Wie geht es nun weiter?

Ich werde weiterhin meine Meinung in diesem Blog posten. Den Versuchen des Arbeitgebers mich einzuschüchtern werde ich mich nicht beugen! Dem neoliberalen Druck von oben, setze ich damit konstruktive und sachliche Kritik von unten entgegen. Von unten, weil ich mich als Teil der Erwerbslosen und der ArbeiterInnen verstehe.

Mein „Gegner“ ist in erster Linie das kapitalistische System. Bereits vom Grundsatz steht eine asoziale Spielregel fest: Profit über alles!

In zweiter Linie kritisiere ich die bestehende Politik die de facto Handlanger der KapitalistInnen ist. Der Kompromiss zwischen BürgerInnen und Kapital (der Sozialstaat), kann als Ausnahme oder aber als Bestätigung dessen gesehen werden. Eines ist zumindest klar: Dieser „Kompromiss“ wurde und wird gegenüber der ArbeiterInnen und der Erwerbslosen verschlechtert.

Als Drittes kritisiere ich das Arbeitsamt, das dieses unsoziale System stabilisiert und die asoziale Politik umsetzt. Es entspricht allerdings nicht der Realität zu denken, dass das Arbeitsamt kein Spielraum hätte. Gerade im SGB III-Bereich (Arbeitslosengeld) steht die Behörde zwar unter Rechtsaufsicht. Sie werden also von der Regierung kontrolliert, ob sie die Gesetze umsetzen. Im SGB II-Bereich („Hartz IV“) kommt die Fachaufsicht noch dazu (die Regierung gibt also auch vor „wie“ die Gesetze umgesetzt werden sollen). In beiden Fällen ist Spielraum vorhanden und ich fordere, dass das Arbeitsamt daraus das maximal Mögliche für die Erwerbslosen und die MitarbeiterInnen herausholt. Anstatt den neoliberalen Druck von oben nach unten weiterzureichen, sollte das Arbeitsamt und die Jobcenter die Kritik von unten nach oben geben. Nur so lässt sich in meinen Augen das Selbstverständnis des Arbeitsamts als „lernende Organisation“ in die Wirklichkeit umsetzen.

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27 responses to “Wie geht es nun weiter?”

  1. Lina Rosenfeld says :

    Wie sehen denn Einschüchterungsversuche dir gegenüber vom Arbeitgeber aus? Was ist passiert?

    LG Lina

  2. xyz says :

    Das du bei der ARGE arbeitest, hab ich mittlerweile auch mitbekommen – bin ein Kollege aus dem ÖD:

    ich frag mich auch immer jeden Tag, wo der Fachkräftemangel sein soll! Ich beobachte den Fachkräftemangel und die derzeitige Situation aus privatem Interesse.

    faszinierend ist, dass laut Arbeitnehmerkammer Bremen wohl eigentlich über 5 Mio. immernoch als arbeitssuchend registriert sind und wie offensichtlich Statistiken manipuliert und falsche Zahlen veröffentlicht werden.

    Volksverblödung nenn ich das. Fachkräftemangel kommt wenn, dann erst nach 2030 — wir haben gerade mal 2013. Außerdem könnte das durch andere Effekte wie fehlende Kaufkraft, Verlagerungen etc. weit überkompensiert werden, also evtl. wieder kein Mangel.

    viele Akademiker wandern aus DE aus, weil sie hier keine feste Stelle finden. In DE wird auch wenig investiert.

    Schuldenbremsen werden das noch verstärken. Die junge Generation kann sich heute immmer weniger aufbauen und lebt immer öfter ewig von den Eltern mit – ich kenne genug, die ein Zweitstudium etc. machen, weil sie mit dem Erststudium gar nichts gefunden haben — verrückter Mangel.

    es fehlen wohl nur Billigarbeiter und da, wo ein echter Mangel ist (Erzieher, Pfleger) da will man nicht vernünftig zahlen, hat seit den 1990ern Stellen abgebaut oder zu wenig ausgebildet. Die Arbeitsbedingungen dort sind viel zu unattraktiv. In anderen Ländern verdienen die besser. Aber mit Frauen kann man es ja machen.

  3. klausbaum says :

    Hat dies auf Notizen aus der Unterwelt rebloggt und kommentierte:
    Add your thoughts here… (optional)

  4. Andreas Abels says :

    Hallöchen Marcel,

    es war eben doch keine „Einladung“ seitens Deines „Arbeitgebers“, sondern im Grunde eine Vorladung (wie sich während Deines Gespräches mit der Regionadirektion herausstellte), um Druck auf Dich auszuüben, aber darüber sprachen wir ja schon. 🙂

    Ich mache das hier mal deutlich, damit alle wissen, worüber wir hier reden.

    Ideal wäre gewesen, wenn Sie Dich eingeladen hätten, um mit Dir über Veränderungen im System zu diskutieren, aber sie machten wohl eher deutlich, dass Sie nicht an Veränderungen interessiert sind, sondern sie waren nur interessiert daran, Dich wieder auf „Linie“ zu bringen.

    Das ist -ehrlich gesagt- erbärmlich und zeigt letzlich nur, wie groß die Angst in der Regionaldirektion und in der Zentrale vor einem Aufbegehren des „normalen“ Volkes sein muss.

    Inge Hannemann hatte mal mit einem Journalisten gesprochen, und der meinte, dass Journalisten froh seien, dass die Missstände, die beim SGB II offensichtlich seien, nun endlich auch von internen Mitarbeitern bestätigt wird.

    Bis dahin gab es halt „nur“ die vielen „Motzereien“ der Hartz IVler, aber wer nahm diese schon ernst?!

    Es gab und gibt einfach zu viele Vorurteile ihnen gegenüber, sie wurden doch schon längst „ghettoisiert“ bzw. ausgegrenzt in der Bevölkerung.
    Traurig genug, dass man sie also bisher kaum ernst nahm, umso wichtiger ist es, wenn viele der Missstände nun endlich und immer mehr von internen Mitarbeitern des System bestätigt werden, und mehr noch:

    Dadurch kommen endlich auch mehr Details ans Tageslicht, wie z.B. die Prämienausschüttungen.

  5. tintenkleks says :

    Ich begreife es nicht. Dabei wäre es eigentlich so einfach, wenn man sich den Idealen die in unser Grundgesetz eingeflossen sind verpflichtet fühlen würde.

    Stattdessen wird es zur Interpretation und als Auslegungssache für politische und wirtschaftliche Interessen freigegeben.

    • Andreas Abels says :

      @tintenkleks

      Ja, genau so ist es leider. Man fragt sich wirklich, wozu es das Grundgesetz gibt.
      Vermutlich gibt es das nur, um den Bürgern und dem Ausland ständig zu erzählen, wie toll diese Demokratie doch ist, und dass wir stolz darauf sein sollen.

      In meinen Augen wird das GG nur mißbraucht, um mit der Fahne der Freiheit und Würde eines Menschen zu wedeln, während man die Bürger gleichzeitig geißelt, knebelt, versklavt UND total überwacht.

      Und wehe, man zieht Vergleiche mit den Nazis oder der Stasi…

      Ähnlich ist es mit der amerikanischen Verfassung. Die ursprüngliche Verf. ist eine gute, letztlich aber wird damit das gleiche Speil getrieben wie hier und anderswo.

  6. B.B. says :

    Prämienausschüttungen? Wo und für was gibt es die denn Arbeitsamt? Etwa die „Fallmanager“ (allein schon das Wort, zukunftsorientiert, fallen die bald alle?)
    für jeden vermittelten Arbeitslosen in egal was, Hauptsache raus aus der Statistik?

  7. Kate Dunning says :

    Zu den Menschenrechten/zum Grundgesetz : Es liegt an jeder neuen Generation die noch bestehenden ges Regeln u Gesetze zu überprüfen u im Sinne ausgl Gerechtigkeit neu zu interpretieren.. an jeder unterdrückten Masse ihre Stimme von neuem zu erheben und durch politisches Handeln aufklärendes Helle in die von den Mächtigen zu ihren Gunsten verschobene Rechtslage zu bringen..

  8. Sebastian says :

    Wow! Ich habe einige Posts gelesen und bin beeindruckt. Du schaffst es, den Besucher und Leser zu fesseln. Gut, leider nicht mit Fakten, sondern mit Fassungslosigkeit, aber Hauptsache gefesselt. Es ist gar nicht mal alles falsch, was Du schreibst, sondern nur… leicht verdreht.

    „Mein „Gegner“ ist in erster Linie das kapitalistische System. Bereits vom Grundsatz steht eine asoziale Spielregel fest: Profit über alles!“
    Ich glaube, dieses Zitat aus diesem Post fasst das Problem sehr gut zusammen: Wir haben kein „kapitalistisches System“ und es gilt schon gar nicht „Profit über alles!“. Wir haben ganz im Gegenteil ein sehr soziales System in Deutschland, ganz im Gegenteil zu vielen anderen Ländern, in denen man über so etwas wie „Grundsicherung“ in schallendes Gelächter ausbrechen würde.

    Ich weiß, dass in vielen JobCentern sehr viel Unsinn passiert und zum Teil echte Unwissenheit regiert. Ein Einspruch dient (zuminder meiner Erfahrung nach) keinem anderen Zweck, als formell die Anforderungen für eine Klage vor dem Sozialgericht zu schaffen, denn eine echte (neutrale) Beurteilung passiert nicht. Das kostet Geld und zwar unser Geld. Aber dieser (Klage-)Weg steht jedem offen, wenn das JobCenter Unsinn macht. Das kostet zwar leider unnötig (Steuer-)Geld, aber ist anscheinend (oft?) nicht anders möglich.

    Aus meiner Sicht sollte Deine Priorität sein, den Menschen zu Arbeit zu verhelfen und nicht, Hartz4 so angenehm wie möglich zu gestalten. Das mag sich einfach und prolemisch anhören, aber Arbeitslosigkeit kann kein Ziel unserer Gesellschaft sein.

    Sicherlich gibt es Probleme innerhalb der JobCenter und sehr viel Verbesserungsbedarf, aber weder Dein Vorgehen, noch Deine Art zu schreiben scheint mir hier zielführend zu sein, ganz im Gegenteil.

    …und das schriebt jemand, der gerade ein Buch unter anderem über den Kampf mit den Behörden veröffentlicht hat.

    • Der Souverän says :

      @ Sebastian

      „Wir haben kein “kapitalistisches System” und es gilt schon gar nicht “Profit über alles!”.

      Mehr braucht man von dir wirklich nicht lesen, um zu erkennen das Du nichts verstanden hast.

      Der Souverän

  9. Der Souverän says :

    Hallo mutiger Rechtschaffender

    Wie geht es nun weiter?

    Die Frage ist auch ohne seherische Fähigkeiten leicht zu beantworten. Nicht wie es insgesamt das Thema betreffend weitergeht, aber wie es für dich weitergeht. Sie werden dich auf Gedanken-Linie zwingen, oder, falls Du „uneinsichtig“ bleibst, schassen, sanktionieren, drangsalieren, schikanieren, kündigen – das ist jetzt dein Weg.

    Wenn Du denkst die da oben – die Du ansprichst – hätten auch nur das geringste Interesse sich mit dir auseinanderzusetzen, geschweige denn an einen Diskussions-Tisch, dann glaubst Du (immer noch) an hehre Absichten der Täter…

    Der Souverän

  10. Andreas Abels says :

    @Sebastian

    Zitat:

    „Ich glaube, dieses Zitat aus diesem Post fasst das Problem sehr gut zusammen: Wir haben kein “kapitalistisches System” und es gilt schon gar nicht “Profit über alles!”. Wir haben ganz im Gegenteil ein sehr soziales System in Deutschland, ganz im Gegenteil zu vielen anderen Ländern, in denen man über so etwas wie “Grundsicherung” in schallendes Gelächter ausbrechen würde.“

    Ein „sehr soziales System“, welches die Menschen nicht auffängt, sondern sie einfängt.

    Ein „sehr soziales System“, welches mit der Existenzangst der Menschen „spielt“.

    Ein „sehr soziales System“, welches die Löhne der arbeitenden Bevölkerung gaaaanz weit unten hält, weil die Arbeitenden so gut wie alles tun werden, um nicht in dieses „sehr soziale System“ zu geraten.

    Ein „sehr soziales System“, welches BESTÄNDIG gegen Artikel 1 und 12 des Grundgesetzes verstößt.

  11. Ashtar-Linara says :

    Hallo, lieber Marcel!

    Ich möchte mich bei Dir für Deinen Mut und Deine Entschlossenheit bedanken. In diesen Zeiten bedarf es genau solcher Menschen wie Dich, Inge Hannemann etc., die gegen das System aufstehen. Friedlich, aber voller Kraft.
    Was ich mich allerdings frage, ist, ob „die da oben“ nicht merken, wie sie Menschen wie Euch auf diese Weise zu Märtyrern machen. Und je mehr sie dies tun, um so mehr Leute wird es schliesslich geben, die auf Eurer, respektive unserer Seite sind. Meine Prognose: Das kann für „die da oben“ nicht gut gehen…

    In diesem Zusammenhang fällt mir ein Lied von John Lennon ein und das, was es ausgelöst hat: GIVE PEACE A CHANCE! ALL WE ARE SAYING IS: GIVE PEACE A CHANCE!

    Und Frieden würde es geben, wenn „die da oben“ endlich mal Mitmenschlichkeit leben würden. – Bisher kommt aus dieser Richtung nur Unmenschlichkeit. Ich meine damit nicht nur die BA!

    Alles Liebe –
    Ashtar-Linara
    🙂

  12. Rundregelsatz says :

    Wie sagt man so schön: „Scheiße rutscht durch“ Hat jemals jemand behauptet, dass man die nicht auch wieder hoch werfen kann?!

    • Ashtar-Linara says :

      Kommt darauf an, Rundregelsatz. – Wenn sie schon flüssig ist, tut man sich schwer damit. Und meist ist alles „flüssig“, sprich: verwässert, aufgeweicht. Brauchst nur das Grundgesetz anzusehen. Sind eigentlich sehr gute Dinge, aber leider schon wieder „verwässert“, wenn Anhänge d’rangesetzt sind, also „Ausnahmeregelungen“ usw.
      Ich frage mich immer wieder, warum man diese Worte, wie z.B. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, nicht einfach so hinnehmen und sich daran halten kann. Nein, die Menschenwürde wird immer wieder durch die schlechte Behandlung „angetastet“. Solchen „Gesetzgebern“ kann und will ich nicht vertrauen.

      • Andreas Abels says :

        So ist es, Ashtar-Linara…

        Allein durch die „Vorladung“, die Marcel von der Regionaldirektion erhielt, mit dem Ziel, ihn einzuschüchtern, zeigt schon, wie Artikel 1 einfach ausgehebelt wird.

        Sie nennen es „Einladung“, in Wirklichkeit ist das gelogen. Denn wenn man jemanden einladet, hat man eigentlich Interesse, ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen…

        Dann hätte man sich seine Kritik angehört, mit ihm diskutiert und nicht versucht, ihn unter Druck zu setzen; nichts anderes ist es, wenn sie sofort mit einer Abmahnung drohen.

      • Sebastian says :

        Oha, jetzt muß das Grundgesetzt herhalten? Um ein Gespräch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer (die beide an weitaus mehr Regeln gebunden sind, als das GG) zu beschreiben? Mit „Würde des Menschen“ hat weder ein solches Gespräch etwas zu tun, noch HartzIV-Sätze, denn das alles ist sehr, sehr weit davon entfernt, diese verletzen zu können. Das GG, die Menschenrechte, die Unabhängigkeitserklärung unserer Schnüffelfreunde mit Pseudo-Demokratie jenseits des großen Teiches, alle diese Texte entstanden als Reaktion auf Probleme, die wir uns (glücklicherweise!) heute gar nicht mehr vorstellen können. Damals endete ein „Gesprächstermin beim Chef“ gerne mal mit einer Kugel, wenn der „Arbeitnehmer“ Sklave auf einer Plantage oder Zwangsarbeiter im 3. Reich war.
        Euer grundlegendes Problem ist, dass Ihr gar nichts veränden wollt (denn dann gäbe es ja nichts mehr zu meckern). Untrügliches Zeichen dafür ist das ausgelutschte „die da oben“. In Deutschland gibt es kein „die da oben“ (im Gegensatz zu China, den USA, …). Jeder kann sich zu einem von „die da oben“ wählen lassen, wenn er wirklich etwas verändern möchte. Wenn die ganze deutsche Bevölkerung (bis auf „die da oben“) hinter Euch steht, dann hört auf zu lamentieren, lasst Euch wählen und ändert das System (was nicht klappen wird, denn irgendwo muss das viele schöne Geld auch herkommen, aber das ist ein anderes Problem). Die beste Möglichkeit, ein Gespräch mit dem Chef zu entschäfen ist, selbst der Chef zu werden – oder aber der Chef vom Chef.

      • kritischerkommilitone says :

        @Sebastian

        Dieses Argument habe ich schon sehr häufig gehört: erst sich hocharbeiten

        und, wenn mensch dann Chef ist etwas verändern. An dieser Stelle möchte

        ich folgende Frage in den Raum werfen:

        Was muss ich tun um Chef zu werden? Was muss ich tun um Chef vom Chef

        zu werden?

        In diesem System funktioniert dies nur mit Anpassung an die bestehenden Re-

        geln, die u.a. von den jetzigen Chefs festgelegt worden sind. Neben der Anpassung

        ist ein gut trainierter Ellebogen auch nicht verkehrt. Schließlich gibt es noch andere

        Menschen, die sich den Regeln anpassen und Chef werden könnten.

        Faktisch müsste ich also a) Regeln verfolgen, die ich nicht mit meinem Gewissen

        vereinbaren könnte und b) gegen andere Menschen arbeiten, egoistisch sein, was

        umso mehr meinem Gewissen widerspricht.

        Daher ist es für mich keine Alternative irgendein Chef zu werden. Im Gegensatz

        zu dieser Option sollten wir dafür kämpfen, dass Hierarchien abgebaut werden.

        Hierarchien sind das eigentliche Problem, da sie Ausdruck von einem Machtgefälle

        sind.

  13. Andreas Abels says :

    „einläd“ und nicht „einladet“, jaja. 😉

    • Ashtar-Linara says :

      Ja, ja… Die Macht der Worte!

      Übrigens: Es heisst „einlädt“! *zwinker“

      Daran kann man leider auch die Verlogenheit des Systems erkennen. Es schaudert mich dabei.

  14. Andreas Abels says :

    @sebastian

    Ich habe nie von „die da oben“ gesprochen, eine solche Wortwahl wirst Du bei mir nie finden, denn aus meiner Sicht sind wir ALLE auf gleicher Augenhöhe, dabei ist es wurschtpiepegal, welche „Rolle“ gerade jemand im Lande oder sonstwo auf dieser Welt innehat.

    Dass sich manche aufgrund ihrer Rolle/Position in der Gesellschaft einbilden, sie seien mehr wert und wichtiger als andere, über die sie dann bestimmen dürften, ist vor allem systembedingt.

    Und genau deshalb will ich weder Chef von irgendwem sein noch Politiker. Mir geht es nicht darum, es besser zu machen als die Politiker, sondern ich betone immer wieder, dass wir weg müssen von diesem herrschenden, politischen System.
    Ein solches System hat nur eines im Blick: MACHT ÜBER den Menschen.

    Ich aber will keine Macht ÜBER den Menschen, sondern ich plädiere für die Macht DURCH den Menschen, das ist ein himmelweiter Unterschied, es lohnt sich, darüber mal ganz tief nachzudenken und dort hinzufühlen.

    Ich setze mich deshalb für eine Bewußtseinsveränderung ein, damit der einzelne Mensch sich endlich wieder daran erinnert, welche Kraft und Macht er in sich trägt. Macht ist nicht automatisch negativ, nur wenn man sie in sich selbst noch nicht entdeckt hat, wird man sie falsch verstehen und Macht ÜBER andere ausüben wollen.

    Und wer glaubt, „damals“ war alles viel schlimmer, macht leider nachwievor die Augen zu, denn die globale, totale Überwachung (Nazis und Stasis wären begeistert) ist heutzutage genauso offensichtlich wie die totale Unterdrückung durch ein herrschendes, globales System, welches mit dem ZinsesZins und sogenannten „Demokratien“ Werkzeuge hat, um Freiheit zu propagieren und Unterdrückung durchzuboxen.

    Ich motze nicht einfach nur über das System, sondern biete Lösungen an, auch wenn diese viele nicht verstehen können oder wollen, oder für absurd oder lächerlich oder sonstwas halten.
    Aus meiner Sicht wird es keine andere Lösung für die heutigen, globalen (also nicht nur deutschen) Probleme geben als das Ent-Wickeln von Selbst-Bewußtsein, dazu schrieb ich in anderen Kommentare zu anderen Artikeln von Marcel noch viel mehr.

    • Sebastian says :

      Einen realistischen Lösungsvorschlag konnte ich hier noch nicht entdecken, tut mir leid. Einige phantastische Ideen, vielleicht, aber keine Lösung.
      Trotzdem finde ich Deine Ansicht und Interpretation sehr interessant: Dir geht es anscheinend nur um „Macht“ und „über andere Menschen herrschen“. Ein guter Chef (und der könntest Du dann sein, wenn Du es wolltest) kann auch „nur“ koordinieren – wie es mein Chef beispielsweise bevorzugt. Mit „Chef vom Chef“ meinte ich auch weniger einen erarbeiteten Posten, sondern eher einen (politischen), in den man gewählt wird.
      Wer allerdings die Macht des Volkes ablehnt, begeht tatsächlich einen Verstoss gegen das Grundgesetz, zwar nicht Art. 1, dafür aber Art. 20. Für meinen Geschmack driftet das hier gerade zu sehr in diese Richtung, also verabschiede ich mich an dieser Stelle und hoffe drauf, dass ihr Euch wirklich nur beschweren, aber nicht ernsthaft etwas ändern wollt.

      • Andreas Abels says :

        Zitat:

        „Wer allerdings die Macht des Volkes ablehnt, begeht tatsächlich einen Verstoss gegen das Grundgesetz, zwar nicht Art. 1, dafür aber Art. 20. Für meinen Geschmack driftet das hier gerade zu sehr in diese Richtung, also verabschiede ich mich an dieser Stelle und hoffe drauf, dass ihr Euch wirklich nur beschweren, aber nicht ernsthaft etwas ändern wollt.“

        Du bringst leider Zuvieles durcheinander. In diesem Blog, genauso wie in manch anderen (von Inge Hannemann z.b.) geht es ja gerade um die „Macht des Volkes“, und den meisten darin geht es natürlich darum, dass das Volk wieder die Macht zurückbekommen soll.

        Durch das jetzige Herrschaftsystem wird eben nicht DURCH das Volk regiert, sondern ÜBER das Volk.

        Realistische Ideen werden dort wie hier zuhauf besprochen:

        Bedingungsloses Grundeinkommen, zinsloses Geldsystem, Transparenz als oberstes Gebot…

        Oder sind solche Ideen auch nur „phantastisch“ für Dich, aber unrealistisch?

        Meine Ideen und Visionen gehen darüber zwar noch weit hinaus, aber zunächst mal (als Übergang quasi) gäbe es viele gute und realistische Ideen (solche wie oben genannt).

  15. unbequem says :

    Bis Herr Abels seine „kritische Masse“ erreicht hat, versuchen wir es, die wir im Jetzt und Hier leben, damit:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=18183

    • Ashtar-Linara says :

      Unbequem, eine „kritische Masse“ bildet sich immer im „Hier und Jetzt“. Warum? Weil es nur dieses „Hier und Jetzt“ gibt. Wenn wir einen „nächsten Moment“ erreicht haben, ist es auch schon wieder „Hier und Jetzt“!

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  1. Wie geht es nun weiter? | WIR Der ZeitBote Saarland - Juli 19, 2013

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