Aus gegebenem Anlass…

Wie ich erfahren habe, wurden einzelne Studierende von Vorgesetzten in den Arbeitsämtern auf meinen Blog angesprochen. Sie sollten sich zu meiner Meinung positionieren und sich dafür rechtfertigen. Das war für die Betroffenen eine Situation, die sehr negativ empfunden wurde. Zu recht! Denn warum sollten sie sich für etwas rechtfertigen müssen, woran sie selber gar nicht beteiligt sind?

Schließlich stellt dieser Blog meine persönliche Meinung dar, ich spreche nicht als Stellvertreter der Studierenden der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA). Daher wehre ich mich entschieden dagegen, dass einzelne Studierende sich gegenüber Vorgesetzten zu meinem Blog positionieren müssen!

Wenn aufgrund des Inhalts meines Blogs Klärungsbedarf oder gar Fragen entstehen, bitte ich um die direkte Kontaktaufnahme mit mir. Ich bin unter folgender E-Mail-Adresse erreichbar:

marcelkallwass@t-online.de

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13 responses to “Aus gegebenem Anlass…”

  1. Andreas Abels says :

    Hi Marcel 🙂

    Ein starkes Stück, dass sich Deine Kommilitonen für das Lesen(?) Deines Blogs rechtfertigen sollen…

    Also, das erinnert doch nun wirklich stark an die Nazi- und Stasi-Zeit, das sind diktatorische Unterdrücker- und Einschüchterungs-Methoden.

    Ich bin aber froh darum, dass Du auch weiterhin zu Dir, Deinen Meinungen und Deinem Blog stehst, lass Dich nicht einschüchtern.

    Lieben Aufmunterungsgruß ;.),
    Andy.

    • kritischerkommilitone says :

      Hey Andy,

      danke für die Aufmunterung 🙂

      Mich hat diese Vorgehensweise auch stark an die Sippenhaft

      der Faschisten erinnert. Aber per Definition passt es nicht genau.

      Die Idee ist allerdings erschreckend ähnlich und hat diesen Blogeintrag

      umso mehr nötig gemacht.

      lg

      Marcel

  2. Unbequem says :

    Mit diesem Text habe ich Marcels Beitrag auf Fraztenbuch verlinkt:

    „Unglaublich! Die Hochschule der BA stellt das Grundgesetz zur Disposition.

    Offenbar ist der Bundesanstalt für Arbeit das durchsetzen politischer Interessen und Positionen wichtiger, als ihre Kommilitonen auf den Grundprinzipien unserer Verfassung aufbauend, zu unterrichten.“

    • Ash-Li says :

      Zitat: “Unglaublich! Die Hochschule der BA stellt das Grundgesetz zur Disposition.“

      …das würden sie aber nie zugegeben. Und diese Unehrlichkeit finde ich furchtbar.

    • kritischerkommilitone says :

      Danke für die Verlinkung:)

      Nur eine kleine Korrektur:

      Die Hochschule hält sich in meiner Angelegenheit heraus, bzw.

      verhält sich neutral.

      Problematisch ist das Verhalten der Zentrale vom Arbeitsamt und einzelner

      Führungskräfte in den Arbeitsämtern.

  3. buktombloch says :

    Guten Tag Marcel Kallwas.
    Schon länger wollte ich Dich beglückwünschen zu Deinem aufrechten Gang, Deinem kritischen Mitdenken, Deiner Offenheit und Diskussionsbereitschaft.
    Sollten derlei Praktiken weiter um sich greifen, versichere ich Dir hiermit meine volle Solidarität. Gern werde ich in meinen Netzen (und ich bin da nicht schlecht aufgestellt) bekannt machen, was da so „läuft“!
    Bravo! Mach weiter so!
    MfG
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.
    – Ex – Fallmanager –

  4. uwe werner says :

    Das ist pure Angst und Einschüchterung. Das war doch alles schon mal !
    Hoffe Deine Kommillitonen haben genug Schneid sich derartiger Einmischungen zu wehren. Viel Glück weiterhin.

  5. Marco Patriarca says :

    Du sollst wissen, dass du nicht allein bist. Öffentlichkeit kann helfen (das wird dir nicht neu sein 😉 ).
    Viele beobachten deinen Blog, u.a. eben auch ich. Zwar ist meine Reichweite begrenzt, aber als Referent für Politische Bildung der viertgrößten Fachhochschule Deutschlands dürfte ich doch den ein oder anderen erreichen können. Das nur, um dir ein wenig den Rücken zu stärken.
    Mit bestem Gruß und weiterhin viel Mut und Erfolg!

    • Andreas Abels says :

      Hallo Marco,

      das ist interessant und finde ich gut. Kannst Du als Referent denn auch derart kritisch sein und Dich äußern?

      Wie reagiert ein Hochschuldirektor, wenn Du Zustände der ARGE und des Hartz IV-System kritisierst, und wie reagieren die Studenten? Vermutlich unterschiedlich…

      Grüße,
      Andy.

  6. Inge Hannemann says :

    Diese Reaktion zeigt die Angst der Bundesagentur für Arbeit. Es könnte ja sein, dass in den „Amtsstuben“ eine Revolte ausbricht. Eine Überprüfung der Gesinnung – ist mir nur irgendwie aus dem Sektenbereich bekannt. Beobachtet man unter welchen Voraussetzungen, Charaktereigenschaften oder Lebenslauf (Bundeswehr) man in die Führung aufsteigen darf, ist dieses Verhalten leider nicht weiter überraschend. Schaut man noch tiefer, lässt sich alleine anhand der Körpersprache feststellen, dass es oftmals sehr unsichere Menschen sind, die dort „führen“ dürfen.
    Bei der Fußballsendung „Doppelpass“ gibt es das sog. Phrasenschwein. Immer wenn ein Talkgast eine Phrase schmettert, muss er 3 Euro in das Schwein werfen. Wäre mal etwas Kreativität in den Führungsetagen und dieses Geld muss dann den sanktionierten Menschen in den Jobcentern und Agenturen für Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Könnte durchaus eine beachtliche Summe werden.

    • Unbequem says :

      Die Bundesagentur für Arbeit ist strukturiert wie jedes andere Unternehmen auch. Natürlich empfehlen sich nur solche Mitarbeiter für Führungspositionen, die sich der „Ideologie“ des Unternehmens verpflichtet fühlen.
      Wenn ich zudem noch die Möglichkeit habe, mir die zukünftigen Führungskader an hauseigenen Akademien heran zu züchten… um so besser.

      Etwas anderes anzunehmen ist doch wie blauäugig durch eine Rosa-Rote Brille zu schauen.
      Auf dem Label Bundesagentur für Arbeit steht nur noch staatlich drauf, im inneren ist sie zerfressen vom neoliberalen Ungeist unserer Zeit.

      „Schaut man noch tiefer, lässt sich alleine anhand der Körpersprache feststellen, dass es oftmals sehr unsichere Menschen sind, die dort “führen” dürfen.“

      Auch nicht neu, Frau Hannemann. Mir würden sofort Parallelen dazu einfallen, aber das darf man ja 68 Jahre nach dem Zerfall des „Tausendjährigen Reich“ immer noch nicht offen aussprechen.

      Aber auch ohne diesen Bezug ist es, bei „Unternehmen“ dieser Größenordnung und dieser ideologischen Ausrichtung zwingend, dass sie „Führungspositionen“ nur mit ausgesucht loyalen Mitarbeitern besetzen. Kompetenzen, womöglich noch soziale Intelligenz, die die Mitarbeiter befähigen das ganze System in Frage zu stellen… ja bitte, wer erwartet das denn noch bei einer „Bundesbehörde“ und deren Filialen, den Jobcentern.

      „Wäre mal etwas Kreativität in den Führungsetagen und dieses Geld muss dann den sanktionierten Menschen in den Jobcentern und Agenturen für Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Könnte durchaus eine beachtliche Summe werden.“

      Für diesen Satz würde ich – wäre er von mir – fünf Euro ins Schweinder’l geben. 😉

      Eine Erneuerung von Innen heraus scheitert schon alleine an der eigenen Unfähigkeit überhaupt noch sozialstaatlich denken zu können. Zu lange wurden die falschen „Parameter“ in die Köpfe gepflanzt.

      Abgeschafft gehört dieses staatsfeindliche Konstrukt Bundesagentur für Arbeit und all seine Ableger.

      Da dies in absehbarer Zeit nicht geschehen wird, wäre mir ein Gedanke an eine Public-Private Partnership-lichen Lösung gar nicht mal unangenehm.

      Damit wäre ein katastrophales Scheitern schneller und sicherer – wenn auch zugegeben, kurzfristig schmerzlicher für die Betroffenen – erreicht und die Menschen könnten endlich das tun, was sie schon vor langer Zeit hätten tun sollen… auf die Straße gehen.

      An unseren ang. ärmeren europäischen Nachbarn – die wir nicht zuletzt auch mithilfe unseres SGB II und SGB III erst soweit gebracht haben – dürfen wir uns gerne ein Beispiel nehmen, was Solidarität und Miteinander anbelangt.

  7. kosovo says :

    Es ist immer wieder auffallend, wie sich Frau Hannemann schützend vor Ihre Kollegen stellt.Weder wird begriffen, dass diese Personen als Schreibtischtäter fungieren, noch die die JC aufgelöst werden müssen, womit auch HartzIV sofort abgeschafft wäre..Alles andere ist Kleinkleckerei, lässt die Menschen länger leiden und zwar auf drastischere Art als früher, denn sie sahen einen Hoffnungsschimmer, endlich wird etwas getan, wozu sie selbst nicht mehr Imstande waren.Doch das Ergebnis ist verheerend, Selbstsucht, Uneinsichtigkeit und Absicherung der eigenen Zukunft, sind das die neuen HartzIV
    Unterstützer,so fragen sich viele Menschen!
    Nein das sind sie nicht, (sie leben nur ihr Ego aus)im Gegenteil die meisten HartzIV Empfänger geben auf, auch wegen Euch, die sich in der Öffentlichkeit aalen, während dessen sucht sich so mancher eine neue Brücke!

  8. Ash-Li says :

    Kosovo, Sie tun Frau Hannemann & Co. sehr Unrecht! Sie versuchen wenigstens, nach ihrem Gewissen und aus dem Herzen für die Menschen und sich heraus zu handeln. Das alles ist viel besser, als nur solche Reden zu schwingen!

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