Im Sozialamt (wo ich als Sozialfachkraft tätig war) kamen Fachbereichsleiter und Chefin ins Team und haben uns das genauso erklärt. Zwei Mal. Ende 2004.
    Sanktion als „letztes pädagogisches Mittel“, usw. Den Text hier hast Du, hoffe ich, auch gelesen:
    „Erfolgskritisch zu bewerten sind Verfahrensweisen wie
    • „Verschiebebahnhöfe“ zu anderen Sozialleistungsträgern oder
    • Leistungsausschluss durch Maximierung von Leistungskürzungen, die als Erfolgsgrößen markiert werden.
    S.36“
    Auch das war angeblich klar.
    Beide wechselten übrigens mit ins jobcenter. Der FB ging nach einigen Monaten. Die Geschäftsführerin blieb bis zu meiner Erkrankung, danach war sie im vorzeitigen Ruhestand.
    Solche Dinge sind ja oft auch ein wenig personenabhängig.
    Die besagte Frau H. hatte z.B. ein Zitat von mir übernommen, welches sie auch immer mal brachte:
    „Wie der Herr Tomm-Bub mal sehr richtig sagte: Nicht Wollen schließt Nicht – Können NICHT aus!“
    Das Bewußstsein hierfür ist heute vielen verloren gegangen, scheint mir. Und unbewußt wird dann das jobcenter als „moralische Anstalt“ geführt. Was es nicht ist!
    Ein anderer Satz von ihr war: „Lasst doch das mit den vielen Sanktionen, Kollegen! – Die kommen doch alle WIEDER, diese Menschen!“
    Ihr war noch klar, dass es unterhalb der Sozialhilfe (später ALG II) NICHTS mehr gibt …!
    Solche Dinge, ein anfängliches, vorsichtiges Vertrauen, eine Hoffnung auf die eigene Kraft zur Veränderung und auf Gewerkschaften und Betriebsräte hielten uns etliche Zeit bei der Stange.
    Dann begannen langsam Fluchtbewegungen und einige wurden auch krank, etc.
    Das Vertrauen war unberechtigt, die Hoffnungen wurden enttäuscht.
    Viele resignierten, die Neuen waren z.T. fachfremd, mit Zeitverträgen (auch in Kette), „vorerst Teilzeit“, Berufsanfänger, ein paar wurden auch mit guten Beurteilungen und möglichen Aufstiegen geködert.
    Soweit der Stand der Dinge.

    Nun muss es weiter gehen.

    MfG
    Burkhard Tomm-Bub

    • Andreas Abels says :

      Hi Burkhard,

      danke für diese Hintergründe aus diesen Zeiten, den Anfängen von HartzIV bzw. sogar davor…

      Zitat: „War es Naivität, Betriebsblindheit, oder hast Du einfach nicht „die Zeichen der Zeit“ erkannt?”
      Das ist in etwas so, als wenn der Folterknecht fragt: “Lieber die Peitsche oder die Daumenschrauben?”
      Naiv, blind oder dumm. Mehr hatte ich nicht zur Auswahl. … “

      War aber von „Unbequem“ nicht so gemeint, denke ich, denn von „dumm“ sprach er ja nicht… ich diskutiere schon seit Monaten mit ihm hier im Blog, und das eigentlich immer auf Augenhöhe und respektvoll. 🙂

      Mit „nicht ´die Zeichen der Zeit´ erkannt” kann man evtl. genau die Situation beschreiben, in denen ihr damals stecktet…man machte Euch Hoffnungen, ihr hattet Vertrauen, ihr dachtet an Veränderungen…
      Auch eine gewisse „Betriebsblindheit“ könnte eine Rolle spielen, auch das kennt fast jeder Arbeitnehmer, wenn er sich auf irgendeine Art mit dem Job oder/und Unternehmen oder/und Ideen identifizieren kann.

      All das ist nicht verwerflich, Dein soziales Engagement wird dadurch nicht in Frage gestellt, ich sehe es jedenfalls nicht so, denn schließlich war dieses Engagement immer Dein Antrieb für die Arbeit, genauso wie heute.

      Ich habe auch hier im Blog schon oft erzählt, dass ich meistens sehr menschliche FM erlebt habe.
      Aber auch diese Menschen sind oft „betriebsblind“ oder glauben einfach immer noch an die Idee der HILFE für die Arbeitslosen durch das SGB II, und verdrängen dabei die Ideologie DAHINTER.

      Damals, also 2005, war das System sicherlich noch schwieriger zu durchschauen als heutzutage.

  14. Burkhard Tomm-Bub says :

    Guten Tag Andreas Abels.
    Gut ich nehme das mal so an. Sollte „Unbequem“ Einwände haben, wird er sich melden, denke ich.
    Tatsächlich war und ist die Situation ja nicht einfach, auch für die, die „fester im Sattel sitzen“. Wir hatten damals fast alle einer „Abordnung“ zugestimmt. Wenn man dann nach ein, zwei Jahren langsam merkt, das alles statt besser schlimmer wird … „einfach so“ konnte man schlecht zurück kehren. Die Stellen, die man vorher hatte, waren ja weggefallen. Und ein Rückkehrwunsch war auch nicht wirklich willkommen.
    Ab und an gelang es jemanden. Jüngere trauten sich auch, externe Bewerbungen zu schreiben, für andere Kommunen oder an die Wohlfahrtsverbände.
    Ob und welche Ideologie hinter dem Ganzen steckt … nun ja, eine kapitalistische Attitüde, das mit Sicherheit.
    Dazu hatte ich ja einmal etwas unter der Überschrift „Zeitarbeit“ geschrieben.
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/zeitarbeit-artikel.html
    Mit weiter gehenden Spekulationen halte ich mich zurück.
    An der VT – Schublade habe ich kein Interesse. Obwohl es sicher immer mal Gerüchte gibt.
    Insgesamt ist das, was in der Praxis „ankommt“ an realer Umsetzung des SGBII für mich ein riesiges Konglomerat an extremer, praxisfernster Theorielastigkeit, an destruktiv – nerdiger EDV – Systematik, an der schon von Watzlawick untersuchten, zerstörerischen „Mehr – desselben“ – Taktik, an einem absolut mechanistischem Menschenbild, an völlig irregeleiteten Anreizstrukturen für die Führungskräfte, sowie eines desaströsen Personalmanagements, das wirklich, wirklich jeder Beschreibung absolut spottet! Hinzu kommt eine starke – allerdings meistenteils unterbewusste – moralinsaure Attitüde von wahrlich nicht geringer Durchschlagskraft. Diese wird sich nicht eingestanden – aber knallhart ausgelebt.
    Hinter so etwas kaputtem braucht eigentlich gar keine besondere und negative Ideologie mehr stehen. Das ist die ganze Sache einfach mit Karacho vor die Wand gefahren, das ist meine Meinung.
    MfG
    BTB

  15. Unbequem says :

    Wie ich sehe ist Andreas in die Rolle des Vermittlers geschlüpft, danke dafür. 🙂

    Burkhard, um ständigen Wiederholungen vorzubeugen… ich stelle weder Deine Intelligenz, noch Dein soziales Engagement in Abrede.

    Wenn ich richtig erinnere, war ich es, der hier als erster auf Deinen Blog verlinkt hat.
    Natürlich habe ich einige – nicht alle – Deiner Beiträge gelesen. Von einem Ex-Fallmanager würde ich mir wünschen, dass er die Souveränität die in seinen Beiträgen rüber kommt, auch in persönlichen Diskussionen beibehalten könnte.

    Anhand unserem kleinen Geplänkel hier, zeigt sich doch eindrucksvoll was mich als „Kunde“ erwarten würde, wenn ich auf einen weniger persönlich gefestigten Fallmanager treffen würde.

    Ich habe einmal kurz in das „Fachkonzept Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement…“ aus 2005 rein gelesen, bis Seite elf.

    Vermutlich liegt es an meiner externen Sichtweise, aber mir haben diese elf Seiten gereicht um zu erkennen, dass damit keine gute Sache ins Leben gerufen wird.
    Wenn man dann noch bedenkt, welche Berufssparten dazumals für die Argen rekrutiert wurden, musste einem doch eigentlich das kalte Grausen überkommen.

    Selbstreinigende Kräfte, bei diesem Konzept? Woher und von wem sollten die denn kommen, wenn man alle neuen Mitarbeiter gleich auf Linie trimmt.
    Interessant ist auch die Hoffnung auf Betriebsräte und Gewerkschaften zu legen, die schon vor 2005 nur noch Papiertiger waren.

    Bisher wenig überzeugend, bis auf Dein Fazit Burkhard: Die Sache ist mit Karacho an die Wand gefahren. An die „Sache“ magst Du eine Zeitlang geglaubt haben, daran das sich das ganze unheilvoll verselbständigt hat, mag ich nicht glauben… ganz ohne Verschwörungstheorien bemühen zu wollen.

  16. buktombloch says :

    Guten Tag Herr Unbequem.
    Ihre Interpretationen halte ich für äußerst weitreichend, Ihr Selbstbewußtsein für exorbitant hoch. Zudem gehen Sie zum Teil von falschen Voraussetzungen aus. Für keine Ihrer Behauptungen finde ich einen Link oder sonstigen Beleg.

    Doch fangen wir von vorn an.

    Wenn ich irgendeine Dankesschuld abzutragen habe, werde ich das tun. Allerdings war ich der Meinung hier im Blog von Herrn Kallwass zu sein. Weiterhin sehe ich eine Verlinken meines Blogs nicht unbedingt als eine Dienstleistung für MICH – sondern für die Sache.

    Zitat:
    „Von einem Ex-Fallmanager würde ich mir wünschen, dass er die Souveränität die in seinen Beiträgen rüber kommt, auch in persönlichen Diskussionen beibehalten könnte.“
    Das sind zwei völlig verschiedene Dinge, m.E. Weiterhin muss man es wohl nicht unbedingt als unsouverän ansehen, wenn Betroffenheit und Emotionen geäußert werden. Ich könnte mich weiters nicht erinnern, jemanden persönlich angegriffen oder beleidigt zu haben.

    Zitat:
    „Anhand unserem kleinen Geplänkel hier, zeigt sich doch eindrucksvoll was mich als „Kunde“ erwarten würde, wenn ich auf einen weniger persönlich gefestigten Fallmanager treffen würde.“
    Das halte ich in schier unfassbarem Maße für überinterpretiert.
    Ich kenne recht junge Fallmanagerinnen, die sich dann auch später weg bewarben, mutiger waren und auch sein konnten in dieser Hinsicht.
    Ich BIN ein sensibler Mensch. Mir schlagen persönliche Dinge auf die Atmung und auf den Magen. Das ist in Ordnung so, ich akzeptiere mich selbst da völlig.
    Beruflich ist das etwas ganz anderes. Da habe ich ggf. ein anderes Anspruchsniveau und meine Professionalität auf die zu stützen mir gut gelingt. Privat und unter Intellektuellen erwarte ich aber anderes. Und reagiere auch anders.
    Was mich betrifft, bin ich vielleicht anhand gewisser Dinge gefestigt. Allerdings hat mein Nervenkostüm einiges hinter sich. 16 Monate Krebsbehandlung, danach unerwartet und ohne Pause 5 Monate „bossing“. Dann seltsame „Unterbringungsversuche“ beruflich, etc. Von anderen Problemen, die viele Menschen haben, bleibe ich anhand dessen auch keineswegs automatisch verschont, das kann ich Ihnen sagen.
    Sie haben ähnliches erlebt und bleiben trotzdem ganz cool? Glückwunsch!

    Zitat:
    „Ich habe einmal kurz in das „Fachkonzept Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement…“ aus 2005 rein gelesen, bis Seite elf.
    Vermutlich liegt es an meiner externen Sichtweise, aber mir haben diese elf Seiten gereicht um zu erkennen, dass damit keine gute Sache ins Leben gerufen wird.
    Wenn man dann noch bedenkt, welche Berufssparten dazumals für die Argen rekrutiert wurden, musste einem doch eigentlich das kalte Grausen überkommen.“

    Nun ja, Seite 11 …
    Ja es gibt extreme Sichtweisen. Z.B. bei der KPD/ML, u.ä. Ob Sie sich da irgendwo zuordnen, weiß ich nicht.
    Ich selbst gehöre keiner Kirche, Sekte oder Partei an.
    Sie belegen Ihre Eindrücke in keiner Weise – behaupten aber klipp und klar, SIE wären schlauer gewesen.
    Nun gut. Mein IQ liegt nur bei 127. Es gibt höhere.
    Belege, Zitate, Anhaltspunkte wären trotzdem nett.
    Hinterher und als Außenstehender ist man immer schlauer. Schön, wenn Sie sich noch nie verschätzt haben, bei mittelfristigen und langfristigen Vorauseinschätzungen.
    Noch besser für Sie, wenn Sie noch nie in Hoffnungen und hinsichtlich Vertrauen enttäuscht wurden. Sie müssen ein sehr glücklicher Mensch sein.

    Welche Berufssparten eingesetzt wurden – war anfangs gar nicht klar. Ok, der erste Schock, dass auch die ehemaligen LSB vom Sozialamt FM werden. Selbst diese Info wurde erst spät klar und von Schulungen war die Rede. Außerdem gingen wir ja davon aus, dass das uns vorgestellte Konzept (das Sie eben vom Tisch wischten) ja verbindlich sei – auch für diese Verwaltungsmenschen.
    Btw. – es waren zwei von denen – und ich aus der sozialen Ecke, die die interne kritische Petition initiierten …
    Einer war dann auch bald nicht mehr dort, der andere über ein Jahr unter „Vollkontrolle“. Was sehr demütigend ist.

    Zitat:
    „Selbstreinigende Kräfte, bei diesem Konzept? Woher und von wem sollten die denn kommen, wenn man alle neuen Mitarbeiter gleich auf Linie trimmt.“
    Für mich rätselhafte Sätze. Ich weiß nicht, was sie bedeuten sollen. Zumal der erste. Wer sprach wann, wo, von sowas?

    Zitat:
    „Interessant ist auch die Hoffnung auf Betriebsräte und Gewerkschaften zu legen, die schon vor 2005 nur noch Papiertiger waren.“
    Ja, nett Ihr maliziöses „interessant“. „Papiertiger“ – kenne ich aus der Mao – Bibel …
    Auch hier wieder kein Beleg.
    Zur Realität:
    Es hat Jahre gedauert, bis klar war, dass eigene Betriebsräte gewählt werden können und müssen, diese zu wählen, abzuwarten und DANN zu realisieren, dass die entweder auch nicht können oder wollen.
    Klar, Sie hätten`s gleich gewusst, schon klar.

    Ich bin wenig überzeugend.
    Nun gut, vielleicht lüge ich ja.
    Oder dann doch lieber: vielleicht bin ich halt dumm.

    Sie wirken auf mich auch nicht überzeugend.
    Sie wirken auf mich wie jemand, der sich gern über andere erhebt und der sehr gern heraus stellt um wie viel mehr er doch mit Weitsicht und Klugheit gesegnet ist.
    Aus der Anonymität heraus lässt sich das ja auch alles gut machen.

    Und: beteuern Sie doch bitte nicht andauernd, Sie wollten mich nicht angreifen.
    Wenn das so wäre, würden Sie es einfach nicht tun. Sie tun es aber.

    Gruß
    B. Tomm-Bub

    • Unbequem says :

      Uns unterscheidet etwas grundlegendes Burkhard… unsere Anschauungen.

      Sie werfen mir vor, ich würde mich gerne über andere erheben und mit Weitsicht und Klugheit prahlen. Nun, diese und andere Vorwürfe sind mir nicht neu. Sie kommen meist von Leuten die sich im und am System aufgerieben haben, aber immer noch nicht die Hoffnung ganz aufgegeben haben, dass ihre Mühen belohnt und ihr Traum von einem guten und humanen Kapitalismus in Erfüllung geht.
      Plopp… Seifenblase geplatzt, Burkhard.

      Sie sehen, ich muss meinen IQ von 134 gar nicht groß bemühen, um in Weitsicht zu punkten. Kapitalismus ist zwar eine hocheffiziente aber doch ziemlich einfache und zudem dämliche Veranstaltung, massenkompatibel eben. 😉

      Inhaltlich bestätigen Sie größtenteils meine (weitsichtigen) „Vorwürfe“ an den Ex-Fallmanager Burkhard und seine Kollegen_Innen und an ein inhumanes Instrumentarium, mithin kann ich mir Belege für Tatsachen die nunmehr in 2013 für jeden klar ersichtlich sind ersparen.

      Ihren erneuten Vorwurf ich würde aus der Anonymität heraus agieren, finde ich mehr als lächerlich. Bin ich nicht ich, lasse ich etwa schreiben? Nun, ich bin ich und Sie stellen gerne Ihre Vita ins Internet, oder präsentieren sich auf andere Weise. Es sei Ihnen gegönnt.

      Wer von uns beiden am Ende nun glaubwürdiger ist, entscheidet sich weder auf Facebook, Youtube, oder sonst wo Burkhard. Ich könnte nun wieder meine Weitsicht bemühen… aber lassen wir das. 😉

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